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Diabetes und Vergesslichkeit
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Nikki
Rang: Gastam 26.10.2007 12:25:33
Hallo Leute,
mein Freund hat schon seit langen Jahren Diabetes und am Anfang unserer Beziehung ist es mir nicht so aufgefallen, aber in letzter Zeit vergisst er manche Dinge die ich Ihm gestern erst erzählt habe.
Hat das auch mit seiner Diabetes zu tun ? -
Pia
Rang: Gastam 26.10.2007 13:09:43
Hallo Anonym,
den Zusammenhang gibt es nicht, es sei denn, sein Diabetes ist so katastrophal eingestellt, wovon ich jetzt mal nicht ausgehe. In Unterzuckerungssituationen kann es zu Wahrnehmungsstörungen kommen, kann, muss aber nicht. Vielleicht hat er dir am Tag vorher einfach nicht zugehört. Oder wollte nicht? Glaub mir, die Dinge, die man sich merken will, merkt man sich;-)) Um die Situation fix zu entspannen, empfehle ich Dir, ihm wichtige Termine o. ä. einfach auf einen Zettel zu schreiben und an den Spiegel zu klemmen. von Pia -
Hans2
Rang: Gastam 26.10.2007 14:52:44
Ich hab dazu folgenden provokativen Artikel im Google gefunden
http://www.diabetes-informationszentrum.de/themen-specials/themen-specials/diabetes-verzuckert-das-gehirn.html
Gruss
Hans2 -
Christian
Rang: Gastam 26.10.2007 16:28:55
Hallo,
das Posting von Pia ist so leichtsinnig und herunterspielend.
Du solltest es ernst nehmen mit dem Verhalten Deines Freundes und beobachten wie und wann es auftritt.
Gewiß ist, daß Überzuckerungen die Gehirntätigkeit (z.B. Konzentration) nachhaltig beeinflußen.
Aber auch Hypos sind nicht ohne.
netten Gruß
Christian
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Jürgen
Rang: Gastam 26.10.2007 17:16:22
Moinmoin,
also die AGEs kommen ausschließlich von der Glucose. Ohne Glucose mit noch so viel Insulin oder Leptin oder was auch immer keine AGEs. Und die AGEs sind der Weg, über den der Blutzucker generell schädigt, also über den die Augen blind werden und die Füße abfaulen. Das sind verzuckerte Eiweiße, die mit ihrer Verzuckerung ihre normale Aufgabe nicht mehr normal bis völlig verkehrt erfüllen können.
Jede unserer Organzellen besteht zum einen großen Teil aus Eiweiß (und zum anderen großen Teil aus Fett). Und die Verzuckerung ist (grobe Richtung, die tatsächliche Grenze kann weit darunter liegen) nicht so schlimm, so lange weniger Eiweiße verzuckert als im Rahmen der natürlichen Regeneration neu gebildet werden.
Allerdings wird dabei meistens nicht so gnädig verzuckert, wie beim Blut, wo wir ja mit einem guten HBA1c häufig genug davon profitieren, dass kurzzeitige Verzuckerungen an den roten Blutkörperchen (die verzuckerten roten Blutkörperchen werden dafür gemessen) innerhalb der folgenden 1-2 oder sogar 3 Stunden wieder aufgelöst werden, wenn der Blutzucker in dieser Zeit ausreichend sinkt.
Nicht so z.B, mit den Eiweißen in der Haut, wo sich die vergangene Blutzucker-Belastung sehr viel zutreffender ablesen lässt, als mit der HBA1c-Bestimmung. Und selbstverständlich werden auch die Eiweiße in den Gehirnzellen ähnlich gnadenlos verzuckert - und zudem eher nicht so munter erneuert, wie z.B. die der Haut.
Deswegen gibt es längst, die Vermutung, dass Jahre lang zu hoher BZ etwa Demenz fördern könnte. Nur sind beide Erkrankungen in unserer allgemeinen Beobachtung noch so jung, dass sich mögliche Zusammenhänge statistisch noch nicht zwingend nachweisen lassen. Vor allem auch deswegen, weil gerade die ersten zahlenmäßig größeren Bevölkerungsanteile in den wohlhabenden Gegenden der Welt älter als 60-70 Jahre und älter werden.
