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Ernährung auf mehrtägigen Wanderreisen

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    Mitglied seit: 21.04.2026
    am 21.04.2026 14:04:12 | IP (Hash): 2076831915
    Hallo allerseits,

    ich habe einen Prädiabetes mit HbAc1 5,9 und mich daher entschieden, meine Ernährung auf "zuckerfrei, nur langkettige KH und generell essen wie ein Diabetiker" umzustellen. Medikamente nehme ich nicht. Zur Zeit esse ich darüber hinaus im 16:8-Intervall - mit all dem komme ich prima klar, mir geht es gut; daher dies bitte nur als Info verstehen und nicht als Aufforderung, irgendetwas davon in Frage zu stellen oder zu diskutieren.

    Mein "Problem" ist vielmehr: Ich gehe gerne wandern und bin dabei auch (campenderweise) mal mehrere Tage unterwegs. Als erste Mahlzeit esse ich gegen 11 Uhr ein selbstgebasteltes (und berechnetes) Müsli, was auch prima bis zur nächsten Mahlzeit gegen 19 Uhr anhält.

    Aber dann wird's schwierig: Rezepte für die 19-Uhr-Mahlzeit. Jegliche Google-Suche (und auch ChatGTP oder Gemini) liefern nur Treffer über "Diabetes im Urlaub" und es geht immer um Diabetiker, die Insulin und/oder Medikamente brauchen. Und es wird erklärt, was man beim Griechen essen darf und beim Italiener und so weiter und so fort... Ich suche jedoch Tipps und Rezepte für Mahlzeiten, die ich vorbereiten und mitnehmen kann. Als Beispiel: Vor meiner Diagnose habe ich viel aus einem Rezeptbuch einer Wandervögelin gemacht, die auf Vorrat frische Zutaten gedörrt und dann mitgenommen hat, um sie abends mit Wasser aufzukochen und so eine leckere, energiereiche Mahlzeit zu haben. Allerdings ist bei den Rezepten die Priorität bei "Mampf" und 200 KH+ mit viel Käsepulver, Nudeln und Co. - also nix (mehr) für mich. Und Zoodles mit Tomatensugo sind einfach keine wandertaugliche und praktikable Ernährung (wem einmal oben (!) im Rucksack ein Zipbeutel mit Käsesauce komplett bis unten durch ausgelaufen ist, weiß, wovon ich spreche... ;-) ).

    Bislang nehme ich zwei "Bütterkes" mit: vier selbstgebackene Quark-Mandel-Brotscheiben, dazwischen jede Menge Kopfsalat, ein gekochtes Ei und ca. 50 g Cheddarkäse verteilt sowie Estragon und Knoblauchpulver. Das hält sich, wenn es nicht zu warm ist, durchaus zwei Tage (mit optischen Abstrichen, aber im Magen ist's ja eh dunkel... ;-) ) . Also was esse ich am dritten Tag? Und am vierten?

    Supermärkte sind keine Hilfe, denn dort sind die Portionen von allem nicht nur zu groß, um sie mitzuschleppen, sondern ich habe auch keine Möglichkeit, unterwegs etwas zu kühlen. Also scheiden Käse und Co., fertige Salatmischungen, etc. aus. Und in allen Fertiggerichten ist Zucker in den unterschiedlichsten Graden versteckt und vertuscht. Obst geht nicht in den Mengen, es bleibt also nur Rohkost. Aber die vielgeliebten Schicht-Rohkostsalate, die man so schön "meal-preppen" kann, möchte auch niemand mehr nach dem zweiten Tag essen.

    Ich bin daher auf der Suche nach PRAKTIKABLEN Low-Carb-Rezepten, die man:
    - vorab vorbereiten und mitnehmen kann, ohne dass alles verdirbt oder zerläuft
    und/oder
    - deren Zutaten man portioniert mitnehmen und abends zu einer SCHMACKHAFTEN Mahlzeit mischen kann.

    Hat jemand hier diesbezügliche Erfahrungen oder Rezepte oder Kochbücher, die sich mit genau dem Thema beschäftigen? Ich würde mich riesig über diesbezüglichen Input und Austausch freuen!

