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HBA1C wieder 12,5 :-(((((

  • Pia

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 09:27:45
    Gestern habe ich beim Hausarzt meine Herzrasenproblemchen noch mal besprochen, außerdem wurden Blutwerte ausgewertet. Termin bei Diadoc hätte ich erst Ende Mai.
    Kein Selen, kein Eisen. OK, kein Thema. Das bekommt man hin...
    Aber, der HBA1C-Wert war wieder bei 12,5.
    Meine Hausärztin erzählte was von einer Spritze gegen Insulinresistenz, die neu auf dem Markt sei. Namen wusste sie nicht genau. Ich habe sie gebeten, dass sie schnell mit meiner Diadoc spricht. Ich glaub, ich ess gar nix mehr oder ich esse wieder alles, was mir Spaß macht und das Insulin scheint auch nichts, aber auch gar nichts zu wirken. Und ich habe in den letzten Wochen echt Hunger gehabt so über den Tag. Was ich nicht kapiere, wieso der HBA1C-Wert so hoch ist. Die BZ-Werte über den Tag gestalteten sich eigentlich fast ordentlich. Ich versteh nichts mehr..
    Zum Kardiologen soll ich diese Woche auch. Das EKG war nicht in Ordnung. Bisoprolol ist laut Arzt aber schon der Betablocker. Und die 10 mg täglich sollten nicht gesteigert werden. Ist es überhaupt sinnvoll, JETZT zum Augenarzt zu gehen, da lese ich eh nur Killefit. Denn da muss ich eigentlich auch noch hin, oder ist die Augenhintergrunduntersuchung doch auch jetzt sinnvoll?
    Ich bin zur Zeit ziemlich ratlos. Aber ich freu mich, dass meine Hausärztin sich um mich bemüht und auch mal versucht, mit dem Diadoc zusammenzuarbeiten. Was soll ich nur machen? Ich brauche dringend Euren Rat. von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 12:01:00
    Moin Pia,

    der HBA1c-Wert richtet sich nach Deinem Blutzucker-Verlauf, also nur unwesentlich nach den Werten, die Du nüchtern und vor den Mahlzeiten misst. Wenn Du so eine Zuckeruhr hättest, wie sie im vergangenen Herbst eigentlich in den Markt gehen sollte, würdest Du nach jedem Essen einen Anstieg Deines BZ sehen, so bis 1 bis 2 Stunden danach, und dann würde er wieder mehr oder weniger langsam absinken. Das kann man auch in der Form so einer Art Fieberkurve aufmalen, und alle Teile der Kurve, die länger als etwa 3 Stunden (kein Mensch weiß, wo genau zwischen 2 und 4) anhält, zählt im HBA1c.

    Wenn Du also vor dem Essen 100 hast und 1 Stunde nach dem Essen 300 und 1 Stunden nach dem Essen wieder 100, ist das beim HBA1c so, als wenn Du nie 300 gehabt hättest. Wenn Dein BZ allerdings von vor dem Essen 100 anschließend bis 300 ansteigt und erst kurz vor der nächsten Mahlzeit wieder bis auf 100 abgesunken ist und die meiste Zeit von diesem Bogen über z.B. 180 verlaufen ist, dann zählen für den HBA1c diese irgendwo um oder über 180, die da 3-4 Stunden angehalten haben.

    Jedes Insulin wirkt bei jedem von uns verschieden. D.h. es packt in einer individuellen Zeit eine individuelle Menge von Glukose weg. Von Zielbereich 100 zu Zielbereich 100 kann man mit einem HBA1c von 6 genau so wie mit einem von 8-9 gelangen. Die Höhe des Bogens dazwischen macht den Unterschied. Und die richtet sich danach, wie passend man Insulinwirkung und Essen aufeinander abstimmt. Diese Arbeit wirst Du dir nun mal machen müssen, und davon wird Dich dieses neue Zusatzmittel http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/daz_neu/public/tagesnews/November/tagesnews20061127b.html auch nicht abwaschen können :-(

