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Diagnose Diabetes bei Andy IV

  • Andy

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 09:46:18
    Guten Morgen an den Club,

    nun brauch ich wirklich Eure Meinung.

    Hatte grad nen Anruf von meiner Dia-Praxis. Die Werte sind da.

    -----------------------------------

    O-Ton des Tel.Gespräches
    :
    Sie: Hallo, die Werte sind nun endlich mal da. Es ist alles i.O. bei Ihnen. Sie sind kein T1.

    Ich: Ja....und nu?

    Sie: Machen Sie infach weiter mit dem Insulin.

    Ich: Wie, weiter? Ich bin nichtmal eingestellt. Ich eier hier so rum. Und was ist jetzt mit mir? Was heisst...nicht T1? Bin ich jetzt T2? Und wie sind die Werte?

    Sie: Also, welcher Typ Sie nun sind, weiss ich nicht.
    Die Werte: InsZell: <1, GAD 0,8

    Ich: Ja...hmmm schön. Keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. Ich muss doch mal beraten werden, was ich nun machen muss künftig und hab noch so viele Fragen. Kann man sich den beraten lassen.

    Sie: Ich dachte, das wäre schon passiert.

    Ich: Wie denn, wenn man nicht mal die Blutwerte ausgewertet hat.

    Sie: Haben Sie den keinen Hausarzt?

    Ich: Schon....aber da kann ich gleich ins Küchenfachgeschäft gehen und mich zum Thema Diabetes beraten lassen.

    Sie: Na dann kommen Sie mal am Freitag zur Dia-Beraterin.

    Ich: ja das werd ich wohl machen.


    --------------------------------------------

    Kann mir einer von Euch sagen....was denn nun in Frage kommt für mich? Wie kann es zu diesen hohen Zuckerwerten kommen. Müssen weitere Untersuchungen vorgenommen werden? Ich soll im Januar, dann wieder den Langzeitwert testen lassen.

    Ich weiss gar nichts mehr. Sind die Werte nun eine positive Nachricht?

    Heisst das jetzt, dass die Bauchspeicheldrüse funktioniert und die Ursache für den hohen Zucker woanders liegt? und wenn ja, wo kann die Ursache liegen?


    Sorry.....zuviele Fragen auf einmal, abe ic wäre echt super dankbar, wenn Ihr mir ein paar Hinweis geben könntet. Ich bin halt ein Noob und hab wenig Ahnung von der ganzen Materie (obwohl ich mich seit Tagen schlau-lese)

    Verwirrte Grüße
    Andy

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 11:00:35
    hallo andy,
    das ergebnis ist doch eigentlich garnicht wichtig,
    (hatte ich dir schon geschrieben)
    ob t1 oder t2, , du hast insulin und damir das nebenwirkungsärmste mittel drinen bz zu steuern.
    wenn du deinen bz im richtigen ramen 70-120
    steuerst erreichst du den minimalsten insulinverbrauch bei der größten wirksamkeit.
    mit der geringsten gefahr zuzunehmen.
    der hba1c hat nur alle 3 monate sinn.
    und wenn noch mal in einem jahr platz im budget ist machen sie ev nochmal gad und dann kann ein leicht erhöhrer wert rauskommen, na und dann wirst du umbenannt oder nicht, an der therapie ändert sich nichts.
    bei weit über 90% der neumanifestierten wird dieser aufwand garnicht gemacht.
    ruf an bei den herstellern insulin/geräte und laß die eine kohlenhydrataustauschtabelle schicken.
    reduziere vorsichtig deinen kh verbrauch, dann reduzierst du deinen insulinverbrauch, und lebst weiter wie bisher, mit guten werten daher auch ohne angst vor folgeschäden.
    mfg. klaus von klausdn
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 14:13:36
    Hi Klaus, das ist zu platt für Andy, er will das verstehen und ganz richtig machen und dafür braucht er mehr Unterstützung.

