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HBA1C wieder 12,5 :-(((((
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Pia
Rang: Gastam 08.05.2007 09:27:45
Gestern habe ich beim Hausarzt meine Herzrasenproblemchen noch mal besprochen, außerdem wurden Blutwerte ausgewertet. Termin bei Diadoc hätte ich erst Ende Mai.
Kein Selen, kein Eisen. OK, kein Thema. Das bekommt man hin...
Aber, der HBA1C-Wert war wieder bei 12,5.
Meine Hausärztin erzählte was von einer Spritze gegen Insulinresistenz, die neu auf dem Markt sei. Namen wusste sie nicht genau. Ich habe sie gebeten, dass sie schnell mit meiner Diadoc spricht. Ich glaub, ich ess gar nix mehr oder ich esse wieder alles, was mir Spaß macht und das Insulin scheint auch nichts, aber auch gar nichts zu wirken. Und ich habe in den letzten Wochen echt Hunger gehabt so über den Tag. Was ich nicht kapiere, wieso der HBA1C-Wert so hoch ist. Die BZ-Werte über den Tag gestalteten sich eigentlich fast ordentlich. Ich versteh nichts mehr..
Zum Kardiologen soll ich diese Woche auch. Das EKG war nicht in Ordnung. Bisoprolol ist laut Arzt aber schon der Betablocker. Und die 10 mg täglich sollten nicht gesteigert werden. Ist es überhaupt sinnvoll, JETZT zum Augenarzt zu gehen, da lese ich eh nur Killefit. Denn da muss ich eigentlich auch noch hin, oder ist die Augenhintergrunduntersuchung doch auch jetzt sinnvoll?
Ich bin zur Zeit ziemlich ratlos. Aber ich freu mich, dass meine Hausärztin sich um mich bemüht und auch mal versucht, mit dem Diadoc zusammenzuarbeiten. Was soll ich nur machen? Ich brauche dringend Euren Rat. von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 08.05.2007 12:01:00
Moin Pia,
der HBA1c-Wert richtet sich nach Deinem Blutzucker-Verlauf, also nur unwesentlich nach den Werten, die Du nüchtern und vor den Mahlzeiten misst. Wenn Du so eine Zuckeruhr hättest, wie sie im vergangenen Herbst eigentlich in den Markt gehen sollte, würdest Du nach jedem Essen einen Anstieg Deines BZ sehen, so bis 1 bis 2 Stunden danach, und dann würde er wieder mehr oder weniger langsam absinken. Das kann man auch in der Form so einer Art Fieberkurve aufmalen, und alle Teile der Kurve, die länger als etwa 3 Stunden (kein Mensch weiß, wo genau zwischen 2 und 4) anhält, zählt im HBA1c.
Wenn Du also vor dem Essen 100 hast und 1 Stunde nach dem Essen 300 und 1 Stunden nach dem Essen wieder 100, ist das beim HBA1c so, als wenn Du nie 300 gehabt hättest. Wenn Dein BZ allerdings von vor dem Essen 100 anschließend bis 300 ansteigt und erst kurz vor der nächsten Mahlzeit wieder bis auf 100 abgesunken ist und die meiste Zeit von diesem Bogen über z.B. 180 verlaufen ist, dann zählen für den HBA1c diese irgendwo um oder über 180, die da 3-4 Stunden angehalten haben.
Jedes Insulin wirkt bei jedem von uns verschieden. D.h. es packt in einer individuellen Zeit eine individuelle Menge von Glukose weg. Von Zielbereich 100 zu Zielbereich 100 kann man mit einem HBA1c von 6 genau so wie mit einem von 8-9 gelangen. Die Höhe des Bogens dazwischen macht den Unterschied. Und die richtet sich danach, wie passend man Insulinwirkung und Essen aufeinander abstimmt. Diese Arbeit wirst Du dir nun mal machen müssen, und davon wird Dich dieses neue Zusatzmittel http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/daz_neu/public/tagesnews/November/tagesnews20061127b.html auch nicht abwaschen können :-(
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 08.05.2007 12:26:32
Vielen Dank. Diese Messerei und Kurven malen macht mir nichts.