Wir werden also sicher noch viele bisher unerwartete Rück- und sicher auch Trugschlüsse (von der Art, dass dick Diabetes macht) präsentiert bekommen - und wenn nicht wir, dann unsere Kinder und Enkel.
Bisdann, Jürgen -
Brigitte
Rang: Gastam 27.10.2007 10:00:52
Nicht Diabetes macht dick,sondern ständig zu viel Insulin, da hierbei Fettpolster aufgebaut oder angebaut werden. -
Rolf
Rang: Gastam 27.10.2007 15:46:57
Hallo,
wer das mit dem Insulin so glaubt, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet, so einfach, mein lieber Anonymus, stellt sich das wohl nicht dar !
Gruß
Rolf -
EH
Rang: Gastam 27.10.2007 21:47:58
Doch, genauso ist es, jedenfalls bei Typ 2. Ich spreche aus Erfahrung.
Was sind denn deine Erfahrungen in dieser HInsicht? von EH -
Cora
Rang: Gastam 28.10.2007 03:51:39
Hallo Anonym, ErsteinträgerIn,
die Frage kann ich Dir nur beantworten in dem ich von mir berichte.
Ich habe lange Zeit Probleme gehabt den DM behandeln zu lassen, hatte Probleme mit Ärzten, das tut hier aber nichts zur Sache.
Als mein neuer Hausarzt auf die Idee kam, mich in die Klinik zu schicken, eine vernünftige Schulung und spritzen lernen, wurde es dort von Tag zu Tag besser mit meiner Konzentration.
Der Ernährungsberater, der die Schulung durchführte sagte, ebenso wie Ärzte, dass es am Insulin liegen könnte, weil meine BZ-Werte immer besser wurden.
Jetzt habe ich im Moment allerdings so Schwierigkeiten, dass ich hin und wieder das Spritzen vergesse oder nicht essen kann usw. Meine BZW sind wieder völlig durcheinander. Und siehe da, konzentration und Merkfähigkeit ist nicht mehr so wie in der Klinik und am Anfang hier zu Hause.
Bevor jetzt irgendjemand hier meckert:
ich gehe in ca. 2 Wochen nochmal zu meinem Ernährungsberater. Der war nämlich wirklich super und ich habe großes Vertrauen zu ihm und er Verständnis für meine Lage. Schön, dass es noch solche MENSCHEN gibt.
Dein Freund kann ja mal seinen Arzt auf die Konzentrationsstörungen ansprechen. Oder geh beim nächsten Termin einfach mal mit und sag es dem Arzt.
Manchmal merkt der Partner/die Partnerin eher etwas als der Patient/die Patientin selbst. Wäre für Deinen Freund vielleicht sehr hilfreich.
Viel Glück, liebe Grüße,
Cora -
Rolf
Rang: Gastam 28.10.2007 21:39:44
Hallo, EH
meine Erfahrungen sind wie folgt:
wenn man auf dem Sofa sitzt, sich wenig oder garnicht bewegt, wird man auch dick ohne Insulin zu spritzen.
Wenn aber keine DM vorliegt,, wird ja auch Insulin produziert und von den Zellen aufgenommen. Wenn ich dann aber ebenfalls nichts tue, werde ich auch dick!
Ich bewege mich viel und habe mein Gewicht dabei von 80 Kilo au 67 Kilo reduziert, bei einer Größe von 168 cm.
Es geht, man muß es nur wollen und als T2 ist es sicherlich einfacher als bei T1'ern.
Gruß
Rolf -
Pia
Rang: Gastam 29.10.2007 09:20:33
Lieber Christian,
es tut mir sehr leid, ich wollte nichts herunterspielen. Vielleicht habt Ihr ja am Ende Recht, mit dem, was Ihr schreibt, ABER: ich finde es nicht gut, wenn Störungen im Sozialverhalten gleich immer auf den Diabetes geschoben werden (Was in dem hier geschilderten Fall sicher nicht so ist, aber sein KÖNNTE.)
Hi Anonym,
du hast doch deinen Partner sicher darauf angesprochen. Was sagt er denn selbst dazu? Ist ihm die Vergesslichkeit bewusst?
von Pia -
Nikki
Rang: Gastam 29.10.2007 10:04:41
Hallo Pia,
ja mein Partner weiss, dass er einige Dinge vergisst und er hat mich auch schon mal beauftragt, dass ich aufschreiben soll, was das für Dinge sind...