    Bisdann, Jürgen
  • Pia

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 12:26:32
    Vielen Dank. Diese Messerei und Kurven malen macht mir nichts.
    Mein Morgen-Wert ist nach dem Aufstehen weiterhin meist über 10 mmol/l. Abends spritze ich 30 E. Levemir. Nach der Spitztabelle soll ich bei 3-5 mmol/l schon 24 E. spritzen, bei z.B. 11-13 mmol/l 30 E.
    Es ist egal, ob ich ein Brötchen (meist trocken) esse oder Quark, ich habe den Eindruck, das Insulin wirkt nicht oder nur sehr wenig Blutzucker senkend. Über den Tag trinke ich nur Kaffee oder Leitungswasser, spritze mittags in Höhe des Messwertes -ohne zu essen.
    Und abends um19 0der 20 Uhr esse ich dann mein Essen vom Mittag. Ich esse keine fettigen Sachen, kaum wurst, wenn, dann nur mager. Nach der Tabelle soll ich von vornherein hohe Dosen spritzen.
    Aber das Insulin wirkt nicht.
    Die Absprache zwischen meiner Diadoc und meiner Hausärztin hat mich nicht wegen der Spritze gefreut, sondern deswegen, dass man sich mal überhaupt bespricht. Ich renne von Arzt zu Arzt und jeder mäht auf seiner Wiese.
    Morgen hole ich mir ein Langzeit-EKG-Gerät ab. Ein Termin für Echosonografie wäre im Januar 2008 frei.
    Was passiert, wenn Insulin grundsätzlich nicht wirkt, woran liegt das? Ich werd auf jeden Fall erst mal wieder sehr engmaschig messen und Essen aufschreiben. von Pia
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 12:33:20
    hallo pia,
    zuerst kommt bei mir wieder mein übliches mißtrauen.
    wenn du deinen bz in "relativ" normalen bahnen hälst, auch mal nach dem essen gemessen hast.
    und auch dort noch akzeptable werte(in grenzen)
    ermittelt hast.
    "dann" möchte ich den hba1c anzweifeln.
    denn 12,5 würde heißen daß du praktisch ständig über 250 / > 15mmol gewesen bist.
    und das glaube ich nicht, daher gehe ich von einer starken beeinträchtigung dieser bestimmung durch die verschiedenen medis aus.
    auch der niedrige eisenwert läßt darauf schließen.
    du wärst der ideale kontrollpatient für die langzeitbz messung, über zwei-drei tage, wenn die kurve integriet wird kann man besser auf den tatsächlichen blutzuckerlangzeitwert schließen.
    (mal bei der uni nach so einem guardian fragen.)
    das medi ist von lilly, und heißt byetta, und wird morgens und abends gespritzt, die ergebnisse "sollen tw gut sein, aber der preis,
    mfg klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 15:30:01
    Moin Pia,

    sorry, aber ein Langzeitinsulin wie Levemir nach dem aktuellen BZ spritzen ist absoluter Humbug. Wenn Deine Ärztin Dir das so empfohlen hat, hat sie nach meiner unmaßgeblichen Meinung keine Ahnung. Ein Langzeitinsulin hat keine andere Aufgabe, als den BZ ohne verändernde Inputs und einmal abgesehen vom morgentlichen Anstieg auf einigermaßen gleicher Höhe zu halten. Für den Zweck gönne ich mir z.B. zur Zeit 36 IE Lantus pro Tag. Von diesen Insulinen zu erwarten, dass sie im zeitlichen Zusammenhang mit dem Spriten den BZ senken, ist Quatsch. Wie sollten sie auch, wenn sie mit Spritzmenge geteilt durch Wirkdauer (etwa 16 bis 24) pro Stunde wirken?

