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Gewichtszunahme trotz Metformin

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 11.04.2007 19:39:30
    hallo eh,
    wer sagt daß lernen bei dm für ihn uninteressant ist,
    wer patentrezepte verlangt
    dem ist seine gesundheit egal.
    wer einen hba1c von 10-14 % hat und auf metformin schimpft weil er endlich unter die nierenschwelle gekommen ist und deshalb zunimmt weil er seine nahrung nicht mehr auspinkelt.
    statt einen hba1c von unter mindestens 7 anzustreben, und das kann er (grund so)
    dem ist seine gesundheit egal.
    so schlimm es kingt , aber wenn er ein bein verliert oder nen hi bekommt ist sein laden nämlich auch hinüber.
    und wenn die retinopatie und voll zuschlägt kann er seinen nachtfahrjob auch an den nagel hängen.
    und was dann ??
    wenn du nach jahrzehnten dm keine folgen hast sei froh , die mehrzahl hat welche, nur zur info:
    30000amputationen/a
    6000 erblindungen/a
    da ist nichts schönzureden.
    mfg klaus von klausdn
  • EH

    Rang: Gast
    am 11.04.2007 21:00:13
    Der Mann braucht kein Metformin, der braucht Insulin. Außerdem braucht er einen vernünftigen Arzt.
    Was er gar nicht brauchen kann ist Wichtigtuerei und Gepöbel, garniert mit gehässigen Worten.
    von EH
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 11.04.2007 21:13:05
    komisch,
    insulin hat er,
    ob er metformin braucht würde ich dem doc überlassen.
    wenn jemand so interessenlos zu mir kommen würde, würde ich auch nur mit der schulter zucken.
    der einzige der hier pöbelt bist du, alle anderen haben versucht zu helfen.
    ein erfolgreiches dm management, fängt "immer"
    beim dmler selbst an , nie beim doc alein.
    mfg klaus von klausdn
  • Andre Bryx

    Rang: Gast
    am 12.04.2007 01:04:33
    Hallo! Ich bin´s nochmal - der Ursprungsposter :-)

    Um es mal richtigzustellen: Nein, meine Gesundheit ist mir nicht egal. Ich verlange aber von Ärzten, die mich behandeln, mich so zu behandeln, daß ich mich auch behandelt fühle und nicht nur einfach abgefertigt "Da hinten hängen Infoblätter, bedienen Sie sich".

    Und - auch nein - ich bin nicht desinteressiert - sonst würde ich mir nicht die Mühe machen hier zu schreiben.

    Aber - ja - ich hadere (gerne) mit meinem Schicksal.
    Ohne wirklich stolz darauf sein war das Thema Gesundheit bis vor ein paar Jahren überhaupt gar kein Thema für mich. Bis ich irgendwann von selbnst merkte, daß man nur noch 24/h Tag arbeiten kann wenn man permanent unter Droge steht und letztendlich nur noch neben sich....
    War nicht so wirklich der Bringer und seitdem bin ich Clean, trinke nicht, rauche nicht mehr und habe bis fast auf´s Idealgewicht abgenommen, halte mich Fit soweit es geht - und jetzt so was!

    IIm Übrigen kenne ich mich durchaus mit chronischem Siechtum aus, Seit meinem 16. Lebensjahr habe ich Morbeus Bechterew und seit der Zeit bin ich keinem Tag schmerzfrei. Aber es kümmert mich auch nicht. Man gewöhnt sich einfach daran.
    Wäre schön, wenn es mit der Diabetes auch so ginge.
    Schöner wäre es, wenn nicht jeder der mir was darüber erzählt von seiner Aussage her grundverschieden mit der Vorherigen wäre.
    Es kann doch wohl nicht so schwer sein - das was ich Schema "F" nenne - die Sache mal so auf die Reihe zu bringen, daß ich für mich eine Methode entwickeln kann, das Ding so zu behandeln, daß ich nicht viel darüber nachdenken muss. Meinetwegen esse ich auch jeden Tag auf I-Tüpfelchen das selbe - wäre alles nix wiklich Neues für mich.

    Aber danke wegen der Nebeninfo zu der "Nierenschwelle" - jetzt kapier ich den Mechanismus in Ursache und Wirkung wenigstens halbwegs. Ok, werde mal versuchen, die Einheiten runterzuschrauben, was mir warscheinlich nicht so einfach fallen wird.