Das ist ja nicht das einziege Problem.
Er lässt sich nicht regelmässig vom Arzt untersuchen . -Und wenn ich ihn darauf anspreche, sagt er immer nut :ich weiss doch was mit mir los ist.! Er misst sein Blutzuckerspiegel nicht.- Ich hab ihn in der Zeit wo wir zusammen sind , jedenfalls nicht einmal messen sehen.
Ich mache mir wirklich Sorgen... !Denn ich weiss von seinen Anzeichen , er hat Durchblutungsstörungen in den Füssen, darüber mache ich mir auch sehr viele Gedanken, weil er es nicht wirlich ernst nimmt ,oder sagen wir mal verdrengen will.
Ich bin Ratlos...
Liebe Grüsse Anonym -
Pia
Rang: Gastam 29.10.2007 11:19:58
Liebe Anonym,
wenn ICH in Deiner Situation wäre, würde ich einen Termin mit dem behandelnden Arzt Deines Partners machen. Oder besprich Deine Sorgen mit DEINEM Hausarzt. Oder Beides. Ärzte stehen unter Schweigepflicht. Manch einer wird sagen: das tut man nicht, hinter dem Rücken des Partners. Aber: Jetzt in diesem Moment geht es um DICH. Bei aller Fürsorge darfst du auf keinen Fall seinen Diabetes zu deinem machen. Solche endlosen Diskussionen machen die Partnerschaft auf Dauer auf jeden Fall kaputt und belasten sie jetzt.
Wenn Dein Partner keine Angst vor Amputation und Erblindung hat, wirst DU ihm als Partnerin nicht helfen können. Seine Ignoranz bei dem Thema seines Diabetes, belastet Dich.
Und eigentlich sollte ihm dein Wohl und Glück doch sehr am Herzen liegen und er sollte alles dafür tun, oder?.
Mach deinem Partner sehr deutlich, dass die Beziehung dadurch belastet wird auf die Dauer. Möglicherweise sagt er dann: Dann geh doch, wenn es dir auf den Nerv geht. Und im schlimmsten Fall solltest du das dann auch konsequent tun, um DICH zu schützen.
(Das ist meine ganz subjektive Meinung und kann falsch sein, aber ich wäre wirklich so konsequent, denn dieses eine Thema ist sicher dann nicht das Einzige und die Reaktionen auf andere Themen ähnlich.)
Ein anderer Tipp wäre auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Diabetikern. Aber ich würde es nicht tun.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.
Pia
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EH
Rang: Gastam 29.10.2007 17:00:57
Ich gehe davon aus, daß du Typ 1 bist, denn du hast keine Ahnung von den Problemen eines Typ2. Hast du schon mal was von Insulinresistenz gehört? Das ist nämlich ein Problem, das Typ2er haben und die Ursache dafür, daß sie zunehmen ohne besonders viel zu essen oder ständig auf dem Sofa zu sitzen. Im Grunde ist es die Ursache für die Erkrankung. Typ2 hat außer den Symptomen nichts mit Typ1 gemein, es ist eine vollkommen andere Krankheit.
Ich will das jetzt nicht weiter ausführen, aber ich meine, Typ1er sollten sich nicht über Typ2 auslassen. Sie wissen nämlich im Normalfall nicht, wovon sie eigentlich sprechen. von EH -
Maria
Rang: Gastam 29.10.2007 18:22:19
Ich habe mal einen Artikel hier hereinkopiert.
