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Typ1 Heilung - Was wisst ihr?
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Jürgen
Rang: Gastam 06.01.2008 20:59:07
dann noch einen Nachtrag zu Klaus:
1922/23 waren die ersten erfolgreichen Insulinbehandlungen. Erfolgreich in dem Sinne, dass die Patienten erheblich länger als unbehandelt über-lebten. Wie, kann man sehr informativ hier nachlesen http://www.diabetes-normalsugars.com/book/mylife.shtml
Da erzählt ein alter und heute noch sehr aktiver Typ1 seine Geschichte von 1946 an, als er mit 12 Jahren seinen DM bekam. Wie das war mit den Spritzen, die man selbst anschleifen und auskochen musste, oder mit dem Töpchen Pipi auf dem Herd für den Urinzucker-Test. Und dass bis in die 60ger Jahre des vorigen Jahrhunderts 1 Spritze Insulin pro Tag nicht ungewöhnlich war und 2 schon ein deutlicher Fortschritt. Und wie er gerade noch rechtzeitig vor seinem frühen Ableben eines der wirklich ersten Blutzucker-Messgeräte nutzen und sich damit wahrscheinlich als erster Betroffener überhaupt einen echt gesunden Blutzucker-Verlauf machen und viele Folgekrankheiten, die er schon gesammelt hatte, stoppen und sogar umdrehen konnte.
Den Blutzucker ähnlich wie heute messen geht etwa seit Mitte der 80ger Jahre und seitdem setzen sich auch immer mehr die Pens statt der Spritzen durch. Wobei die Spritzen, die gleichzeitig mit dem ersten Pens genutzt wurden, wenigstens zum Teil schon feine Einmalkanülen hatten.
Was wir ICT nennen, ist seit 1993 (Ende der DCCT, große Typ1 Studie in USA und Canada) anerkannter Therapiestandard für Leute, denen Insulin fehlt, und seit 1998 (Abschlussbericht der großen Typ2 Studie UKPDS in GB) ist belegt, dass ein niedrigerer Bluzucker-Verlauf gesünder als ein höherer ist.
Das erste Insulin, das mit etwas Glück beinahe genau so schnell wirkt, wie gesund mit dem Essen das körpereigene (Lispro/Humalog, heute zudem auch Apidra und Novorapid) ist gerade 10 Jahre alt, das ... - Ich könnte hier noch eine ganze Weile weiter schreiben von all den Fortschritten, die es für uns mit Diabetes bis heute gegeben hat, so das wir heute wirklich unseren Blutzucker völlig gesund steuern können - wenn wir wollen. Und wenn wir an-erkennen, dass Diabetes mellitus in den verschiedenen Ausprägungen sehr verschiedene sehr komplexe Krankheitsprozesse repräsentiert, halte es ich in der Tat für einen wahnsinnig großen Erfolg, dass wenigstens hier bei uns in D jeder Betroffene, der das will, seinen Blutzucker gesund steuern kann :-)
Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen -
Willat
Rang: Gastam 07.01.2008 05:55:15
solange mann die ganzen steuer Geldern dessen reichen industrie staaten zur waffen und solchem zeugs investieren wird sich das ganze daran nicht ändern.
die schießen lieber ein insel platt zur test wie damals (Bikini Inseln) anstatt ins Forschung zur investieren.
oder den ozean........
die ganzen schlauen bastler könnten es doch für medizin schlau sein, aber nein...
Irgendwie habe ich das Gefühl das mann schon Typ1 Diabetes oder Diabetes allgemein schon gelöst hat und mann will halt nicht zur Tat bringen weil wie klaus es schrieb NULL Produktion usw......
wichtig ist mann kann gut damit leben (aktuell) was später antanzt????
hoffentlich gutes.
wenn es mal zur eskalation kommt dann werde ich freiwillig zur vorderste seite gehen.
Ich lebe noch immer mit dem Hoffnung das es irgend wie alles gelöst wird, und mann lacht dann später hinein das es so einfach war und keine daran dachte.
von Willat -
Jürgen
Rang: Gastam 07.01.2008 09:14:12
Moin Willat,
das selbe könntest Du zu allen Missständen in der Welt schreiben.
Allerdings trifft es auf den Typ2 beinahe zu. Denn der ist in seinem Vorlauf dadurch gekennzeichnet, dass die erste Phase der natürlichen Insulinantwort auf getrunkene und gegessene Glukose abstirbt. Niemand weiß bis heute, warum. Aber die zweite Phase übernimmt den Job, allerdings etwas verspätet.
Dadurch steigt der Blutzucker nach dem Essen deutlich an, bis die zweite Phase eben angelaufen ist. Und dieser Anstieg erhöht sich über die Jahre immer krankmachender, bis schließlich die Diagnose-Schwellen zum Typ2 überschritten werden.
Wer schon gleich zu Anfang dieser Entwicklung seiner übrigbleibenden zweiten Phase konsequent entgegen kommt und immer nur so viel an Kohlenhydraten=Stärke=Glukose zu sich nimmt, dass sein Blutzucker im völlig gesunden Rahmen bleibt, muss wahrscheinlich nie Zucker-Medis nehmen und wahrscheinlich nie auf Diagnose Diabetes vorrücken.
Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen -
dipa
Rang: Gastam 07.01.2008 19:04:43
Hallo,
ich würde meine Hoffnung auf die Betazellentransplantation setzen.
Nach dem letzten Bericht wurde dies als Reinfall deklariert, aber dem stimme ich nicht zu.
Die Transplantation wurde dies bei Testpersonen durchgeführt und bei ca. 50% hat dies nicht geklappt, was bei einer neuen Technik zu erwarten war.
Die anderen konnten ihren Verbrauch stark reduzieren bzw. aufhören.
Jetziger Stand ist, dass fast alle wieder auf den alten Stand sind. Deshalb Reinfall.
Jede neue Technik hat ihre Kinderkrankheiten und da T1 ja eine Autoimmunkrankheit ist, haben sich viele unbeabsichtigt wieder der Ursache ausgesetzt.
Diese Technik ist noch stark verbesserungsdürftig und es muss noch Grundlagenforschung zur Entstehung von T1 betrieben werden.
mfg dipa -
klausdn
Rang: Gastam 07.01.2008 19:46:34
genau meine meinung, nur so neu ist die sache nicht, da hinken die europäer um über 10jjahre hinterher. denn diesen ersten versuch(mit anschließender langsamer zerstörung) hats schon lange vorher gegeben, deshalb ja vor 7 jahren der versuch mit gekapselten zellen um sie zu schützen,
was ja solange ging bis der körper die kapselung überwachsen hat(die kapsel eingekapselt)
wenn beim eu versuch die probanden immunsuppressiva bekommen hätten , so wie bei
tx hätten die zellen länger überlebt.
aber auch auf der derzeitgen schiene ist noch mehr zu erwarten als modische farben für pens und punpen.
mfg. klaus von klausdn