    So mal wieder zurück zum Thema an sich - im Krankenhaus wurde ich mit Insulin behandelt, habe mich auch selber nach Anweisung gespritzt.
    Nach der Entlassung bis zur Übernahme durch den Diabetologen habe ich auch nach Anleitung des Krankenhauses ("pro 10 runter eine Einheit rein" ) gespritzt, bin aber - ohne die Dosierung selbstständig erheblich zu erhöhen - nie auf unter 150 -140 gekommen. Der Diabetologe hat dann das Insulin abgesetzt und meinte ich soll es erstmal mit reiner Diät versuchen, was dann darin gipfelte, daß ich mehr oder weniger gezwungen war mit mir bekannten Werten von 200 und höher mehrere Stunden konzentriert Auto zu fahren und mein Magen bei 10BE lauter knurrte als der olle Diesel...
    Nein, Insulin komme für mich nicht in Frage meinte man dann und hat mich nun auf 1000mg Metformin gesetzt. Keine Aussage zur Ursache und Wirkung - ist halt so - Basta - der nächste bitte....

    Mal ehlich - Ich komme mir irgendwie veräppelt und wie ein Versuchskarnickel vor und da soll ich das Ding namens Diabetes auch noch irgendwie ernst nehmen? Ich weis selbst, daß es ernst ist, aber werde ich von den Ärzten ernst genommen?

    Im Übrigen sind meine Nieren 100% ok und meine Augen lasse ich alleine wegen dem Bechterew alle 6 Monate untersuchen. Ich habe mit meinen paarundvierzich immer noch einen Adlerblick! Wie gesagt - soooo schnell kriegt mich nix klein!

    Andre von Andre Bryx
  • Pia

    Rang: Gast
    am 12.04.2007 12:40:34
    Lieber Andre,

    Du hast Morbus Bechterew! Du hast ständig Schmerzen, schreibst du. Dann ist das für mich völlig klar, dass Du hohe BZ-Werte hast.
    Der Diabetologe an sich kennt keinen Zusammenhang zwischen Schmerzen und hohem Blutzucker. Das musste ich feststellen. Ich bin Gottseidank seitdem ich in der Schmerzambulanz ordentlich behandelt werde, 24h schmerzfrei, hatte aber in Abständen von ca. 4 Wochen akute Schmerzschübe, die den Blutdruck auf 200/130 und den Blutzucker auf 20mgmol steigen ließen. Schmerzen treiben den BZ akut in die Höhe, das heißt, ich würde dir empfehlen, deine Schmerzsituation erst in Ordnung zu bringen. Guck mal, ob eine Universität mit einem Klinikum in deiner Nähe ist, die haben alle Spezialambulanzen für Schmerzpatienten. Dort wird man vernünftig mit Opiaten, Antiepileptika gegen Neuropathien oder Morphinen gegen chronische Schmerzen eingestellt.
    Solange du unter Schmerzen leidest, wird dein Blutzucker und auch der HBA1C-Wert hoch bleiben...
    Ich habe nicht die Absicht, dir Vorschriften zu machen, ich möchte wirklich helfen.... von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.04.2007 15:55:08
    Moin Andre,

    was ein guter Dok leisten kann, hattest Du aus dem kranken Haus mitgebracht. Um auf brauchbare Blutzuckerwerte zu kommen, hattest Du mehr gespritzt. Eine im Prinzip richtige Möglichkeit. Die hat aber immer dann Grenzen, wenn damit der Insulinrahmen eines stoffwechselgesunden Menschen von um 60 IE/24 Stunden deutlich überschritten wird. Das passiert häufig bei Typ2, weil die pro BE meistens sehr viel mehr als 1 IE spritzen müssen, und das passiert praktisch bei den meisten, die Schmerzmittel nehmen müssen und immer bei Cortisonbehandlung, weil Cortison das Insulin in seiner Wirkung behindert. Und mit dauerhaft hohen Blutzuckerwerten verringert sich auch die Wirkung des Insulins. Dann hilft für einen brauchbaren Blutzucker-Verlauf nur, weniger von dem zu essen, was den Blutzucker antreibt, also von Stärke und Zucker, und stattdessen zum Sattwerden mehr von Eiweiß und Fett.

    Mit Cortison neigt man immer zur Zunahme. Ebenso mit viel Insulin, weil der Blutzucker, der nicht sofort in Energie umgewandelt und verbraucht wird, als Fett eingelagert wird, und weil ein hoher Insulinspiegel anschließend die Verwendung des eingelagerten Fettes blockiert. Wenn man in dieser Situation abnimmt, nimmt man nicht an Fett ab, weil das ja blockiert ist, sondern an Muskelmasse und ist häufiger schlapp.
    Was ich Dir eingangs geschrieben hatte, steht noch immer: Es gibt abgesehen von einem Zufall wie dem von 6 Richtigen im Lotto keine Medikation, mit der ein Arzt Deinen Blutzucker in einen halbwegs gesunden Rahmen verordnen könnte.
    Insulin ist das einzige Medikament, das sich in seiner Wirkung relativ gezielt dosieren lässt. Allerdings wirkt auch das bei den meisten von uns sehr verschieden, so dass Dir wirklich nichts anderes übrig bleibt, als für Dich selbst zu entdecken, wie was bei Dir wirkt und wie Du die BZ-hebenden und BZ-senkenden Wirkungen am besten in Deinem bewegten Alltag gegeneinander ausgleichst.

