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Dauer-Hypos
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Wilma Dierkes
Rang: Gastam 14.01.2007 18:49:34
Ich habe häufiger Hypo's, die einige Stunden andauern: Ich messe 45 Minuten nach dem Essen und alles ist okay, aber dann kann nach einer kurzen Zeitspanne (30 Minuten) kann ein Hypo auftreten, aus dem ich nicht wieder rauskomme, obwohl ich Traubenzucker nehme und etwas esse. Mein Zuckerspiegel jojot dann auf und ab, immmer im unteren Bereich. Daneben habe ich auch häufiger normale Hypos, und das alles zusammen sorgt dafür, dass ich konstant müde und mittlerweile auch schon depressiv bin. Ich spritze 3x Novorapid und 1x abends Lantus. Hat jemand Erfahrungen mit diesen 'Dauer-Hypos' und kann mir ein paar Tips geben? Die Diabetesärzte raten mir, weniger Insulin zu spritzen: Als ob ich nicht mein Bestes tue um Spritzen und Essen aufeinander abzustimmen. Wilma von Wilma Dierkes -
thomas2002
Rang: Gastam 14.01.2007 21:10:02
hallo wilma,
ich fürchte, der sea und das ie/be-verhältnis sind die einzigen stellschrauben die du ändern kannst. ggf sind da gewisse regelmäßigkeiten da, sodaß ein faktor geändert werden muß.
hast du auch basalfaktor- und faktorentest durchgeführt? von thomas2002 -
Fuchs
Rang: Gastam 15.01.2007 10:23:23
Hallo,
fast immer ist der BZ-Spiegel ein Ergebnis folgender Abstimmungsfaktoren: Insulinbedarf, BE-Aufnahme, Zeit, Fett, Gewicht etc. Wenn also irgendwie schlechte Werte auftreten, dann muss man zunächst eimal an diesen Stellschrauben drehen.
Nur selten stecken andere Gründe wie z.B.eine Insulin-Unverträglichkeit oder weitere Erkranungen dahinter.
Daher mein Ratr: Zunächst die üblichen Verdächtigen ausschließen. Dass heisst Tagebuch führen, konsequent und nachhaltig handeln, einen guten Diabetologen einbinden und durchaus ein wenig herumexperimentieren.
Fuchs. -
Hajo Janse
Rang: Gastam 15.01.2007 10:33:27
Hallo Wilma
Novorapid hat sein maximale Wirkungsgrad nicht nach 45 Minuten aber nach 90 Minuten.
Ich wurde dich raten um diese Hypos zu vermeiden.
1. Vor dem Essen messen
2. Dein Essen bezüglich KH auf den Wage zu legen.
3. BE/IE Faktor zu bestimmen
4. Nach 90 Minuten zu messen.
Ist Unterzucker angesagt, dein BE/IE Faktor reduzieren.
LG
Hajo von Hajo Janse -
Haschi
Rang: Gastam 15.01.2007 13:45:51
Hallo Wilma,
ich kenne aus SHG LeidensgenossInnen und glaube dir, dass du in der Lage bist, deine Insulinmenge basal und auch auf die Nahrung bezogen richtig abzustimmen, aber trotzdem häufige Hypos hast. Dabei noch solche, die sich nicht rasch bekämpfen lassen. In der Diabetologie
spricht man auch von "Brittle", dem "zerbrechlichen" Diabetes.
Dein doc hat Recht. Um wieder zu einem gleichmäßigeren Stoffwechselverlauf zurückzufinden, nur soviel Insulin wie unbedingt nötig. Kleinere Mengen lassen sich besser beherrschen.
Beim engmaschigen Bz-Testen Wirkkinetik des Insulins beachten. Novorapid kann individuell unterschiedlich und dodisabhängig bereits nach einer Stunde sein Wirkmaximum haben. Die Kost lässt den Blutzucker je nach Zusammensetzung auch unterschiedlich schnell ansteigen.
Wenn es dir mit Änderung von IE , SEA und BE oder auch Veränderung der körperlichen Aktivitäten absolut nicht gelingt, häufige oder schwere Hypos zu vermeiden, sollte man auch an einen Insulinwechsel denken. Die kurzwirksamen Insulinanaloga stehen nicht gerade im besten Ruf , bei einem Brittle das Gelbe vom Ei zu sein. von Haschi -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 15.01.2007 22:30:49
Hallo Wilma,
das klingt nach viel berechtigtem Frust und Mühe, das tut mir leid...
Wenn regelmäßig Unterzuckerungen auftreten, ist es im ersten Schritt sinnvoll zu gucken, ob sie an einer zu hohen Basalrate oder an einem zu hohen BE-Faktor liegen.
Im ersten Fall steht zu erwarten, dass sie Mahlzeiten-unabhängig auftreten, im zweiten Fall - danach klingt es bei dir ein bisschen, liege ich da richtig?! - kommen sie eher im Anschluß/ in den Stunden nach einer Mahlzeit.
Um sicher zu gehen, wo die Ursache liegt, wäre vielleicht ein Ess-Auslass-Versuch nicht schlecht (zur Durchführung findest du Tipps auf der o.g. Website, die ich dafür geschrieben habe). Entsprechend des Versuchs lassen sich dann die Basalrate oder der BE-Faktor schrittweise reduzieren.
Herzliche Grüße Anke
von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
ddd
Rang: Gast