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Verzögerte Heilung nach OP

  • Reichert Barbarb

    Rang: Gast
    am 03.02.2007 18:56:56
    Ich habe vor 5 Monaten eine Hüftprotese
    bekommen. Bedingt durch einen Unfall gab es keine andere Möglichkeit.
    Nun habe ich immer noch Schmerzen, humple
    noch stark und gehe zeitweise immer noch mit Gehhilfe. Meine Frage ist nun:
    Kann diese Heilungsverzögerung durch die Einnahme von Actos 30 1x täg. und
    Metformin 850 mg 2 x täglich kommen.
    Hatte vorher gute Zuckereinstellungen, durch
    die mangelnde Bewegung im Augenblicks sind die Zuckerwerte nicht mehr so gut.

    Hatte schon mal jemand diese Probleme?
    Bin schon ziemlich verzweifelt.
  • www.diabetes-in-frage-und-antwort.de

    Rang: Gast
    am 03.02.2007 22:36:58
    Hallo Anonym :-))

    Das klingt, als hättest du bereits Etliches auszuhalten gehabt... das tut mir leid!

    An erster Stelle wäre sinnvoll - falls noch nicht geschehen - beim Orthopäden baldig noch einmal genau abzuklären, wo Schmerzen und Gehstörung ihre Ursache haben (Wundheilungsstörung, infektiöse Entzündung, Muskelkontraktur, schlechter Prothesensitz, Prothesenlockerung, etc.)
    Fünf Monate nach Implantation sollte man bei dieser OP tatsächlich weitgehend beschwerdefrei sein... :-(

    Die Medikamente (Actos, Metformin), die du genannt hast, können nicht für diese Schmerzen und schlechte Heilung verantwortlich sein, nein.
    Sehr wohl aber können erhöhte BZ-Werte eine Wundheilungsstörung verursachen. Und gleichzeitig entgleisen die BZ-Werte bei OP, in der Zeit danach und bei Schmerzen leider gerne nach oben, weil der Körper in diesen Streßsituationen einen höheren Insulinbedarf hat.
    Das heisst, dass es in dieser Zeit schwieriger ist, den Zucker gut einzustellen, es heisst gleichzeitig aber auch, dass der Zucker sehr gut eingestellt sein sollte, um eine Wundheilungsstörung zu vermeiden/ zu beenden.

    Sobald eine Infektion der Prothese, (bei der man sich nicht auch noch körperlich betätigen darf!), sicher ausgeschlossen ist, scheinen physikalische Maßnahmen sinnvoll. Sei es im Rahmen ambulanter Krankengymnastik und physikalischer Anwendungen (Ultraschall, Elektrotherapie, Bewegungsbad, medizinische Trainingstherapie) oder sei es im Rahmen einer orthopädischen Rehabilitation. Ungeachtet der Ursache (ausser bei Infektion) wird das die weitere Heilung positiv beeinflussen, man kann mit diesen Maßnahmen sehr viel (!) erreichen. Auch die BZ-Werte werden sicherlich profitieren, weil diese gelenkschonenden Maßnahmen dennoch viel Bewegung ermöglichen.

    Gute Besserung und herzliche Grüße, Anke. von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 04.02.2007 09:59:01
    Nicht jede Hüft-OP ist erfolgreich, leider.
    Aber warum wechselst du nicht auf Insulin, was auf Daueer ohnehin die bessere Therapie ist? von Reinhard