Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Zweifel an Diagnose

  • Karsten Heyde

    Rang: Gast
    am 29.06.2007 23:42:31
    Hallo miteinander,

    vor knapp drei Wochen wurde DM bei mir diagnostiziert. Ich bin 46 Jahre alt, 179 cm gross, habe mit 72 kg Idealgewicht.

    Symptome: Plötzliche Augenverschlechterung ( mit Brille am Computer wie ein Maulwurf, in die Ferne wie ein Adler, könnte aber auch Altersweitsichtigkeit sein ), großer Durst über drei Wochen lang ( Unmengen von Cola , Fanta und Sprite in mich reingeschüttet, Eis, Melone incl. ), leichtes Kribbeln in der linken Hand vornehmlich kleiner Finger, inzwischen aber auch Missempfindungen an Daumen und Zeigefinger der linken Hand ).

    Der Langzeitwert lag bei +14,8 % (!), mit anderen Worten; die Peaks müssen bei mir zeimlich hoch gewesen sein.

    Zunächst wurde Typ 2 vermutet, die Fachärztin hat mir Metformin 850 ( 2mal täglich ) verschrieben incl. ASS ratiopharm ). Zusätzlich erhielt ich den Accu-Check Aviva. Ich bin inzwischen ein echter Mess-Freak geworden. Angefangen habe ich vor zwei Wochen mit einem Nüchtern-Wert von 250, nach dem Essen ist er bisweilen auf 400 hochgeschossen.

    Nun aber wurde der Lada-Typ bei mir festgestellt. Angeblich hat meine Bauchspeicheldrüse nur noch 10 Prozent "Schaffenskraft". In einer Woche soll ich ins Krankenhaus, um eingestellt zu werden. Soll heissen; die Ärztin will, dass ich Insulin spritze.

    Was mich aber stutzig macht ist, daß sich meine BZ-Werte in den verganenen Tagen erheblich verbessert haben. Heute morgen hatte ich einen Nüchternwert von 178 und eben gerade- nach dem Abendbrot ca. 130 - also Normalwert ( viermal gemessen, tun mir die Finger weh ). Dazu muss ich sagen, dass ich seit zwei Wochen versuche gesund zu leben ( abgesehen von 1 l Bier täglich statt der erlaubten 0,5 ).

    Frage: Kann daß das Metformin bewirken oder gibt es auch einmalige Stoffwechselentgleisungen, die einen DM vortäuschen. Hat je,amd eine Erklärung für mich - als ausgebildeter Hypochinder bin ich ziemlich ratlos.

    LG
    Karsten von Karsten Heyde
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 30.06.2007 00:05:56
    hallo karsten,
    mir ist absolut unklar was du nun wissen willst.
    bei 400 bz gibt es kein vertun.
    bei hba1c von 14% geht es überhaupt nicht um die peaks sindern das gesamte bz niveau war da in höhen jenseits von gut und böse.
    und 130 sind absolut nicht normal.
    wieviel die bsd noch macht wird mit zweimal c-peptid festgestellt(nüchtern - glucose)
    ob du lada bist, mit dem test auf antikörper.
    übrigens kann auch beim t2 die bsd erschöpfen, wegen dauerneder überlastung, deshalb wird er nicht t 1.
    wieso man zum umgang mit insulin (denn zum einstellen ist kein rad dran) ins kh muß ist mir nicht verständlich, das ist in einer woche mit täglich 4h ambulant , "realitätsnäher".
    denn wichtig ist wie "du" lernst deine basis , deinen bolusfaktor, deinen korrekturfaktor festzustellen, und den gegebenheiten entsprechend anzupassen.
    der wascjhzettel(genannt spritzplan) ist ein anhaltspunkt zum start, der stimmt nach zwei tagen hinten und vorne nicht mehr.
    und dann bist du gefragt.
    keine sorge ist alles zu "erfahren"
    daher sagen wir auch oft "blutzuckerfahrweise"
    wenns probleme gibt fragen.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Karsten Heyde

    Rang: Gast
    am 30.06.2007 00:21:20
    Hi Klaus,

    danke für die Antwort.

