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Ist Insulin für einen Nicht-Diabetiker gefährlich
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Holger
Rang: Gastam 02.07.2007 18:01:11
Hallo an die Runde !
Seit einiger Zeit habe ich Diabetes und muss nun anfangen zu spritzen.
Jedoch habe ich ein bisschen Angst, da ich eine Frau habe die immer wieder unter schweren Depressionen leidet.
Jetzt habe ich die Befürchtung das sie meine Insulinspritze dazu nutzen könnte, sich das Leben zu nehmen.
Sie ist zwar in therapeutischer Behandlung, aber ich möchte dennoch lieber vorsichtig sein, da ich mal gehört habe das man sich mit Insulin sehr schnell das Leben nehmen kann.
Bitte um ernstgemeinte Antworten.
Viele Grüße
Holger -
Fuchs
Rang: Gastam 02.07.2007 18:29:53
Hallo,
NATÜRLICH ist das lebensgefährlich, nicht nur für Nicht-Diabetiker. Auch ein Diabetiker bringt sich in Gefahr, wenn er 300 Einheiten auf einmal nimmt.
Aber: Man kann auch Rattengift oder Terpentin nehmen oder einen Fön in die Wanne schmeißen um sich das Leben zu nehmen. Vielen reicht ein simpler Strick oder ein hohes Haus...
Wenn Deine Frau also wirklich DERART gefährdet ist, gehört sie unter ständige Beobachtung. Das ist Dir klar, oder?
Fuchs
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Holger
Rang: Gastam 02.07.2007 18:33:18
Das ist sie ja, aber sie erwähnte auch mal das sie es so machen will das niemand weiß das es suizid ist, da sie die Versicherungssumme nicht gefährden will. von Holger -
Jürgen
Rang: Gastam 02.07.2007 19:29:53
da hilft halt nur, wenn Du Deine Pens immer am Mann hast. Denn ohne Spritzmöglichkeit weder Ge- noch Missbrauch. Trinken ist ungefährlich. von Jürgen -
s.
Rang: Gastam 02.07.2007 19:34:24
hallo holger,
ich finde es ziemlich krass, dass deine frau sowas gesagt hat. wenn sie über sowas schon nachdenkt bzw. das auch schon ausgesprochen hat, dann ist es vielleicht nur noch eine frage der zeit, bis sie es in die tat umsetzt.
wobei man ja sagt, dass menschen, die darüber reden, es nicht wirklich tun.
ist deine frau in behandlung? ambulant oder stationär?
von s. -
Sanne
Rang: Gastam 02.07.2007 19:39:51
"Das ist sie ja, aber sie erwähnte auch mal das sie es so machen will das niemand weiß das es suizid ist, da sie die Versicherungssumme nicht gefährden will."
...damit du dann auch was davon hast, oder wie?
An deiner Stelle würde ich dafür sorgen, dass meine Frau stationär behandelt wird. Es sei denn du unterstützt sie in ihrem Vorhaben. Klingt zwar jetzt gemein, aber es gibt ja so Leute.
von Sanne -
Holger
Rang: Gastam 02.07.2007 19:43:45
Ich liebe meine Frau über alles !
Ich stehe ihr in den Depressionen und den Aufentalten im KKH bei.
Jedoch weiß ich nicht was ist wenn ich mal kurz weg bin
von Holger -
klausdn
Rang: Gastam 02.07.2007 19:48:35
hallo,
so makaber es klingt aber "wenn" es eintritt, wette ich drauf daß holger das in die schuhe geschoben wird.
und da gibt es nur eine möglichkeit er braucht eine pumpe, wenn kein pen da ist geht das andere nicht.
ob die kk das so sieht weiß ich nicht, aber es ist dir einzige möglichkeit..
denn man kann nicht 24h jeden tag auf passen..
mfg klaus von klausdn -
Holgi
Rang: Gastam 02.07.2007 20:05:35
Also ist die wirkung erst ab 300 EH tödlich ?
also sollte ich lieber das Insulin unter Verschluss halten da ich ja nicht weiß wieviel in einem Pen ist ! so gut Kenne ich mich da noch nicht aus, da ich erst nächste woche den Termin habe, wo man mir alles zeigen wird.
Momentan bekomme ich es in der Praxis meines Hausarztes von Holgi -
s.
