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Mein Sohn 16 Monate hat Diabetes 1

  • Nicole

    Rang: Gast
    am 23.02.2007 11:49:07
    Hallo,
    im Moment bin ich so verzweifelt. Bei meinem Sohn wurde Diabetes 1 am 17. Januar diagnostiziert. Ich kann das einfach nicht akzeptieren.
    Seine Werte schwanken so stark und ich kann mich auf nichts einstellen. Im Moment arbeiten wir noch mit einem Pen, haben aber schon einen Termin für die Pumpenschulung im Krankenhaus.
    Es ist so schwer damit klar zu kommen, für alle. Ich habe noch eine Tochter, sie ist drei, und sie bleibt dabei total auf der Strecke.
    Dann quälen mich wieder Schuldgefühle ihr gegenüber und ich weiß echt nicht wo ich mentan die Kraft hernehmen soll aus diesen Tief wieder rauszukommen. Meinem Mann geht es natürlich auch nicht besser, aber er ist eben nicht den ganzen Tag zu hause.
    Dem Kleinen geht es im Moment wohl noch am besten.
    Kann mir irgendeiner sagen ob dieser Zustand normel ist?

    Gruß Nicole
  • WUn

    Rang: Gast
    am 23.02.2007 15:00:15
    Hallo Nicole,

    das ist jetzt eine sehr schwere Zeit, aber nicht verzweifeln, Dein Sohn braucht Dich jetzt!
    Je ruhiger und gefasster Du bist und je besser Du und Dein Mann mit der Situation umgehen lernt, desto schneller wird Dein Sohn lernen, mit seinem Diabetes umzugehen.
    Gerade kleine Kinder können das am besten!
    Mein jüngerer Sohn hat seinen Diabetes mit 7 Jahren bekommen, ich bin ebenfalls Diabetiker Typ 1. Der ältere Sohn hat nichts davon.
    Und wir kommen beide ganz gut zurecht, Ausnahmen bestätigen die Regel ;-))

    Schau, dass Du und Dein Kind gut eingeschult werdet, beim Diabetes ist Wissen lebensnotwendig und entscheidend.

    Nur Mut!

    LG
    von WUn
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 23.02.2007 17:10:30
    hallo nicole,
    ohne dich hier vertreiben zu wollen, empfehle ich dir
    -diabetes kids- das ist das forum für eltern diabetischer kinder, und diabetische kinder und jugendliche.
    aber was du von meinem vorposter "bitte",
    - mitnehmen - solltest, ist die größere gelassenheit, da wir INSULINER wissen was wir haben/was wir brauchen/ sehen wir den dm eventuell nicht ganz so "extrem" wie nichtdiabetiker,
    kann nicht genug betont werden, - je mehr know how da ist, desto weniger aufregung -
    das schont die nerven und läßt dann auch platz für die anderen kinder(denn das sind sie alle wert)
    mfg klaus von klausdn
  • Franzi

    Rang: Gast
    am 25.02.2007 17:58:30
    also ich dachte das ist ein Forum worüber man sich über Diabetes bei Kindern unterhalten kann???

    liebe Nicole es ist ja noch nicht so lange her, dass es bei Eurem Kind festgestellt worden ist und Du wirst sehen, dass es von Tag zu Tag, von Woche zu Woche besser wird damit klarzu kommen.
    Du sprichst über eine Insulinpumpe....die hat unser Sohn drei Jahre auch.....ich muß gestehen das ist für Kinder in diesem Alter wirklich eine enorme Befreiung man kann sie wirklich besser Kind sein lassen d.h. mal essen sie ja schlechter und dann wieder besser, ich bin nicht auf eine bestimmte Zeit angewiesen aber sollte trotzdem gewissenhaft mit den Mahlzeiten umgehen.
    Trotzdem kann man die enormen Blutzuckerschwankungen nicht wirklich in den Griff bekommen aber reduzieren.
    Kinder haben ja nicht so einen regelmäßigen Tagesablauf wie wir und haben sich auch nicht so gut im Griff wie Erwachsene (z.B. Zornigelanfälle)
    Es ist aber wichtig dass Ihr erstmal lernt mit der Spritze, Pen umzugehen falls die Pumpe streikt (was bei uns aber noch nie vorkam) von Franzi
  • Silke

    Rang: Gast
    am 23.03.2007 16:29:11
    Liebe Nicole,

    unsere Zwillinge sind 18 Monate. Einem Mädel ist vor 4 Wochen die Diagnose DM gestellt worden. Ihre Werte schwanken auch noch sehr stark. Das ist wohl nicht unnormal. Wir versuchen das zweite Kind miteinzubeziehen, sprich, ihm wird auch mal Blutzucker gemessen, weil sie das spannend findet.
    Wir sind aber auch sehr traurig, wer wünscht schon seinem kind eine chronische Erkrankung mit dem Risiko schwerer Folgeerkrankung.

