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New York Diät à la David Kirsch
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Nina
Rang: Gastam 20.08.2007 14:51:11
Hi
Hat jemand von Euch mal die "Ultimative New York Diät" von David Kirsch ausprobiert? Die ersten zwei Wochen wird darauf geachtet, dass man möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt und eher Eiweiss und viel grünes Gemüse.
Eure Erfahrungen und Erfolge (evtl. auch Misserfolge?) würden mich sehr interessieren, da ich diese Diät selber gerne ausprobieren würde.
Gruss
Nina -
Rolf
Rang: Gastam 20.08.2007 20:46:23
Hi, Nina,
ich gehe davon aus, dass Du mit Diabetes zu tun hast ?! ( T1 / T2 ? )
Dann sag ich mal: jede Diät taugt nur wenig. Es macht Sinn sich bei einem Diabetologen mal einer Ernährungsschulung zu unterziehen und das bei der Ernährung auch anzuwenden, was man dort erfährt. Alle Diäten erzeugen nämlich in der Regel einen Mangel und Kohlehydrate braucht man nun mal als Brennstoff, es ist aber wichtig, wieviel und zu welcher Mahlzeit. Ich habe bei der Umstellung meiner Ernährung ( man muß allerdings da etwas konsequent sein ) bisher 11 kg abgenommen und meine BZ - Werte sind ( na ja, nicht immer ) im grünen Bereich.
Also, versuchs mal und viel Glück
Gruß Rolf -
Molly
Rang: Gastam 21.08.2007 13:56:36
Ja Rolf, schade, aber du erzählt 's uns nicht wie Du abgenommen hast. Interessiert uns doch sicher alle, die soe kämpfen.
Schön's Tägli
Molly -
Nina
Rang: Gastam 21.08.2007 16:48:55
Sorry, habe ich gar nicht erwähnt: ja, bin auch Diabetikerin, Typ 1, seit einem halben Jahr mit Insulinpumpe.
Möchte so ca. 5-6 Kilo verlieren, werde in einem Monat mal nen Zwischenbericht abgeben ;)
Habe eigentlich fast immer ohne Einschränkungen gegessen, auch ab und zu Sünden genossen, möchte nun aber die Ernährung gänzlich umstellen und diese Diät ausprobieren um mich einfach vitaler zu fühlen.
Gruss von Nina -
Jürgen
Rang: Gastam 21.08.2007 20:23:18
Moin Rolf,
der Schwachsinn, dass KHs unbedingt lebensnotwendig seien, weil unser Körper die als Energieträger braucht, wird immer wieder gerne genommen, auch und allen voran von Ärzten und Ernährungsberatern - die alle gar nicht da wären, wenn ihr Geschwätz denn zutreffen würde. Denn dann hätte man nach dem letzten großen Krieg anno 45 Europa neu besiedeln müssen. Und am Ende wäre der Krieg ja vielleicht auch schon aus Mangel an Menschen 3-4-5 Jahre eher zuende gewesen.
Warum? Weil es damals wohl kaum jemanden aus dem Volk in ganz Europa gegeben hat, der nicht öfter mal mehrere Tage absolut nichts zu essen gehabt hat. Und die Glykogenspeicher in Leber und Muskeln halten vielleicht man gerade ausreichend Energie für einen Tag im Bett. Also woher Energie nehmen, wenn nix zu futtern da ist, wenn KHs der einzige Energieträger sind, den unser Körper nutzen kann?
Was ist denn passiert, wenn es wieder mal genug Kartoffeln zu essen gegeben hatte? Dann ist selbstverständlich ein Teil der Glukose daraus sofort zum Bewegungsantrieb verwertet worden, aber schon beim Speichern in Leber und Muskeln hört's auf, denn die Speicher waren trotz Hunger noch immer so voll, wie es nur ging, es sei denn, der Mensch fiel wirklich jeden Moment um. Denn Glykogen kann nur in dem Umfang gespeichert und gespeichert gehalten werden, in dem ausreichend Wasser vorhanden ist. Nur, auch die Wasserversorgung funktionierte damals oft über mehrere Tage nicht zuverlässig. Bleibt halt Fett.
Jedes Gramm Glukose, das einmal seinen Weg in unseren Blutkreislauf gefunden hat und nicht sofort zur Energieerzeugung oder zum Auffüllen eines gerade durch große körperliche Anstrengung leergeräumten Muskel- oder Leberspeichers gebraucht wird, wird in Fett umgewandelt und als Fett in Fettzellen gespeichert. Und zwar dafür, dass es immer dann, wenn keine Glukose gegessen und Energie gebraucht wird, in Ketone umgewandelt und von allen bis auf die Denkzellen als Energieträger genutzt werden kann. Und die Glukose für die Denkzellen fabriziert die Leber in einem Prozess, den man Glukoneogenese nennt, aus Eiweiß, vornehmlich aus gegessenem, aber wenn in Notzeiten keins reinkommt, halt auch aus Körpersubstanz.