Apotheken-Magazine | Presse-Service
September 2007
Diabetes fördert Gedächtnisschwund
Vermutlich hat das ?Zuckerhormon? Insulin im Gehirn eine wichtige Aufgabe
Zuckerkranke leben mit einem doppelt so hohen Risiko, einmal an Gedächtnisschwund (Demenz) zu erkranken, wie Nichtdiabetiker. Hohe Blutzuckerwerte sind oft begleitet von hohen Blutdruck- und Blutfettwerten. Zusammen führt dies zu Gefäßverkalkungen ? auch im Gehirn, was das Demenzrisiko erhöht. Die immer häufiger auftretende Alzheimer-Erkrankung beruht auf einer anderen Ursache: Im Gehirn bilden sich Eiweißablagerungen (Plaques), die Nervenverbindungen unterbrechen. Aber auch hier scheint es direkte Beziehungen zum Diabetes zu geben, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Auch im Gehirn wird in geringer Menge das für den Zuckerstoffwechsel wichtige Hormon Insulin gebildet ? und es könnte dort für den Abbau der Alzheimer-Plaques eine wichtige Rolle spielen. Beim Diabetes vom Typ 1 fehlt den Patienten Insulin, beim Typ 2 kann es nicht mehr ausreichend wirken. Forscher vermuten, dass auch die fehlende Wirkung im Gehirn eine Rolle spielt. Auch wenn viele Zusammenhänge noch unklar sind, wird so immer deutlicher, warum Zuckerkranke demenzgefährdet sind. Andererseits: Die Betroffenen können selbst viel dazu tun, das Risiko zu minimieren, denn gut eingestellte Diabetiker haben Studien zufolge kein erhöhtes Demenzrisiko.
Quelle: Diabetiker Ratgeber 9/2007
von Maria -
klausdn
Rang: Gastam 29.10.2007 19:19:49
hallo an alle,
wenn eine studie über demenz und diabetes gemacht wird sind alle und möglichst auch die schlecht bz fahrenden vorne bei,
genau wie bei depressionen usw.
es gibt leider keine wirklichen erfahrungen aber ich behaupte es , diese ganzen studien und behauptungen gelten für uns alle nicht, denn wer sich hier interessiert interessiert sich auch für seinen dm!!!!!
(zu dem artikel oben-die experten haben dort vergessen , daß das gehirn das "einzige" organ ist das glucose selbst verwerten kann auch bei insulinmangel.
auch wenn pias post zuerst befremdet, aber sie hat recht.
wenn das kind im brunne liegt ist jammern zecklos,
1. diadoc, ohne wenn und aber. und das alle 3 monate.
2. augenarzt(netzhaut kontrolle)
3. gefäßchirurg(durchblutungskontrolle- farbcodierte dopplersonografie)
4. blutzucker in guten bereichen fahren,
und das zuverlässig tag und nacht.
das ist der einzige rat für euch.
mfg. klaus von klausdn -
Pia
Rang: Gastam 30.10.2007 08:54:01
Einspruch, Herr Rolf,
Zitat:Es geht, man muß es nur wollen und als T2 ist es sicherlich einfacher als bei T1'ern.Zitatende.
Sorry, lieber Rolf, aber bei dem Satz bekomme ich kleine Mordgedanken. Das Klischee, dass Dicke Diabetes bekommen, ist doch nun aber wirklich lange schon überholt, da haben die Gebrüder Grimm aber aktuellere Thesen. Es wird nur eben immer gut und gerne von den Medien bedient, um die Leute zu unterhalten. Insulin ist ein Hormon und gerade bei hohen Einstiegsdosen werden im Oberbauchgewebe schnell und übermäßig Fettzellen produziert, angelegt, wie aquch immer. So kommt es zu einer akuten zeitnahen Gewichtszunahme NUR im Bauchbereich, nicht in den restlichen Körperregionen. Und diese Fettzellen sind NICHT durch Bewegung abbaubar. Es kann zu Gewichtszunahmen bis über 10kg in 6 Wochen kommen.
Es mag sein, dass das bei Frauen noch stärker vorkommt als bei Männern, aber so ein Satz von dir, dass es geht, wenn man will, ist einfach nur unverschämt. Du sprichst da leider nur etwas nach, was du mal gehört hast, aber nicht belegen kannst. Du bildest dir doch sonst auch eine eigene Meinung...
Nicht böse sein. von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 30.10.2007 14:47:39
Moin Rolf,
warum ist für T2 nach Deiner Meinung das Abnehmen leichter als für T1?
Bisdann, Jürgen -
Rolf
Rang: Gastam 30.10.2007 15:01:23
Hallo, EH, Hallo, Jürgen, Hallo, Pia
Ne, ich bin Typ 2 und habe es durch konsequente Umstellung der Ernährung und viel Sport fertiggebracht, meinen HBA1C
von 7,9 auf 6,3 zu senken. Habe die Medikamente abgesetzt, weil ich es jetzt so gut, trotz Insulinresistenz, fertigebracht habe mit meiner DM umzugehen. Gleichzeitig habe ich mein Gewicht um jetzt 12 Kilo gesenkt. Zur Zeit helfe ich einer Insulinierin, ebenfalls Typ 2, wieder am Leben teilzunehmen und der Erfolg gibt mir recht.
