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Neues Buch für anspruchsvolle Typ-1-Diabetiker (Insulinpumpe)

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    am 02.09.2025 21:40:55 | IP (Hash): 451048242
    Hallo zusammen,

    ich habe dieses Buch entdeckt, in dem ein langjähriger Typ-1-Diabetes-Patient beschreibt, wie er seit Jahren mit Insulinpumpe sehr gute Ergebnisse erreicht (HbA1c unter 6,0%, Zeit im Zielbereich (70-180 mg/dl) von 98% etc.).

    Es ist verständlich beschrieben, und es werden auch die Mechanismen erklärt, die weitgehend allgemein (also auch auf andere Patienten übertragbar) sind.

    Manches hat mir weitergeholfen, z.B. Tipps zu CGM-Einstellungen (Warngrenzwerte, Kalibrierung etc.), zur Ernährung (Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung, maximale Menge von schnell wirkenden Kohlenhydraten pro Mahlzeit etc.) und Insulin-Dosierung (z.B. Glukoneogenese durch Fette und Proteine, Glukoseverbrauch durch Bewegung, Tageszeit-angepasste Korrekturfaktoren).

    Es ist alles ein wenig strenger und komplexer, als man es in Einführungsschulungen lernt. Und nicht alles passt zu meiner Situation. Aber es ist gut recherchiert und im Wesentlichen durchaus machbar. Für mich als motivierten Patienten genau das Richtige für ein paar neue Anregungen :)

    Das Buch heißt "Dauerhaft gesund und gut leben mit Typ-1-Diabetes: Praktische Hinweise für ein fortgeschrittenes Management" und hat die ISBN 9783819298707. Es ist unter anderem bei Amazon bestellbar.

    Vielleicht hilft es auch anderen weiter.

    Grüße,
    Thomas
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    am 03.09.2025 17:55:25 | IP (Hash): 2105044832
    Zitat aus dem schlauen Buch:
    “Es ist allerdings wichtig, anzumerken, dass die Wirkungsdauer von Insulinen auch von der abgegebenen Insulinmenge abhängt: Je mehr Insulin auf einmal abgegeben wird, desto länger dauert die Wirkung. Dieser Zusammenhang wurde mir unter anderem von einem Diabetologen berichtet und wird durch meine Erfahrung bestätigt. (Soweit ich weiß, wird der Zusammenhang damit erklärt, dass die Insulinmoleküle nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander an den Körperzellen wirken können.)”

    Dazu der alte T2D Besserwisser:
    Interessante Erklärung, ABER je kleiner die Insulinmenge, desto größer im Verhältnis dazu die Oberfläche der “Blase”, die es im Unterhautfettgewebe bildet. Und über die Oberfläche dieser “Blase” wird das Insulin über das umgebende Gewebe aufgenommen und gelangt daraus in den venösen Teil des Blutkreislaufs.
    Wer mit einer größeren Dosis eine möglichst schnelle Wirkung erreichen will, spritzt die daher seit Jahrzehnten in mehreren kleineren Portionen.

    Die Zeit von der Spritze”Blase” durch das umgebende Gewebe in den Kreislauf macht den Unterschied zwischen z.B. Humalog und Lyumjev.


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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 03.09.2025 20:18:44 | IP (Hash): 767036429
    hjt_Jürgen schrieb:
    Zitat aus dem schlauen Buch:
    “Es ist allerdings wichtig, anzumerken, dass die Wirkungsdauer von Insulinen auch von der abgegebenen Insulinmenge abhängt: Je mehr Insulin auf einmal abgegeben wird, desto länger dauert die Wirkung. Dieser Zusammenhang wurde mir unter anderem von einem Diabetologen berichtet und wird durch meine Erfahrung bestätigt. (Soweit ich weiß, wird der Zusammenhang damit erklärt, dass die Insulinmoleküle nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander an den Körperzellen wirken können.)”

    Dazu der alte T2D Besserwisser:
    Interessante Erklärung, ABER je kleiner die Insulinmenge, desto größer im Verhältnis dazu die Oberfläche der “Blase”, die es im Unterhautfettgewebe bildet. Und über die Oberfläche dieser “Blase” wird das Insulin über das umgebende Gewebe aufgenommen und gelangt daraus in den venösen Teil des Blutkreislaufs.
    Wer mit einer größeren Dosis eine möglichst schnelle Wirkung erreichen will, spritzt die daher seit Jahrzehnten in mehreren kleineren Portionen.

