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Frage wegen Medikamenten
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Roland
Rang: Gastam 23.02.2008 15:44:01
Hallo!
Ich habe bereits schon einmal im Forum angefragt und auch sehr nette und hilfreiche Antworten bekommen. Dafür erst mal danke!
Wie bereits berichtet habe ich seit November 07 Diabetes 2. Mein Arzt verschrieb mit Metformin, welches ich auch entsprechend einnahm. Zu Beginn sagte der Doc, dass ich wenn es gut läuft und ich auch entsprechend abnehme, da ich bislang reichlich "Bauchträger" war und auch noch etwas bin, ich auch damit rechnen kann, dass man die Medikamente absetzt. Es werden aber in naher Zukunft noch welche dazukommen. So weit so gut. Ich halte mich also an den Rat des Weisskittels, habe in drei Monaten 8,5kg abgenommen und es hat mir bislang auch Spaß gemacht, da ich merkte: Es geht was ! Ich konnte meinen Nüchternzucker von 142 auf 93 senken. Mein Hb-A1c sank von 5,7 auf 5,4 . Das sind eigentlich recht gute Werte.
Jetzt hatte ich letzte Woche Freitag einen Termin beim Doc, der schaute sich die Werte an und lobte mich. Zur Belohnung gab er mir dann gleich noch ein Blutdrucksenkungsmittel (Lisinopril), da ein Diabetiker nicht mehr als 120/80 haben dürfte und ich mit 134/90 zu hohen Blutdruck hätte. Ein paar Tage zuvor hat er sich die Werte bereits angeschaut und mir gesagt dass der Wert der Schilddrüse nicht optimal wäre, aber da bräuchte man nichts nehmen, denn es wäre soweit noch okay. Am Freitag meinte er das der Wert nicht gut wäre und ich auf jeden Fall ein Schilddrüsenhormon nehmen müßte. Weiterhin sagte er mir noch dass auf jeden Fall noch weitere Medikamente hinzukommen, zum Schutz der Leber und Nieren und ASS.
Daraufhin fragte ich ihn warum ASS, da ich keine Herzprobleme hätte, worauf er mir sagte, dass das der ganz normale Vorgang bei Diabetes wäre.Da meine Eltern den gleichen Arzt besuchen, sagte er mir noch dass er mir das Schicksal meines Vaters ersparen möchte.(Ihm wurde aufgrund Diabetes und Venenproblemen vorletztes Jahr ein Bein amputiert.)
Als ich ihm sagte, dass er mir ja zu Beginn der Behandlung mitteilte, dass ich bei "guter Führung" evtl. auf die Medikamente verzichten kann, meinte er nur: "Machen kann man das wenn die Werte stimmen und ich noch einiges abnehmen würde. Er würde mir aber davon abraten, schon allein aus Vorbeugungsgründen. " Die Tabletten soll ich in meinem Fall auch in der Zukunft aber nicht absetzen, sondern weiternehmen. Als ich ihm sagte dass ich noch nie der Tebletten Freak war meinte er zwar mit einem Grinsen: "Da hätten sie sich eine andere Krankheit aussuchen müssen."
Damit hatte ich dann meine obligatorische Ohrfeige.
Jetzt hatte ich trotz Metformin und und Abnehmen richtig Spaß und das Ziel vor Augen vielleicht doch irgendwann wieder ohne Chemie auskommen zu können und jetzt sowas.
Bin grad etwas depri und es nervt mich einfach.
So jetzt hab´ ich so viel geschrieben und bin gespannt auf Eure Meinungen.
Ich wünsch Euch ein sonniges Wochenende und laßt auch ein paar Sonnenstrahlen in euer Herz.
Gruß
Roland -
klausdn
Rang: Gastam 23.02.2008 16:34:06
hallo roland,
laß dich nicht verdrießen, und vor allem nicht aus kummer die kilos wieder raufpacken(das geht schneller als man denkt)
das mit dem "gesunden" ist natürlich typisch für docs, nur weil es "mal" ab und zu einem gelungen ist für gewisse zeit von medis wegzukommen, wird sowas gleich auf alle als druckmittel verwandt.
aber einige sachen solltest du auch mit bedenken.
1. ace hemmer verursachen oft den berühmten ace husten, da sollte man sich nicht von besuch zu besuch vertrösten lassen, sondern gleich was alternatives fordern.
2. ass hat blutverdünnende wirkung, wenn du es brauchst ok, wenn nicht weshalb nehmen.