    Damit der BZ nach dem Essen von Stärke (vor allem alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis, manche Bohnen) oderund Zucker nicht zu sehr ansteigt und möglichst passend wieder runter kommt, spritzen wir zum Essen schneller und kürzer wirkende Insuline, am besten schnell wirkende Analoga, die aber noch nicht wieder von allen Kassen für Typ2 übernommen werden. Wer's nicht anders verordnet bekommt, muss halt mit Humaninsulin und damit mit einer flacheren und längeren Wirkung vorlieb nehmen. Von meinem Insulin zum Essen brauche ich um 5 IE/BE. Aus der Selbsthilfe kenne ich Leute, die dieses Insulin zum Essen nach Tabellen spritzen. Das ist alter Schwachsinn. Sondern wie viel dieses Insulin den eigenen BZ in welcher Zeit senkt, muss man ausmessen und den Futterinput daran anpassen.
    Meine persönlichen Beispiele: 10 IE Humaninsulin wirken bei mir grob vereinfacht mit 2IE/Stunde, 10 IE Schnelles Analog mit etwa 3 IE Stunde, ein Brötchen voll innerhalb 1 Stunde.

    Bisdann, Jürgen
  • Inka

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 15:49:12
    Liebe Pia!
    Ich kann Dir zwar nicht helfen, weil ich da schlichtweg keine Ahnung habe. Aber ich drück Dich einfach mal ganz fest ! Ich kann mir gut vorstellen, dass Du gerade "am Rad drehst"! Bestimmt wird auch alles wieder besser, denn Du bemühst Dich ja alles in den Griff zu bekommen! Und vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass das Ergebnis durch irgendwelche Wechselwirkungen verfälscht ist.
    Ganz viele liebe Grüsse!

    Inka
  • Pia

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 16:35:37
    Nein nein, lieber Jürgen, die 30 E. Levemir sind normales Langzeitinsulingespritze. Morgens 10 und abends zur Nacht 30 Einheiten. Nicht vor dem Essen...soo blond bin ich nun auch wieder nicht.
    Die Spritztabelle ergibt vor den Mahlzeiten ca. bis zu 30 E. und die 30 E. Levemir sind aus anfangs 10 E. geworden, um angeblich den Nüchternwert zu senken. Aber auch das funktioniert nicht.Und ich habe nachts keine Unterzuckerung. von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 17:08:21
    ok, noch mal: mit nem gleichmäßig wirkenden Basalinsulin kann man keinen ausgeprägten Morgenanstieg verhindern. Wenn Du allerdings nachts zwischen 1 und 3 noch deutlich hypofreie Luft hast, könntest Du mehr Levemir ausprobieren. Das könnte sich am Tag mit weniger Bolusbedarf bemerkbar machen.

    Mit 30 IE Bolus wäre ich bei Analog wenigstens 5 und bei Human wenigstens 8 Stunden beschäftigt. D.h. die Wirkung würde sich bei mir über diese Zeit(en) verteilen, während die 3 Brötchen, die ich dafür essen könnte, schon nach 1 Stunde meinen BZ auf seine absolute Spitze getrieben hätten - und dann würde der so nach und nach wieder absinken.

    Apropos Quark: alte 1er - alte 2er gibt es kaum - erzählen aus der Zeit vor etwa 80, als man sich mit Diabetes an nichts wirklich satt essen durfte, außer an Quark :-(

    UND der Nüchternwert hat keinen übergeordneten Einfluss auf den HBA1c nur diagnostisch eine besondere Bedeutung. Abgesehen davon ist er wie z.B. gleiche 10 mmol/l zu jeder anderen Tageszeit - und ich würde damit nichts essen, was meinen BZ antreibt. von Jürgen
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 18:22:55
    hallo pia,

    du spritzt nur basal?

    wie sind deine werte direkt nach dem aufwachen und ca 30-40 min nach dem aufstehen?
    mit dem aufstehen haut der körper jede menge adrenalin raus, welches ein gegenspieler des insulin ist, also ggf ein grund für morgentliches bolen. von thomas2002
  • Mathias Spieker

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 21:03:51
    Also diese Ferndiagnosen liegen mir gar nicht,
    aber ich denke ein guter Diabetologe, sollte schon wissen, das unterbestimmten Umständen der
    HbA1c nicht korrekt gemessen wird und das noch andere Möglichkeiten gibt. Entweder man wartet bis den Ärzten was einfällt, das kann dauern!
    Oder man legt ersteinmal resultate vor und zwar
    keine mit extremer Diät extra für den Arzt.
    Würde für eine Woche mal alle 3 Stunden messen,
    die Werte, die Insulinmenge, die Broteinheiten und andere Medikamente aufschreiben. Dann zum Dr.
    gehen, Therapieempfehlung. GGF Arztwechseln.