Mein Morgen-Wert ist nach dem Aufstehen weiterhin meist über 10 mmol/l. Abends spritze ich 30 E. Levemir. Nach der Spitztabelle soll ich bei 3-5 mmol/l schon 24 E. spritzen, bei z.B. 11-13 mmol/l 30 E.
Es ist egal, ob ich ein Brötchen (meist trocken) esse oder Quark, ich habe den Eindruck, das Insulin wirkt nicht oder nur sehr wenig Blutzucker senkend. Über den Tag trinke ich nur Kaffee oder Leitungswasser, spritze mittags in Höhe des Messwertes -ohne zu essen.
Und abends um19 0der 20 Uhr esse ich dann mein Essen vom Mittag. Ich esse keine fettigen Sachen, kaum wurst, wenn, dann nur mager. Nach der Tabelle soll ich von vornherein hohe Dosen spritzen.
Aber das Insulin wirkt nicht.
Die Absprache zwischen meiner Diadoc und meiner Hausärztin hat mich nicht wegen der Spritze gefreut, sondern deswegen, dass man sich mal überhaupt bespricht. Ich renne von Arzt zu Arzt und jeder mäht auf seiner Wiese.
Morgen hole ich mir ein Langzeit-EKG-Gerät ab. Ein Termin für Echosonografie wäre im Januar 2008 frei.
Was passiert, wenn Insulin grundsätzlich nicht wirkt, woran liegt das? Ich werd auf jeden Fall erst mal wieder sehr engmaschig messen und Essen aufschreiben. von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 08.05.2007 12:33:20
hallo pia,
zuerst kommt bei mir wieder mein übliches mißtrauen.
wenn du deinen bz in "relativ" normalen bahnen hälst, auch mal nach dem essen gemessen hast.
und auch dort noch akzeptable werte(in grenzen)
ermittelt hast.
"dann" möchte ich den hba1c anzweifeln.
denn 12,5 würde heißen daß du praktisch ständig über 250 / > 15mmol gewesen bist.
und das glaube ich nicht, daher gehe ich von einer starken beeinträchtigung dieser bestimmung durch die verschiedenen medis aus.
auch der niedrige eisenwert läßt darauf schließen.
du wärst der ideale kontrollpatient für die langzeitbz messung, über zwei-drei tage, wenn die kurve integriet wird kann man besser auf den tatsächlichen blutzuckerlangzeitwert schließen.
(mal bei der uni nach so einem guardian fragen.)
das medi ist von lilly, und heißt byetta, und wird morgens und abends gespritzt, die ergebnisse "sollen tw gut sein, aber der preis,
mfg klaus von klausdn -
Jürgen
Rang: Gastam 08.05.2007 15:30:01
Moin Pia,
sorry, aber ein Langzeitinsulin wie Levemir nach dem aktuellen BZ spritzen ist absoluter Humbug. Wenn Deine Ärztin Dir das so empfohlen hat, hat sie nach meiner unmaßgeblichen Meinung keine Ahnung. Ein Langzeitinsulin hat keine andere Aufgabe, als den BZ ohne verändernde Inputs und einmal abgesehen vom morgentlichen Anstieg auf einigermaßen gleicher Höhe zu halten. Für den Zweck gönne ich mir z.B. zur Zeit 36 IE Lantus pro Tag. Von diesen Insulinen zu erwarten, dass sie im zeitlichen Zusammenhang mit dem Spriten den BZ senken, ist Quatsch. Wie sollten sie auch, wenn sie mit Spritzmenge geteilt durch Wirkdauer (etwa 16 bis 24) pro Stunde wirken?
Damit der BZ nach dem Essen von Stärke (vor allem alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis, manche Bohnen) oderund Zucker nicht zu sehr ansteigt und möglichst passend wieder runter kommt, spritzen wir zum Essen schneller und kürzer wirkende Insuline, am besten schnell wirkende Analoga, die aber noch nicht wieder von allen Kassen für Typ2 übernommen werden. Wer's nicht anders verordnet bekommt, muss halt mit Humaninsulin und damit mit einer flacheren und längeren Wirkung vorlieb nehmen. Von meinem Insulin zum Essen brauche ich um 5 IE/BE. Aus der Selbsthilfe kenne ich Leute, die dieses Insulin zum Essen nach Tabellen spritzen. Das ist alter Schwachsinn. Sondern wie viel dieses Insulin den eigenen BZ in welcher Zeit senkt, muss man ausmessen und den Futterinput daran anpassen.
