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Diagnose > Diabetes
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Rudi
Rang: Gastam 06.01.2008 16:40:39
Hallo,
ich war am Donnerstag beim Arzt, unter anderem wegen Ohrschmerzen (>Mittelohrentzündung), aber auch wegen starkem Durst, häufigem Wasserlassen und unerklärlichem Gewichtsverlust (fast 15% in 3 Wochen).
Meine Mutter hat Diabetes, und aufgrund der geschilderten Symptome diagnostizierte mein Hausarzt auch gleich bei mir Diabetes.
Die Blutwerte erfahre ich am Donnerstag.
Aber auch mit meinen 39 Jahren mache ich mir jetzt schon einen Kopf und hänge etwas in der Luft.
Was kommt da auf mich zu?
Was wird sich / muss sich bei mir ändern?
Sicher seid Ihr keine Ärzte mit hellseherischen Fähigkeiten, aber vielleicht könnt ihr mir schon mal ein paar allgemeine Tip´s geben, wie es jetzt zwangsläufig weitergeht (Untersuchungen, Ärzte, ect.) und was sinnvollerweise zu tun wäre (Arbeitgeber, ect).
Danke für die Antworten.
Gruß
Rudi -
Jürgen
Rang: Gastam 06.01.2008 16:59:32
Moin Rudi,
Du hast Glück im Unglück. Deine Blutzucker-Automatik ist zwar defekt, aber ihr Wirken mit Kopf und Hand nachzubauen ist für uns Betroffene keine Hexerei. Dein Ziel sollte dabei langfristig schon der wirklich gesunde Blutzuckerverlauf sein, auch wenn der etwas mühsamer zu erreichen geht. Denn damit machst Du dir eine fast gesunde Chance, bis auf diesen Diabetes, den Du ja wahrscheinlich nicht mehr abgeben kannst, gesund zu leben und alt zu werden.
Einstweilen richtest Du dich nach Deinem Arzt und machst Dich parallel dazu selbst schlau und startest damit z.B. auf diabetesinfo.de.
Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen -
klausdn
Rang: Gastam 06.01.2008 17:20:56
hallo rudi,
eigentlich, besonders wegen des gewichtsverlustes
der ja oft begrüßt wird und dann plötzlich galoppiert,
und "dann" wieder alarmiert, solltest du so schnell wie möglich einen diabetologen aufsuchen.
mfg. klaus von klausdn -
thomas2002
Rang: Gastam 06.01.2008 19:43:58
gewichtsverlust ist fast automatisch ein typ 1 diabetiker. diabetesinfo.de ist eine gute adresse, um die unterschiede typ 1 & 2 herauszuarbeiten. von thomas2002 -
Ralph
Rang: Gastam 06.01.2008 20:36:19
Rudi
bei meiner Diabetes-Diagnose vor 10 Jahren wurde ich sofort ins Krankenhaus eingewiesen zur Einstellung, hätte man auch ambulant machen können, stationär finde ich aber schon besser.
Wie schon gesagt sollte möglichst schnell herausgefunden werden, ob ein Typ2 oder Typ 1(LADA) vorliegt. Mir hat man seinerzeit gesagt, ich hätte DM2, erst einige Zeit später fand man heraus, dass ich doch ein DM1er bin, halt dieser LADA-Typ. Anscheinend tun sich die Ärzte am Anfang mit der genauen Diagnose etwas schwer, obwohl heute die Labormedizin schon wieder weiter ist.
Du solltest schon wissen, was Sache ist, weil die Therapien doch unterschiedlich sind.
Und noch etwas: Nimm jedes Angebot zur Schulung wahr, kümmer Dich notfalls selbst, je mehr du über diese Sache weißt, desto besser für Dich.
Viel Erfolg, ich drück die Daumen.
Ralph
PS: Wen man die Diagnose bekommt, fällt man meist in ein tiefes Loch. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass sich meine Lebensqualität in mancher Hinsicht verbessert hat, wenn man das Thema offensiv und sportlich angeht! Kopf hoch!
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Zitiere
Rang: Gastam 07.01.2008 10:24:32
Zitat: thomas2002
Datum 06.01.2008 18:43:58
gewichtsverlust ist fast automatisch ein typ 1
sollten so einen Dummfug gelesen
einfach mal das Hirn einschalten -oder auch mal den Mund halten wenn man keine Ahnung hat @ Thomas2002
von Zitiere -
WUn
Rang: Gastam 07.01.2008 11:15:37
@Zitiere
Kannst Du das auch erklären? Mit Schimpfen alleine verschwendest Du nur unsere Zeit!!!
