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  • tanja

    Rang: Gast
    am 30.11.2007 18:15:23
    Hallo,

    meien Mutter ist Diabetekerin. Sie lebt im Weißrussland und die Betreuung ist ziemlich schleicht (eher gar keine).

    Sie hat bis jetzt Schweininsulin gesprizt und das haben wir einigermassen gut eingestellt. Jetzt soll sie auf menschliches Insulin umgestellt werden. Das Problem ist nur, der Arzt (ein ganz normaler Internist) kennst sich mit verschiedenen Sorten von Insulin nicht aus. Er meinte zu ihr, sie soll mit der gleichen Dosis wie bei Schweininsulin anfangen und dann selber gucken, ob das passt oder nicht.

    Jetzt wollte ich fragen, ob jemand hier Erfahrung hat mit der Umstellung von einer Insulisorte auf eine andere oder auch mit Umstellung vom Schweininsulin. Soll die Dosis von dem neuen Insulin kleiner sein als bem Schweininsulin?

    Sie hat bis jetzt Verzögerungsinsulin mittlerer Dauer gespritzt und soll auf Humulin mittlerer Dauer (auch verzögerungsinsulin) umgestellt werden.

    Vielen Dank
    Tanja
    von tanja
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 03.12.2007 01:38:32
    Hallo Tanja,
    ich denke dass die Umstellung von Schweineinsulin auf Humaninsulin oder auch auf Analoga bei den meißten von uns schon lange her ist. Ich selbst kann mich auch nicht mehr ganz daran erinnern. Aber:
    Humaninsulin welches für das Essen (Bolus) gespritzt wird hat sicherlich eine etwas kürzere Wirkkurve was sich bei Korrekturen von sich überschneidenden Mahlzeiten sicherlich auswirkt. Sonst ist nur damit zu rechnen, dass der Zielwert nach der Mahlzeit früher erreicht wird als dies mit dem alten Insulin war.
    Das Basalinsulin (Langzeit) kann nicht ganz verglichen werden ohne etwas mehr über die Dosierung deiner Mutter zu wissen. Schweineinsulin hatte vom Verlauf her einen langsamen Anstieg und im zweiten Drittel der Gesamtwirkzeit seine Maximale Wirkung. Das ist bei Humaninsulin etwas anders. Dies hat eine relativ gleichmäßige Wirkkurve über die Gesamtzeit.
    Ich würde die Dosierung jedoch beibehalten und was ganz wichtig ist BZ-MESSEN ... BZ MESSEN und wieder BZ MESSEN. In jedem Fall die Umstellung genau beobachten und wenn es bei bestimmten Tageszeiten nun anders ist als früher entsprechend reagieren und Dosisanpassungen vornehmen. Bitte nicht mehr als mit 10% der Dosis Korrekturen vornehmen. Nach jeder Anpassung genau durch BZ Messungen beobachten.

    Mehr kann ich dir zu diesem Thema mit deinen Informationen nicht anbieten ohne unseriös zu sein.

    LG Erwin

    von Erwin Weindl