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Sie sind 78 oder 85 und wollen keine Diabetestherapie

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 21.05.2007 21:13:12
    hallo barbara,
    hut ab für dein engagement, bez. dm ich will dir nacheifern. du weißt aber auch "weshalb" du das tust.
    das problem bei alten/pflegebedürftigen ist oft,
    der dm hat schon ewig bestanden(habe in der nähe so einen fall da wurde zur pflegebedürftigkeit auch noch amputiert-folge , total hilflos/verzweifelt/lebensmüde, so alte können nicht wie pia oder ich mit prothese aufs dach klettern und ackern. so alte werden gemessen-gespritzt - und mit sinnlosen diäten gequält. und "das" ist das was die nicht verstehen - und da sie gequält werden fangen sie an zu fragen, blöderweise haben die meist noch respekt vor ärzten und lassen dan alles auf die kleinsten ab.
    sag denen nur "weil" wir dich messen und spritzen, kannst du alles essen wie immer.
    mfg klaus von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 22.05.2007 13:46:17
    Schon wieder aufs Dach? Neee, nicht heute.

    Also meine Freundin erzählt mir eben auch oft, dass die Motivation zum Leben fehlt, der Grund, morgens aufzustehen und nicht im Bett liegen zu bleiben. Sich zwingen, nicht im Nachthemde den ganze Tag rumzulaufen. Das kann ich sogar mit 46 Jahren nachvollziehen. Denn ich mach das manches Mal am WE so. Da stelle ich Telefon ab, mach nicht auf, wenns an der Tür klingelt, bleib im Nachthemde - dem Kater isses wurscht, ob ich ihm sein Fressen im Nachthemd oder Abendkleid serviere. Aber ich habe in der Woche einen Fulltimejob.
    Aber wie soll sich ein älterer Herr oder eine Dame motivieren. Gerade in solchen Kubläken (Dörfer). Da ist doch nichts los.
    Und die Problemwelt wird eine andere.
    Und oft argumentieren sie, dass sie den Kindern nicht zur Last fallen wollen, anstatt einzufordern, dass sich die Enkel nicht nur zum Geschenke abholen blicken lassen. Aber sie sind dazu erzogen worden, zu verzichten und bescheiden zu sein und immer zu geben....
    So, und nun: Diabetes und Spritzen. Das ist doch ein Problem - das gar nicht durch die Tür passt. Und -wie Jürgen richtig gesagt hat - sicher schon jahrelang vorhanden, so dass der Zeitpunkt der Spätfolgen da sein könnte. Vielleicht wurden Neuropathien schon als Rheuma behandelt, gibts ja alles.
    Ich habe mir so überlegt, das Wichtigste, das die Leute brauchen, ist Gesellschaft. Gesellschaft, um zu sehen, aha, da gibts ja viele von der Sorte, ich bin kein Einzelfall. Und hui, denen gehts ja schlechter als mir.
    Aber oft ist meine Freundin der einzige Grund, aus dem Bett zu kommen, weil sie ist nicht mitleidig, aber nächstenliebend und herzensgut streng, auch zum Opa, der meckert, wenn er nicht jeden Tag ein weichgekochtes Ei von ihr bekommt;-))
    Ich wünschte mir so oft, wir könnten uns mehr um unsere "Alten" selbst kümmern...
    sorry, mir war mal so. Und da freu ich mich riesig, einen Menschen wie Barbara zu lesen....
    von Pia