(bei retinopatie habe ich bei mir eine erhebliche verschlechterung dadurch festgestellt)
3. die haupt folgen von diabetes ist die pav(da geht es um arterien, die verstopfen, mit der folge ulcus,
im extremfall amputation. "nicht" um venen.
und um in dieser hinsicht im trockenen zu stehen,
solltest du dir eine überweisung zu einem gefäßchirurgen geben lassen, der macht eine -farbcodierte dopplersonografie - in beiden beinen , damit kann der feststellen ob alle drei arterien des beins "voll" durchfluß haben oder nicht.. (das ist wichtig , entweder zur beruhigung oder um rechtzeitig was zu tun-nicht mit pillekens)
nur zur info, irgendwann nutzen die metformin selbst in megadosen nix mehr, dann kommt noch was dazu usw.
eine bekannte, die auch vom metformin den herrlichen durchfall hatte,hat den doc gewechselt,
hat jetzt actos, und fühlt sich prima "und" hat top bz werte..
-es geht also-
mfg. klaus von klausdn -
Roland
Rang: Gastam 23.02.2008 17:00:15
Hallo Klaus!
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Zu Deinem Punkt 1:
Mein Arzt sagte mir gleich, dass ich vermutlich diesen Husten bekomme, denn das sei bei 1 von 3 Patienten so. Ferner könnte es auch zu einer weiteren Nebenwirkung kommen die so ähnlich wie ein Wespenstich auf der Zunge ist. D.h. Anschwellung der Zunge mit evtl. Atembeschwerden. In diesem Fall sofort in die Klinik. Das würde aber bei 1 von 30.000 Patienten nur auftreten. Ich solle es aber ausprobieren ob es bei mir zutrifft.
Zu Punkt 2:
Der Doc hat mir eine Überweisung zum Augenarzt rausgeschrieben um die Gefäße zu kontrollieren.
(Die genauen Ausdrücke kenne ich nicht, da ich kein Arzt bin, aber ich hab für Fachausdrücke schließlich Wikipedia :-) ) Aber gerade bei den ASS hat er mir gesagt dass es ihm um die Vorbeugung geht. Aber ich sehe das fast wie Du: Warum nehmen wenn ich es nicht brauche!?!?
Zu Punkt 3:
Mein Doc hat bei mir Sono gemacht, gerade an den Beinen. Er sagte dass alles okay wäre. Es wäre der Puls sogar mit den Händen fühlbar.
Ich habe das Gefühl dass er da schon fix hinterher ist. Leider sind die Blockaden da vermutlich bei mir zu suchen, denn sowa kenne ich von einem Arzt nicht.
Ich habe nämlich erst im Herbst zu ihm gewechselt. Mein bisheriger Arzt hat in den vergangenen 6 Jahren nicht einmal mein Blut untersucht. Lediglich als ich Probleme mit dem Darm bekam hat er ein Blutbild gemacht. Aber keine Rede von Diabetes. Es ging nur um die Entzündung im Körper.
Deswegen bin ich auch etwas verunsichert über die Vorgehenensweise meines jetzigen Arztes.
Übrigens vertrage ich die Metformin recht gut.
Zu Deinem Satz: irgendwann nutzen die Metformin auch in Megadosen nichts mehr......
Ist das in der Regel immer so, heißt das dass ich mich irgendwann darauf einstellen muss, an der Nadel zu hängen?
Das wäre momentan für mich der SUPERGAU!
Roland
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thomas2002
Rang: Gastam 23.02.2008 18:33:09
insulin kommt früher oder später. wann genau, hängt - neben dem wetter und den lottozahlen - auch von dir ab. bist da aber auf einem guten pfad. von thomas2002 -
klausdn
Rang: Gastam 23.02.2008 18:39:00
hallo roland,
mein ha hat auch gesagt ass würden den augen nichts tun, komisch nur daß ich seit dem absetzen seit einem jahr nicht mehr gelasert woreden bin..
genau wie mit den ace ich hatte dem augendoc die pistole auf die brust gesetzt - was ist schlimmer 24h lang dauerhusten, oder hoher blutdruck,
dann habe ich sie nicht mehr genommen da hat er was anderews verschrieben(irbesartan)
abgesehen davon daß die nicht genannte nebenwirkung von ace auch plötzlicher unvermuteter durchfall sein kann (wollen die docs garnicht wahrhaben , steht auch nur ganz hinten ganz klein)
wieso macht er wind wenn deine beindurcjblutung optimal ist ? - hast du wirklich auf dem bildschirm die peaks der einzelnen meßpunkte, aller drei arterien(pro bein) gesehen?
da metformin eigentlich den bz garnicht senkt sondern nur die leber blockiert. ist irgendwann mal schluß mit lustig, daher mein tip mit actos , das bei vielen optimal hilft.(die bauchspeicheldrüse von dreifacher überproduktion wieder runterbringt und damit die bsd entlastet, das proinsulin verringert)
für mich ist insulin das optimalste.
praktisch keine nebenwirkung (da kein medikament sondern hormon)
keine diät, denn diät ist nach vorschriften das essen was ich nicht esse.
und du selbst hast deine werte in der hand.
