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Partieller Sehverlust über Nacht
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Peter Wessels
Rang: Gastam 13.03.2007 00:29:45
Hallo,
folgender Sachverhalt:
Ich war vor 1,5 Wochen beim Augenarzt, dieser verwies mich in eine Augenklinik, weil auf meinem linken Auge am äußeren Rand nur noch schwarz-gra bzw. sehr schwammig etwas zu erkennen war. Es war ein kleiner Fleck, aber man merkte es schon.
Es hieß, dass ich damit leben müsse.
Vergangene Woche nun der Schock. Aufgestanden und 50% Sehverlust auf diesem Auge. Alles nur noch schwammig und grau.
Der Augenarzt hat mich sofort als Notfall mit dem Taxi ins Krankenhaus bringen lassen.
Dort durfte ich erstmal 3h warten, obwohl es von einem Arzt hieß, dass man innerhalb von 8h reagieren müsse, um die Chancen zu steigern. Sehr problematisch in meinem Fall, da diese Zeit gefehlt haben könnte. Diagnostiziert wurde eine Art Schlaganfall im Auge. Die Ader, die das Auge mit Blut versorgt, arbeitet nicht richtig aufgrund wohl hohen Blutdrucks.
Es wurde mit blutverdünnenden Mitteln therapiert, diese blieben ohne Wirkung. Ein anderer Arzt hatte auch schon zuvor gesagt, dass diese Therapieform eher nicht so sicher ist. Auch nach Tagen hat sich nichts getan.
Was mich stutzig macht:
- die Ärzte warten nach dem 1. Anzeichen vor 1,5 Wochen, bis es schlimmer wird. Ich war damals im KH, es wurde nichts unternommen.
- nun warte ich 3h und diese 3h können fatal gewesen sein, wenn die Aussage mit den 8h stimmt.
Fahrlässigkeit x 2!
Jetzt die Fragen:
Kennt jemand dieses Problem?
Was kann ich dagegen tun? Hab ich noch Chancen, doch noch was zu sehen? Was würdet ihr tun? (denke ernsthaft über Klage nach)
Ist es in euren Augen fahrlässigkeit? sogar in 2 Fällen?
Gruß & Danke
von Peter Wessels -
Georg
Rang: Gastam 13.03.2007 12:41:55
Bei solchen Gefäßverschlüssen, so verstehe ich das, kann man leider nicht viel tun, da hätte auch eine frühere "Therapie" nichts dran geändert.
Jetzt kommt es darauf an, weitere Ereignisse dieser Art zu verhindern, Blutdruck und BZ optimal einzustellen (auch nicht zu rauchen!).
Ich empfehle Dir aber, auch mal Prof. Brewitt in diesem Forum zu konsultieren:
http://www.augen-forum.de/
Alles Gute! von Georg -
Peter Wessels
Rang: Gastam 13.03.2007 19:45:51
Hmm,
in Tübingen wurde irgendwann zuletzt was erforscht. Weiß einer, was ich meine??
Danke für den Tipp.
Laut Ärzten hätte es geklappt, wenn innerhalb von 8h die Therapie beginnt. Da ich 3h warten musste in der Klinik, dauerte es hingegen 9h, d.h. die Chancen wurden fahrlässig aufs Spiel gesetzt. :(
Ansonsten werde ich auf Senkung des Blutdrucks und Cholesterienspiegel achten. Worauf genau? von Peter Wessels -
Georg
Rang: Gastam 15.03.2007 11:09:13
Hallo Peter,
Prof. Brewitt hat dir ja schon kompetent geantwortet.
Den Cbol.-Wert gut einzustellen, ist für Diabetiker auch sehr wichtig. Sprich mit deinem Diabetologen.
Eine Garantie, daß nix passiert, gibt es leider nicht.
Tübingen ist vor allem für die Forschung an einem Implantat hinter der Netzhaut bei Erblindung durch RP bekannt - dazu gab's gestern abend in der ARD einen Bericht. von Georg -
mubbelbubbel
Rang: Gastam 18.03.2007 19:32:24
Hmm, bin aber eigentlich kein Diabetiker und so einfach in Kauf nehmen, möchte ich eine doppelte Fahrlässigkeit der Ärzte auch nicht.
Ich habe da weitaus andere Stimmen als eure hier gehört, die was ganz anderes sagen. Daher seid mir nicht böse, wenn ich hier weiterhin nach anderen Meinungen suche.
Meinen bisherigen Infos nach kann man sehr wohl dagegen klagen, hingegen gibt es kaum Chance auf Heilung. Hingegen wäre diese problemlos möglich gewesen, wäre die Therapie innerhalb von 8h gekommen. Daher ist das schon fahrlässig!!! von mubbelbubbel -
Peter Wessels
Rang: Gastam 26.03.2007 01:43:59
Keiner ne Einschätzung zur Fahrlässigkeit in beiden Fällen?
Kann doch nich sein, dass sich ein Infarkt ankündigt und man heim geschickt wird. Da muss doch die Behandlung gleich statt finden!
Ebenso kann diese WArtezet von 4h nicht sein, wenn bei 8h ne hohe Chance auf Besserung liegt! von Peter Wessels