    Die Zeit von der Spritze”Blase” durch das umgebende Gewebe in den Kreislauf macht den Unterschied zwischen z.B. Humalog und Lyumjev.



    OK! Ich denke aber nicht, dass die Hauptaussagen des Buches von diesen Details abhängen. Die genauen Zeiträume sind ja sowieso bei jedem anders. Für mich passen die Zahlen (nutze NovoRapid Aspart). Und letztlich geht es ja darum, sich bei allen Berechnungen und der Ernährung bewusst zu machen, dass das gespritzte Insulin über mehrere Stunden verteilt wirkt.

    Zum Beispiel kenne ich niemanden mit Insulin-pflichtigem Diabetes, der nach einer großen Portion Kartoffeln (ohne viel Proteine/Fette) einen stabilen Blutzucker hat. Weil das Insulin eben nicht so schnell wirkt. Das war auch bei "ultraschnellem" Insulin (Faster Aspart) nicht so viel anders. Den Spritz-Ess-Abstand kann man auch nicht beliebig vergrößern, weil BZ sonst vor dem Essen zu niedrig ist.
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    am 03.09.2025 21:48:20 | IP (Hash): 2105044832
    Das ist für mich das erste Buch seit Doc Bernstein mit der tollen Aussage, dass es sich mit Diabetes Typ 1 tatsächlich alltäglich gesund leben lassen kann, wirklich gesund im Rahmen von HbA1c 5,7 und besser! Ich bin tatsächlich begeistert!

    Allerdings lässt der Autor seinen Wissenschaftler eigentlich fortlaufend raushängen - und da reizt mich halt wissenschaftlich verpackte Laienfantasie zum Widerspruch ;)


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    am 04.09.2025 12:48:42 | IP (Hash): 1055283891
    Ich habe das Buch nicht gelesen und habe auch nicht die Absicht dafür Geld auszugeben... Alles, was Ihr hier so schreibt, sind doch alte Hüte...

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    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
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    am 04.09.2025 16:18:17 | IP (Hash): 1055283891

    Habe jetzt mal die Preview gelesen... überzeugt mich nicht.

    Mit AiD-Systemen hat er sich nur sehr oberflächlich beschäftigt und nur mit älteren Systemen. AAPS scheint er gar nicht zu kennen.
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    Bearbeitet von User am 04.09.2025 16:20:09. Grund: Ergänzung
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    am 04.09.2025 17:29:06 | IP (Hash): 538960888
    Der Herr Professor Dr. macht mit den eigenen Daten mit einigem täglichem Aufwand Predictive AI mit nem super Ergebnis.

    Seine Aufbereitung seines Wegs sehe ich eher als Abschreckung und weit von Ansporn zum Nachmachen.
    OK, ich hab die Euronen für die Kindle-Version gesetzt und dafür Content Creation im wahrsten Sinne der Bezeichnung bekommen.

    Gerade wurde in den Medien beklagt, dass zwar die Menge der wissenschaftlichen Literatur gewaltig zugenommen hat, aber mit wenig Erkenntnis-Fortschritt. Passt.
    Schade eigentlich, denn was ich für mein gesundes Leben mit meinem alten T2D gelernt habe, hab ich praktisch komplett aus der T1D Welt.


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    am 04.09.2025 22:53:29 | IP (Hash): 409116084
    HeikeOV schrieb:
    Ich habe das Buch nicht gelesen und habe auch nicht die Absicht dafür Geld auszugeben... Alles, was Ihr hier so schreibt, sind doch alte Hüte...



    Nicht alles. Praktisch nichts, was in dem Buch steht, habe ich in den Schulungen gelernt. Entweder wurde es gar nicht unterrichtet, oder nicht so genau. Und schau mal in Kapitel 28 (Sport/Bewegung regulieren). Da wird der Glukoseverbrauch berechnet, anhand von Kalorienverbrauch und Insulinspiegel. Und dieser Glukoseverbrauch wird dann ausgeglichen durch genau berechnete Kohlenhydrate. Es funktioniert auch bei mir sehr gut: viel stabilere Werte, weniger Unterzuckerungen.