    Mfg Mathes
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 08.05.2007 21:38:24
    hallo mathes,
    pia verzichtet auf kh nicht für den arzt sondern für sich, um die insulinmengen runterzubekommen.
    sie schreibt ja auf ,
    soo viele gute diabetologen gibt es nicht.
    zudem ist das ganze eine absolute sondersituation.
    und wenn man tot ist nutzt es nicht wenn der doc ne erleuchtung hat(fals überhaupt eine erleuchtung kommt)
    wirklich gute diabetologen sind für mich nur zwei
    einer in althausen einer in münchen.
    an alle anderen natürlich spritzt pia kein levemir als bolus,
    mfg klaus
    von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 09.05.2007 10:19:31
    Lieber Mathes,

    deshalb fand ich es ja gut, dass meine Hausärztin, die für mich wirklich eine Person meines Vertrauens ist seit Jahren, sagte, ich rufe die Diabetologin mal an.

    Ich renne im Moment zu:
    -Hausarzt wegen Blutdruck und Herzrasen
    -Diabetologe
    -Schmerzambulanz (Dauerpatient)
    -Kardiologe, weil das EKG am Montag wohl
    nicht gut war, hole mir dann ein Langzeit-
    EKG-Gerät
    -Gynäkologe wegen Scheidenpilz
    - zum Augenarzt bin ich noch nicht
    gekommen

    So. Ich bin Gottseidank schmerzfrei 24h.
    Die Gyn-Geschichte ist auch im Topf nach Arztwechsel.
    Ich könnte eigentlich immer rundherum rennen, denn der Körper ist ein System.
    Aber ich bin trotzdem ein fröhlicher Mensch und nicht deprimiert.

    Aber im Moment lehne ich mich zurück und möchte, dass die Hausärztin sich mit der Diadoc auf einen Plan einigt. Und wennich ne Runde Eisen und Selen gefuttert habe, machen wir noch mal HBA1C. Also, das ist mein Plan.
    --------------
    Das Levemir von 30 E. noch weiter zu erhöhen, traue ich mir nicht einfach so zu. Es wurde in 2er-Schritten erhöht.
    Über was ich aber hier noch nachdenke, ist die Spritzzeit? Bisher habe ich immer so zwischen 21 und 22 Uhr gespritzt, weil dann geh ich ins Bettchen. Ist es sinnvoll, die nach Mitternacht zu legen, damit sie sich mit der Morgeneinheit von 10 länger überschneidet?
    Der Nüchternwert ist selten unter 10., meist zwischen 10 und 13 mmol/l.

    P.S. Ich bin froh, dass ich Euch habe...


    von Pia
  • Mathias Spieker

    Rang: Gast
    am 09.05.2007 21:48:54
    Hallo Pia,

    ich weiß jetzt nicht ob ich das richtig verstanden habe, du spritz Abends Levimir 30ie unt kein
    schnellwirkendes Insulin zu den Mahlzeiten ????
    Wie hoch ist Dein Körpergewicht ?
    Rechne IE/KGKG, alles was darunter ist, ist normaler Insulinbedarf.
    Deine Werte liegen morgens um 10 mmol/l
    sprich ca. 220 mg/dl.

    Und Du hast Angst Deine Insulindosis höher zu
    setzen, wegen einer Insulinresistenz, Hypoglycämiegefahr ?

