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Neuvorstellung - Prädiabetiker mit gelegentlichen Fragen

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    am 02.10.2025 13:05:13 | IP (Hash): 525085566
    Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen.
    Männlich, 67 Jahre alt.
    Aufgrund familiärer Vorbelastung (TD2 des Vaters) habe ich mich schon beizeiten mit dem Thema befasst. Da ich selbständig diverse Blutwerte überwacht habe, habe ich gesehen, dass ich in den Bereich der Prädiabetes geraten bin und habe gegengesteuert mit Low Carb, bzw. ketogener Ernährung, mehr Bewegung und Gewichtsabnahme.

    Somit halte ich nun schon seit länger als 5 Jahren meinen Langzeitblutzucker bei 5,7 und der Nüchternblutzucker ist noch in den 90ern. Bei bei meinen letzten Blutwerten, habe ich aber gesehen, dass mein Nüchterninsulin schon fast bei 20, also am oberen Anschlag war.

    In einer 3monatigen Abnehmphase habe ich von 90 auf 76Kg abgespeckt.
    Der Nüchterninsulinwert ist super runtergegangen bis auf 5,9 aber der Langzeitblutzucker hat sich nicht viel bewegt. Viele weitere Blutwerte, wie die Blutfette haben sich super entwickelt.
    Wenn ich das richtig verstehe, habe ich eine Insulinresistenz.

    Wenn ich mit Low Carb mal nicht so konsequent bin, sehe ich bei meinen Messungen mit dem Libre 3, dass der Blutzucker hochgeht wie eine Rakete aber in der 1. & 2. Stunde wieder auf die genormten Werte runtergeht. Beispiel Früh 50g im Müsli bringen den Blutzucker auf 180, auch diverse andere KH Quellen zeigen das gleiche Ergebnis.

    Das heisst für mich, dass ich wie viele andere hier mit der Krankheit leben muss? Oder gibts noch Wege, den Langzeitzucker weiter zu senken?

    Ich habe noch weitere Fragen, die aber zu einem späteren Zeitpunkt.

    Gruß
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    am 02.10.2025 14:48:37 | IP (Hash): 1051232955
    Hallo Wurzelzwerg, willkommen.
    Gut, dass du selber aufmerksam warst und deine erhöhen BZ-Werte entdeckt hast.
    Eine Frage habe ich: meinst du tatsächlich Nüchterninsulin? Oder Nüchternblutzucker?
    Beides soll natürlich im optimalen Bereich sein, vor allem aber das Insulin.

    Und, von welchen (Insulin)Einheiten sprichst du?

    Bedingung mU/l (µU/ml)
    Nach 12 h Fasten 6 - 25
    Nach 72 h Fasten ‹6
    Nach maximaler Stimulation durch Glucose oder Glukagon bis 200

    oder

    Bedingung pmol/l
    Nach 12 h Fasten 36 - 150
    Nach 72 h Fasten ‹36
    Nach maximaler Stimulation durch Glucose oder Glukagon bis 1200

    Hast du den HOMA-Index messen lassen?
    Wie inkonsequent bist du mit LC? 50g Müsli würden mich auch auf 180 bringen 😉 , besser gesagt auf 180 mg/dl.

    Wurzelzwerg schrieb:
    Wenn ich das richtig verstehe, habe ich eine Insulinresistenz.



    Ja, Insulinresistenz steht am Anfang, bei allen TYP2ern. (Auch die DmTyp1er können Insulinresistenz haben, wenn sie nicht auf ihre Ernährung achten.)
    Erst steigt der Insulinspiegel , bis er es nicht mehr schafft, überschüssigen Blutzucker abzubauen. Dann steigt der BZ- Spiegel an und ist dann für uns zuhause messbar.
    Das kann einige bis etliche Jahre dauern.
    Das beste wird sein, deine LC-Ernährung fortzuführen bzw zu verschärfen, nach dem Essen dich moderat zu bewegen zB eine halbe Stunde Spaziergang, auf eine gute Vitamin C und Magnesium zu achten, gut zu schlafen und dich nicht über jeden Kack aufzuregen. Nicht zuviel Obst und keinen Alk.

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    am 02.10.2025 15:01:21 | IP (Hash): 1095839918
    Hallo Wurzelzwerg,

    machst du deine Riesenangst wirklich an einem einzelnen Insulinwert fest? Warte doch erst mal das nächste Ergebnis ab und entscheide dann ob es sich um eine generelle Verschlechterung handelt oder ob es nur ein einzelner Ausreißer war. Für so etwas wären einfache Erklärungenmöglich.

    Wenn du dich generell KH-arm ernährst und dann Mahlzeiten mit mehr KH dazwischen schiebst, dann steigt der BZ stärker als normal an. Wenn du die BZ-Reaktion auf KH-reiche Mahlzeiten austestn willst, musst du erst einmal mindestens 3 Tage KH-reich essen.

    Dass du deine Werte intensiv beobachtest, finde ich gut. Allerdings müsstest du dann auch die erforderliche Gelassenheit mitbringen und darfst jeden etwas aus der Reihe tanzenden Einzelwert sofort als Katastrophe betrachten.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 02.10.2025 15:01:55. Grund: BBCodes
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    am 02.10.2025 15:58:48 | IP (Hash): 525085566
    @Henrie
    Ja, ich lasse immer 1/4 jährlich paar Blutwerte messen.
    In diesem Falle HbA1c (%) und Nüchterninsulin (mIU/ml) 2,6–24,9 (Referenzbereich des Labors)
    Ich hatte nach 12 stundigen Fasten Werte für Nüchterninsulin bis 20 und dann nach einer längeren Diät, in der ich abgenommen habe, hatte ich morgens zur Blutmessung Nüchterninsulin 5,9.
    Der Nüchterninsulinwert war also vorher am oberen Rand des Referenzbereiches, was auf die Dauer wohl ungünstig wäre. Wenn ich konsequent LC lebe, passt das dann soweit alles aber mein Ziel war immer den Langzeitblutzucker noch paar Zehntel runter zu bekommen, was mir aber bisher nicht gelungen ist. Ich habe kaum Spitzen über 140/150 und wenn, geht der BZ innerhalb 2 Stunden auch wieder gut runter.