    Es ist verständlich beschrieben, nicht wissenschaftlich. Der Autor ist sowieso kein Mediziner, sondern Wirtschaftswissenschaftler und Datenanalyst (steht in der Autorenbeschreibung sowohl im Online-Handel als auch hinten im Buch).
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    am 04.09.2025 22:56:53 | IP (Hash): 1130478554
    HeikeOV schrieb:

    Habe jetzt mal die Preview gelesen... überzeugt mich nicht.

    Mit AiD-Systemen hat er sich nur sehr oberflächlich beschäftigt und nur mit älteren Systemen. AAPS scheint er gar nicht zu kennen.



    Ja, es ist nicht für AID optimiert. Das hat mich am Anfang auch skeptisch gemacht. Aber viele Inhalte kann man auch im Loop umsetzen. Ich nutze Hybrid Closed Loop und mache gute Erfahrungen, sowohl mit der YpsoPump als auch mit dem Buch.
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    am 05.09.2025 11:42:26 | IP (Hash): 2129943084
    Thomas_1995 schrieb:
    Nicht alles. Praktisch nichts, was in dem Buch steht, habe ich in den Schulungen gelernt. Entweder wurde es gar nicht unterrichtet, oder nicht so genau. Und schau mal in Kapitel 28 (Sport/Bewegung regulieren). Da wird der Glukoseverbrauch berechnet, anhand von Kalorienverbrauch und Insulinspiegel. Und dieser Glukoseverbrauch wird dann ausgeglichen durch genau berechnete Kohlenhydrate. Es funktioniert auch bei mir sehr gut: viel stabilere Werte, weniger Unterzuckerungen.



    Mal ein bisschen Copy & Paste:
    28. Regulation der direkten Wirkung von körperlicher Aktivität

    Die direkte BZ-Wirkung der körperlichen Aktivität ist die BZ-Wirkung der Bewegung, die während der Bewegung (ab Start der Bewegung) auftritt. Körperliche Aktivität hat prinzipiell eine direkte BZ-senkende Wirkung. Diese Wirkung entsteht bekanntermaßen (vor allem) dadurch, dass die Körperzellen während der Bewegung Glukose als Energiequelle nutzen (d.h., es werden Kalorien in Form von Zucker verbraucht).

    Um Unterzuckerungen während der Bewegung zu verhindern und den BZ möglichst stabil zu halten, ist es wichtig, die BZ-Wirkung zu berücksichtigen und möglichst genau auszugleichen. Dazu gebe ich in diesem Kapitel Hinweise.

    Zunächst beschreibe ich, weshalb und auf welche Weise die Regulation der direkten Bewegungseffekte in Abhängigkeit von der Bewegungsleistung durch Einsatz von KH möglich ist (Abschnitt 28.1). Anschließend gehe ich darauf ein, wie der Insulinspiegel bei der Bewegungsregulation berücksichtigt werden sollte (28.2). Ich nehme dann einige Verfeinerungen vor, um das Prinzip der Bewegungsregulation auf verschiedene Bewegungsformen (28.3) und Bewe-gungs intensitäten anzuwenden (28.4), und gebe Hinweise, wie mögliche Stress-Effekte bei intensivem Sport in der Regulation berücksichtigt werden können (28.5). Anschlie Bend gehe ich darauf ein, welche Nahrungsmittel sich für die Regulation der direkten Bewegungseffekte eignen (28.6). Schließlich beschreibe ich (für diejenigen, die das genau wissen wollen), welche Vorteile die in diesem Kapitel beschriebenen Methoden gegenüber einigen anderen Ansätzen der Bewegungsregulation haben (28.7).

    Mit den in diesem Kapitel beschriebenen Methoden liegt mein BZ während der Bewegung bzw. während des Sports meist durchgehend im Zielbereich (und zwar typischerweise durchgehend im Bereich 80-140 oder 70-160 mg/dl, auch nach Mahlzeiten) und oft nah am Zielwert von 100 mg/dl.


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