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Eure Meinung zur Ernährungsampel?
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contra-Ampel
Rang: Gastam 21.06.2010 09:37:37
Moin, Ihr Schnullerbacken;-)
Wo Jürgen grad die Ernährungsampel erwähnte, hätte ich doch gern mal Eure Meinungen dazu gehört.
Meine dazu ist:
Die, die sich bisher noch nicht dafür interessiert haben, was in Fressalien drin ist, indem sie mal auf die Rückseite der Verpackung schauen, sondern Lebensmittel nur nach der Werbung auf der Vorderansicht auswählen, wird auch ein rot-grün oder gelb auf einer Verpackung NICHT interessieren.
Die, die sich für Ernährung interessieren, brauchen keine 3 farbigen Punkte.
Ich empfinde es als Armutszeugnis, wenn man denkenden Menschen NICHT zutraut, lesen zu können und meinen zu müssen, dass man ihnen 3 Farben vorsetzen muss.
WENN es denn SOOO wichtig ist, dass gerade z.B. in den ganzen unnötigen Milchzwischenprodukten für Kinder, den Anteil von Haushaltszucker zu reduzieren, gibt es sicher andere Wege. Man könnte sie einfach verbieten.
Aber mit 3 Farben ist es doch super, wenn man die Verantwortung auf den Endverbraucher abwälzen kann.
Das ist das Prinzip: ich schubse die Omma die Treppe herunter und frage dann, warum rennst Du so.
Die sogenannte "Verarsche" findet immer dort statt, wo Verbraucher Werbung als Gebrauchsanleitung sehen.
So, nun seid IHR dran. Ich bin auf Eure Meinungen sehr gespannt. von contra-Ampel -
kai4
Rang: Gastam 21.06.2010 12:07:54
Was willst Du denn lesen ?
Jeder ist anders. Jeder will nur das hören, was er hören will, wenn nicht, macht er sich das so zurecht, wie er es will.
Genauso mit der Ampelkennzeichnung.
Irgendeiner hat das System entwickelt und die Politik ist die letzte Stufe, die es dann vorgibt oder auch nicht. Was ist denn gesund oder nicht ? Wenn Du am Tag 1 Kasten Cola trinkst und es dir übel wird bis zum Übergeben, dann hast Du auch nicht die Ampelkennzeichnung begriffen. Die Menge macht`s doch. Wenn man eine Packung Chips in die Hand nimmt und liest, stark fetthaltig, na und. Wenn Du am Tag mal ein paar davon ißt. OK. 1-2 Packungen sind dann vielleicht nicht so gut. Vielleicht liegt es eher am Bewußtsein und dafür brauchen wir keine Ampelkennzeichnung.
Schaue Dir mal Filme von früher an, da sahen die Menschen noch richtig gut aus, in voller Blüte, gut durchblutet, einen gesunden Teint. Robust. Und heute: Blaß, aufgbläht, schlabbrig, mit vielen Krankheiten wie Migräne, Nahrungsmittelunverträglichkeit; und warum ? na rate mal ! -
peter
Rang: Gastam 21.06.2010 12:33:14
naja , das mit den filmen von früher ist wohl recht fraglich, ob die in s/w wirklich einen blühenden teint hatten ist nicht mehr festzustellen, auf jeden fall haben sie ständig zigaretten geraucht, daher waren sie so gesund ?????
und schlank wie g. fröbe und h. erhard. -
Jürgen
Rang: Gastam 21.06.2010 12:54:49
Das gute alte Rezept halt:
"Früher war alles besser."
Wer in seiner Jugend humanistische Bildung genießen durfte, weiß, dass die alten Griechen und die alten Römer ihre jeweils goldenen Zeitalter auch schon alle vor ihrer Zeit gesehen haben ;-) von Jürgen -
Rainer
Rang: Gastam 21.06.2010 15:53:52
Zurück zur Ampel und anderen sogenannten Vereinfachungen für den Verbraucher:
Das Ergebnis würde in etwa so aussehen wie bei dem Bio-Label. Ulrike Gonder berichtet hier ernaehrgesund.de/html/news_organicovereating.html von einer Studie, nach der Verbraucher den Kaloriengehalt von Keksen mit dem Bio-Label um 40% zu niedrig einschätzen.
Und Lebensmittel die nach der Ampel sehr gesund aussehen würden ohne es zu sein gibt es in Hülle und Fülle. Dazu kommt dann natürlich noch das weite Feld dessen, was eigentlich gesund ist. Ich finde es sehr gut, dass die Ampel sich nicht durchsetzen konnte und die Verbraucher weiter alleine überlegen dürfen, was sie essen wollen und was nicht. von Rainer -
xyz
Rang: Gastam 22.06.2010 17:10:06
Das Europäische Parlament hat gegen die Einführung der Lebensmittelampel gestimmt. „Die Lobbymacht hat sich durchgesetzt", lautet der Tenor in den Medien, und die Politik habe eine Chance vertan.