    Und noch eins: der Dok hat zwar die Therapiehoheit, aber gemeint war mit dem Begriff ursprünglich, dass ihm da aus der Gesundheitsverwaltung und den kranken Kassen niemand reinreden dürfen sollte. Der Begriff bedeutet nicht, das wir Patienten Therapieuntertanen sind, wie vielfach angenommen wird. Dein erster Maßstab muss dein Blutzucker sein, denn der bestimmt mit seinem alltäglichen Verlauf, wie lange Du noch im Vollbesitz Deiner körperlichen Kräfte arbeiten kannst. Und wenn mir ein Dok erzählen wollte, dass über 200 zu irgend einer Tageszeit gut für mich wären, müsste er mir das schon SEHR GUT begründen können. Sonst würde ich pauschal annehmen, dass er keine Ahnung von Diabetes hat.
    Also noch mal: Dein Blutzucker ist in seinem Verlauf abhängig von Deinem Futter, Deinem Insulin und wahrscheinlich auch Deinen übrigen Medis und von Deiner Bewegung. Denn Deine Bewegung kann z.B. zur Hauptwirkzeit Deines Insulins bei Dir (nicht unbedingt gleich der auf dem Waschzettel!) dessen Wirkung erheblich verstärken. Nur Du kannst alle diese Wirkungen so mit einander verknüpfen, dass dabei Dein halbwegs gesunder Blutzucker rauskommt!

    Bisdann, Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.04.2007 15:59:00
    hallo andre,
    weshalb der doc insulin absetzt bei diesen werten,
    ist absolut schleierhaft.
    such dir eiene , denn insulin und metformin kann nebeneinander benutzt werden.
    leider gibt es die gewünschten patentrezepte nicht.
    der überwiegende teil eines dm managements liegt beim patienten.
    (außer du spritzt wie die ganz alten nach ct , folge du bist völlig unflexibel.
    und mit 12 be/d braucht man absolut nicht zu hungern, es gibt eine riesiege palette von sachen die den bz nicht treiben(an das mit dem obst glaube ich nicht denn dafür muß ich besonders viel spritzen)
    nicht ohne grund wird fruchtsaft gegen hypo genommen.
    gemüse, fleisch, eier, käse,..........
    wenn du dich mal etwas damit beschäftigst, bei fragen frägst, ist der dm eigentlich kaum einschränkend, und nimt pro tag insgesamt ca 20 minuten in anspruch.
    was sind 20 minuten gegen den gewinn an lebensqualität ?
    mfg klaus von klausdn
  • Andre Bryx

    Rang: Gast
    am 12.04.2007 16:45:23
    Wegen dem Bechterew weis ich gar nicht mal, ob ich das noch wirklich als Schmerz empfinde oder ob er einfach da ist und ob und wie er sich auf den BZ auswirkt. Wie gesagt - in 2 Jahrzehnten nimmt man es nur als "Nebengeräusch" wahr, es sei denn die Attacke ist so schlimm, daß ich eine Blockade bekomme. Für den Fall hatte ich eigentlich Diclofenac, welches ich aber aufgrund der Embolie und der damit verbundenen Blutverdünnungsmittel (Marcumar) nicht mehr nehmen darf.
    Weitere Medikamente nehme ich nicht.

    Ich denke ich hab euch soweit erstmal verstanden und muss erst mal an einer gezielteren Ernährung arbeiten. Jemand einen Tipp, wo ich mal was nachlesen kann, was auch aus der Praxis kommt?

    Kann ich einfach so den behandelnden Arzt wechseln ohne daß mit die KK da vor den Bug schießt? Ich bin freiwillig versichteres Mitglied der AOK und die sind ja sowiso immer etwas heikel.

    Andre





    von Andre Bryx
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.04.2007 09:56:27
    Lieber Andre,

    wir haben Quartalswechsel und da bietet sich doch ein Arztwechsel an;-))
    Du hast immer nioch freie Arztwahl. Also theoretisch;-)
    Hast du mal deinen Blutzucker in so einer Schmerz - Spitze gemessen? Bei mir hat ein Schmerzschub immer gereicht, um alle Werte für eine Zeit von mehreren Wochen völlig entgleisen zu lassen...es
    hängt eben alles miteinander zusammen..

    Therapieuntertan? Schöner Begriff. Und nur Wissen verändert unsere Situation. von Pia