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2. Ärztemeinung rettete den Unterschenkel !!!

  • P. Moni

    Rang: Gast
    am 30.11.2007 21:10:29
    offene Ferse ... nekrotisches Gewebe ... Osteomyelitis (Knochenentzündung) 3 Operationen ... Diagnose der Ärzte:

    "Der Fuß muss ab, unterm Knie". Es gibt keine Alternative.

    Liebe Diabetiker ... holt euch bei so einer Diagnose eine zweite Meinung ein.

    Es gibt Alternativen ... zB Madentherapie.

    Meine Mutter ist heilfroh, eine zweite Meinung eingeholt zu haben, sie hat ihr Bein behalten können.
    Zwar muss sie zum plastischen Chirurgen damit das was ihr an der Ferse fehlt wieder aufgebaut wird --> aber sie hat ihr Bein retten können.

    Gebt euch bitte nicht mit einer Meinung zufrieden, sondern kämpf für eure Beine und sagt nein zu einer Amputation wenn sie nicht notwendig ist.

    Auf Anfrage gibts nähere Details, Adresse, etc. bzw die Leidensgeschichte meiner Mutter
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 01.12.2007 09:15:49
    Das ist leider kein Einzelfall. Ich habe auch vor Jahren einem befreundeten Diabetiker den Fuß gerettet, als die Chirurgen in dem kranken Haus schon die Messer wetzten. Er verlieiß das kranke Haus, wurde alternativ behandelt und behielt den Fuß.Es gibt inzwischen sehr viele gute Behandlungsmöglichkeiten für diabet. Fußprobleme. von ANONYM
  • Pia

    Rang: Gast
    am 04.12.2007 15:10:03
    Dazu MÖCHTE ich etwas schreiben. 2. Meinung? Immer.
    Aber fest steht, eine Nekrose ist NICHT heilbar. Jeder Fall ist individuell und damit auch individuell zu behandeln. Eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit stellt heute die Hyperbarmedizin dar. Das ist eine Behandlung in einer Druckkammer mit Sauerstoff, die bewirkt, dass sich Nekrosen gut separieren lassen für eine OP.
    Wenn aber eine Nekrose soweit fortgeschritten ist, dass eine Nichtamputation die Gefahr einer Sepsis beinhaltet, sollte man einer Amputation unbedingt zustimmen, oder man stirbt. von Pia
  • P. Moni

    Rang: Gast
    am 04.12.2007 19:16:04
    Hallo Pia!

    Wer sagt, dass eine Nekrose nicht heilbar ist.

    Die Made (Lucilia sericata ) ernährt sich ausschließlich von nekrotischen Gewebe und regt gleichzeitig - durch Enzymabgabe - das Fleisch, Kapilaren, Haut etc. an sich neu zu bilden.

    Ein Chirug mit einem Skalpell kann nie so sauber und schmerzfrei arbeiten wie eine Made.

    lg,

    PS.: Bei meiner Mutter war nach 14 Tagen kein nekrotisches Gewebe mehr vorhanden bzw. auch die Knochenentzündung (Grad I) war nach 14 Tagen verschwunden.

    von P. Moni
  • Pia

    Rang: Gast
    am 05.12.2007 08:13:48
    Liebe Moni, dann hat deine mum Glück und einen guten Arzt gehabt. Und die Maden hatten noch genug Zeit. Und sie hatte eine sicher sehr aufmerksame und umsichtige Tochter. Die Diagnose Amputation war sicher ein Riesenschock. Die Madentherapie ist eine sehr gute Sache. Eine Nekrose ist dennoch NICHT heilbar, das ist totes Gewebe, das Gewebe stirbt ab und wird lederartig schwarz. Die Schmerzen sind unerträglich. Deshalb ist es wichtig, bei kleinsten Anzeichen einer nicht heilenden Verletzung oder Durchblutungsstörungen einen Arzt aufzusuchen. Das sind dann die (meist weiblichen) Patienten mit schwarzen Zehen oder Füßen. Wenn so eine Wunde mit beteiligtem nekrotischen Gewebe in der Druckkammer behandelt wird, kann der Chrirug dann das tote eindeutiger vom gesunden Gewebe trennen. Das, was du meinst, war vielleicht eine chronische Wunde. Aber wie gesagt, ich stimme dir völlig zu, dass man sich im Zweifelsfall immer eine 2. Meinung holen sollte. Das ist in Deutschland schon etwas seltsam. Kauft man einen Toaster oder eine Waschmaschine, rennt man in 10 Läden und vergleicht, gehts um die Gesundheit, verlässt man sich leider oft nur auf die eine Meinung. Velleicht traut man sich die als Patient nicht so einfach anzuzweifeln. Aber warum eigentlich nicht? Und gerade, wenn du hier mal im Forum stöberst, kannst du z.Teil unglaubliche Geschichten lesen von Diabetologen. von Pia
  • P. Moni

    Rang: Gast
    am 05.12.2007 19:04:45
    Hallo Pia!

    Gottseidank gibt es heutzutage das Internet, den ansonsten hätten wir diese Ärztin (wo meine Mutter in Behandlung ist) nie gefunden.

    http://www.diabetes-austria.com/portraits.php?$arzt=krippl

    Ist auch eine tolle Seite.

    Nun ja das mit dem guten Arzt ist eine andere Geschichte, deswegen haben wir ja eine zweite Meinung eingeholt.

    => bzgl. nekrotischem Gewebe:
    Meiner Mutter wurde beim 1. Arzt die Ferse weggeschnitten und es bildete sich immer wieder nekrotisches Gewebe ... dann hat es geheißen = Bein ab, Knochenentzündung etc.

    Beim zweiten Arzt (Spezialistin für den diabetischen Fuß und Diabetologin) bekam sie Maden ... und das Ergebnis nach zwei Wochen war die Nekrose weg ... weil die Maden das nekrotische Gewebe aufgefressen haben, anschließend bekam bzw hat sie noch immer ein VAC System von der Firma KCI. Und in ein paar Wochen gehts ab zum plastischen Chirugen zum Fersenaufbau.

    Soviel ich weiß gibt es diese Druckkammer bei uns in Österreich nicht.

    Och .. das mit der zweiten Meinung ist Österreich auch nicht so beliebt.

    Das mit den unglaublichen Geschichten habe ich jetzt schon zu oft gehört. Besonders wenn wir beim Arzt warten und andere Patienten erzählen von deren Geschichten. Besonders wenn wir mit den Ärztinnen zusammen sitzen und sie erzählen welche schlimmere Fälle sie schon behandlet aber auch gerettet haben.

    Gott sei Dank hatte meine Mutter Glück - aber auch nur weil wir eine zweite Meinung eingeholt haben - ansonsten wäre das Bein schon weg.


    von P. Moni
  • Pia

    Rang: Gast
    am 06.12.2007 08:42:56
    Liebe Moni, guck mal hier, das gibts bei Euch auch.
    http://www.oegth.at/ von Pia
  • Pia

    Rang: Gast
    am 06.12.2007 08:45:24
    und dann unter Indikationen. Da steht was zum Thema Nekrosen. Ist auf jeden Fall sicher interessant mal zum Lesen für Euch zwei. Da sitzt man dann mit Tinnituspatienten, Brandverletzten und eben diabetischen Füßen drinne. Ich glaube, 3-4 Stunden. von Pia
  • Moni P.

    Rang: Gast
    am 07.12.2007 19:38:26
    Echt tolle Seite ... danke für den Tipp!

    von Moni P.