    Kopf hoch
    Silke
  • Kerstin Kania

    Rang: Gast
    am 27.03.2007 00:38:55
    Hallo,
    meine Tochter erkrankte mit 15 Monaten an Diabetes. Mittlerweile ist sie 14 Jahre. Phasenweise waren es echt stressige Zeiten, aber man wird immer gelassener auch bei den gefürchteten Unterzuckerungen. Ich habe bei meiner Tochter schon an der Nasenspitze einen Unterzucker erkannt und sie konnte auch ziemlich früh die Symtome erkennen.
    Ich glaube die Pumpentherapie für kleine Kinder (die gab es vor 13 Jahren leider noch nicht) ist eine echte Erleichterung.
    Uns steht nun in den Osterferien eine Umstellung auf Pumpe bevor, in der Hoffnung, dass die morgendlichen hohen Werte abgefangen werden.
    Viele Grüße
    Kerstin
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 24.05.2007 16:05:18
    Keine Panik,

    klingt jeztzt vielleicht doof, aber Diabetes Typ 1 bei einem säugling ist keine Krebserkrankung oder down Syndrom. Schon gar nicht 2007! Von allen chronischen Krankheiten ist dies wohl die "Beste", dieman haben kann, wenn es denn eine dieser Krankheiten sein müsste.

    Gut eingestellte Diabetiker, auch Kinder, können fast alles, was Nicht-Diabetiker auch können. Vielleicht keinen Pilotenschein machen und nicht unbedingt extrem harte körperlich anstrengende Sachen machen, viel mehr fällt mir aber auch kaum ein.

    Mir hat letzten Einer wortwörtlich gesagt, er hielte mich für eine arme s**", weil ich ja ein ganzes Leben lang spritzen müsste. Nonsens.

    Was ich Euch auf den Weg geben möchte:

    1. Macht Euch schlau. Geht zu guten Ärzten und in gute Kliniken. Wissen ist der Schlüssel zur guten Diabeteseinstellung.

    2. Wurde schon gesagt: Gelassenheit. Hilft Euch und dem Baby.

    3. Pumpe für ein Baby ist der absolut richtige Weg. Gratulation.

    Alles Gute...

    Fuchs


    3.


  • ulla

    Rang: Gast
    am 30.09.2007 21:42:38
    mein sohn bekam mit 2 wochen den dm diagnostiziert. heute ist er 17. sicherlich hat man die erkrankung selber schnell im griff, doch ich weiß aus meiner erfahrung das das ganze drumherum, als mutter oder eltern, schwer aufreibend und anstrengend war. das reden der anderen...armer junge, die sorge als mutter was kann wann warum passieren und immer dieses..stimmt wohl alles gefühl, egal wann wo und warum. mich hat das den ganzen tag beschäftigt und im augenblick bin ich das so sehr leid. seit langer zeit versuche ich die krankheit an meinen sohn abzugeben, doch er will sie nicht haben. das ist nicht leicht, denn ich kann ja schlecht den ganzen tag hinter einem 17jährigen herlaufen und messen, spritzen usw. das ist jetzt gerade hier mein/unser problem ubd dabei kann einem sicherlich niemand helfen. meine beirtäge d azu im diabetes-friends forum erklären das evtl. aber ihr werdet es schaffen und es wird zum alltag werden für alle.
    ich wünsche euch viel erfolg
    ulla
  • silke

    Rang: Gast
    am 15.06.2008 10:10:40
    Endlich lese ich Dinge,die uns genauso betreffen. Meine 2. Tochter bekam vor 3 Wochen die Diagnose Diab. 1 gestellt.
    Zusammenbruch für uns alle. Meine größere Tochter 8 zieht sich zurück. Mein Mann meint er hätte damit abgeschlossen.Es ist so.Keine Gefühlsregung. Ich hätte zeitgleich mit der Diagnose wieder mein Berufsleben starten können.Hinfällig.Im LKH meinten sie ,daß ich toll sei, wie schnell ich mich damit abgefunden habe. Denkste. Zu Hause kam die Ohrfeige. 5 mal spritzen pro Tag. Meine Tochter schreit, spuckt und haut mich ständig und danach sind wir wieder "Freunde". Weiß nicht wie ich diese ständigen Attacken aushalte.Habe in der Früh schon Bauchweh und meine Tochter meint sie frühstücke nicht, weil sie nicht spritzen will. Verheimlichen ihr nichts.Kläre sie täglich altersgerecht auf.Finde sie weiß auch viel für ihr alter. Nimmt diese Schreierei und Angst vor den Pens jemals ein Ende?Das ist unser Hauptproplem zur Zeit.Pumpe kommt zum jetztigen Zeitpunkt nicht in Frage.Wie kann ich ihr das erleichtern?Wie kann ich es mir erleichtern.Es gibt auch eine Salbe(Emler)die man eine halbe Stunde vorher raufschmieren kann und sie spürt nichts; hat jemand Erfahrung damit? von silke