Ohne Ampel wird es mehr Typ2-DiabetikerInnen geben und andere ernährungsbedingteErkrankungen.Ein Super-Geschäft für die Pharmaindustrie-gleichwohl auch für die Ernährungsindustrie.
...und dann muß man sich bei der Diagnosestellung Dm und Erstschulung sagen lassen" DiabetikerInnen sind ein Kostenfaktor auf zwei Beinen"
Welch ein Zynismus....! -
peter
Rang: Gastam 22.06.2010 18:07:00
es ist sehr gut daß die nichtssagende ampelkenzeichnung ad acta gelegt wurde.
wir brauchen eine "gut" lesbare, (schriftgröße - und nicht grau auf grau gedruckt)
-inhaltsangabe - und zwar alles und definiert -
und bei allen lebensmitteln in der gleiche einheit
zb. g/100g.
was da jetzt noch alles gedruckt wird % salz des tagesbedarf usw macht die sache nur unübersichtlicher.. von peter -
Jürgen
Rang: Gastam 22.06.2010 19:07:58
eine Typ2 Diagnose sagt immer,
1. dass der Betroffene 50-80% weniger Insulin produzierende Beta-Zellen hat als ein gesunder Mensch gleichen Geschlechts und Alters UND GLEICHER STATUR! Sie können also nicht so viele Kohlenhydrate auf einmal verstoffwechseln, wie gesunde Menschen.
2. dass bei dem Betroffenen die gezielte Insulin-Bestellung aus dem Darm (Inkretin-Effekt) für neu gegessene Glukose defekt ist. Nach dem Essen von Brot und allem mit Mehl und Kartoffeln und Reis steigt ihr Blutzucker zunächst einmal auch dann ungesund hoch an, wenn die Insulinproduktion noch zum gesunden Ausgleich reicht.
3. dass bei dem Betroffenen die interne/endogene Glukose-Ausgabe wegen defekter Regelung stark erhöht ist. Sie brauchen für ihre ausreichende Glukose-Versorgung eigentlich gar keine Kohlenhydrate zu essen.
Ohne diese 3 grundlegenden Defekte überschreitet niemand die Diagnose-Schwelle zum Typ2.
Keiner dieser 3 grundlegenden Defekte ist bislang überhaupt ursächlich erklärt oder gar auf einen bestimmten Lebensstil zurück geführt worden. von Jürgen -
Meinung
Rang: Gastam 23.06.2010 10:17:48
Zitat:Ohne Ampel wird es mehr Typ2-DiabetikerInnen geben und andere ernährungsbedingteErkrankungen.Ein Super-Geschäft für die Pharmaindustrie-gleichwohl auch für die Ernährungsindustrie.
Ende
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Sorry, aber das ist doch einfach medienwirksamer Populismus.
Entweder man hat Interesse an der eigenen Ernährung oder nicht, da ist es egal, ob da Punkte drauf sind oder auf der Rückseite eine Liste mit den Zutaten.
Mich persönlich stört, dass die Zuaten immer so kleine geschrieben sind, dass man fast ne Lupe benötigt...
Wenn wirklich Interesse an der Gesundheit von Kindern z.B. bestehen würde, würde die Lebensmittelindustrie weniger Zucker-Schrott produzieren und ihn auch noch als gesund verkaufen. von Meinung -
Robert B.
Rang: Gastam 23.06.2010 11:28:02
Seufz! Jetzt wird Generation Doof wohl niemals erfahren, dass eine Tüte Chips zu viel Fett, Kohlenhydrate und Salz enthalten. ;-) von Robert B. -
Rainer
Rang: Gastam 23.06.2010 15:13:37
Hi Robert,
bist du sicher, dass die Pommes bei den KH mit rot bedacht worden wären? Und wenn ja, dann die "gesunden" Kartoffeln ja auch. Und was wäre mit den "gesunden" Äpfeln passiert?
Wahrscheinlich hätte man eine Behörde aufbauen müssen, die für solche Sachen Ausnahmegenehmigungen erteilt. Die Behörde wäre wiederum ein ausgedehntes Betätigungsfeld für Lobbyarbeit ...... von Rainer -
kai3
Rang: Gastam 24.06.2010 11:13:46
Die Pommes können nur mit rot bedacht werden, sonst schmecken sie doch nicht, ohne den roten Ketchup. -
Meinung
Rang: Gastam 24.06.2010 13:37:05
Eine Behörde? Na sicher mindestens eine Arbeitsgruppe, besser ein Ministerium....und die foodwatcher dürfen aber net mitspielen... von Meinung