Gruß
Rolf -
Pia
Rang: Gastam 30.10.2007 15:11:20
Rolf, jetzt machst du mich aber wirklich neugierig. Darf ich dich fragen, welche Medikation in welcher Höhe du hattest, die du nach welcher Zeit abgesetzt hast? Das klingt ja, als hättest du Diabetes geheilt. Super. Könntest du bitte Details dazu schreiben?
Ich glaube übrigens, dass Männer anders wenn nicht sogar leichter abnehmen als Frauen, aber das is nur ne Theorie.
von Pia -
Pia
Rang: Gastam 30.10.2007 16:23:58
Lieber Rolf, noch eine Nachtragsfrage:
mich würde interessieren, wie du das mit der Nahrungsumstellung in den Berufsalltag integriert hast. von Pia -
Rolf
Rang: Gastam 30.10.2007 18:34:15
Liebe Pia,
Zu Deinen Fragen:
Das Ganze begann bei mir nach einem ganz normalen Gesundheitscheck 2001, da meckerte mein Hausarzt über einen zu hohen BZ-Nüchternwert und einen zu hohen Langzeitwert, die genauen Werte von damals weiss ich nicht mehr genau. Eine Steigerung der Werte und die Diagnose "dawn-Syndrom" und DM bekam ich zu Beginn 2003. Da war der Nüchternzucker ( Labor ) bei 210 und der HBA1C bei 7,8.
Ich bekam ein Messgerät und stellte ( 2 Stunden nach dem Essen ) BZ-Werte um 180 oder höher fest. Mein Hausarzt wollte eine Insulintherapie, das wollte ich aber nicht, weil ich der Ansich war, das sei noch zu früh. Er gab mir dann Sifofor 1000 ( 3 x 1 Tablette zu den Hauptmahlzeiten und eine für die Nacht ), die machten mich ganz ruschig, mir war überwiegend übel von dem Zeugs. Bin dann zum Diadoc, der schickte mich sofort! zu einer Schulung, bestand aber darauf, ich sollte das Siofor 1000 weiternehmen, aber nur noch eine für die Nacht !. Meine BZ-Messungen ergaben aber keinen Unterschied, wenn ich Tabletten nahm, gegen eine Zeit von 4 Wochen, wo ich das Medikament einfach nicht genommen habe. Habe dann nach der Schulung auch mit Hilfe meiner Frau meine Ernährung umgestellt, hatte zu dem Zeitpunkt ( noch in der Arbeit ) 80 Kilo bei 168 cm und habe wieder begonnen Sport zu machen. Jogging(bis 10 km), Walking, Radfahren, Schwimmen, Tischtennis ( bis zu 5 x die Woche, wenns denn zeitlich ging ), Habe das Siofor nach 9 Monaten einfach abgesetzt, weil meine Nüchternwerte sich auf einem Schnitt von 120 zubewegten.
( ob mit oder ohne Siofor, kann ich nicht sagen )
Parallel dazu Ernährungsumstellung zu Vollkornprodukten und viel Gemüse, Salat, Vollkornbrot selbst gebacken, auch auf Fettreduktion geachtet, aber keine light-Produkte, keine Diabetiker-Produkte, keine Säfte, keine Cola .... Schokolade nur noch mit 70% Kakao oder höher ( das hat mir besonders wehgetan, ich war immer ein Schoko-Freak )
Für den Beruf, ich war als IT-Berater ständig unterwegs, habe ich zumindest für abends Essen mitgenommen ( Vollkornbrot, Käse, Paprika, Gurke, Tomaten ) habe die Mahlzeiten reduziert
also nicht mehr Currywurst rot/weiss, Pommes, sondern zum Italiener, Salat essen, zum Chinesen, alles mit viel Gemüse. Abends im Hotel habe ich dann ne Paprika, Tomaten und zwei mitgebrachte Scheiben Vollkornbrot zu mir genommen, halbe Stunde Pause, dann Laufschuhe an und raus! ( ich war selten an einem festen Arbeitsplatz mit ner Kantine ) Dann, 2005 mit 60 in die passive Phase der Altersteilzeit, das machte die Sache dann doch viel einfacher, weil ab da zu Hause. Bin jetzt fast 63, habe einen HBA1C von 6,3
( konstant seit fast einem Jahr ) und meine Morgenwerte schwanken zwischen 90 und 120. Das aber eine Insulinresitenz vorliegt, merke ich daran, dass, wenn ich mal sündige, es einige Zeit braucht, den BZ auf ein "normales" Maß zu bekommen, wenn ich nichts mache, ich geh dann aufs Rad und fahre 10 Kilometer(draußen), dann ist alles wieder ok.
