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Hba1c 5,8% - heisst das alles ist OK?
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Udo
Rang: Gastam 24.08.2010 22:03:14
Hallo,
ich habe vor zwei Jahren die Diagnose Diabetes Typ 2 bekommen. Am Anfang habe ich das Ganze nicht sonderlich ernst genommen. Nach und nach habe ich mich allerdings informiert und an der vom Facharzt empfohlenen Diabetesschulung teilgenommen. Inzwischen werde ich sogar bei meiner Krankenkasse als Diabetiker geführt und bekomme vier mal im Jahrl Laboruntersuchung Colesterin, hba1c usw.
Nach und nach habe ich alle Säfte, Cola, Limos und auch den Zucker aus dem Kaffee verbannt. Esse kaum noch Schokolade halte mich mit Süßigkeiten zurück. Außerdem gehe ich 3-4 mal die Woche laufen.
Medikamente nehme ich (noch) keine, mein Arzt nennt das Diätische-Einstellung. Meine letzten Untersuchungen ergaben hba1c werte zwischen 5,8 - 6,3. Da meint mein Arzt das wäre OK, ich bräuchte keine Medis, vorerst. Der letzte hba1c war 5,8.
Trotzdem mache ich mir sorgen - denn was ich nicht lassen kann sind die folgenden Dinge.
1) Ich brauche morgens einfach was süßes, fettiges , also am liebsten ein Schoko- oder Nuss-Croissant, oder ein Brötchen mit Nutella, ich brauch das einfach für die Nerven.
2) Ich knabbere abends gern etwas, habe dauernd heisshunger und trinke ein oder zwei Gläser Rotwein.
3) Wenn ich abends ausgehe habe ich total heisshunger aufe Döner, Pommes oder einen richtig guten Burger.
Ich habe wegen meiner Essgewohnheiten ein total schlechtes Gewissen.
Mein BZ ist morgens in der Regel 110 - 125 mg/dl (gemessen mit dem Accu Check Nano - die messen glaube ich im Plasma seit neuestem, oder? also gehen noch 15% ab ???).
Spät abends habe ich allerdings werte die meiner Meinung nach etwas hoch sind. Also meistens so um die 150 - 160 mg/dl im Plasma, allerdings liegt das auch daran, das ich immer was am knabbern bin und natürlich die spät messung nicht 2 stunden nach letzter mahlzeit erfolgt.
Kann ich so weiter machen, da ja der hba1c wert mit 5,8 super OK ist? Oder sollte ich da was ändern?
Mein Arzt ist der Meinung das nur der Nüchternwert morgens früh und die werte 2 stunden nach der mahlzeit aussagekräftig sind. Alles andere, also beispielsweise eine messung 45 minuten oder 1 eine stunde nach einer Mahlzeit würde überhaupt nichts aussagen. Also selbt wenn die 200 mg/dl ergeben würde wäre das ok wenn sie nach 2 stunden wieder unter 140 liegt.
Grüße, Woody von Udo -
Rainer
Rang: Gastam 24.08.2010 23:50:36
Hallo Udo,
dein Arzt hat NICHT recht.
Mit den Spitzen über 140 nach den Mahlzeiten gehen jedes Mal ein paar Betazellen flöten. Dann wird erst langsam, dann immer schneller der 2-Stunden-Wert ansteigen und dann als letztes auch der NBZ und der HbA1c. Und wenn das alles hoch genug ist, dann darfst du dich auch wieder Diabetiker nennen - es ist nur eine Frage der Zeit.
Ich empfehle dir dringend zu versuchen, den 1-Stunden-Wert möglichst unter 140 zu halten. Dazu musst du besonders auf die KH achten, die Schokolade ist wahrscheinlich gar nicht so ein großes Problem. Wie du das mit dem Essen und Messen alles ausprobieren kannst entnimm am besten dem Flyer von Jenny Ruhl: http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Viel Erfolg, Rainer -
aa
Rang: Gastam 01.09.2010 12:18:19
Hallo Udo,
dein Arzt hat wohl Recht.
Auch viele gesunde Nichtdiabetiker haben HbA1c-Werte im Fünfer-Bereich.
Für die Pathologie kurzfristig erhöhter Blutzuckerwerte gibt es keine seriösen Belege(Studien). Sie alleine generieren keine bisher bekannten diabetischen Komplikationen.
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aa
Rang: Gastam 01.09.2010 13:23:23
Hallo Udo,
dein Arzt hat wohl Recht.
Auch viele gesunde Nichtdiabetiker haben HbA1c-Werte im Fünfer-Bereich.
Für die Pathologie kurzfristig erhöhter Blutzuckerwerte gibt es keine seriösen Belege(Studien). Sie alleine generieren keine bisher bekannten diabetischen Komplikationen.
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Rainer
Rang: Gastam 01.09.2010 15:53:02
Na dann schau dir z.B. mal den Vortrag von Prof. Hanefeld aus Dresden hier www.diabetes-symposium.org/index.php?menu=view&source=topics&sourceid=13&id=632 dazu an.
Er erklärt im zweiten Teil des Vortrags eindringlich die Schwächen der einseitigen Ausrichtung nur auf den HbA1c und stellt bestehende Zusammenhänge - natürlich in Studien erwiesen - für die Risiken von diabetische Folgeerkrankungen mit IFG bzw. IGT bei guten HbA1c-Werten dar.
Natürlich kannst du auch deinem Doc glauben. Aber wenn du dir dann eine von den Folgeerkrankungen einfängst, dann zuckt der nur mit den Schultern und beruft sich auf fehlende Studien in diese Richtung. Wenn du nicht auf ihn hörst und deinen BZ besser führst, dann machst du evtl. ein bisschen zu viel, aber du bleibst dabei gesund - schwere Entscheidung, oder?
