Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Diabetes und Vergesslichkeit

  • Pia

    Rang: Gast
    am 29.10.2007 09:20:33
    Lieber Christian,
    es tut mir sehr leid, ich wollte nichts herunterspielen. Vielleicht habt Ihr ja am Ende Recht, mit dem, was Ihr schreibt, ABER: ich finde es nicht gut, wenn Störungen im Sozialverhalten gleich immer auf den Diabetes geschoben werden (Was in dem hier geschilderten Fall sicher nicht so ist, aber sein KÖNNTE.)

    Hi Anonym,

    du hast doch deinen Partner sicher darauf angesprochen. Was sagt er denn selbst dazu? Ist ihm die Vergesslichkeit bewusst?

    von Pia
  • Nikki

    Rang: Gast
    am 29.10.2007 10:04:41
    Hallo Pia,
    ja mein Partner weiss, dass er einige Dinge vergisst und er hat mich auch schon mal beauftragt, dass ich aufschreiben soll, was das für Dinge sind...
    Das ist ja nicht das einziege Problem.
    Er lässt sich nicht regelmässig vom Arzt untersuchen . -Und wenn ich ihn darauf anspreche, sagt er immer nut :ich weiss doch was mit mir los ist.! Er misst sein Blutzuckerspiegel nicht.- Ich hab ihn in der Zeit wo wir zusammen sind , jedenfalls nicht einmal messen sehen.
    Ich mache mir wirklich Sorgen... !Denn ich weiss von seinen Anzeichen , er hat Durchblutungsstörungen in den Füssen, darüber mache ich mir auch sehr viele Gedanken, weil er es nicht wirlich ernst nimmt ,oder sagen wir mal verdrengen will.
    Ich bin Ratlos...
    Liebe Grüsse Anonym
  • Pia

    Rang: Gast
    am 29.10.2007 11:19:58
    Liebe Anonym,

    wenn ICH in Deiner Situation wäre, würde ich einen Termin mit dem behandelnden Arzt Deines Partners machen. Oder besprich Deine Sorgen mit DEINEM Hausarzt. Oder Beides. Ärzte stehen unter Schweigepflicht. Manch einer wird sagen: das tut man nicht, hinter dem Rücken des Partners. Aber: Jetzt in diesem Moment geht es um DICH. Bei aller Fürsorge darfst du auf keinen Fall seinen Diabetes zu deinem machen. Solche endlosen Diskussionen machen die Partnerschaft auf Dauer auf jeden Fall kaputt und belasten sie jetzt.
    Wenn Dein Partner keine Angst vor Amputation und Erblindung hat, wirst DU ihm als Partnerin nicht helfen können. Seine Ignoranz bei dem Thema seines Diabetes, belastet Dich.
    Und eigentlich sollte ihm dein Wohl und Glück doch sehr am Herzen liegen und er sollte alles dafür tun, oder?.
    Mach deinem Partner sehr deutlich, dass die Beziehung dadurch belastet wird auf die Dauer. Möglicherweise sagt er dann: Dann geh doch, wenn es dir auf den Nerv geht. Und im schlimmsten Fall solltest du das dann auch konsequent tun, um DICH zu schützen.
    (Das ist meine ganz subjektive Meinung und kann falsch sein, aber ich wäre wirklich so konsequent, denn dieses eine Thema ist sicher dann nicht das Einzige und die Reaktionen auf andere Themen ähnlich.)
    Ein anderer Tipp wäre auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Diabetikern. Aber ich würde es nicht tun.
    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.

    Pia
  • EH

    Rang: Gast
    am 29.10.2007 17:00:57
    Ich gehe davon aus, daß du Typ 1 bist, denn du hast keine Ahnung von den Problemen eines Typ2. Hast du schon mal was von Insulinresistenz gehört? Das ist nämlich ein Problem, das Typ2er haben und die Ursache dafür, daß sie zunehmen ohne besonders viel zu essen oder ständig auf dem Sofa zu sitzen. Im Grunde ist es die Ursache für die Erkrankung. Typ2 hat außer den Symptomen nichts mit Typ1 gemein, es ist eine vollkommen andere Krankheit.
    Ich will das jetzt nicht weiter ausführen, aber ich meine, Typ1er sollten sich nicht über Typ2 auslassen. Sie wissen nämlich im Normalfall nicht, wovon sie eigentlich sprechen. von EH
  • Maria

    Rang: Gast
    am 29.10.2007 18:22:19
    Ich habe mal einen Artikel hier hereinkopiert.

    Apotheken-Magazine | Presse-Service

    September 2007
    Diabetes fördert Gedächtnisschwund
    Vermutlich hat das ?Zuckerhormon? Insulin im Gehirn eine wichtige Aufgabe

    Zuckerkranke leben mit einem doppelt so hohen Risiko, einmal an Gedächtnisschwund (Demenz) zu erkranken, wie Nichtdiabetiker. Hohe Blutzuckerwerte sind oft begleitet von hohen Blutdruck- und Blutfettwerten. Zusammen führt dies zu Gefäßverkalkungen ? auch im Gehirn, was das Demenzrisiko erhöht. Die immer häufiger auftretende Alzheimer-Erkrankung beruht auf einer anderen Ursache: Im Gehirn bilden sich Eiweißablagerungen (Plaques), die Nervenverbindungen unterbrechen. Aber auch hier scheint es direkte Beziehungen zum Diabetes zu geben, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Auch im Gehirn wird in geringer Menge das für den Zuckerstoffwechsel wichtige Hormon Insulin gebildet ? und es könnte dort für den Abbau der Alzheimer-Plaques eine wichtige Rolle spielen. Beim Diabetes vom Typ 1 fehlt den Patienten Insulin, beim Typ 2 kann es nicht mehr ausreichend wirken. Forscher vermuten, dass auch die fehlende Wirkung im Gehirn eine Rolle spielt. Auch wenn viele Zusammenhänge noch unklar sind, wird so immer deutlicher, warum Zuckerkranke demenzgefährdet sind. Andererseits: Die Betroffenen können selbst viel dazu tun, das Risiko zu minimieren, denn gut eingestellte Diabetiker haben Studien zufolge kein erhöhtes Demenzrisiko.

    Quelle: Diabetiker Ratgeber 9/2007
    von Maria
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 29.10.2007 19:19:49
    hallo an alle,
    wenn eine studie über demenz und diabetes gemacht wird sind alle und möglichst auch die schlecht bz fahrenden vorne bei,
    genau wie bei depressionen usw.
    es gibt leider keine wirklichen erfahrungen aber ich behaupte es , diese ganzen studien und behauptungen gelten für uns alle nicht, denn wer sich hier interessiert interessiert sich auch für seinen dm!!!!!
    (zu dem artikel oben-die experten haben dort vergessen , daß das gehirn das "einzige" organ ist das glucose selbst verwerten kann auch bei insulinmangel.
    auch wenn pias post zuerst befremdet, aber sie hat recht.
    wenn das kind im brunne liegt ist jammern zecklos,
    1. diadoc, ohne wenn und aber. und das alle 3 monate.
    2. augenarzt(netzhaut kontrolle)
    3. gefäßchirurg(durchblutungskontrolle- farbcodierte dopplersonografie)
    4. blutzucker in guten bereichen fahren,
    und das zuverlässig tag und nacht.
    das ist der einzige rat für euch.
    mfg. klaus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 08:54:01
    Einspruch, Herr Rolf,
    Zitat:Es geht, man muß es nur wollen und als T2 ist es sicherlich einfacher als bei T1'ern.Zitatende.

    Sorry, lieber Rolf, aber bei dem Satz bekomme ich kleine Mordgedanken. Das Klischee, dass Dicke Diabetes bekommen, ist doch nun aber wirklich lange schon überholt, da haben die Gebrüder Grimm aber aktuellere Thesen. Es wird nur eben immer gut und gerne von den Medien bedient, um die Leute zu unterhalten. Insulin ist ein Hormon und gerade bei hohen Einstiegsdosen werden im Oberbauchgewebe schnell und übermäßig Fettzellen produziert, angelegt, wie aquch immer. So kommt es zu einer akuten zeitnahen Gewichtszunahme NUR im Bauchbereich, nicht in den restlichen Körperregionen. Und diese Fettzellen sind NICHT durch Bewegung abbaubar. Es kann zu Gewichtszunahmen bis über 10kg in 6 Wochen kommen.
    Es mag sein, dass das bei Frauen noch stärker vorkommt als bei Männern, aber so ein Satz von dir, dass es geht, wenn man will, ist einfach nur unverschämt. Du sprichst da leider nur etwas nach, was du mal gehört hast, aber nicht belegen kannst. Du bildest dir doch sonst auch eine eigene Meinung...
    Nicht böse sein. von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 14:47:39
    Moin Rolf,

    warum ist für T2 nach Deiner Meinung das Abnehmen leichter als für T1?

    Bisdann, Jürgen
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 15:01:23
    Hallo, EH, Hallo, Jürgen, Hallo, Pia

    Ne, ich bin Typ 2 und habe es durch konsequente Umstellung der Ernährung und viel Sport fertiggebracht, meinen HBA1C
    von 7,9 auf 6,3 zu senken. Habe die Medikamente abgesetzt, weil ich es jetzt so gut, trotz Insulinresistenz, fertigebracht habe mit meiner DM umzugehen. Gleichzeitig habe ich mein Gewicht um jetzt 12 Kilo gesenkt. Zur Zeit helfe ich einer Insulinierin, ebenfalls Typ 2, wieder am Leben teilzunehmen und der Erfolg gibt mir recht.

    Gruß

    Rolf
  • Pia

    Rang: Gast
    am 30.10.2007 15:11:20
    Rolf, jetzt machst du mich aber wirklich neugierig. Darf ich dich fragen, welche Medikation in welcher Höhe du hattest, die du nach welcher Zeit abgesetzt hast? Das klingt ja, als hättest du Diabetes geheilt. Super. Könntest du bitte Details dazu schreiben?
    Ich glaube übrigens, dass Männer anders wenn nicht sogar leichter abnehmen als Frauen, aber das is nur ne Theorie.
    von Pia