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"Zuckergedächnis" und Folgekrankheiten

  • lana

    Rang: Gast
    am 20.02.2008 13:29:15
    Hallo an alle,
    ich hab die Fragen an die INSULINERfahrenen.
    Ich habe in einem durchaus populären Arbeitsbuch für Typ1 folgendes gelesen:
    "Kurzzeitig erhöhte Blutzucherwerte (bis zu etwa 6 Stunden) erhöhen den HbA1c Wert nur unwesentlich." Ende der Zitat.
    Lt.Buch besagt HbA1c-Wert, wieviele(%) stabile schädliche Bindungen zwischen Hb und Glukose entsanden sind. Demzufolge, meine ich sind kurzfristig entstehende Bindungen (unter 6 Stunden) nicht stabil und lösen sich wieder. Jetzt komme ich von der Theorie zum dm 1 Insulinalltag. Es wäre schön, wenn ich trotzt z.B. BZ-200 nach dem Essen um 14 Uhr und BZ- 140 um z.B. 18 Uhr vor dem Abendessen (also weniger als 6 Stunden) mir keine Sorgen um die schädliche Wirkung vom BZ-200 auf HbA1c machen kann! Bindung war doch instabil!? Oder? Was meint ihr?
    Schöne Grüße. von lana
  • Hans

    Rang: Gast
    am 20.02.2008 14:44:54
    Hallo Lana,

    der HbA1c Wert ist zwar ein guter Hinweis auf die Qualität der Blutzuckereinstellung der letzten 3 Monate, hat aber auch Ungenauigkeiten in seiner generellen Aussagefähigkeit.

    Laut einer Studie erhöhen auch kurzzeitige Blutzuckerspitzen das Risiko von Kardiovaskulären Zwischenfällen.

    Grüße von Hans
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 20.02.2008 14:51:30
    hallo jana,
    abgesehen davon daß du sowieso in zu hohen werten dich tummelst,
    hast du da zwei sachen verknüpft.
    der hba1c ist ein "wert" mit dem "in etwa" deine bz fahrweise in den letzten drei monaten audgedrückt wird.
    dieser wert der in % angegeben wird ist ein "marker"
    nicht die ursache von schäden.
    mfg. klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 20.02.2008 19:42:22
    Moin Lana,

    in noch älteren Arbeitsbüchern wirst Du finden, dass es nur auf den morgentlichen Nüchternwert ankomme, in neueren immerhin, dass nützlich wäre, schon nach 2 Stunden wieder unter 140 zu sein. Und die IDF (International Diabetes Federation) schreibt in ihrer aktuellen Leitlinie zum BZ-Verlauf nach dem Essen, dass stoffwechselgesunde Menschen nie bis selten einmal überhaupt über 140 kommen.

    Es stimmt, Schäden macht der Blutzucker durch das Verzuckern von Eiweißen. Die werden damit in ihren normalen Funktionen zumindest behindert. Und das Eiweiß der roten Blutkörperchen hat gegenüber den meisten anderen im Körper einschließlich der in der Haut den großen Vorteil, dass die Verzuckerung in den ersten Stunden reversibel ist.

    Wie intensiv schon kurze BZ-Spitzen schaden können, kannst Du an werdenden Typ2 sehen, von denen etwa die Hälfte schon vor Erreichen der Diagnoseschwellen ausgeprägte diabetische Schäden aufweisen. Und bei denen kannst Du nur für ne Stunde nach dem Essen bis über 200 messen und nach 2 Stunden und spätestens 3 schon wieder gesunde 80-90.

    Schlauer, als sich einzureden, dass die Spitzen nicht schlimm sein müssen, wäre schon, sich systematisch daran zu machen, sie zu vermeiden. Hab vorhin hier im Forum Thema Diskussion - Insulin Glusulin... ne kurze Anleitung dazu geschrieben. Wünsche Dir guten Erfolg!

    Bisdann, Jürgen
  • lana

    Rang: Gast
    am 20.02.2008 20:34:59
    Es stimmt, daß es mehrere verschiedene Studien gibt. Und Pharmaindustrie hat ganz starkes Interesse: die haben vieles für pp-Bz-senkung auf dem Markt. Aber gibt es keine zuverlässige wissenschaftliche Studien (2+++) über Zusammenhang: hohe pp- BZ-Werte und kardiovask. Krankheiten als Spätfolgen vom dm1. Es kann natürlich sein, aber gar nicht bewiesen.
    Schöne Grüße
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 20.02.2008 21:17:56
    hallo anonym,
    es gibt nicht viele medikamente für t1 , zur bz senkung sondern nur eines und das heißt insulin.
    und die frage nach studien oder nicht zur gesunden bz fahrweise erübrigt sich für zweifler wie dich -
    schau einfach mal in dialysezentren, in diabetische fußambulanzen(da sitzen icht nur zweier), selbst pnp gibt es bei t1, retinopatie trifft alle typen, und ....--
    das geld für studien kann man besser in medikamente stecken damit sowas verhindert wird.
    klaus
    von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 21.02.2008 16:09:33
    Moin Anonym,

    1. ALLE Medis zur BZ-Senkung taugen mit etwas Hirn von Seiten des Gebrauchers zur pp-BZ-Senkung.
    Bisher nur 2 , Byetta und Januvia, wirken nur nach dem Essen und sind dafür auf Kohlenhydrate in der Nahrung UND AUF NOCH AUSREICHEND EIGENES INSULIN angewiesen.

