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  • jason steinberg

    Rang: Gast
    am 29.11.2007 07:25:27
    schönen guten tag

    habe eine frage wegen einer im englischen sogenannten "honeymoon period." das ist so was wie eine phase nach der diagnosis wo der typ-1 diabetiker sein pancreas immer noch eigenes insulin herstellt. meine frage ist ob diese phase auf einmal beendet, und plötzlich steigen einem die zuckerwerte endlos in die luft, oder ob sie eher langsam zu ende kommt, vielleicht durch kleinere wertsteigerungen.

    ausserdem würde mich noch interessieren ob es keinen deutschen begriff dazu gäbe. danke!

    l. G.

    jason von jason steinberg
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 29.11.2007 09:10:50
    Hallo Jason,
    Honeymoon Phase oder Remissionsphase sind das Selbe.

    Die Häufigkeit einer Remission wird unterschiedlich angegeben. 6 Monate nach Erstauftreten eines Typ-1-Diabetes wird sie in etwa 20% der Fälle beobachtet. Die Dauer kann sehr unterschiedlich sein. Sie reicht von 4 Wochen bis zu 2 Jahren, in jedem Fall kommt es jedoch zu einem Wiederauftreten des Diabetes.
    Das Ende der Remission wird oft von Infekten bzw. Infektionen angekündigt.

    LG Erwin von Erwin Weindl
  • Nora

    Rang: Gast
    am 30.11.2007 10:39:07
    Hallo,

    Erwin hat ja eigentlich schon alles geschrieben. Bei mir hat die Remissionsphase so ca. drei Monate gedauert. Ich musste aber die ganze Zeit trotzdem Insulin spritzen, nur halt um einiges weniger als vor der Remissionsphase (es gibt auch Leute, die in der Zeit garnichts spritzen müssen, weil die Werte schon gut genug sind). Ich weiß nicht, wie es normalerweise ist, bei mir hat sich das Ende der Remissionsphase einfach dadurch gezeigt, dass meine Werte immer ein bisschen höher wurden, also nicht von heute auf morgen, sondern im Lauf der Zeit. Musste dann immer mehr Insulin spritzen und irgendwann hat das dann gepasst- Remissionsphase war vorbei. Ich glaube aber schon, dass das individuell sehr verschieden sein kann. Kommt auch drauf an, wie hoch die Werte bei der Manifestation waren, d.h. wie viele Betas schon zerstört waren...

    Gruß, Nora
  • BARBRA

    Rang: Gast
    am 30.11.2007 12:14:08
    Hallo!

    Bei mir kündigte sich das Ende der Remissionsphase durch stark schwankende Werte an.Lag an manchen TAgen zwischen 40 mg/dl und 250 mg/dl.
    In folge begann dann der Insulinverbrauch zu steigen.

    lg
    BARBRA
  • diesel

    Rang: Gast
    am 30.11.2007 18:02:32
    Hallo Jason,
    ich bekam meinen Typ I mit 47 Jahren. Das man als 47 jähriger noch als jugendlicher Typ bezeichnet wird , gewann mir ein lächeln ab. Jetzt nach 4 Jahren Diabetes ist meine Remissionsphase beendet. Seit Weihnachten 2006 stiegen meine Werte mehrmals sprunghaft an und verharrten auf dieser Höhe, bis der nächste Sprung erfolgte. Ich erlebte insgesamt vier dieser sprunghaften Anstiege. Jetzt sind die Werte seit einiger Zeit stabil. Natürlich habe ich jedesmal mit einer Erhöhung der Basalrate diese höheren Werte abgefangen.

    MfG

    Gerd von diesel
  • jason

    Rang: Gast
    am 30.11.2007 18:56:34
    Danke an alle fur die Hinweise und Klärungen (und neuen Vokabeln),

    Seit ungefähr einer Woche habe ich eine Infektion und von dem auszugehen, wie sich mein körper fühlt, hat eine weitere Runde der Beta-Ermordungen begonnen. Es sieht also so aus, als kündigte sich bei mir das Wiederauftreten der Krankheit (eher die Verstärkerung) durch sprunghafte Anstiege an.

    Es ist enorm hilfreich zu wissen, es gibt andere, die schon das erlebt haben (und hinter sich gebracht haben), was man jetzt durchmacht!

    Also: danke nochmal!

    Jason von jason
  • Claudia

    Rang: Gast
    am 16.09.2012 22:37:34
    Hallo,
    bei meinem 16jährigen Sohn wurde vor ca. einem halben Jahr Diabetes Typ 1 festgestellt. Seit drei bis vier Monaten wird der Insulinbedarf aber immer geringer. Vor zwei Wochen hat er nun mit der Ausbildung zum Industriemechaniker begonnen.
    Seither hat er sein Insulin enorm reduziert, seit zwei Tagen spritzt er nun aufgrund der niedrigen Werte und der Angst, in den Unterzucker zu fallen, überhaupt nicht mehr. Heute Nachmittag hat er sogar eine Torte gegessen und heute Abend auf einem Geburtstag ganz normal gegessen und ist nun drei Stunden später bei 130. Kann es wirklich sein, dass in der Remissionsphase gar kein Insulin mehr benötigt wird? Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Gruß, Claudia
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 3769
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 17.09.2012 08:31:02
    Gast schrieb:
    Kann es wirklich sein, dass in der Remissionsphase gar kein Insulin mehr benötigt wird?


    Hallo Claudia,

    ja, das ist möglich. Es kann ihm auch niemand sagen, wie lange das anhält.

    Dein Sohn soll es genießen und achtsam sein, dass er rechtzeitig mitbekommt, wenn der BZ wieder ansteigt.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.09.2012 08:51:09
    Gast schrieb:
    Hallo,
    bei meinem 16jährigen Sohn wurde vor ca. einem halben Jahr Diabetes Typ 1 festgestellt. Seit drei bis vier Monaten wird der Insulinbedarf aber immer geringer. Vor zwei Wochen hat er nun mit der Ausbildung zum Industriemechaniker begonnen.
    Seither hat er sein Insulin enorm reduziert, seit zwei Tagen spritzt er nun aufgrund der niedrigen Werte und der Angst, in den Unterzucker zu fallen, überhaupt nicht mehr. Heute Nachmittag hat er sogar eine Torte gegessen und heute Abend auf einem Geburtstag ganz normal gegessen und ist nun drei Stunden später bei 130. Kann es wirklich sein, dass in der Remissionsphase gar kein Insulin mehr benötigt wird? Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Gruß, Claudia



    Wenn Dein Sohn allerdings eigenmächtig das Insulin abgesetzt hat, wird die Remissionsphase natürlich umso kürzer anhalten. Oder hat ihm Der Diabetologe dazu geraten? Es soll das produzierte Eigeninsulin sein, das das Immunsystem gegen die Betazellen auf den Plan ruft. Ein guter Arzt sollte das wissen. Ergo: Sofort wieder ganz normal Insulin spritzen und sich vielleicht noch für Jahre an den langsam absterbenden Betazellen erfreuen!

    Gruß, Hans

  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.09.2012 09:28:53
    absolut richtig, nur mit einer sinnvollen fremdinsulinmenge kann man die restproduktion erhalen.(nicht für immer aber länger)
    bei vorhandener eigenproduktion ist die gefahr einer hypo geringer, denn da funktioniert noch die eigenregulation.