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Reise nach Südamerika

  • Molly

    Rang: Gast
    am 14.01.2007 11:22:43
    Mein Mann möchte mit mir für 3 Wochen nach Südamerika reisen. Ich würde mich ja riesig darüber freuen, wäre alles so einfach mit mir, a) mit dem Essen b)mit dem Gehen. Gut das zweite kann man lösen, indem man mehr mit dem Auto macht aber mit dem Essen ist es nun einmal nicht einfach als Diabetikerin. Vielfach hat es nichts in der Nähe, und kaum steigt man ins Flugzeug sind die Zeiten verändert, man isst nicht mehr regelmässig etc. Wer hat Rat und schon einmal eine solche Reise unternommen. Danke für alle Details.
    von Molly
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 14.01.2007 13:09:36
    hallo molly,
    da du von regelmäßigem essen schreibst, gehe ich mal davon aus daß du nach ct-konventionelle therapie spritzt. daher mein tip mach eine gute ict schulung mit, da lernt man(leider nicht immer)
    wie man seine basalrate feststellt, und entsprechend spritzt, seinen persönlichen, tageszeitabhängigen faktor feststellt, und entsprechend dem essen spritzt.(bolus)
    und wenn dann kein esen da ist dann spritzt man keinen bolus, genau wie daheim, wenn gegessen wird wird mit entsprechendem sea bolus gespritzt ,
    wenn nicht , nicht. .
    so machen es alle diabetiker, jedenfalls die welche verreisen. was mit ct echt problematisch ist, wie du sagtest.
    während mit ict man vom essen unabhängig ist.
    mfg klaus von klausdn
  • lisa

    Rang: Gast
    am 14.01.2007 18:51:33
    hallo molly, wie schon klaus richtig sagte, wenn man gut geschult ist (und der Reisebegleiter vielleicht auch) , kann man überall hin. Wichtig ist, dass die Basalrate stimmt. Wenn man unterwegs ist eher weniger insulin als zuviel. Alle blutzuckersenkenden Faktoren ständig beachten, z.b. Kälte, Hitze, ungewohnte körperliche Anstrengung, Flüssigkeitsverlust, UV-Strahlung usw. und immer genug Not BE in der Tasche. So war ich schon im Atlasgebirge wandern und in der Südsee segeln. Inzwischen trage ich eine Pumpe, da ist das alles kein Thema mehr, es sei denn über 3000m Höhe.
    Natürlich alles gut vorbereiten, Info sammeln über Land und Leute und Sprache lernen für Notfälle. Schöne Reise wünscht Lisa von lisa
  • Molly

    Rang: Gast
    am 14.01.2007 19:46:45
    Also ich habe mir jetzt vorgenommen mich schulen zu lassen. Ich habe vom Diabetalogen wie alle meine Isnulinpflichtigen Bekannten in der Schweiz ein Schema in die Hand gedrückt bekommen, dass in etwas so aussieht. Bis
    Blutzuckerwert 9 spritzen sie 10 E. bis 14 spritzen sie 12 E etc. Ich checke nicht was Ihr in Deutschland für Schulungen habt. Seit 4 Jahren halte ich so meinen Zucker mehr oder weniger im Griff, ich rechne und wiege nicht gross BE und was weiss ich, sondern gehe nach diesem Schema. Ist mein Zucker zu hoch, gibt mir mein Arzt das nächste Schema. Natürlich esse ich nicht zu viel Obst nicht zu viele Kohlenhydrate etc. aber im Grund genommen, gibt es bei mir keine bestimmte Ausrechnung. Habe allerselten einen Hypo. Vielleicht wäre es gut einmal eine solche Schulung vor einer grossen Reise zu machen. Darum ist es eigentlich wichtig, dass ich bestimmt regelmässig die 3 Mahlzeiten habe und dazwischen Obst, oder ein Joghurt, 3 Davida etc. Ich habe heute z.b. 1/2 Vermicelles gegessen und 6 Einheiten gespritzt aber nix gerechnete. Vielleicht ein Fehler, aber mein Zucker ist heute ok.
    von Molly
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 14.01.2007 21:20:07
    hallo molly,
    das ist wie ich gedacht habe, festes schema, das heißt ct=conventionell, das flexble heißt - ict -, das gibts nicht nur in deutschland sondern auf der ganzen welt.
    eben weil man völlig unabhängig vom essen oder nicht ist.
    .sowas gibt es garantiert auch in der schweiz.
    zudem hilft es den blutzucker in engeren-normalen grenzen zu halten, damit auch die folgen zb. pnp zu stoppen manchmal zu verringern.
    dann nimmt man ein modernes kurzzeitanaloginsulin, und kann auch die zwischenmahlzeiten weglassen.
    man befeit sich praktisch aus dem engen panzer.
    nach dem alten schema spritzen hier vor allem ältere mit regelmäßigem leben. meist mischinsulin
    30/70, etwas flexibler mit 50/50,
    natürlich mit der folge gespritzt--- gegessen, egal ob man hunger hat oder nicht.
    manchmal muß man seinen doc einfach mal ans bein treten.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Molly

    Rang: Gast
    am 14.01.2007 21:53:54
    ja also, ich mache mich mal auf die Suche.
    Wie Du sagst, lieber Klaus muesste es ja auch bei uns geben, aber ehrlich ich kenne ganz wenig, die sich hier nicht nach Schema spritzen. Ich sag's ja immer, die Schweizer hinken wieder einmal etwas hinten nach.... Ihr habt sowieso die besseren Aerzte.
    Schönen Abend.
    von Molly
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 15.01.2007 10:52:22
    Hallo Molly,

    in Deutschland gibt es etwa 1 Million Diabetiker, die Insulin spritzen.
    Dabei wendet leider auch nicht die Mehrzahl
    eine ICT = Intensivierte Konventionelle Insulintherapie an. Überwiegend sind es noch Typ1-Diabetiker, die diese sehr erfolgreicheTherapieform anwenden. Spritzen und Essen nach Schema und Vorgaben des Arztes ist insgesamt in Überzahl. Mit CT = Konventionelle Insulintherapie lassen sich bisweilen
    auch gute Ergebnisse erzielen.

    ICT bedarf einer besonderen Schulung,
    dürfte aber in der Schweiz nicht unbekannt sein. von Haschi