    Die Insulinresitenz wird nicht besser werden solange Deine Werte so hoch sind, Dein Körper
    greift auf seine Fettreserven zurück, dadurch
    werden Fettsäuren gebildet ( Ketone ) diese
    hemmen die Insulinwirkung. Insulin bis zum
    Abwinken und dann stabilisiert sich der Zucker,
    und dann kann man wieder Insulin langsam
    reduzieren.
    Und von einer Hypoglygämie bist Du auch weit entfernt.
    Die Kardialenprobleme werden auch nicht besser
    oder haben eventuell ihre Ursache im hohen BZ.
    Beim Pilz das Gleiche, Augen dito,
    Endweder Du nimmst das Jetzt alles so tapfer hin, oder Du änderst was dran. Und ich würde beim Zucker anfangen, einfach als Grundlage
    für eine bessere Heilung Deiner anderen Erkrankungen, sicher das ist nicht einfach.
    Aber wenn Du keinen Druck machst, gehst DU den Bach runter. Das Klingt jetzt hart, aber so kann Deine Einstellung doch nicht weiter gehen.

    MFG mathes
  • Pia

    Rang: Gast
    am 10.05.2007 10:13:40
    Hi Mathes,
    natürlich spritze ich Kurzzeitinsulin., die nach Tabelle vom Arzt.
    Und außerdem morgens 10 und abends 30 E. Levemir. Die Abenddosis wurde mit 20 begonnen und schrittweise je um 2 Einheiten erhöht. Als ich von 28 auf 30 von mir aus erhöht hatte, brannte beim nächsten Termin beim Diadoc die Luft. Raus ging ich mit der Spritztabelle für Humalog und Levemir, bei Levemir stand: abends 30 E. Diabetes wurde bei mir vor 2 Jahren festgestellt. Vielleicht bin ich nicht so mutig wie ihr, auf hartem Boden mit einem Diadoc zu diskutieren.
    Wieviel Jahre seid Ihr schon Diabetiker?
    Wenn ich lese, dass die Maßnahme: Spritztabelle veraltet ist, was glaubt Ihr, was passiert, wenn ich das zu meinem Diabetologen sage.
    Deshalb habe ich auch Rat bei meiner Hausärztin gesucht und ihr deutlich gesagt, dass ich mich in der DiadocPraxis, in der ich bin, nicht ausreichend und gut behandelt werde, siehe HBA1C-Wert über 12.
    Durch meine Amputation stand lange Zeit an 1. Stelle, schmerzfrei zu werden. Und das war ein sehr langer Weg, glaub mir. Denn die Schmerzfreiheit ist die Basis dafür, dass ich alles andere anpacken kann.
    Bei den Schmerzschüben flog der BZ und Blutdruck gegen die Wand. Über Essen oder Spritzen brauchst du dann gar nicht mehr nachdenken. von Pia
  • Mathias Spieker

