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Langzeitwert wird vom Dia-Doc selbst ermittelt

  • Johanna

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 12:11:40
    Hallo,

    ich bin in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Seit kurzem ermittelt mein Doc den HbA1c-Wert selber. Dazu nimmt er etwas Blut aus dem Finger und nach ca. 5 Minuten weiß ich das Ergebnis. Ergebnis 5,6 (Normwert 5,8).

    Nun bin ich etwas verunsichert.

    Zwei Tage später wurde mir bei einer größeren Untersuchung bei einem anderen Arzt Blut aus der Armvene genommen und dabei auch wieder der Langzeitwert ermittelt. Ergebnis 6,2 (Normwert 5,8).

    Ich habe in den Tagen dazwischen nicht anders gelebt. Also ist so eine Differenz in Ordnung?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Johanna
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 12:42:36
    hallo johanna,
    das gleiche ist mir auch schon passiert.
    es gibt mehrere verfahren um den hba1c zu bestimmen, mehr oder weniger zuverlässig.
    normwerte lassen auf das bayer gerät schließen,
    das gibt werte die ca. 0,5-0,8 unter anderen bestimmungen liegen. auch sonst ist der wert von den referenzwerten der einstellösung, zb bei hplc verfahren abhängig.
    frage ihn ob er an ringversuchen teilnimmt, wie er dort abschneidet. wenn er das verneint soll er sich das sparen(und der kk ca 5e), dann ist es mumpitz.
    grundsätzlich ist der hba1c wert als % zahl, ein recht ominöser wert, da es aber nichts besseres zz gibt ,
    muß man sich mit der zweiten wahl abfinden.
    also einfach nicht zu ernst nehmen.
    mfg klaus von klausdn
  • Johanna

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 13:29:51
    Hallo Klaus,

    herzlichen Dank für deine schnelle und für mich beruhigende Antwort.

    Mit dem Ringversuch könntest du Recht haben. Ich kann mich noch erinnern, dass vor nicht allzu langer Zeit mein Doc per Zeitungsannonce neue Diabetiker, die jetzt auf Tabletten eingestellt werden sollten, suchte.

    Auf jeden Fall werde ich deine Frage nach dem Abschneiden stellen ;-)

    Wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

    Johanna
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 15:03:13
    Hallo Johanna,

    die Ergebnisse der Ermittlung des Langzeitwertes sind abhängig von der jeweiligen Labormethode und des Referenzbereichs. Es können deshalb auch nur solche aus demselben Labor mit einander verglichen werden.

    Beide Werte sind jedoch bei dir unter 6,5 %, d.h. deine Stoffwechselführung in den letzten 2 bis 3 Monaten war gut , wenn
    aktuell getestete Blutzuckerwerte nicht allzusehr schwankten. von Haschi
  • Johanna

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 15:35:23
    Hallo Haschi,

    hmm, was soll ich nun sagen?

    Da ich noch keine Medis nehme, schwankt mein Blutzucker den ganzen Tag. Die Spitzen liegen >200 und die Tiefpunkte gehen bis 60. Vor kurzem musste ich mal im Krankenhaus für 14 Tage künstlich ernährt werden. Da waren meine Werte über 300 und ich bekam mit jeder Flasche 10 Einheiten Altinsulin gespritzt. Ich habe allerdings das Gefühl, dass seit meinem Krankenhausaufenthalt sich das Halten der Werte etwas verschlechtert hat. Will damit sagen, dass mein Wert schneller ansteigt und länger hoch bleibt.

    Mein Doc sieht sich bisher nur meinen Langzeitwert an und meint, dass alles im grünen Bereich ist.

    Grüße
    Johanna
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 18:42:48
    Hallo Johanna,

    mit solchen Berg- und Talfahrten sowie hyperglykämischen Spitzen kann ich deinem doc so nicht zustimmen. Vielleicht meint er, kommt Zeit, kommt Rat und setzt langfristig auf eine spontane Stabilisierung deines Stoffwechselverlaufs.

    Zu einer vernünftigen diätetischen oder medikamentösen Dauereinstellung reicht die quartalsmäßige Ermittlung des HbA1c nicht aus. Wegen der Lebensdauer - 8 bis 10 Wochen - der roten Blutkörperchen ist ein kürzerer Abstand für die Bestimmung des Anteils der „verzuckerten“ Körperchen (HbA1c) nicht sinnvoll. Zur Einstellung ist also die Eigeninitiative des Patienten, nämlich die Blutzuckerselbstkontrolle gefragt.
    von Haschi
  • Johanna

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 19:25:10
    Hallo Haschi,

    der Satz kommt Zeit kommt Rat ist zwar gut, nur geht es bei mir zwischenzeitlich schon ein ganzes Jahr so.

    Ich versuche die Spitzen zu vermeiden aber das ist wirklich nicht immer möglich. Ich messe seit einem Jahr auf eigene Kosten. Selbst das Blutzuckermessgerät habe ich mir selber gekauft. Also Eigeninitiative ist von meiner Seite aus vorhanden. Auch liegt es mit Sicherheit nicht an meinem Gewicht. Ich bin 165 cm und wiege 54 kg. Ich treibe Sport (habe ich schon mein ganzes Leben gemacht) und ich ernähre mich weitestgehend gesund. Aber leider ist das nicht in jeder Lebenslage möglich und schon laufe ich wieder mit einem schlechten Gewissen rum. Habe das meinem Arzt gesagt und ihm mal meine Messergebnisse aufgeschrieben. Er hat sie sich angesehen und war dann trotzdem der Auffassung, dass bei diesem Langzeitwert kein Handlungsbedarf besteht. Ich lebe auf dem Dorf und so kann ich auch nicht einfach den Arzt wechseln. Da ich Morgen wieder zur vierteljährlichen Kontrolle gehe, werde ich ihn nochmals darauf ansprechen. Was soll ich sonst tun???

    Grüße
    Johanna
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 26.02.2007 16:11:52
    hallo johanna,

    deine berg-und talfahrt ist wirklich nicht gesund. zumindest insulingaben zum essen währe angebracht.

    btw benötige ich zu meiner diadocteuse 1.5-2 h, je nach tageszeit. mit öffentlich-rechtlichen mitteln halt. von thomas2002
  • Johanna

    Rang: Gast
    am 26.02.2007 16:28:44
    Hallo Thomas,

    das die Berg- und Talfahrten nicht gut sind glaube ich gerne. Nur wie sage ich es meinem Doc, dass er endlich mal wach wird?

    Nun wurde mein Termin auf Donnerstag verschoben. Also habe ich noch etwas Zeit hier gute Argumente zu sammeln ;-)

    Was meinst du mit deinem zweiten Absatz? Ich verstehe den leider gar nicht. Sorry.

    Grüße
    Johanna
  • Johanna

    Rang: Gast
    am 26.02.2007 18:38:19
    Hallo Thomas,

    sorry, schon alles klar! Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;-)

    Grüße
    Johanna