    PS ich ernähre mich schon mehrere Jahre LC, also KH kleiner 50g, tägliche Spaziergänge, 0 Alk
    Schlaf ist schlecht, muss 2x nachts aufs WC, Stress ist auch da durch Pflege demente Mutter und dialysepflichtige Frau.
    Bearbeitet von User am 02.10.2025 16:08:48. Grund: Empfänger vergessen
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    am 02.10.2025 16:11:05 | IP (Hash): 525085566
    @Rainer
    Das war kein einzelner Wert (Nüchterninsulin) sondern ich hatte über Jahre Nüchterninsulinwerte bis 20 mIu/ml, das ganze während LC Ernährung. Erst nachdem ich die genannte ‚Diät' gemacht habe und bei 180cm von 90 Kg auf 76Kg abgespeckt habe und Bauchfett von 105 auf 90 reduziert habe, ist auch der Nüchterninsulinwert und die Triglyceride rapide runter gegangen.

    Ich bin sehr gelassen 😁 möchte nur den Langzeitblutzucker etwas nach unten verschieben.



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    am 02.10.2025 16:32:49 | IP (Hash): 1095839918
    Wurzelzwerg schrieb:
    Das war kein einzelner Wert (Nüchterninsulin) sondern ich hatte über Jahre Nüchterninsulinwerte bis 20 mIu/ml, das ganze während LC Ernährung. Erst nachdem ich die genannte ‚Diät' gemacht habe und bei 180cm von 90 Kg auf 76Kg abgespeckt habe und Bauchfett von 105 auf 90 reduziert habe, ist auch der Nüchterninsulinwert und die Triglyceride rapide runter gegangen.

    Also doch ein Einzelwert nach deiner Ernährungsumstellung und mehreren viel niedrigeren Werten.

    Betrachte es, bis du die nächsten Werte hast, als möglichen Ausreißer, der nicht unbedingt etwas bedeuten muss. Denkbar wäre z.B. eine Stressreaktion kurz vor der Blutentnahme, die über Adrenalin zu einer zusätzlichen Glukoseausgabe aus der Leber gesorgt hat und die dann folgerichtig eine größere Insulinausgabe nach sich gezogen hat.

    ____
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    Bearbeitet von User am 02.10.2025 16:38:57. Grund: BBCodes
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    am 02.10.2025 17:24:17 | IP (Hash): 525085566
    Rainer schrieb:
    Wurzelzwerg schrieb:

    Denkbar wäre z.B. eine Stressreaktion kurz vor der Blutentnahme, die über Adrenalin zu einer zusätzlichen Glukoseausgabe aus der Leber gesorgt hat und die dann folgerichtig eine größere Insulinausgabe nach sich gezogen hat.



    Danke für diesen Hinweis, Stressreaktionen spielen bei mir eine erhebliche Rolle, da ich aufgrund einer Angststörung bei Arztbesuchen schon diverse verfälschte Ergebnisse erhalten habe. Wobei der Glukosesensor vor/nach der Blutentnahme keine grösseren Schwankungen angezeigt hatte.

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    am 02.10.2025 17:42:42 | IP (Hash): 491510074
    Wenigstens so interessant wie den Insulinwert fände ich an deiner Stelle den Proinsulinwert. Denn der gibt praktisch direkt Auskunft zum Funktionsstand der Betas.


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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 02.10.2025 18:06:33 | IP (Hash): 525085566
    Diesen Wert werde ich dann beim nächsten Mal mit messen lassen, danke.
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    am 02.10.2025 18:43:57 | IP (Hash): 1051232955
    https://www.imd-berlin.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/intaktes-proinsulin

    Wurzelzwerg schrieb:

    ...Wenn ich konsequent LC lebe, passt das dann soweit alles aber mein Ziel war immer den Langzeitblutzucker noch paar Zehntel runter zu bekommen, ...


    Kann auch sein, dass der HbA1c wegen LC etwas höher ist. Mach dir deswegen keinen Kopf!

    Viel wichtiger ist Insulin (meinetwegen auch die Vorstufe). Darauf achten Ärzte kaum, messen auch nicht, wissen es nicht.

    Leider wird der BZ vor alles andere gestellt, mit den tollsten Medis runtergezwungen, als würde das irgendetwas am Problem ändern oder verbessern. Oftmals verschlimmert sich der gesammte Zustand. Insulinresistenz und ständige hohe Insulinausschüttung ist das, worauf du achten solltest.
    Noch´n´Tipp: keine häufigen oder ständige Zwischschleckereien. Die BSD soll zwischen den Mahlzeiten nur Routinearbeiten erledigen müssen.

    Wurzelzwerg schrieb:
    ...Stress ist auch da durch Pflege demente Mutter und dialysepflichtige Frau.


    Ohje! Ojemine!
    (Sag ich aus eigener Erfahrung.) (Aber tatsächlich waren es wertvolle Jahre, die anstrengendsten und wertvollsten meines Lebens.)
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