Und genau so, wie unser Organismus unter jeder erdenklichen Belastung in Notzeiten mit Fett und Eiweiß auskommt, kann er das erst recht ohne Not, wenn von beidem genug zu essen zur Verfügung steht. Und wer nun trotzdem noch was von KHs einwenden will, möge sich bitte vorsorglich eine Frage beantworten: Wenn ich schon ausreichend Zucker und ausreichend Insulin im Blut habe, kann ich doch nicht an Energiemangel leiden. Welchen logisch zwingenden Grund sollte es also geben, dass ich noch mehr Stärke=Zucker esse?
Bisdann, Jürgen -
Rolf
Rang: Gastam 21.08.2007 23:04:52
Hi Jürgen,
in Teilen gebe ich Dir recht, in anderen Teilen nicht, denn wenn der Körper einen Mangel zu verwalten hat, greift er auf seine eigenen Ressourcen zurück und baut diese aus dem eigenen Körper ab ( Fett, Eiweiß etc. ) Es ist aber für den Körper einfacher, entsprechend Nahrung, und zwar so wie er sie braucht, zugeführt zu kommen, damit er sie verarbeiten kann, und dazu benötigt er nun mal KH's. Ich sag Dir mal ein Beispiel, bin T2:
Zum Frühstück 2 Scheiben Vollkornbrot mit etwas darauf, was nicht anzurechnen ist. ( BZ schnellt auf 160 ) Danach 30 Minuten Pause, danach Joggen, ca 5 km in etwas schnellerem Tempo, mein BZ danach 75, Esse dann eine Scheibe Vollkornbrot mit Quark und Marmelade!. Wenn ich den Tag so beginne und ausreichend Kohlehydrate, natürlich kalkuliert, zuführen kann, habe ich für den Rest des Tages absolut ausgewogene Werte. Ich für meinen Teil habe mit einer KE-haltigen Ernährung gute Erfahrungen gemacht und habe seit 2 Jahren meine Werte unter Kontrolle und nebenbei noch 11 Kilo abgenommen und zwar nur durch die Ernährungsumstellung und viel Bewegung. Das ging früher anders, rein in den Flieger, zum Kunden, Arbeit bis um 20 Uhr, zwischendurch ein belegtes Brötchen, viel Kaffe, abends dann zum Griechen, ein Giros, 3 Bier, ab ins Hotel und das die ganze Woche so oder ähnlich. Da war zwar kein Mangel aber der Körper hat sicher auch KE's bekommen ( weißes Mehl etc )
Ich denke, eine vernünftige und den Bedürfnissen des einzelnen angepasste Ernährung, verbunden mit der entsprechenden Bewegung führt bei T2's zu einer Stabilisierung der Situation und kann dazu führen, dass Medikamente abgesetzt werden können, bzw auf Insulin verzichtet werden kann, allerdings dauert dieser Prozess, bei mir etwa 3 Jahre und ich hoffe, ich kann das so noch einige Zeit durchhalten.
Gruß
Rolf
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Rolf1
Rang: Gastam 22.08.2007 13:56:33
Hi, Molly,
Zuerst einmal, ich bin Typ 2 seit etwa 3 Jahren und konnte mich damit nicht abfinden, bin dann zu einer diabetologischen Klinik gegangen und habe Kurse in Ernährung gemacht. Danach, mein Job war dann ebenfalls zu Ende, hatte ich Zeit für die Umstellung, die folgendermaßen ausgesehen hat und noch aussieht:
Aus der Ernährung gestrichen:
- Zucker und alle zuckrigen Produkte wie Süßigkeiten, Schokoriegel, Schokolade
( habe ich für mich ersetzt durch Schoko mit min. 70 % Kakaoanteil )
- weißes Mehl und allen Produkten wie helles Brot, Brötchen, Pizza etc.
-Panierte Fertiggerichte
In der Menge eingeschränkt (13-16 KE pro Tag, bei viel Sport auch mal etwas mehr, der Körper sagts mir )
Kohlehydrate wie Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Zuckererbsen, Mais, alle Milchprodukte, die (noch) Milchzucker enthalten, zuckerreiche Obstsorten
Was nicht anzurechnen war:
aus das Fett geachtet !! ( aber: keine Light-Produkte, das taugt nicht )
Alle Gemüse, Salate, auch Knoblauch und Zwiebeln ( hat sich positiv auf meinen auch gestörten Fettstoffwechsel ausgewirkt ),
Käse und Quark in jeglicher Ausprägung
( Fett ! )
Brot nicht mehr gekauft sondern selbst Vollkornbrot gebacken ( gekaufte Sorten werden oft mit Zuckerrübensirup gefärbt !)