    Viele Grüße


    Bearbeitet von User am 21.04.2026 14:05:36. Grund: Typo
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    am 23.04.2026 15:21:56 | IP (Hash): 1502078104
    Die Nudeln aus deinen bisherigen Rezepten könntest Du schon mal durch Low-Carb-Nudeln ersetzen. Allerdings schmecken die nicht jedem - Da hilft ein bisschen (mehr) Chili-Pulver ;)

    Käsepulver könntest du dir ja auch selber mit Dörrautomat und Mixer herstellen...
    oder z.B.
    https://puffins.co/de/produkt/getrocknetes-cheddar-kasepulver/

    _______________________________________________________
    juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
    Bearbeitet von User am 23.04.2026 15:26:40. Grund: Korrektur
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    am 24.04.2026 08:49:37 | IP (Hash): 1027251676
    Es gibt gekochte Hülsenfrüchte auch in Vakuumbeutel zu kaufen, dazu Fisch oder Fleisch in Dosen.

    Es gibt auch Quinoa - oder Linsen -Gemüsemischung fertig gewürzt mit meiner Ansicht nach noch erträglichen Kohlenhydratmengen zu kaufen.

    Auch vakuumiert, das Gewicht spielt auch eine Rolle. Ich finde, das geht sich aus mit etwas mehr Kohlenhydrate und dem erhöhten Verbrauch durch Bewegung.

    Ansonsten würde ich durchaus im Supermarkt unterwegs eine (etwas zu große) Portion Gemüse /Rohkost kaufen und - verpackt in eine mitgebrachte Thermodose - für den nächsten Tag verwenden.

    Für längere Touren besteht mein Mealprep aus Nüssen, Rohkost, geräucherte Wurst, Hartkäse, Hülsenfrüchte, lowcarb Brot. Fläschchen mit Essig/Öl als Dressing - klingt evtl. etwas eintönig, stört mich aber nicht.
    Mein Saatenmüsli oder eher Porridge kann ich überall mitnehmen.

    Es ist ja ziemlich unterschiedlich, was man als schmackhaft empfindet.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 24.04.2026 15:38:47 | IP (Hash): 2076831915
    Danke für euren Input!

    Ich stelle bei mir gerade fest, dass sich bei mir dieses "keine Linsen, keine Nudeln, kein Reis, keine Kartoffeln" über die Jahre (hab immer wieder mal längere Zeit low carb gelebt) so sehr eingebrannt, dass ich Linsen, Quinoa und Co. nicht auf dem Schirm hatte. Da werde ich auf jeden Fall mal schauen. Wobei ich ganz viele Low-Carb-Alternativen für Nudeln und Co. sehr ekelig finde. Will sagen: dann knabbere ich lieber drei Abende Rohkost und esse einen Apfel als Nachtisch.
    @Fränklin: Welche fertig gewürzten Linsen- und Quinoa-Mischungen haben denn konkret deiner Meinung nach erträgliche KH-Mengen? Und nein, dein Mealprep für längere Touren hört sich gar nicht eintönig an! Ein Fläschchen Essig-Öl-Dressing und Wurst (letztere esse ich normalerweise nicht) hatte ich ebenfalls schlichtweg nicht auf dem inneren Zettel. ;-)

    Was den erhöhten KH-Bedarf beim Wandern angeht, trifft das auf mich auch nicht zu, da ich nicht stramm durch die Botanik renne, sondern eher zur Gemütlich-durch-die-Gegend-latschen-und-Blümchen-gucken-Fraktion gehöre. ;-) Aber ihr habt natürlich recht: ein wenig muss ich das mit einrechnen. Vermutlich muss ich da eh noch vieles ausprobieren... Mir fehlt halt die direkte Kontrolle über meinen Blutzucker, daher bin ich zur Zeit eher zurückhaltend, was Carbs angeht.

    Dennoch in die Runde gefragt: Gibt es für so etwas keine Rezeptsammlungen oder -bücher?
    Bearbeitet von User am 24.04.2026 15:41:49. Grund: Was vergessen...