    @ Andy: Es klingt verwirrend, aber es ist wirklich erst mal egal, woher der Diabetes kommt. Da ich nicht alle Threads durchforstet habe: Wurde da mal ein OGTT gemacht? Und dabei Insulin bestimmt? Das könnte auch noch ein Hinweis sein. Ansonsten schließt die Abwesenheit von AKs nicht das Bestehen des Typ 2 aus. Da Du aber auf die Änderung Deiner Ernährungsgewohnheiten sehr gut ragiert hast, denke ich eher, dass es ein Typ 2 ist. Dieser entsteht eher über die vorübergehende erhöhte Insulinausschüttung mit Insulinresistenz. Oft, aber nicht immer mit Überwgewicht. Geht aber auch ohne (wie bei mir). Da hilft nur, die KH langfristig deutlich zu reduzieren (so bis 40% Deiner Nahrungskalorien), um Insulin zusparen, egal ob eigenes oder gespritztes.

    Wenn es um das Insulinspritzen geht, habe ich Gutes gehört von dem Buch von Howorka: 'Insulinabhängig'? (googeln) gehört, kriegst Du nur noch gebraucht aber unter 5 E bei Amazon. Ist für Typ 1er geschrieben, geht aber für ehrgeizige Typ 2er genauso.
    Es geht darum, sich selbst beizubringen, wie man mit Insulin umgeht.
    Wenn Englisch kein Problem, gibt es auch von Dr. Bernstein: 'The Diabetes Solution'. Da geht es dan eher um die Ernährung.
    Auch in Englisch, aber sehr gut:

    phlaunt.com/diabetes (3 w davor).


    LG

    Franzsika von Franziska
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 15:00:17
    Hallo, Andy

    Ich möchte sicher nicht zu Deiner Verwirrung beitragen, aber hier ein paar Informationen zu GAD:

    = Glutaminsäure-Decarboxylase-Antikörper

    (GAD-AK)
    Der Diabetes mellitus vom Typ I ist eine Autoimmunerkrankung mit genetischer Prädisposition. Bei dieser Erkrankung werden die insulinbildenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse während einer oft jahrelangen Latenzphase zerstört. Frühes Zeichen des Autoimmunprozesses sind im Blut nachweisbare Autoantikörper. Am häufigsten sind Autoantikörper gegen die Glutaminsäure-Decarboxylase (glutamic-acid-decarboxylase = GAD), einem ß-zellspezifischen Enzym. Vorallem bei Kindern werden zusätzlich Antikörper gegen Inselzellen und Insulin gefunden.

    Indikationen:

    Frühdiagnose des Typ I-Diabetes:
    Risikomarker bei (noch) gesunden erstgradigen Verwandten von Typ I-Diabetikern (Früherkennung ermöglicht eine frühzeitige prophylaktische Insulintherapie).


    Differentialdiagnose Typ I/II-Diabetes:
    Ca. 20% der Patienten, die nach dem 30. Lebensjahr einen Diabetes entwickeln, sind Typ I-Diabetiker. Charakteristisch ist die allmähliche Entwicklung der Insulinbedürftigkeit, sog. LADA-Diabetiker (Latent Autoimmune-Diabetes in Adults).
    Die VK Prospective Diabetes Study zeigte eine hohe Korrelation zwischen positivem GAD-Autoantikörperbefund und zukünftiger Insulinpflicht.



    Referenzbereich:
    < 1,2 U/ml

    Grenzbereich
    0,9 - 1,2 U/ml

    Probenmaterial:
    1 ml Serum

    Hier dürften die Werte für Dich interessant sein.


    Gruß

    Rolf
  • Andy

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 16:07:04
    Danke schonmal für die Tips.

    @Franziska: Habs verstanden ; )
    Was ist ein OGTT und was kann man mit diesem Wert genau festellen? Wenn Du mir das noch beantworten könntest?

    @Klausdn: Thx..... hab auch deinen Hinweis verstanden und geht ja mit der Meinung von Franziska einher.