    Rang: Gast
    am 10.05.2007 14:20:09
    Ok jetzt bekommt das ganze einwenig Sinn, ich sehe
    das so Deine Ärzte ( Hausarzt, Diabetologe ) müssen Dich in die Lage versetzen, Deinen DM
    nach Deinen Bedürfnissen zu behandeln, damit meine ich jetzt nicht das Kilo Haribo, sondern Deine
    Schmerzzustände, wahrscheinlich wechselt dann auch Deine Ernährung, bzw. kann mir gut vorstellen,
    das dann keine Lust zum Essen, vor lauter schmerzen da ist. Das alles kannst Du nir schaffen, mit einer halbwegs Guten DM-Einstellung, wenn Dein Diabetologe Dir mehr Eigenregie zusteht, ehrlich gesagt, es kann ja kaum noch schlechter
    werden. Ich weiß nicht was für Medikamente sonst
    noch so eingenommen werden, wenn z.B. Cortion mit dabei ist brauchst du sehr viel mehr Insulin,
    Du must durch und mit Deinen Ärzten in die Lage
    versetzt werden, auf Deinen Blutzucker zu reagieren
    und zwar sofort und nicht erst nach 3 Tagen.
    Ich bin jetzt seit 30 Jahren DMler Typ1, vor 12 Jahrenhatte ich aber schon Normalinsulin um meine Werte
    zu korrigiern, nicht im Sinne von man kann Essen
    was man möchte. So wie ich das hier lese, scheint ja von Deiner Seite schon interesse da zu sein, die Einstellung zu verbessern, und ich denke das geht auch mit einer ICT, wobei ich für
    Deiner Verhältnisse schon fast an eine Pumpe
    denken würde, nur kannste das mit Deinem Diabetologen vergessen. Du brauchst eine gute
    BZ-Einstellung um die Schäden, die schon da sind, nicht noch schlimmer werden zu lassen.
    Ein Hba1c unter 7 sollte auch machbar sein.
    Wenn es bei mir gut läuft gehe ich 1 mal alle
    vier Monate zum Arzt, um Rezepte zu besorgen,
    klar gibt es in diesen vier Monatenphasen wo
    der Blutzucker bescheiden ist, nur dann weis
    ich auch wie ich drauf reagieren kann, und mein
    Arzt würde auch nicht viel anders reagieren.
    Wenn Du was für Dich tun möchtest, sprech
    klartext mit Deinem Diabetologen, oder stimm
    mit den Füssen ab. Wünsche Dir viel Erfolg.
    In welcher Ecke wohnst Du, vielleicht kann man
    ja einen Diabetolgen, in der Nähe finden

    Mfg Mathes
  • Pia

    Rang: Gast
    am 10.05.2007 16:24:07
    Lieber Mathes,
    ich wohne in Leipzig.
    Medikamente bekomme ich sonst noch: Lyrica, Tramundin, (gegen die Phantomschmerzen) Bisoprolol und Ramipiril gegen hohen Blutdruck. Es waren mal viiiel mehr. Über die Insulinpumpe habe ich auch schon nachgedacht....aber- auch wenn das albern klingt -ich hätte bissel Schiss vor dem every-time-Pickser im Bauch. Ist sicher Nonsens.
    Aber ich bin Optimist, ich schaff das alles.
    Nach ein paar Wochen soll ich eh wieder zum Blutlabor wegen des Selen-- und Eisenspiegels. von Pia
  • Mathias Spieker

    Rang: Gast
    am 10.05.2007 18:56:44
    Hallo Pia,
    in Leipzig kenne ich persöhnlich keinen Diabetologen, aber schau mal unter diesem
    Link nach
    http://typ1.insulinclub.de
    hier findest Du eine Menge Leute die auch eine
    ICT durchführen, sie können Dir sicher da besser
    helfen, mit Ihren Tipps, ich bin schon etwas raus
    mit meiner Pumpe. Hier ein Link mit Diabetologen
    in/um Leipzig :
    www.diabetes-news.de/arzt/diabetologen/diabetologen_plz-0.htm

    Mfg Mathes von Mathias Spieker
  • dmler

    Rang: Gast
    am 11.05.2007 12:43:58
    hallo,
    falls du noch nicht experimentiert hast:
    bevor du levemir erhöhst, misst du mal um ca. 3 uhr. dann kannst du sehen, um wieviel basal evtl. du mehr erhöhst.
    zu spritzzeiten: ob du die nachtsdosis nach hinten schieben kannst, hängt davon ab, wie lange dein morgendliches basalinsulin reicht. levemir hat eine relativ lange anlaufphase. bevor dein nächtliches basal wirkt, (z.b. um 24 uhr gespritzt), könnte es sein, dass das morgendliche in seiner wirkung ausläuft. diese lücke könntest du z.b. mit einem anderen be-faktor für das abendessen decken, also erhöhen. funktioniert das nicht, kannst du natürlich das morgensinsulin erhöhen, damit es länger wirkt. aber vorsicht: die dosiserhöhung bewirkt auch eine wirkungssteigerung. es ist dann auch möglich, dass du morgens einen kleineren be-faktor hast.

    ich hoffe, das war jetzt verständlich. das ist eine düftelei, ich weiß, nur mut. das bekommst du schon hin.
    gruß von dmler
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.05.2007 14:52:49
    Lieber DMler,

    vielen lieben Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
    Ich habe in der Nacht auf jeden Fall keinen niedrigen BZ-Wert. Mit welcher Formel oder welchem Faktor könnte ich denn die Levemir-Dosis erhöhen? Nehmen wir an, meine Werte sind wie folgt:
    19:00 Uhr 7,8 (laut Tabelle 28 E. Humalog)
    21:00 Uhr, also 2h nach dem Essen 9, 3
    2 Uhr: 11,4.