    2. Warum willst Du wissenschaftlich untersuchen, was Du in jedem kranken Haus und jedem Pflegeheim bewundern kannst? Diabetiker mit grauenhaften Folgeschäden!
    Du wirst da wenige drunter finden, die Zeit ihres Diabetikerlebens einen HBA1c unter 7 produziert haben, aber erschreckend viele, die sich genau nach den Anweisungen ihrer Ärzte gerichtet haben.

    Auf der anderen Seite findest Du mit etwas wirklichem (und nicht nur Mecker-) Interesse immer mehr Menschen, die auch nach 40 und mehr Jahren mit Diabetes noch topfitt sind und keine Folgeschäden beklagen müssen. Unter ihnen wirst Du kaum einen mit einem HBA1c um 7 und darüber finden und erstaunlich viele sogar unter 6! Und sie werden Dir alle bestätigen, dass sie immer darauf achten, zu keiner Zeit nach dem Essen über 200 zu kommen, und viele bleiben meistens zu allen Zeiten nach dem Essen unter 140 und die meiste Zeit zwischen den Mahlzeiten um 80.

    Mit welcher Superstudie willst Du mehr als diese ganz praktischen Lebensquittungen produzieren?

    Bisdann, Jürgen
  • dipa

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 00:08:29
    Hallo lana,

    "Kurzzeitig erhöhte Blutzucherwerte (bis zu etwa 6 Stunden) erhöhen den HbA1c Wert nur unwesentlich." Dieses Zitat ist mir bekannt und Quatsch.
    Um Folgeschäden zu vermeiden, sollen Diabetiker nach 2 Stunden wieder Normwerte erreicht haben. Nach deinem Zitat haben sie 6 Stunden Zeit, also 3mal so lange.
    Dieses Argument kann ich aus eigener Erfahrung widerlegen.
    Ich bin seit ca. 2 3/4 Jahren ohne Insulin und Medis unter einem Tagesdurchschnitt von 120. Der HbA1c meistens über 6.
    Erst seitdem ich die Spitzen konsequent bekämpfe bin ich klar unter 6, bei fast unverändertem Tagesdurchschnitt.

    mfg dipa
  • Lana

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 00:54:58
    hallo, Dipa,
    Es ist schön für dich, daß du so gute Werte ganz ohne Insulin und tabs. hast. Aber was kann ich ohne Insulin, wenn ich dm 1 habe? von Lana
  • Pia

    Rang: Gast
    am 25.02.2008 12:30:49
    Hi Lana, vielleicht habe ich es überlesen...
    Bist du eigentlich in Behandlung bei einem Diabetologen? von Pia
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 25.02.2008 16:49:05
    hallo lana,
    nur um klarzustellen, nicht um zu verunsichern.
    -- wenn du t 1 bist und kein insulin hast , kannst "du" nichts machen,, brauchst nur zu sterben - so leid es mir tut aber das ist seit tausenden von jahren so, und erst seitdem es insulin gibt kann ein t1 überleben. und das ist noch nicht 100 jahre so.
    ansonsten ist die überlebenszeit 2 monate bis zwei jahre --
    so und nun such dir auf den verschiedenen foren unter t1 die sachen raus, drucke sie, knalle sie deinem "arzt" auf den tisch, mach eine wirklich "gute" schulumg mit und lebe , ohne wenn und aber so wie tausende von t1 dmlern das auch tun.
    -- und zwar mit, nicht für den dm --
    mfg. klaus von klausdn
  • dipa

    Rang: Gast
    am 25.02.2008 18:33:09
    Hallo Lana,

    als Typ 1 kannst du ohne Insulin gar nichts tun.
    Hat die Diagnose dein HA gestellt? Falls ja, lass es vom Diabetologen überprüfen.
    Der Unterschied zwischen einem extrem schlechten T2 und T1 ist nur marginal und wird von HAs nur selten überprüft. Sie ändern auch selten Ihre Diagnose.
    Lt. HA bin ich immer noch als insulinpflichtiger T2 diagnostiziert.
    Beim Diabetologen bin ich unterhalb der Diagnoseschwelle trotz härterer Kriterien.
    Beide Diagnosen werden von mir bestätigt.

    Selbst wenn sich T1 bestätigt, den Diabetes möglichst gut einstellen um die Folgekrankheiten zu vermeiden.

    mfg dipa
  • Pia

    Rang: Gast
    am 27.02.2008 11:24:12
    Hi Lana, darf ich meine Frage noch mal wiederholen? Wer behandelt deinen Diabetes zur Zeit? Hausarzt oDer Diabetologe? von Pia