    Keine Frage, alle Werte sprechen für die DM, wobei der BZ von 130 rund eine Stunde nach dem Essen gemessen wurde und der entspricht eben - nach allem was ich weiß - dem Normalwert eines Nichtdiabetikers nach dem Essen.

    Ich lebe halt nach dem Prinzip "Die Hoffnung stirbt zuletzt", deswegen ja die Frage nach einer einmaligen Entgleisung nach vier bis fünf Wochen ausschweifenden Lebens ( die Sache mit Cola & Co. ) und die Frage nach der Wirkung von Metformin, ob es den BZ innerhalb von zwei Wochen normalisieren kann.

    Abgesehen davon weiß ich natürlich, dass ich der entscheidende Faktor bin, inweifern ich die Krankheit in den Griff bekommen kann.

    By the way; Zehn Tage KH kann ich mir eigentlich nur dadurch erklären, dass ich Privatpatient bin, also mit mir können sie Kohle machen, denn eigentlich wollte ich es auch ambulant machen. Die Ärztin sagte aber "aber" ...


    LG
    Karsten von Karsten Heyde
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 30.06.2007 01:17:06
    hallo karsten,
    als priv ist man manchmal auch blöd dran.
    aber es gibt ja mehr als nur einen doc.
    auch durch cola kommt ein gesunder nicht auf 400.
    die bahauptung auch gesunde kommen nach kh reichen sachen sogar auf 200, liest man immer wieder.
    speziell als aussage von diabetologen, komisch ist dabei nur frag mal diabetiker die familie haben und ihre lieben aus spaß mal getestet haben, die werden die alle was anderes erzählen.
    meine frau wacht auf mit 55-60, hat nach den essen
    (cornflakes= reine glucose+zucker drauf) 80-85.für 10 minuten.
    mein sohn nach 2!! liter cola =20be+mittag mit kartoffelpams(auch reine glucose schlimmer fast als tz) also insgesamt bestimmt ca 40 be(ist dabei dünn wie ein besenstiel) für 5 minuten 105 nach weiteren 10 minuten unter 80.
    halte sowas also für reine zweckpropaganda.
    nur als info, selbst wenn du insulin spritzt und es wirklich nicht mehr brauchst, kannst du damit ohne probleme wieder aufhören, davon wird man nicht süchtig.
    als essig in den wein, sollte dieser fall eintreten was gerade bei ladas ab und zu der fall ist, hat sich die bsd durch das spritzen wieder gefangen,
    meist nicht lange.
    aber , laß alles einfach auf dich zukommen, zu ändern gibts leider nichts.
    mfg laus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 30.06.2007 12:14:10
    Lieber Karsten,

    die Frage, ob ambulant oder stationär kannst du sicher selbst entscheiden.
    Ich weiß ja nicht, wie die Argumentation der Ärztin pro Klinik war. Es spricht auch nichts dagegen, sie ganz direkt zu fragen, ob sie angewiesen wurde, die Einstellung bei Privatpatienten stationär zu empfehlen. Andererseits ergäbe das keinen Sinn, weil ihr ja dann das Geld NICHT zugute kommt und sie mehr davon hätte, es ambulant zu empfehlen. Aber man schafft das auch sehr gut ambulant, natürlich - wie Klaus schon sagte- engmaschig.
    Aber vielleicht sieht sie bei dir doch den einen oder anderen Begleitfaktor, der eine stationäre Aufnahme notwendig macht.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall gut Erfolge und auch etwas Geduld. Der HBA1C-Wert sinkt nur langsam. Aber jeder kleine Erfolg ist ein Erfolg. von Pia
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 30.06.2007 15:42:22
    Hallo Karsten,

    es gibt bei dir keine Zweifel an der Diagnose. Auch für LADA spricht einiges. Hierbei ist Insulin eigentlich von Anfang an angezeigt, wenn auch deine Änderung der Lebensweise und das Medikament Metformin wesentlich zu einer besseren Stoffwechselführung beigetragen haben.

    Nachteil einer stationären Einstellung ist, dass hierbei das Alltagsleben nicht
    richtig abgebildet werden kann. Deshalb sind Korrekturen nach der Entlassung auch meistens nötig.
    von Haschi