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Senkung der Blutzuckerwerte

  • Mona

    Rang: Gast
    am 28.01.2008 03:18:14
    Hallo,

    ich habe ein Problem:

    Bei mir (42 Jahre alt, weiblich) wurden vor zwei Wochen bei einer Blutuntersuchung zu hohe Blutzuckerwerte festgestellt, ich leide also wohl leider an Diabetes.

    Natürlich habe ich vor, mich noch genauer untersuchen zu lassen und mich auf eine Therapie einzulassen und alle Auflagen meiner Ärzte zu befolgen.

    Mich hat das Ganze aber nun zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt getroffen, denn mir steht in den nächsten Wochen eine Einstellungsuntersuchung bevor, es geht um einen sehr wichtigen Job. Ich habe Angst, dass ich den Job nicht bekomme, wenn dort mein Blut untersucht wird und meine (jetzt ganz ohne Therapie und Ernährungsumstellung natürlich noch sehr hohen) Werte entdeckt werden.

    Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Werte für ein paar Stunden oder Tage "künstlich" zu drücken, indem ich z.B. ein paar Tage vor der Untersuchung faste oder irgendwas Bestimmtes esse oder trinke?

    Noch einmal: Es geht mir nicht darum, mich selbst zu bescheißen, ich weiß, dass es nun wichtig ist, das Problem anzugehen und daher auch vor den Untersuchungen durch meine Hausärztin nicht zu schummeln. Aber es wäre wirklich eine Tragödie, wenn ich den Job nicht bekommen würde, weil die Werte zu hoch sind (es ist KEIN Job, bei dem mich die Krankheit wirklich behindern würde)...

    Hat jemand einen Tipp für mich?

    Liebe Grüße

    Mona
  • diesel

    Rang: Gast
    am 28.01.2008 06:38:55
    Hallo Mona,
    mache dir nicht unnötige Sorgen. Der Arzt bei der Einstellungsuntersuchung gemacht wird, ist, wie jeder andere Arzt auch, an seine ärztliche Schweigepflicht gebunden! Wenn du ihm davon nicht entbindest, ist er daran auch gegenüber dem AG gebunden. Solltest du diesen Job natürlich wegen dem Diabetes (bei Typ I fällt mir da zB: Schornsteinfeger, Busfahrer, Lokführer, Gerüstbauer, usw,ein) nicht antreten können, so wird er dich vermutlich für ungeeignet dafür erklären, ohne die Diagnose mitzuteilen.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

    MfG

    Gerd von diesel
  • Mona

    Rang: Gast
    am 28.01.2008 09:09:42
    Hallo Gerd,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Nein, es ist ein Bürojob in der Buchhaltung, ich sehe da eigentlich kein Hindernis, was konkrete Beeinträchtigungen angeht, habe aber Angst, dass ich abgelehnt werde, weil mir unterstellt wird, dass ich dann häufiger krank sein werde.

    LG

    Mona
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.01.2008 11:21:25
    hallo mona,
    da du nicht geschrieben hast wie die werte sind,
    natürlich kannst du wie wir alle durch einschränkung der kohlenhydrate - brot, kartoffeln, reis, nudeln, und zucker die ausgangslage verbessern.
    wenn du dann noch die überschüssige blutglucose durch rennen "vernichtest", verbesserst du die werte, und hast den ersten schritt für die zukunft schon vorweggenommen.
    mfg. klaus von klausdn
  • dipa

    Rang: Gast
    am 28.01.2008 12:50:17
    Hallo mona,

    es geht auch anders.
    Solltest du unter der Nierenschwelle liegen und man stellt fest, dass du erhöhten BZ hast. Erzähl einfach, dass du zur Unterzuckerung neigst. Als Symptom gib Schwindel oder Migräne an, als reine Vorsichtsmassnahme (Empfehlung vom Arzt) hast du eine Kleinigkeit gegessen.
    Du kannst auch Menstruationsbeschwerden angeben, ist auch eine schöne Ausrede, denn Schwangerschaftsdiabetes ist hormonell bedingt.
    Erklärt auch schön einen erhöhten BZ.
    Klappt aber nur unterhalb der Nierenschwelle <180mg.

    Des Weiteren solltest du dir keine grossen Sorgen machen, es gibt wenig Firmen, die eine BZ-Untersuchung machen, eher schon einen Urintest.

    mfg dipa
  • diesel

    Rang: Gast
    am 28.01.2008 22:05:47
    Hallo Dipa,
    ich denke, mit Lügen oder Ausreden schafft man keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
    Ich kann mich nur wiederholen: der Arzt hat sich an die Schweigepflicht zu halten! Egal ob er erhöhte BZ- Werte feststellt oder nicht, er darf es den AG nicht mitteilen! Warum also sollte man lügen?

    MfG

    Gerd von diesel
  • dipa

    Rang: Gast
    am 29.01.2008 01:23:13
    Hallo diesel,

    mona will wissen wie man kurzfristig den BZ senkt, dass kann man durchaus als Manipulation auslegen.
    Was von Diabetiker aber tagtäglich verlangt wird, also ich sehe darin nichts Verwerfliches.
    Sie kann die Lüge wahr werden lassen in dem Sie tatsächlich eine Kleinigkeit isst.
    Des Weiteren haben Hormone einen Einfluss auf den BZ, also könnte meine Ausrede tatsächlich stimmen.

    Zur Schweigepflicht ist zu sagen:
    Der AG kann den Arzt fragen: Ist Sie empfehlenswert?
    Der Arzt hält sich durch sein Schweigen an die Schweigepflicht.

    Für gegenseitiges Vertrauen sollte mona angeben, dass sie Diabetes hat, aber dass ist ja nur eine Vermutung.

    mfg dipa

  • diesel

    Rang: Gast
    am 29.01.2008 06:02:14
    Hallo Dipa,

    der AG wird den Arzt nicht fragen ob sie geeignet ist. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, das jeder von uns schon eine Einstellungsuntersuchung mitgemacht hat, und weiss wei so etwas abläuft.
    Der Arzt hat aus seiner Sicht zu entscheiden und auf dem Untersuchungsantrag zu dokumentieren, ob geeignet oder nicht. Da aber Mona keinen festgestellten Diabetes hat, sollte es aus ärztlicher Sicht keinen Versagugsgrund geben. Der Doc wird also auf diesen Antrag schreiben: Frau ... ist aus ärztlicher Sicht für diese Tätigkeit geeignet. Der AG wird wohl nicht nachfragen warum sie geeignet ist.

    MfG

    Gerd von diesel
  • dipa

    Rang: Gast
    am 29.01.2008 12:36:23
    Hallo diesel,

    meine Erfahrung bei med. Untersuchungen (auch die von anderen) ist, dass Ärzte nicht objektiv sind.
    Für viele Ärzte sind Diabetiker Menschen 2. Klasse.
    Erwischt mona so einen, schreibt er nicht ungeeignet sondern eingeschränkt geeignet.

    Wir sollten aufhören zu diskutieren, sondern lieber mona helfen.

    mfg dipa
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 29.01.2008 12:59:21
    vermindert werden kan der bz-wert durch ein mehr an bewegung, verminderung der kohlenhydrate und insulin.am besten durch messen dokumentieren, ob es ausreicht.

    behandelnden arzt auch sagen, dass es sich um einen bürojob handeln wird. wg insulin oder so.

    auch werksärzte sind an schweigepflicht gebunden. aber auch dort gibt es stille die post. keiner hört was, keiner schreibt was... von thomas2002