Denk mal nach!
von WUn -
Zit...........................................
Rang: Gastam 07.01.2008 11:36:00
was soll man erklären?
Thomas behauptet: Geichtsverlust = Typ1
das ist Unsinn von Zit........................................... -
Jürgen
Rang: Gastam 07.01.2008 15:19:19
Moin Zit...
A. ohne oder mit viel zu wenig Insulin = Typ1 bei der Diagnose
1. gelangt keine Glukose in die Zellen. Die fordern vermehrt welche an, und die Leber liefert die aus Eiweiß per Gluconeogenese, indem Muskelmasse im wahrsten Sinne des Wortes liquidiert wird. Immer mehr Glukose wird so gebildet und mit immer mehr Wasser ausgeschieden.
2. läuft eine ungebremste Lipolyse=Fettverwendung. Mit Insulin gebremst super zum Abnehmen, aber ohne gelangen dadurch viel mehr Ketone ins Blut, als gebraucht werden, und das übersäuert schließlich damit zur berüchtigten Ketoazidose.
B. mit ausreichend oder sogar zuviel Insulin zur falschen Zeit = Typ2 bei der Diagnose
1. gelangt immer ausreichend Glukose in die Zellen, aber wegen des Defekts in der Art und Zeit der Insulinausgabe steigt der Blutzucker immer höher an und läuft die Gluconeogenese meistens auf vollen Touren. Immer mehr Glukose wird auch hier mit immer mehr Wasser ausgeschieden.
2. wird die Fettverwendung gesperrt, und ein großer Teil von der umlaufenden Glukose wird als Speicherfett neu eingelagert.
Deswegen verliert ein un- oder unzulänglich behandelter Typ1 eher deutlich an Gewicht, während ein un- oder unzulänglich behandelter Typ2 unter den selben Futterbedingungen eher an Gewicht zunimmt.
Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen -
zit..............
Rang: Gastam 07.01.2008 18:32:49
komisch das ich innerhalb 14 Tagen 20 Kilo verlor und DM Typ2 diagnostiziert wurde
daran siehst du wie weit es mit der Theorie Gewichtsverlust = Typ1 her ist
also bitte schlau machen bevor ihr sowas in die Welt setzt
und nein! ich bin keine Ausnahme - kenne etliche denen es ebenso erging von zit.............. -
Jürgen
Rang: Gastam 07.01.2008 19:47:29
1. die Typ2, die ich in der Art kenne, sind bisher alle in Typ1 LADA umbenannt worden, nachdem schon nach auffällig kurzer Zeit die Tabletten nicht mehr ausreichend wirken wollten und Insulin gespritzt werden musste.
2. die Typisierung ist 1974 recht willkürlich vorgenommen worden. Wer bei seiner Diagnose oder weniger als 2 Jahre danach Insulin zum Überleben brauchte, war Typ1, wer länger ohne gespritztes auskam, war Typ2.
Eindeutige medizinische Kriterien hat es damals nicht gegeben, und sie sind bis heute auch noch nicht nachgeliefert worden.
Was ich nicht verstehe: Die Einordnungskriterien sind so vage, dass kein Fachprofessor seine nach bestem Wissen und Gewissen heute bei ner Neudiagnose getroffene auf seinen Eid nehmen würde. - Warum bestehst Du so aggressiv auf Deinem 2er Status ? von Jürgen -
zit...............
Rang: Gastam 08.01.2008 10:43:05
es wurde ja nun Typ2 diagnostiziert
wieso sollte sich daran was ändern? von zit............... -
Jürgen
Rang: Gastam 08.01.2008 11:08:19
Moin Zi...
niemand hat Dich zum Ändern aufgefordert. Vielmehr hast Du uns hier als dumm angemacht.
Ich hab Dir darauf nur ein bisschen zur medizinisch-sachlichen Grundlage der Typen-Unterscheidung geschrieben. Es gibt sogar breite Überlegungen, die 1974 beschlossene Unterscheidung wieder aufzulösen, wie auf dem letzten oder vorletzten Bundes-Diabetiker-Tag in Dresden(?, veröffentlicht auch im Diabetes Journal) vom Präsidenten der American Diabetes Association (ADA, weltgrößte Diabetes Organisation) vorgetragen wurde.
Eigentlich kommt es auch nicht wirklich darauf an, wie wir einsortiert werden. Denn richtig krank werden wir alle nicht vom Typenstempel und ein paar Pfund mehr oder weniger, sondern vom unbehandelt alltäglich ungesund hohen Blutzucker-Verlauf.
Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen