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Der Freund meiner Tochter ist Diabetiker
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Susi
Rang: Gastam 14.09.2007 01:48:39
Hallo,
meine 22-jährige Tochter hat einen 23-jährigen Freund, der seit seinem 6. Lebensjahr Diabetiker Typ 1 ist und mit ihm könnte sie sich eine lange Partnerschaft (Ehe) vorstellen.
Ich möchte mich nur generell informieren (wirklich nicht einmischen) ob die Lebenserwartung für ihn sehr verkürzt ist, da er es ja praktisch schon sein ganzes Leben lang Diabetes hat? Muss man bei ihm nicht schon in einem relativ jungen Alter mit Langzeitschäden rechnen?? Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er häufig Über- und Unterzucker hat!
Bin Laie und kenne mich mit diesem Thema nicht sehr gut aus!!
Danke schon mal für die Antworten!
LG
Susi -
Hans
Rang: Gastam 14.09.2007 21:32:14
Hallo Susi,
früher war bei einem Diabetiker die Lebenserwartung, je nach Alter bei Ausbruch der Erkrankung, um 1/3 reduziert.
Aufgrund der Verbesserung der Therapie und auch früher Intervention hat sich die Lebenserwartung deutlich verlängert.
Der Ausbruch von Folgeerkrankungen ist teilweise auch genetisch bedingt.
Grüsse von
Hans
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diesel
Rang: Gastam 14.09.2007 22:02:23
Hallo Susi,
einmischen möchtest du dich nicht in die Beziehung, aber wissen, ob es sich für deine Tochter lohnt, eine Ehe einzugehen schon?! Mache dich hier in diesen Forum zum Beispiel, schlau über Diabetes, und die Frage kannst du selbst beantworten.
Reiner -
s.
Rang: Gastam 17.09.2007 00:41:27
hallo susi,
laß doch den freund deiner tochter diabetiker sein. laß die beiden selbst entscheiden was gut für sie ist und was nicht. wenn sie sich lieben und zusammenbleiben wollen, warum nicht? es spricht doch nix dagegen.
ich müsste gerade an artikel aus diabetiker ratgebern von vor über 10 jahren denken. da stand auch irgenwas wie: diabetiker sollten lieber nicht heiraten, da heiraten ja bedeutet irgendwann kinder zu kriegen. naja, und dann würde ja wahrscheinlich der diabetes vererbt und das wollen wir ja nicht usw.
das ist doch alles totaler quatsch. gut eingestellte diabetiker werden genauso alt wie nicht-diabetiker, vielleicht sogar noch älter. heutzutage sollte das doch alles kein problem mehr sein.
warum macht ihr denn immer aus nichtigkeiten probleme wo gar keine sind?
von s. -
Tom
Rang: Gastam 18.09.2007 19:07:21
In der Tat ist es so, dass sehr gut und gut eingestellte Diabetiker eine mehr oder weniger uneingeschränkte Lebensqualität- und auch Lebenserwartung haben.
Schlecht eingestellte Diabetiker werden sicherlich mit Folgererkrankungen und auch auch kürzerer Lebenserwartung zu rechnen haben. Das ist wohl so. Natürlich kann auch der Kerngesunde morgen gegen einen Baum fahren.
Wenn man hier aber mal unterstellt, dass der junge Mann wirklich schlecht eingestellt ist, stellt sich mir viel eher die Frage, ob jemand, der für sich alleine schon keine Verantwortung tragen kann oder will, dies für einen anderen Menschen dann kann.
Aber der Topf wird seinen Deckel schon finden - ist Deine tochter also ähnlich drauf, haben sich die Zwei gefunden und sollten glücklich werden miteinander...
Machen kannst Du da nix, und Du solltest da auch keinen Rat geben..
tom
von Tom -
Matthias Widner
Rang: Gastam 19.09.2007 20:18:51
Hallo,
auch wenn ich nicht denke, dass aus Susis Beitrag ersichtlich ist, dass sie ihrer Tochter abraten will, eine längere Beziehung einzugehen - reagiert bitte hier nicht so über - solltest Du dich mal ein wenig über Diabetes informieren. Neben dieser Seite findest du auch unter diabetesinfo.de und
diabetesindex.de viele sinnvolle und vor allem auf deine Fragestellung zugeschnittene Informationen. Unter diabetes-teens.net kannst du mit Jugendlichen in dem Alter deiner Tochter und deines Schwiegersohns in Spe in Kontakt kommen.
Die Liebe fällt nun mal dort hin, wo sie hinfällt...oder so ähnlich. von Matthias Widner1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Susi
Rang: Gastam 21.09.2007 20:16:07
Hallo und Danke für Euere Antworten. Wie Ihr seht, war ich schon länger nicht mehr hier also war meine Frage auch einfach mal so in den Raum gestellt, da ich mich mit der Thematik überhaupt noch nicht befasst habe! Niemals würde ich meiner Tochter abraten, das muss sie schon selber wissen.
Das einzige was mir allerdings noch einfällt, dass Ihr in fast jedem Beitrag "gut eingestellt" "richtig eingestellt" geschrieben habt. Dazu fällt mir noch ein, dass meine Tochter erzählt hat, dass Ihr Freund zwar einen guten Langzeitwert hat, dieser aber daraus resultiert, dass er oft zu hohen und oft zu niedrigen Zucker hat (Letzens hatte er angeblich mal 500 an einem anderen Tag nur 40) Bin zwar Laie, aber wie gut eingestellt hört sich das für mich nicht an?? Wer stellt denn den Zucker ein? Der Hausarzt? Oder muss man dazu nicht mal für 2-3 Tage in ein Krankenhaus?
LG
Susi -
s.
Rang: Gastam 21.09.2007 23:25:28
hausärzte haben oftmals nicht genügend ahnung davon. das ist zumindest meine meinung.
ich habe einen sehr guten diabetologen, der mich super eingestellt hat. bei ihm wurde ich auch auf die insulinpumpe umgestellt, ohne dass ich dafür ins krankenhaus musste.
von s. -
Matthias Widner
Rang: Gastam 22.09.2007 12:08:44
Erstmal möchte ich darauf hinweisen, dass eine Einstellung nur gelingt, wenn der Patient, sprich dein Schwiegersohn in SPE mitdenkt. Der Hausarzt ist - wie schon gesagt - nicht der richtige Ansprechpartner. Es mag ja welche geben, die sich mit dem Thema auskennen, aber die meisten haben andere Sorgen, als sich in das komplexe Feld einer Typ-1-Einstellung einzuarbeiten. Ein Diabetologe in einer Schwerpunktpraxis oder einer Ambulanz ist da der bessere Ansprechpartner. Die Einstellung kann ambulant oder stationär vorgenommen werden. Bei letzteren würde ich spezielle Einrichtungen wie Düsseldorf, Bad Mergentheim, Althausen oder Karlsburg empfehlen, da diese sich darauf spezialisiert haben. ;) von Matthias Widner -
Susi
Rang: Gastam 23.09.2007 21:46:00
Nochmals Danke an Alle!!
Jetzt muss ich nur noch versuchen "mein hier erworbenes Wissen" diplomatisch meiner Tochter zu erzählen, ohne als Einmischerin dazusehen :-) von Susi