Wichtig auch beim Einkaufen:
Lesen, was enthalten ist, dann legt man von selbst die Teile schon wieder hin !
und dann Bewegung ( auch wenns weh tut )
Joggen, Walking, auch Nordic Walking, aber dann mit Kurs, Radfahren ( auch mal schneller ! ) und andere Bewegungssportarten
Die einzelnen Mahlzeiten und auch Zwischenmahlzeiten nach KE ausgerichtet.
(ok, ich esse auch mal Torte, aber dann aufs Rad und 10 km fahren ! )
Das führte bei mir zu einer stetigen Gewichtsreduktion auf 67 kg, allerdings im Laufe von fast 1 1/2 Jahren ( hatte 80 Kilo bei einer Größe von 168 cm ) und dazu dass ich auf Sifor 1000 verzichten konnte.
Es ist eine Umstellung und es fängt im Kopf an, es zu wollen, damit ich leichter mit meiner DM umgehen kann. Es sit sicherlich nict leicht aber es geht.
Versuchs nicht nur sondern tu es
Gruß
Rolf
von Rolf1 -
klausdn
Rang: Gastam 22.08.2007 14:18:05
hallo rolf,
klingt schön was du beschreibst, nur bitte nicht von sich also einem fall auf alle und dann auch noch verschiedene t1 oder t2 schließen.
nina ist t1 mit pumpe und aht völlig andere stoffwechselabläufe als du.
es ist wunderbar wenn menschen jeden tag zwei dreimal joggen oder ähnliches machen können, leider müssen viele heutzutage(genau wie früher) arbeiten und das tw immer länger, tw sogar ohne mehrbezahlung, um den famlienunterhals zu verdienen, der kostenmäßig mind. 10 mal schneller steigt als der verdienst.
-- ist schon mal aufgefallen?
die besten srfahrungen mit abnehmen haben schlanke die damit nie probleme haben.
die beten ratschläge für magere zum zunehmen kommen von dicken.
die normalgewichtigen können überhaupt nicht verstehen daß es überhaupt probleme gibt.
und mit den mengen an brot die du ißt, und das ist kein vorwurf an dich sondern eben individuell,
würde ich fett werden.
übrigens dür insuliber ist immer 1 be = 1be völlig egal ob aus volkorn oder normalem brot.
mfg klaus von klausdn -
Rolf
Rang: Gastam 22.08.2007 14:50:28
Hallo, Klaus,
ich gebe Dir recht zu Deinem Einwand hinsichtlich T1 / T2 und der unterschiedlichen Stoffwechselabläufe.
Ich weiss auch, dass bei T1'ern es manchmal nicht so leicht ist, Sport zu treiben.
Auch gebe ich Dir recht, dass manche Menschen arbeiten müssen, um die Familie zu ernähren. ( habe ich europaweit ca. 35 Jahre lang getan )
Nicht ganz nachvollziehen kann ich dennoch , dass es nicht möglich sein sollte, sich ausreichend zu bewegen, es sei denn, es liegt eine weitere Erkrankung vor, die dieses verhindert.
Man muss auch nicht 3 mal am Tag joggen, es reicht einmal, aber regelmäßig muß es sein und wenn man es will, wird sich auch die Zeit dazu finden ( z. B. Beginne mit einem Kurs: Laufen ohne zu schnaufen, d. h. bei Kursende 30 Minuten laufen ohne anzuhalten, aber unterwegs alles mögliche besprechen können ) Solch einen Sport ( kann auch Radfahren sein, Geschwindigkeit minimal 16 km/h oder mehr ) sollte dann zum Tagesablauf gehören.
Zu Deiner BE / KE-Gegenüberstellung:
Ich gebe Dir insoweit über die Wertigkeit recht, aber meine Erfahrung ist: Bei Auszugsmehlen steigt mein BZ wesentlich schneller und auch höher als bei Vollkornprodukten.
Gruß
Rolf -
klaga
Rang: Gastam 23.08.2007 00:01:42
Hallo Nina,
vergiss das Wort Diät. Ich kenne diese Diät nicht. Bist du Typ 1 oder 2. Meine Erfahrung, bin Typ 2, vor 2 Jahren durch Zufall entdeckt : keine Weißmehlprodukte, keine Fertiggerichte, kein Fruchtsaft, kein Zucker. Obst in Maßen, Gemüse möglichst roh oder milchsauer vergoren.Fett sparen. Alles nur Vollkorn - Brot selber backen. 3 mal 1/2 Stunde Ausdauersport pro Woche.
Habe, ohne zu Hungern und mit viel Genuss , ( 175 cm ) von 74 auf 67 kg abgenommen. Hb1c zur Zeit 5,5.
Zum Lesen ist empfehlenswert von Dr. Bruker "Unsere Nahrung - unser Schicksal".
Und daran denken- Gehirn und Muskeln brauchen Kohlehydrate.
von klaga