Rang: Gastam 02.07.2007 22:53:31
pumpe an sich ist evtl eine lösung, aber auch wir pumpis haben pens oder einwegspritzen zu hause, womit wir im falle eines pumpenversagens spritzen können.
ausserdem sollte das insulin, was nicht in gebrauch ist im kühlschrank aufbewahrt werden. somit wird das wegschließen auch nicht so einfach, kannst ja schlecht den kühlschrank verschließen...
ist eine sehr schwierige situation, in der du bist. ich drück dir die daumen, dass alles gut geht und deine frau bald wieder freude am leben hat. von s. -
klausdn
Rang: Gastam 02.07.2007 23:08:24
hallo holger,
es gibt keine menge die als "tödlich" gilt, es fehlte an freiwilligen.
und ich will auch gar keine tips verteilen.
aber vor einiger zeit las ich von einer frau die es versucht hat, mit 3000ie, also entsprechend 10 ampullen, und die hat überlebt. wie und warum gehört zu meiner aussage oben.
aber mit pumpe kann man die reservepens , die spritzen(das notfallzeugs) beim nachbarn lassen.
das insulin im kühlschrank ist für solche zwecke nicht nutzbar. also no problem.
problem ne pumpe.
mfg klaus von klausdn -
Pia
Rang: Gastam 03.07.2007 09:52:28
Lieber Holger,
ich glaube, dass deine Frau an Insulin kommen würde, wenn sie es will. Suizidale Menschen haben keine Hemmschwellen, auch Rezepte zu fälschen oder sich die nötigen Medikamente auf allen Wegen zu besorgen. Sie könnte im schlimmsten Fall Insulin stehlen, Schränke aufmachen, es angeblich für dich besorgen usw. usw. Aber das weißt du ja.
Du kannst auch gar nicht beurteilen, inwieweit deine Frau aufnahmefähig ist, mit dem, was du ihr sagst. (Bitte nicht falsch verstehen.) Du könntest ihr sagen, dass du - im verdachstfall eines Suizids mit Insulin- eine Obduktion veranlassen wirst. Man kann die Überdosis an Insulin auf jeden Fall nachweisen. Und es würde ganz sicher auch der Verdacht der Tötung auf dich fallen.
(Könnte das von deiner Frau beabsichtigt sein, wenn sie den Insulin-Suizid in Erwägung zieht?- auch als Hilfeschrei gedacht?) Depressive Menschen können in einer anderen Wahrnehmung der Realität sein, das darfst du nicht vergessen.
Ich möchte noch ein paar vorsichtige Äußerungen von mir geben. Bitte nicht übel nehemen, das ist nur meine ganz persönliche subjektive Meinung.
Ein Mensch, der wirklich Suizid verüben will, spricht nicht darüber und kündigt es nicht an. Er tut es.
Das, was du schreibst, dass deine Frau Suizid ankündigt, sind für mich sehr laute Hilfeschreie. Die Ursachen kannst nur du in Zusammenarbeit mit einem Therapeuten heraus finden. Und es wird nötig sein, dass du bei der Therapie auch mit anwesend bist.
Du bist in einer schwierigen brisanten Situation. Und eins sollte dir klar sein. Die kannst du NICHT allein bewältigen. Du solltest dich zeitnah mit einem Arzt beraten.
von Pia -
thomas2002
Rang: Gastam 03.07.2007 12:15:36
mit insulin läßt es sich nicht so schnell sterben, da der gesunde mensch seine insulinproduktion herunterfährt, und ggf eine gegenregulation mit tierischer stärke einleitet.
der nachweis an insulin führt über das c-peptid, da insulin selbst eine halbwertszeit von minuten hat. von thomas2002 -
Pia
Rang: Gastam 03.07.2007 12:29:22
Lieber Thomas, wer unter Depressionen leidet und dementsprechend therapiert wird, hat sicher noch andere Medikamente, mit denen man dann einen "Coctail" herstellen kann. Leider gibt es ja im Internet auch noch direkt Foren für solche Szenarien. Segen und Fluch des Internets.
Ich ganz persönlich würde einem Partner, der mir mit Suizid droht, sofort konsequent die Koffer packen. Denn für mich ist das Erpressung. Das klingt hart, aber ist so. von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 03.07.2007 12:29:38
hallo thomas,
auf die näheren umstände wollte ich absichtlich nicht eingehen.
und das mit dem c-peptid stimmt nur bei der eigenproduktion.
mfg klaus von klausdn -
Hans
Rang: Gastam 05.07.2007 15:11:54
Hallo Holger,
bei einer Unterzuckerung, auch durch gespritztes Insulin verursacht, tritt sofort eine Gegenregulation ein und zeitlich etwas verschoben, wird aus gespeichertem Fett Kohlenhydrate gewonnen.
Diese Prozesse dauern eine gewisse Zeit und die Speichervorräte in der Leber betragen rund 2 BE´s. Das Gehirn reagiert äusserst sensibel auf ein Defizit an Energie (Glucose).
Steht diese Energie nicht zur Verfügung kann es zu Entmarkungsprozessen der Zellstruktur des Gehirns kommen. In selbstmörderischer Absicht haben Menschen eine sehr hohe Dosis an Insulin gespritzt. Je nach Insulinsorte und der Zeit bis zum Auffinden hat das funktioniert oder sie wurden gerettet. Die Bundeswehrärztin Chirstina Bauer ist noch 2 Jahren Koma gestorben.
Grüße von Hans