Rainer -
RainerNachtrag
Rang: Gastam 08.09.2010 01:49:04
Und hier habe ich noch passend zum Thema einen interessanten Vortrag in deutsch von Prof. Haak aus Leipzig gefunden:
http://diabetes-symposium.de/index.php?menu=view&source=topics&sourceid=3&id=533 von RainerNachtrag -
Gast
Rang: Gastam 27.07.2011 20:09:04
Gast schrieb:
Hallo,
ich habe vor zwei Jahren die Diagnose Diabetes Typ 2 bekommen. Am Anfang habe ich das Ganze nicht sonderlich ernst genommen. Nach und nach habe ich mich allerdings informiert und an der vom Facharzt empfohlenen Diabetesschulung teilgenommen. Inzwischen werde ich sogar bei meiner Krankenkasse als Diabetiker geführt und bekomme vier mal im Jahrl Laboruntersuchung Colesterin, hba1c usw.
Nach und nach habe ich alle Säfte, Cola, Limos und auch den Zucker aus dem Kaffee verbannt. Esse kaum noch Schokolade halte mich mit Süßigkeiten zurück. Außerdem gehe ich 3-4 mal die Woche laufen.
Medikamente nehme ich (noch) keine, mein Arzt nennt das Diätische-Einstellung. Meine letzten Untersuchungen ergaben hba1c werte zwischen 5,8 - 6,3. Da meint mein Arzt das wäre OK, ich bräuchte keine Medis, vorerst. Der letzte hba1c war 5,8.
Trotzdem mache ich mir sorgen - denn was ich nicht lassen kann sind die folgenden Dinge.
1) Ich brauche morgens einfach was süßes, fettiges , also am liebsten ein Schoko- oder Nuss-Croissant, oder ein Brötchen mit Nutella, ich brauch das einfach für die Nerven.
2) Ich knabbere abends gern etwas, habe dauernd heisshunger und trinke ein oder zwei Gläser Rotwein.
3) Wenn ich abends ausgehe habe ich total heisshunger aufe Döner, Pommes oder einen richtig guten Burger.
Ich habe wegen meiner Essgewohnheiten ein total schlechtes Gewissen.
Mein BZ ist morgens in der Regel 110 - 125 mg/dl (gemessen mit dem Accu Check Nano - die messen glaube ich im Plasma seit neuestem, oder? also gehen noch 15% ab ???).
Spät abends habe ich allerdings werte die meiner Meinung nach etwas hoch sind. Also meistens so um die 150 - 160 mg/dl im Plasma, allerdings liegt das auch daran, das ich immer was am knabbern bin und natürlich die spät messung nicht 2 stunden nach letzter mahlzeit erfolgt.
Kann ich so weiter machen, da ja der hba1c wert mit 5,8 super OK ist? Oder sollte ich da was ändern?
Mein Arzt ist der Meinung das nur der Nüchternwert morgens früh und die werte 2 stunden nach der mahlzeit aussagekräftig sind. Alles andere, also beispielsweise eine messung 45 minuten oder 1 eine stunde nach einer Mahlzeit würde überhaupt nichts aussagen. Also selbt wenn die 200 mg/dl ergeben würde wäre das ok wenn sie nach 2 stunden wieder unter 140 liegt.
Grüße, Woody
von Udo
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am 17.12.2014 07:31:50
Gast schrieb:
Na dann schau dir z.B. mal den Vortrag von Prof. Hanefeld aus Dresden hier www.diabetes-symposium.org/index.php?menu=view&source=topics&sourceid=13&id=632 dazu an.
Er erklärt im zweiten Teil des Vortrags eindringlich die Schwächen der einseitigen Ausrichtung nur auf den HbA1c und stellt bestehende Zusammenhänge - natürlich in Studien erwiesen - für die Risiken von diabetische Folgeerkrankungen mit IFG bzw. IGT bei guten HbA1c-Werten dar.
Natürlich kannst du auch deinem Doc glauben. Aber wenn du dir dann eine von den Folgeerkrankungen einfängst, dann zuckt der nur mit den Schultern und beruft sich auf fehlende Studien in diese Richtung. Wenn du nicht auf ihn hörst und deinen BZ besser führst, dann machst du evtl. ein bisschen zu viel, aber du bleibst dabei gesund - schwere Entscheidung, oder?
Rainer
Tja da hatte rainer noch eine andere meinung zum hba1c wert :) -
Michaelheuer
Rang: Gastam 17.12.2014 10:53:12
sturmbine schrieb:
Gast schrieb:
Na dann schau dir z.B. mal den Vortrag von Prof. Hanefeld aus Dresden hier www.diabetes-symposium.org/index.php?menu=view&source=topics&sourceid=13&id=632 dazu an.
Er erklärt im zweiten Teil des Vortrags eindringlich die Schwächen der einseitigen Ausrichtung nur auf den HbA1c und stellt bestehende Zusammenhänge - natürlich in Studien erwiesen - für die Risiken von diabetische Folgeerkrankungen mit IFG bzw. IGT bei guten HbA1c-Werten dar.
Natürlich kannst du auch deinem Doc glauben. Aber wenn du dir dann eine von den Folgeerkrankungen einfängst, dann zuckt der nur mit den Schultern und beruft sich auf fehlende Studien in diese Richtung. Wenn du nicht auf ihn hörst und deinen BZ besser führst, dann machst du evtl. ein bisschen zu viel, aber du bleibst dabei gesund - schwere Entscheidung, oder?
Rainer
Tja da hatte rainer noch eine andere meinung zum hba1c wert :)
hoer doch bitte auf mit diesem quatsch