    @Rolf: Danke für die detailierte Erklärung. Also hab ich keine autoimune Erkrankung, sondern wohl eher eine Resistenz, die ich ggf. mit Ernährung beeinflussen kann.

    Ist eigentlich damit die Diagnostik im allgemeinen abgeschlossen? So nach dem Motto: Bist Du nicht T1, dann halt T2 und somit wahrscheinlich mit einer Resistenz versehen, oder kann man noch detailierter nachforschen? von Andy
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 18:48:43
    ogtt ist der orale glucosetoleranztest, d.h. du trinkst 75g glucose, und der bzwert wird vorher/nachher gemessen. ausschlußkriterien k.a.

    um eine resistenz festzustellen, könnte man noch den cpeptidwert messen, 1 molekül cpeptid entspricht 1 molekül insulin von thomas2002
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 18:55:03
    Hi Andy,

    der OGTT ist der sog. orale Glucosetoleranztest. Den machst Du beim Diabetologen. Du gehst nüchtern hin, bekommst Blut abgezapft (manche bestimmen den BZ parallel in der Praxis mit; dennoch soll das venöse Blut im Albor untersucht werden, damit der BZ genau bestimmt wird).

    Dann kriegst Du 300ml Flüssigkeit, in die 75g Glucose gelöst ist. Diese musst Du binnen 5min trinken. Dann wird Dein BZ nach 1h und nach 2h bestimmt.

    Bewertung:

    Diabetes mellitus

    1) nüchtern

    Plasma, venös Vollblut, kapillär
    &#8805; 126 mg/dl &#8805; 110 mg/dl
    &#8805; 7,0 mmol/l &#8805; 6,1 mmol/l

    2) 2 h nach Belastung
    Plasma, venös Vollblut, kapillär
    &#8805; 200 mg/dl &#8805; 200 mg/dl
    &#8805; 11,1 mmol/l &#8805; 11,1 mmol/l

    Verminderte Glukosetoleranz

    1) nüchtern
    Plasma, venös Vollblut, kapillär
    &#8805;110 / < 126 mg/dl &#8805; 100 / < 110 mg/dl
    &#8805; 6,1/ < 7,0 mmol/l &#8805; 5,6 / < 6,1 mmol/l

    2) 2 h nach Belastung
    Plasma, venös Vollblut, kapillär
    &#8805; 140 / < 200 mg/dl &#8805; 140 / < 200 mg/dl
    &#8805; 7,8 / < 11,1 mmol/l &#8805; 7,8 / < 11,1 mmol/l

    Du siehst: es ist noch ein Unterschied, ob venöses Plasma oder kapilläres Vollblut genommen wurde, daher ist es nur sicher wenn im LAbor untersucht.

    Findest Du auch unter:

    http://www.diabetes-world.net/69594/praxiswissen-kompakt/blutzuckerwerte-bei-gesunden-gestoerte-glukosetoleranz

    Dann ist noch der HbA1c (Langzeitwert) interessant, ab 6,0 ist Diabetes oder mind. Glucoseintoleranz.

    Gruß

    Franzsika von Franziska
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 19:01:47
    Hallo, Andy,

    das wollte nicht, ich versuchs noch mal

    Rolf
  • Franziska 2

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 19:02:47
    ..ich vergaß:

    Wenn der DiaDoc noch nüchtern und 1h und 2h danach das Insulin und C.pEtid bestimmt, könnte man sehen, ob Deine BSD noch viel Insulin produziert (= Reistenz) oder schon am Erschöpfen ist. Vermutlich letzteres. Mit entsprechender Ernährung und exogenem Insulin kann sie sich aber wieder berappeln und zumindest für eine Weile wieder ausreichend funktionieren bzw. mit weniger Insulin auskommen.

    Gruß

    Franzsika von Franziska 2
  • Rolf1

    Rang: Gast
    am 28.11.2007 19:03:54
    Hallo Andy

    hat Franziska schon wunderschön gemacht, aber wie war noch dein HbA1c ?

    Gruß

    Rolf von Rolf1