Meine persönlichen Beispiele: 10 IE Humaninsulin wirken bei mir grob vereinfacht mit 2IE/Stunde, 10 IE Schnelles Analog mit etwa 3 IE Stunde, ein Brötchen voll innerhalb 1 Stunde.
Bisdann, Jürgen -
Inka
Rang: Gastam 08.05.2007 15:49:12
Liebe Pia!
Ich kann Dir zwar nicht helfen, weil ich da schlichtweg keine Ahnung habe. Aber ich drück Dich einfach mal ganz fest ! Ich kann mir gut vorstellen, dass Du gerade "am Rad drehst"! Bestimmt wird auch alles wieder besser, denn Du bemühst Dich ja alles in den Griff zu bekommen! Und vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass das Ergebnis durch irgendwelche Wechselwirkungen verfälscht ist.
Ganz viele liebe Grüsse!
Inka -
Pia
Rang: Gastam 08.05.2007 16:35:37
Nein nein, lieber Jürgen, die 30 E. Levemir sind normales Langzeitinsulingespritze. Morgens 10 und abends zur Nacht 30 Einheiten. Nicht vor dem Essen...soo blond bin ich nun auch wieder nicht.
Die Spritztabelle ergibt vor den Mahlzeiten ca. bis zu 30 E. und die 30 E. Levemir sind aus anfangs 10 E. geworden, um angeblich den Nüchternwert zu senken. Aber auch das funktioniert nicht.Und ich habe nachts keine Unterzuckerung. von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 08.05.2007 17:08:21
ok, noch mal: mit nem gleichmäßig wirkenden Basalinsulin kann man keinen ausgeprägten Morgenanstieg verhindern. Wenn Du allerdings nachts zwischen 1 und 3 noch deutlich hypofreie Luft hast, könntest Du mehr Levemir ausprobieren. Das könnte sich am Tag mit weniger Bolusbedarf bemerkbar machen.
Mit 30 IE Bolus wäre ich bei Analog wenigstens 5 und bei Human wenigstens 8 Stunden beschäftigt. D.h. die Wirkung würde sich bei mir über diese Zeit(en) verteilen, während die 3 Brötchen, die ich dafür essen könnte, schon nach 1 Stunde meinen BZ auf seine absolute Spitze getrieben hätten - und dann würde der so nach und nach wieder absinken.
Apropos Quark: alte 1er - alte 2er gibt es kaum - erzählen aus der Zeit vor etwa 80, als man sich mit Diabetes an nichts wirklich satt essen durfte, außer an Quark :-(
UND der Nüchternwert hat keinen übergeordneten Einfluss auf den HBA1c nur diagnostisch eine besondere Bedeutung. Abgesehen davon ist er wie z.B. gleiche 10 mmol/l zu jeder anderen Tageszeit - und ich würde damit nichts essen, was meinen BZ antreibt. von Jürgen -
thomas2002
Rang: Gastam 08.05.2007 18:22:55
hallo pia,
du spritzt nur basal?
wie sind deine werte direkt nach dem aufwachen und ca 30-40 min nach dem aufstehen?
mit dem aufstehen haut der körper jede menge adrenalin raus, welches ein gegenspieler des insulin ist, also ggf ein grund für morgentliches bolen. von thomas2002 -
Mathias Spieker
Rang: Gastam 08.05.2007 21:03:51
Also diese Ferndiagnosen liegen mir gar nicht,
aber ich denke ein guter Diabetologe, sollte schon wissen, das unterbestimmten Umständen der
HbA1c nicht korrekt gemessen wird und das noch andere Möglichkeiten gibt. Entweder man wartet bis den Ärzten was einfällt, das kann dauern!
Oder man legt ersteinmal resultate vor und zwar
keine mit extremer Diät extra für den Arzt.
Würde für eine Woche mal alle 3 Stunden messen,
die Werte, die Insulinmenge, die Broteinheiten und andere Medikamente aufschreiben. Dann zum Dr.
gehen, Therapieempfehlung. GGF Arztwechseln.
Mfg Mathes