Ich war jetzt noch einmal bei meinem Diadoc und habe ihn informiert, dass ich die Pillen abgesetzt habe, er hat einen Check gemacht und war zufrieden und hat mir auf den Weg gegeben, so weiterzumachen, dann brauchte ich seine Praxis in den nächsten 5 Jahren nicht. Ich denke, irgendwann wird sich auch da für mich etwas ändern, aber solange ich es körperlich kann, werde ich kämpfen, zumindest den jetzigen Stand möchte ich halten.
Zum Abnehmen soviel: Frauen nehmen anders und an anderen Stellen zu, als Männer ( Hüften, Bauch ), Auch das Abnehmen gestaltet sich bei Frauen anders, die Ablagerungen an den Hüften erweisen sich oftmals als härtnäckiger als Anlagerungen im Oberkörperbereich, bei Männern ist der Bauch die Problemzone.
Ein Kollege sagte immer zu den Damen unserer Firma: Wollt ihr das essen oder wollt ihr es gleich an die Hüften hängen ?
Spass muß auch sein, denn wir T2'er sind eigentlich nicht krank, wir haben "nur" eine Stoffwechselstörung
Ich hoffe, ich habe alle Fragen beantwortet.
Alles Liebe und nicht aufgeben, ich habe in diesem Forum eine Menge gelernt!
Rolf
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EH
Rang: Gastam 31.10.2007 10:20:33
@Rolf
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber wenn du bei 1.68 Körpergröße 80 Kilo gewogen hast, dann muß du beim Essen schon kräftig zugelangt haben. Wenn man dann seinen Lebensstil ändert, dann kann man schon zu Beginn eines Diabetes einige Kilo abnehmen.
Mit einer starken Insulinresisten kannst du auch nicht "gesegnet" sein, sonst wäre das nicht möglich.
Ich selbst habe mit einem BMI von 18 (!) ersten Symptome des Diabetes bemerkt und dann ging's los, ich habe innerhalb eines Jahres 18 (!) kg zugenommen ohne daß ich meinen Lebensstil verändert hätte. Da es meiner Schwester so ähnlich erging ist für mich ein Beweis, daß bei uns eine starke, genetisch bedingte Insulinresistenz zum Tragen kommt, die sich dann im Diabetes manifestiert.
Man sollte also mit Verallgemeinerungen vorsichtig sein, denn jeder Diabetes ist anders.
Außerdem weißt du nicht, was die Zukunft im Hinblick auf den Diabetes für dich bereit hält. von EH -
Rolf
Rang: Gastam 31.10.2007 14:11:47
Hallo, EH
@EH
Ne, ich habe nicht zu viel, aber wohl überwiegend falsch und zum falschen Zeitpunkt gegessen und dabei zuviel gesessen! ( Büro, Auto, Flieger, Bahn etc.), habe mich zuwenig bewegt, bevor DM diagnostiziert wurde. Ich hatte 80 Kg und habe dieses Gewicht nur durch die Umstellung der Ernährung und viel Bewegung auf den heutigen Stand reduziert bekommen. Dabei sind auch meine zu hohen ( welch Wunder ) Blutfettwerte drastisch zurückgegangen.
Und was die Insulinresistenz betrifft: da muss ich mich wohl auf die Erkenntnisse meines Diadoc verlassen.
Sicherlich wollte ich niemandem zu Nahe treten, sollte das jemand fühlen, so bitte ich um Entschuldigung.
Gruß
Rolf -
EH
Rang: Gastam 31.10.2007 14:58:24
@Rolf
Es geht nicht ums zu nahe treten, es geht um die Verbreitung irreführender Informationen.
Und woher kennt dein Diadoc das Ausmaß deiner Insulinresistenz? von EH