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Fettleber und LZ
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am 20.11.2025 14:31:36 | IP (Hash): 397282520
Hallo !
Gestern war im TV eine Reportage über eine Frau, die 1 Jahr die Abnehmspritze Mounjaro genommen hat. Ihre Ausgangswerte waren 105 Kg, ein LZ von 6,8 % und eine deutliche Fettleber.
Nach einem Jahr hat sie 15 Kg (jetzt 90 Kg) abgenommen, der LZ war dann bei 5,3 % und die Leber war wieder gesund. Mit 90 kg hat sie immer noch genug auf den Rippen.
Meine Frage:
Warum hatte ich mit 64 Kg ein LZ von 9,6 % und eine Fettleber.
Das verstehe ich nicht, warum bei einer Person mit 90 kg, die Fettleber verschwunden ist ?
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am 20.11.2025 17:22:18 | IP (Hash): 455308172
Wenn die Leber nicht zur Fettsammlung neigt, bleibt sie auch bei BMI 40 und mehr noch gesund. Wenn sie sehr zur Fettsammlung neigt, kann sie auch schon bei schlanken Menschen mit BMI deutlich unter 25 voll verfettet sein.
Und auch unter den Fettlebern gibt es verschiedene Veranlagung zur Fettsammlung bzw zum Halten dessen, was da so gesammelt ist. Da gibt es die einen, die fein logisch von ihrem Fett in dem Maße abgeben, in dem auch ganz allgemein das Speicherfett ihres Menschen aufgebraucht wird. Und da gibt es auch solche, die ihr Fett festhalten oder sogar noch mehr ansetzen, während vom übrigen Speicherfett ihres Menschen Kilo um Kilo verbraucht wird.
Nachtrag:
Gezielt entfetten kann man seine Leber nur, indem man sie direkt zum Verbrauch des Fettes zwingt, das sie eingelagert hat: Mit Fasten oder nur Sehr-Wenig-Essen = etwa 3 x 200 kcal pro Tag.
Mit keinem bis so wenig Input wird immer zuerst das Speicherfett in den Versorgungskreislauf geschickt und aufgebraucht, das am schnellsten verfügbar ist.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
Bearbeitet von User am 20.11.2025 19:28:00. Grund: Nachtrag1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.11.2025 20:02:50 | IP (Hash): 924389815
A)
Es gibt das viszerales Fett, das im Bauchraum rumhängt, besonders um Organe, auch BSD, Magen, Darm und Herz und vor allem in und um die Leber. Dieses Fett ist ist schädlich für die Gesundheit, da es hormonell aktiv ist und Entzündungsstoffe produziert. Schlimmste Folge ist eine Insulinresistenz mit den daraus erwachsenden Krankheiten und Risiken wie Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschädigung usw.
B)
Subkutanes Fett ist dagegen nicht schädlich. Wer einen ausladenden Podex hat, Speck auf den Hüften, Reiterhosen und dicke Wadeln, aber eine schlanke Taille, der ist vielleicht fett und übergewichtig, aber nicht unbedingt gefährdet. Das ist in mehr oder weniger Ausprägung eine weibliche Fettverteilung, hormonell bedingt und von Natur aus so vorgesehen.
Subkutanes Fett ist eher weich und schwabbelig, viszerales Fett kann man in der Magengegend fühlen, es ist eher hart und prall im Griff.
Wer A) + B) hat, kann viel abspecken.
Wer B) hat, muss nur das viszerale Fett loswerden.
Wer schlank ist und trotzdem viel Fett im Bauchraum ansammelt, gehört zu A) und ist gefährdet.
Da reichen manchmal schon einige wenige Kilos, um zu gesunden.
Wer einen sogenannten "Bierbauch" hat und ansonsten gar nicht so dick, ist auch ein A) und besonders gefährdet.
Es gibt auch noch das Muskelfett, das genauso schädlich ist wie Viszerales Fett.
