Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

bin neu und mache mir Sorgen...

  • Stephie

    Rang: Gast
    am 17.12.2007 11:21:35
    Guten Tag, nach langem Googeln bin ich auf dieses Forum gestoßen.
    Ich war beim oGTT und habe folgende Werte:
    nüchtern 88
    30 min 178
    60 min 154
    90 min 92
    120 min 143

    Ich bin 1,65m groß und wiege 88 kg (Gewicht viel am Bauch). Bin ständig müde, muss oft zur Toilette.

    Beim oGTT wurde auch Insulin bestimmt. Den Wert kenne ich noch nicht. Habe gerade dort angerufen und erfahren, dass der Wert erhöht sei.

    Was bedeutet das nun? Welche Erkrankung liegt vielleicht hier vor? Bin total durch den Wind.

    Kann mir jemand etwas sagen? Ich würde mich sehr freuen.
  • Stephie

    Rang: Gast
    am 17.12.2007 11:52:12
    Der Insulinspiegel liegt bei 28,2 (2,6-24,9)
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.12.2007 13:43:03
    Moin Anonym,

    nach 2 Stunden 201 und mehr hätten Dich zum Diabetiker ernannt. Gesund hattest Du mit 60-80 angefangen, nach ner Stunde 120-140 gehabt und nach 2 Stunden wieder um 80. Dein Blutzucker und Insulin bewegt sich in dem großen Niemandsland dazwischen, in dem ich schon darauf zu achten rate, dass man nach dem Essen zu keiner Zeit 140 überschreitet.

    Aber es würde mich wundern, wenn Du irgendwelche Beschwerden hättest, die den Verdacht auf Diabetes nahe legen. warum wurde also der oGTT gemacht?

    Bisdann, Jürgen
  • Stephie

    Rang: Gast
    am 17.12.2007 14:13:47
    Hallo Jürgen,
    ich wurde vom Frauenarzt dahin überwiesen. Die dortgemachten Laborwerte wiesen darauf hin, dass was nicht stimmt und deswegen war ich zum Test.
    Schwanger bin ich nicht.

    Also nix mit TypII oder Insulinresistenz oder so?
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.12.2007 17:01:38
    Moin Anonyme,

    gesund ist 60-80 nüchtern, max 140 eine und um 80 zwei Stunden nach dem oGTT. Die Diagnose-Schwelle für Typ2 ist 126 und mehr nüchtern und 201 und mehr 2 Stunden nach dem oGTT.
    Die Diagnose-Größen sind medizinisch willkürlich so gesetzt. Das heißt, es ist zu keiner Zeit im Sinne einer Schwelle kurz darüber erheblich mehr an Schäden gemessen oder gezählt worden, als knapp darunter.

    Weil etwa die Hälfte aller neu diagnostizierten Typ2 schon voll ausgebildete diabetische Folgeschäden aufweisen, wird immer mal wieder über eine Absenkung der Diagnose-Schwellen nachgedacht. Damit hätte man dann allerdings auf einen Schlag schnell doppelt so viele behandlungsbedürftige Diabetiker, und das wäre für viele Gesundheitssysteme und auch unseres eine wirtschaftliche Katastrophe.

    Insulinresistenz ist wie ein großer Topf voller Möglichkeiten, warum jemand mehr Insulin verbrauchen kann, als der Durchschnitt einer nicht krank definierten Mehrzahl. Dein Insulinverbrauch ist höher, wie Deine höhere Produktion zeigt. Du hast also eine Insulinresistenz oder das selbe mit einem anderen Wort, eine Glukoseunverträglichkeit.

    Entwicklungsmäßig befindest Du dich zwischen gesund und Typ2, wobei niemand sagen kann, wie viele Jahre Du bis zum Überschreiten der Diagnose-Schwellen brauchen wirst und welche diabetischen Komplikationen Du bis dahin vielleicht schon entwickelt hast. Jede Schwangerschaft würde diese Entwicklung beschleunigen, und ich würde das schon bei der Planung mit dem Gyn- und dem Diab-Spezialisten besprechen.

    Und wenn ich noch einmal die Chance wie Du hätte, würde ich lernen, mich jeden Tag so zu verhalten, dass mein Blutzucker 1/2/3 Stunden nach dem Essen immer unter 140/120/100 und noch besser bleibt, ab besten wenigstens so zwischen 75 und 85.

    Bisdann, Jürgen
  • Stephie

    Rang: Gast
    am 17.12.2007 17:08:39
    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
    Da bin ich gespannt, was meine Ärztin zu den Ergebnisse sagt.
    Schauen wir mal, wie es weitergeht.

    Du sagst, ich solle nach dem Essen diese Werte haben. Muß ich mir ein Meßgerät kaufen?
    Wie kann ich diese Werte denn einhalten?
    Sollte ich jetzt tgl. messen?
  • dipa

    Rang: Gast
    am 19.12.2007 00:17:28
    Hallo anonym,

    wie Jürgen schon erwähnt hat, befindest du dich im Niemandsland, du bist nicht eindeutig gesund und auch nicht eindeutig krank. Senkt man die Diagnose-Schwelle, was eigentlich überfällig ist, sieht das natürlich anders aus. Lässt du alles beim alten, ist die Wahrscheinlichkeit auf Diabetes hoch.
    Wann kann man nicht sagen.

    Zu Jürgen:
    Du hast recht, man sollte die Diagnose-Schwelle senken. Als Folge davon kollabiert natürlich das Gesundheitssystem, aber der Ansturm neuer Diabetiker wird es sowieso kollabieren lassen. D.h. man muss behandeln ohne dass es bemerkt wird.
    Ich schätze wenn jeder Diabetiker nur 5kg abnimmt, dürfte das den Kollaps verhindern.
    Also "Kampf dem Übergewicht", hat da jemand in der Regierung mitgedacht?

    mfg dipa





  • Stephie

    Rang: Gast
    am 19.12.2007 08:30:24
    Danke für Deine Antwort, Dipa.

    Nun, die Ärztin sagte es sei Insulinresistenz und ich bekomme nun 0,5 Tbl. Metformin morgens und abends.
    Außerdem will sie nun ein mal pro Quartal den Landzeitwert bestimmen.

    Sollte ich denn auch den Blutzucker messen? Bin doch schon ziemlich verwirrt.
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 19.12.2007 09:31:48
    du solltest messen. am anfang - bis du einen neuen rhytmus in sachen ernährung und ggf bewegung gefunden hast - regelmäßig. wenn es sich eingespielt hat, genügt eine regelmäßige überprüfung des tagesprofils, 2-3mal die woche. und natürlich auch in besonderen situationen, wie sport, orgien, krankheiten etc pp. von thomas2002
  • Stephie

    Rang: Gast
    am 19.12.2007 09:33:14
    Guten Tag Thomas,

    kannst Du mir denn die Werte nennen, damit ich mich orientieren kann?