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Probleme bei Wirkungsdauer des Insulins
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am 12.05.2025 16:33:21 | IP (Hash): 1419079332
Hallo zusammen,
hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Insulin Lyumjev?
Ich hatte mit Novorapid extreme Spitzen nach den Mahlzeiten, die ich irgendwie nicht richtig einfangen konnte. Daraufhin habe ich Lyumjev bekommen. Damit geht die Kurve nach dem Essen mit entsprechendem SEA nicht mehr so steil in die Höhe und so für 2-3, manchmal 4 Stunden schaut es dann ganz gut aus, sodass man meinen könnte, der BZ sinkt wieder. Aber ab Stunde 3 oder 4 steigt er dann wieder plötzlich richtig hoch, sodass ich immer nachkorrogieren muss.
Im Gesamten spritze ich so zu jeder Mahlzeit 1 bis 2 Einheiten mehr als mein Faktor es eigentlich vorsieht. Den Faktor hab ich letzte Woche erst berechnen lassen, er stimmt angeblich. Hab schon einen höheren probiert, aber dann komme ich in den Unterzucker. Die Basalrate stimmt angeblich auch.
Es scheint mir so als wirkt das Insulin dann einfach nicht mehr. Bei NovoRapid hatte ich das Phänomen nicht. Ich verstehe aber auch nicht, dass die Kohlenhydrate nach 4 Stunden nicht langsam mal "abgebaut" sind.
Ich bin total platt. Die Aufmerksamkeitsspanne bei einer Mahlzeit muss ja irgendwann auch mal abgeschlossen sein. Aber ich bin bis zu 4 Stunden damit beschäftigt, und somit auch den ganzen Tag bei 3 Mahlzeiten.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen?
Liebe Grüße😊 -
am 12.05.2025 16:58:46 | IP (Hash): 2030115373
Zum passenden Umgang mit Insulin findest du mehr im insulinclub.de
Generell gilt für den Bolus: Der hat zum Essen gepasst, wenn mit dem Auslaufen der Wirkung 3-4 Stunden weiter in etwa derselbe BZ wie vor dem Essen erreicht wird.
Wenn der BZ nach dem Auslaufen der Bolus Wirkung wieder ansteigt, fehlt zu dieser Zeit(!) Basal.
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 12.05.2025 18:01:47 | IP (Hash): 1419079332
Nein, die Basalrate müsste soweit eigentlich i.O. sein.
Die Wirkung läuft meist sogar früher aus, regelmäßig schon nach 2einhalb Stunden. Dann ist die Kurve noch am "Arbeiten" und noch nicht bei Ausgangswert angekommen, was ja hieße, dass der Bolus zu niedrig war. Wenn ich ihn erhöhen, rutsche ich aber nach dem Essen in eine Hypo.
Ich denke, das Insulin wirkt bei mir einfach nicht länger. -
am 12.05.2025 19:16:05 | IP (Hash): 2030115373
michelle2010 schrieb:
Die Wirkung läuft meist sogar früher aus, regelmäßig schon nach 2einhalb Stunden.
Also dann sinkt der BZ nicht weiter?
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 12.05.2025 20:48:13 | IP (Hash): 1047316340
Nein, dann sinkt er nicht weiter. Er bleibt dann recht konstant, müsste sich eigentlich wieder auf den Weg nach unten machen aber steigt dann rapide an. -
am 12.05.2025 21:34:17 | IP (Hash): 2030115373
OK, also nach 2,5 Stunden deutlich über dem Wert vor dem Essen hört der BZ zu sinken auf. Das sagt eindeutig: zu wenig Bolus.
Wenn der BZ mit mehr Bolus zuerst in ne Hypo sinkt, bevor er vom Essen wieder ansteigt, würde ich ausprobieren, wie ich mit dem passenden hinkomme, wenn ich den während des Essens oder nach dem Essen spritze?
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 13.05.2025 08:26:08 | IP (Hash): 344850951
Vielen Dank für deine Antwort! Ich habe alles schon probiert, auch den Bolus aufteilen. Ich fürchte aber, der Bolus stimmt.
Gestern habe ich Reis gegessen und nach dem Essen dafür gespritzt. Das hat mich innerhalb einer Stunde von 160 auf 40 runtergeschossen. dann habe ich mich stabilisiert und gut 3 Stunden später kam der senkrechte Anstieg in die Höhe. Als ob das Essen erst 3 Stunden in der Speiseröhre gesteckt hätte und nichts passiert wäre. -
am 13.05.2025 10:21:21 | IP (Hash): 1784906990
Liest sich abenteuerlich und so, als hättest du die 40 ohne Glukose oder KHs tatsächlich 3 Stunden lang ausgesessen. Und dann hat der BZ plötzlich und unerwartet den nächsten Höhenflug gestartet?
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 13.05.2025 11:06:45 | IP (Hash): 344850951
Genau, nach 3 Stunden stieg er dann von den stabilisierten 100 hoch zu 250. Mit 2 IE habe ich dann korrigiert und er ging nach 2 Stunden wieder auf 110. Am frühen Morgen bin ich dann aber wieder bei 60 geweckt worden. -
am 13.05.2025 12:34:20 | IP (Hash): 1784906990
Ich hatte 40 auf dem Schirm. Wie hatten die sich auf 100 stabilisiert?
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Seit der Banting Lecture von Prof. Roy Taylor 2012 weiß die gesamte diabetische Fachmedizin, dass Prädiabetes und Typ 2 Diabetes in den ersten Jahren nach der Diagnosereife vollständig gesund umkehrbar sind. Die gesunde Umkehr muss daher alternativ zu Metformin mit jeder neuen Diagnose angeboten werden! -
am 13.05.2025 12:41:00 | IP (Hash): 1116083337
michelle2010 schrieb:
Genau, nach 3 Stunden stieg er dann von den stabilisierten 100 hoch zu 250. Mit 2 IE habe ich dann korrigiert und er ging nach 2 Stunden wieder auf 110. Am frühen Morgen bin ich dann aber wieder bei 60 geweckt worden.
Mit welchem Gerät mißt du denn?
Hast du mal bei den hohen und tiefen Gewebezucker-Messwerten mal Blutzucker-Kontrollmessungen mit Teststreifen gemacht?
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Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 13.05.2025 15:51:19 | IP (Hash): 510800053
Die sichtbare blutzuckersenkende Wirkung ist bei mir bei Lyumjev auch nach 2,5 bis 3 Stunden weitgehend vorbei. Je weniger Insulin, desto schneller ist sie weg.
Wenn die Verdauung länger braucht - kann z.B. nach längerer Diabetesdauer einfach sein -, muss man sich halt nen Alarm stellen und nach 2-3 Stunden nochmal Insulin geben.
Oder zur Mahlzeit zwei Insuline spritzen. Lyumjev für den Anstieg am Anfang und Humalog/Novorapid für den Rest. Das musst du aber mit deinem Arzt klären.
Wie ich das für mich löse - siehe Signatur (Insulin genau dann, wenn es gebraucht wird, egal ob der Magen gerade ein Päuschen anlegt)
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 13.05.2025 17:52:19. Grund: Korrektur