mfg. klaus von klausdn -
Jürgen
Rang: Gastam 23.02.2008 20:16:48
Moin Roland,
"Der Vergiftende Mythos, der Menschen mit Typ2 Diabetes verkrüppelt und tötet
Die einzigartig gefährliche Idee, auf die jeder von uns irgendwann bei dem Versuch trifft, gesund mit seinem Diabetes zu leben, ist der Glaube, dass die Wissenschaft über jeden Zweifel bewiesen hat, dass der Typ2 immer schlimmer wird, egal was man macht."
zum Weiterlesen, leider nur Englisch http://www.phlaunt.com/diabetes/14046702.php
Hintergrund:
Typ2 bezeichnet den weiten Fortschritt in einem zunehmend krankmachenden Prozess, dessen Diagnosereife durch das alltägliche Überschreiten von Blutzuckergrenzen gekennzeichnet ist, die im alltäglichen Blutzucker-Verlauf eines stoffwechselgesunden Menschen so bzw. überhaupt nie erreicht werden.
Die offizielle Therapie setzt erst nach dem Überschreiten dieser willkürlich gesetzten Grenzen und mit dem Ziel ein, den weiteren und an sich für normal gehaltenen Fortschritt der Erkrankung und ihrer Folgen zu behindern und zu verlangsamen.
Studien, die mit überzeugendem Erfolg nachweisen, dass sich mit der zuverlässigen gezielten Begrenzung der BZ-Ausflüge nach den Mahlzeiten auf die vom gesunden Stoffwechsel eingehaltenen Grenzen schon eingetretene diabetische Folgen in ihrer Entwicklung häufig stoppen und manchmal sogar ein Stück weit zurück drehen lassen, haben bislang keine Auswirkungen auf die allgemein verodneten Therapien.
Studien, in denen die BZ-Ausflüge nach den Mahlzeiten schon dann gezielt auf den gesunden Rahmen begrenzt werden, wenn sie den gerade erst zu überschreiten beginnen (Zufallsfunde, meistens bei Menschen, die Diabetiker betreuen und sich aus Neugier selbst auch mal messen), sind mir bisher nicht bekannt. Denn die Betroffenen sind ja nach aller geltenden Definition gesund, und darum muss die Medizin sich nicht kümmern, auch wenn wir immer mehr Einzelbeispiele im Netz dokumentiert finden, die auf die Wahrscheinlichkeit hinweisen, dass sich die diabetische Entwickung mit der frühen Begrenzung der BZ-Ausflüge nach dem Essen auf den gesunden Rahmen mit geringen Verhaltensmodifikationen und meistens völlig ohne Medikamente einfach effizient und effektiv und womöglich lebenslang aufhalten lässt.
ALLERDINGS:
Mit dem Vorrücken auf Typ2 ist die Phase1 der gesunden Insulinantwort hin. Warum, weiß keiner, und es gibt bislang auch keinen Hinweis darauf, dass sie sich regenerieren könnte.
Dass der allmähliche Inselzellschwund, der bei Typ2 beobachtet wird, der Vergiftung der Zellen durch zu hohen Blutzucker zu verdanken sein könnte, lässt auf weniger bis keinen Schwund mit zuverlässig gesundem Blutzucker-Verlauf hoffen. Rein organisch ist also wahrscheinlich möglich, der verbliebenen Phase2 mit dem Essen so weit entgegen zu kommen, dass der BZ immer in seinen gesunden Grenzen bleibt, und damit eben keine Verschlimmerung des Typ2 zu erfahren :-)
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 25.02.2008 12:25:51
Lieber Roland,
ich kanns nicht so wissenschaftlich erklären wie die Jungs.
Der 2. Wert beim Blutdruck ist der sogenannte "Herzwert". Ich weiß ja nicht, wie sich dein Blutdruck so berhält, ich konnte einen eindeutigen kausalen Zusammenhang zwischen hohem BZ und BD feststellen. Ein Wert ist nicht aussagekräftig und auf der Basis von einem Wert würde ich keine Medikamente nehmen. Hierzu würde ich Dir vorschlagen, mit einem Leihblutdruckgeräte die Werte über mindestsn 14 Tage zu messen.
Was Deinen Diabetes angeht, würde ich Dir empfehlen, dich UNBEDINGT zu einem Diabetologen überweisen zu lassen. Von Hausärzten halte ich in Bezug auf Diabetestherapie NICHTS.
Was deine Angst vor dem Supergau angeht. Genau der wird beim Hausarzt meiner Meinung nach geschürt. Denn man tut so, als wäre die Tablettengabe der "letzte Versuch" vorm Hospiz. Dabei ist mit dem Injizieren von Insulin eine viel differenzierte Behandlung möglich. Die Nadeln der Insulinpens sind so fein, dass das BZ-messen inder Fingerkuppe mehr weh tut. Von Spritzen kann man eigentlich gar nicht reden bei den Pens. von Pia