    Und was bedeutet: lange Anlaufzeit von Levemir konkret? Wann ist die max. Wirksamkeit erreicht?
    von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 11.05.2007 22:09:20
    Moin Pia,

    Fromel gibt's nicht, auch nicht für Ärzte, AUSSCHLIESSLICH trial & success :-)

    In dem Sinne würde ich Levemir in 2 IE-Schritten erhöhen, bis der BZ zwischen 1 und 3 Uhr oder/und zu einer anderen Zeit ohne Boluswirkung an 5 geht.

    AAAAber ich würde nur EINS machen, ENTWEDER zunächst Levemir erhöhen ODER zunächst Actos nehmen. Dein Spiel :-)

    Bisdann, Jürgen

    Bis Levemir voll wirkt, vergehen nach dem Spritzen wahrscheinlich etwa 2 Stunden.
  • dmler

    Rang: Gast
    am 12.05.2007 16:45:20
    hallo pia,
    der vorredner hat recht: allgemeine formeln gibts nicht, da jeder körper anders reagiert. selbst die tipps vom dia-doc. stimmen oft nicht. das sind v.a. eigene erfahrungswerte, die dir helfen.
    zu levemir: eigentlich findet man das am besten mithilfe eines basalratentest raus, wann u. wieviel man braucht.
    grob gesagt, beginnt levemir mit seiner wirkung nach 2-3 h, das wirkmax. ca. bei 8 h. achtung: das sind meine erfahrungen; laut meinem dia-doc. stimmt das aber ungefähr mit den angaben des herstellers überein.
    ich messe in mg/dl, aber 2 h nach dem essen ist der anstieg i.o.. bekommst du den ausgangswert von 7,8 nicht besser hin? hier stimmt meiner meinung nach die levemirdosis nicht (zu wenig morgens gespritzt). um 2 uhr nachts ist der bz schon hoch bei dir. meiner meinung nach stimmt die levemirdosis nachts auch nicht. zusätzlich könnte es mit der ernährung zusammenhängen: wenn du viel eiweißreiche kost abends ist, wird das "zuviel" an eiweiß in glukose umgewandelt. ich weiß auch nicht, ob du etwas warmes abends ist: das war mal mein problem, dass um 3 uhr, wenn die werte eigentlich am niedrigsten sein sollten, extrem hoch war. seitdem gibst abends kalte küche oder ich spritz den zucker um 3 runter.
    deine levemirdosis kannst du zunächst um 2 ie erhöhen. aber levemir hat eine langsame, aber starke wirkung: je näher du an deine zielwerte kommst, nur noch um 1 ie erhöhen.
    hoffe, dass es dir weitergeholfen hat. von dmler
  • Pia

    Rang: Gast
    am 14.05.2007 09:51:16
    Ich danke Euch, wie verrückt. Jetzt habe ich erst mal einen Fahrplan.
    DMler. Du hast Recht, ich esse 2-3 mal in der Woche abends warm. Ich brauche in der Woche ab und zu ein Mittagessen. Da das aber hier mit dem Publikumsverkehr nicht möglich ist, in Ruhe zu essen und des immer kalt wurde, nehme ich es mit nach Hause und esse es abends. Aber nicht jeden Tag, das wäre zuviel.
    Auf meine morgendliche Buttersemmel habe ich ab sofort vollends verzichtet auf Klaus' Rat. (Obwohl mir das sehr schwer fällt).
    von Pia