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pnp behandlung mit tabletten?

  • typ1 diabetiker

    Rang: Gast
    am 10.06.2007 19:57:28
    hallo,
    mal eine frage an die pnp-leidenden, die mit tabletten behandelt werden: da lyrika etc. ja nicht gerade wenige nebenwirkungen haben u. z.b. die leber belasten, würde mich interessieren, wie lange ihr denn die tabletten schon nehmt. Sollte man nach einer gewissen zeit auf eine andere form der pnp-behandlung umsteigen? Eine pnp wird man ja nicht wieder los, aber jahrelanger tablettenkonsum?? wie kriegt ihr das in griff?
    Danke für eure infos
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 10.06.2007 22:27:25
    Hallo,

    richtig, die PNP ist eine fortschreitende chronische Erkrankung. "Man wird sie also nicht mehr los."

    Die Medikamente können nur die Empfindungsstörungen und Schmerzen beeinflussen, meistens auch nur lindern, aber die Krankheit nicht heilen.

    Man kann jedoch Medikamente einsparen und die Krankheit gut ausbremsen mit einer normnahen Blutzuckerführung, d.h. Blutzuckerwerte regelhaft < 140 mg/dl und viel körperlichen Aktivitäten sowie mit verschiedenen physikalischen Anwendungen.

    Ein dauerhafter Verzicht auf Medikamente
    ist wohl noch Zukunftsmusik.
    von Haschi
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 10:11:46
    Wichtige Ergänzung:

    Das gilt nur für die Insulin-Therapie.

    Bei Diabetes-Tabletten können sich PNP-Symptome sogar noch verschlechtern. So manche DiabetikerInnen weigern sich ja, Insulin zu spritzen. von Reinhard
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 14:48:28
    Moin Reinhard,

    verschlimmern kann sich ne diabetische PNP auch mit Insulin. So sind mir Verbesserungen der Befindlichkeit nur von solchen Fällen bekannt, in denen die Betroffenen sich 1/2/3 Stunden nach dem Essen max 140/120/100 und besser gemacht haben. Und zumindest theoretisch kann man das auch mit "Zuckertabletten", wenn die noch ausreichend wirken.

    Bisdann, Jürgen
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 15:59:32
    Jedes Medikament hat mehr oder weniger Nebenwirkungen.
    Lyrica ist ein tolles Medikament, das zuverslässig schmerzfrei macht. Welche Dosierung hast du denn?
    Ich nehme Lyrica gegen Phantomschmerzen (450 mg pro Tag).
    Wenn Du WIRKLICH durchgehend Schmerzen hast, werden Nebenwirkungen eines Schmerzmedikamentes nebensächlich. Ich wundere mich immer wieder, dass Schmerzpatienten den Nerv haben, sich Gedanken um Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten zu machen. Wenn sie auf Grund der Nebenwirkungen lieber auf das Medikament verzichten können/wollen, haben sie noch keine echten Schmerzen erleiden müssen. Dass man bei Dauerschmerzen auch auf Dauer Schmerzmedikamente nehmen muss und sich damit in eine Abhängigkeit begibt, ist immer noch ein Unterschied zu einem Suchtverhalten. Medikaneten-Abhängig sind wir auch von Insulin oder Blutdruck-Medikamenten.
    Sorry für die Härte der Bemerkungen, aber das ist so. Ich lebe lieber 10 Jahre kürzer, aber dafür schmerzfrei. Was nützt es mir, wenn ich 93 werde, aber keine Lebensqualität hatte, weil die Schmerzen mein Leben bestimmt haben.. von Pia
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 16:28:50
    Hallo all,

    die probaten Neuropathiemittel machen alle engmaschige Blutuntersuchungen notwendig, insbesondere auch die Bestimmung der Leberenzymwerte.
    Mitunter ist nach einer gewissen Behandlungsdauer auch ein Wechsel notwendig, einmal weil der Wirkstoff nicht mehr ausreichend Wirkung zeigt, zum anderen wegen sich erst mit der Zeit einstellender unerwünschter Neben- oder Wechselwirkungen.

    Wenn eine normnahe Blutzuckerführung bei PNP mit Tabletten nicht mehr erreicht werden kann, ist natürlich Insulin erforderlich. Dies ist eh bei 80% der Typ2-Diabetiker nach 10 Jahren Diabetesdauer nötig und beim Auftreten einer diabetischen Komplikation besonders zu erwägen.
    Im Grunde genommen gibt es kaum einleuchtende Gründe, eine Insulinbehandlung zu verweigern.
    Lieber Nervenschmerzen aushalten als Insulin spritzen?
    Ehrlich, diesem Diabetiker bin ich noch nicht begegnet.
    von Haschi
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 17:19:48
    Ach, das hatte ich gar nicht gelesen, Haschi.
    Nee, du hast völlig Recht, ich glaube, die "Tablettenfresserei", um das Insulinspritzen rauszuzögern, schadet eher als es nützt. Ich glaube, viele haben Angst vor dem Insulinspritzen.

    von Pia
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 17:32:38
    Pia muß ich recht geben. Ich weiß es auch,daß viele
    vor dem Spritzen große Ängste haben und darum weit hinaus schieben und würden lieber schmerzen in Kauf nehmen. I)ch habe vor allerm nachts Probleme
    und nehme Gabapentin und bekomme jetzt noch Infusionen wieder (muß ich selber bezahlen ).
    In der heutigen Ärztezeitung habe ich gerade gelesen
    daß am 1.Juli ein neues Medikament auf den Markt kommt unter dem Namen BENFOTIAMIN . Ich habe sehr mit Gleichgewichtsstörungen zu tun, da die Füße keine Signale mehr zum Gehirn abgeben.
    Manchmal komme ich mir auf der Straße vor,als wenn ich besoffen wäre !!
    Bis dann
    Barbara
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 11.06.2007 19:58:02
    Hallo Barbara,

    Medikamente mit dem Wirkstoff Benfotiamin, eine fettlösliche Vorstufe zum Vitamin B1, gibt es schon etliche Jahre.
    Ich nehme z.B. Millgamma gegen PNP schon sehr lange. Es ist nicht nur ein Neuropathiemittel, sondern schützt, wie eine neue Studie zeigt, auch gegen Arteriosklerose und AGE's. Leider nur in Ausnahmefällen zu Lasten einer GKV verschreibungsfähig.

    Ein neues Medikament mit dem Wirkstoff Benfotiamin dürfte wohl eine sogenannte "Scheininnovation" sein.
    von Haschi
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 00:05:38
    hallo Haschi,
    so weit bin ich nicht informiert.Wie gesgt ich las es
    heute im Newsletter der Ärztezeitung
    Gruß
    barbara von Barbara