Total verschiedene Körpertypen können total unterschiedliche KFA haben und somit sind die zu verlierenden Fettkilos bis zur Gesundung ganz individuell.
Babsi58 schrieb:
Meine Frage:
Warum hatte ich mit 64 Kg ein LZ von 9,6 % und eine Fettleber.
Das verstehe ich nicht, warum bei einer Person mit 90 kg, die Fettleber verschwunden ist ?
Verschiedene Körpertypen haben verschiedene Toleranzschwellen.
Wo kommt das Leberfett her?
Ein Grund ist, Fruktose und Alkohol werden nur in der Leber verstoffwechselt, zu Fett umgewandelt und werden schnell ortsnah weggepackt (siehe Bierbauch).
Des weiteren, durch Lipolyse, durch Glucagon gesteuert, werden freie Fettsäuren, die aus dem Fettgewebe austreten, zur Leber geschickt und mangels weiterer Verwendung dort gespeichert.
(Insulin hemmt den Fettabbau, fördert die Fett-Speicherung, Glucagon hemmt die Speicherung und fördert den Abbau. Deshalb ist eine insulinsparende Ernährung vorteilhaft)
Nahrungsfett spielt kaum eine Rolle, solange das Insulin niedrig bleibt.
Und, Fettneubildung in der Leber durch KH. Wenn der Glykogen-Speicher der Leber voll ist, macht sie Fett aus überschüssigen KH.
Übrigens, Fruktose dient nicht zum Auffüllen der Speicher, sondern wird direkt als Fett gespeichert.
Fruktose ist in Obst, Haushaltszucker und in industriell gefertigten Lebensmitteln, besonders in Fruchtsäften ("gesunder" Orangensaft) und Süßgetränken enthalten und wird auch bei entsprechender Ernährung vom Körper selbst hergestellt.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.11.2025 11:30:27 | IP (Hash): 1982793647
Henrie schrieb:
Und, Fettneubildung in der Leber durch KH. Wenn der Glykogen-Speicher der Leber voll ist, macht sie Fett aus überschüssigen KH.
UND Eiweiß, das nicht direkt zum Aufbau neuer Strukturen gebraucht wird, wird sofort zum größten Teil zu Glukose umgeformt, und die dann auch gerne weiter zu Triglyzeriden - bei Menschen mit Fettleber für die Speicherung in der Leber.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 21.11.2025 18:36:53 | IP (Hash): 1930661263
Du hattest woanders geschrieben, dass du damals noch viele Kohlenhydrate gegessen hast.
Zu viele Kohlenhydrate begünstigen eine Fettleber.
Vielleicht war das genau bei dir DIE Hauptursache?
Zudem sagt das reine Körpergewicht ohne Relation zur Körpergröße und Körperform nicht zwangsläufig den Grad des Übergewichts an. Ich bin möglicherweise sehr groß und du möglicherweise sehr klein - mit identischen Körpergewicht würden wir sehr unterschiedlich aussehen. -
am 22.11.2025 10:31:37 | IP (Hash): 31303255
Hallo Fränkin,
ja ich habe meine KH in einem Jahr stark reduziert und esse ca. 1000 Kcal am Tag. Mehr schaffe ich auch nicht, da mein Magen sich an die Menge gewöhnt hat.
Mein höchstes Gewicht (2024) war bisher 65 kg bei 1,70 m BMI 22,5.
Selbst als ich meinen Sohn geboren habe, habe ich nur 60 Kg gewogen damals noch 1,74 m. Nach der Schwangerschaft wieder 50 kg. Das ist nun 45 Jahre her.
1,70 m ist für eine Frau nicht sehr klein, und das mit 66 Jahren, nächste Woche 67.
Der Anlass, war die TV Reportage. Dickere Menschen - 90 kg . haben keine Fettleber und
kein DT 2. Leider von der Natur unrecht verteilt.
Babsi