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Probleme mit konsequentem EInhalten der Therapie...

  • Kati

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 11:49:55
    Hallo,

    ich habe seit 5 Jahren Typ-1-Diabetes.
    Am Anfang hatte ich Superwerte... HbA1c bis max. 6,7 usw...
    Im letzten Jahr sind meine Werte allerdings "ganz schön schlecht" geworden... und somit auch der HbA1c. Schlecht heißt bei mir zwischen 7 und 7,4.
    Ich hab überhaupt das Gefühl, meinen Zucker nicht mehr richtig im Griff zu haben :(
    Leider vergesse ich auch ab und zu zu spritzen, so dass es momentan auch nichts bringt mit meinem Arzt über meine Therapie zu reden, da der ja auch nichts machen kann, wenn ich nciht regelmäßig spritze und auch keine Dokumentation vorhanden ist...!

    Geht es irgendwem auch so?? Dass die Motivation und Konsequenz nachlässt? Weiß wer ab welchem HbA1c es "wirklich" gefährlich wird.

    Freue mcih auf Antworten,
    Kati
  • mk

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 14:12:49
    Hallo Kati,
    ich empfehle Dir schlicht weg eine Schulung, die Dich wieder neu motivieren kann.
    Es ist ganz normal, dass die Motivation nachlässt, ebenso dass der Arzt nichts dafür kann, wenn Du keinen Bock auf Diabetes hast. Da kann eine Schulung, der damit verbundene Austausch mit anderen Typ 1 Diabetikern sehr sinnvoll sein.
    Die Frage nach einem richtig gefährlichen HbA1c wird Dir keiner beantworten können, wäre auch nur eine Scheinvertröstung und geht am wirklichen Problem, der Motivation vorbei.
    Den Gang zu einem Diabetologen, die Anmeldung zu einer Schulung sollten die ersten Schritte sein, die Du zu einer Neueinstellung zum und des Diabetes tun solltest. Vielleicht wäre auch eine Pumpentherapie eine Alternative, erfordert aber regelmässigstes Messen und auch dokumentieren. Dies ist aber aus anderen rechtlichen Gründen auch erforderlich, und Du solltest, wenn Du keine Lust hast Tagebuch zu führen, Dein Messgerät zumindest regelmäßig auslesen lassen.
    von mk
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 14:40:59
    hallo kati,

    selbst innerhalb der normwerte steigt die gefahr eines kardiovaskulären ereignissen um den faktor 2,5. afaik läst sich kein schwellenwert für ein erhöltes risiko ausmachen. es ist eher ein kontinuierlich steigender prozess. von thomas2002
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 15:37:34
    Hallo Kati,

    dein Problem ist die Motivation.
    Du weißt allerdings, dass mit zunehmender Diabetesdauer und schlechter Einstellung die Risiken für Augen, Herz, Nieren sowie Gefäß- und Nervenschäden steigen. Deshalb fragst du nach einem „Schwellenwert“, so zu sagen ab welchem Punkt es denn gefährlich wird. Diesen Punkt gibt es nicht. Man kann aber bzgl. des wichtigen, jedoch nicht alleinigen Parameters HbA1c schon eine Einteilung machen, welche Bereiche niedrige (guter Wert) oder hohe Risiken (schlechter Wert) bedeuten.

    Gute Werte sind < 6,5 %.
    Schlechte Werte sind > 7,5 %.

    Mit etwas Disziplin und gutem Willen schaffst auch du eine Verbesserung wie viele andere &#8222;Süße&#8220; vor dir. Aller Anfang ist schwer. Nur mal ran!
    von Haschi
  • Molly

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 18:56:57
    Einer Schreibt 7.5% ist gut, der andere schreibt 7.5% ist schlecht, Folgen nicht abzusehen, nun was ist jetzt gut oder schlecht ?
    Schönen Abend. von Molly
  • Siggi

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 20:38:03
    mein DiaDoc sagt das der Hba1c bis 6,5 ok sei
    je niedriger aber desto besser 5er natürlich super :D


    LG
    Siggi
  • Kati

    Rang: Gast
    am 11.01.2007 21:00:31
    Erstmal danke für die Antworten.

    Ich kenn den Richtwert 7, unter 6,5 ist noch besser.
    Fühl mich eigentlich auch sehr gut aufgehoben bei meinem Arzt, geh auch immer brav zur Quartalsuntersuchung und schreibe schon alle paar Tage meine Werte auf. Schulung hatte ich erst letztes Jahr, aber grad so neben Studium, arbeiten usw. bleibt für den Diabetes manchmal zu wenig Zeit.

    Nun ja, da hilft wohl nur sich selbst immer wieder am Riemen zu reißen ;)

    Kati
  • Bellatoo

    Rang: Gast
    am 16.01.2007 22:42:13
    Hallo Kati,

    irgendwie hat mich dein Eintrag beruhigt, denn du sprichst mir quasi aus dem Herzen. Bin 28 und seit 17 Jahren Typ 1, der Diabetes hat mich also durch meine Kindheit und Jugend begleitet. Und das war nicht immer einfach. Irgendwann habe ich - wohl eher unbewusst - die Entscheidung gefällt, dass ich mein Leben genießen und mir vorerst keine Gedanken über Spätfolgen machen will. Zudem hatte ich oft mit Leuten zu tun, die sich einen Dreck um ihre Gesundheit geschert haben, dabei aber auch nie mit Krankheiten zu kämpfen hatten. Vor allem ein Teenager findet so was natürlich ungerecht.
    In den letzten Monaten aber hab ich angefangen umzudenken. Auch ein Grund, weshalb ich mich jetzt in Foren informiere und mit anderen, denen es ähnlich geht, austauschen will. Ich arbeite auf einen guten HBA1c-Wert hin und werde demnächst sogar zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder zur Blutuntersuchung gehen.
    Ich will hier jetzt nicht von den Leuten angegriffen werden, die ihre Arzt-Termine punktgenau einhalten, sondern eher Gleichgesinnte finden, die auch erst ihren "richtigen Weg" finden müssen.
  • Pia

    Rang: Gast
    am 23.01.2007 10:40:57
    Ich hatte nach akuten Schmerzschüben 11,2, nach 6 Wochen erster Schmerzfreiheit 9,2. Das wäre wohl ein großer Sprung gewesen. Ich wäre glücklich, wenn ich es beeinflussen könnte, einen HBA1C-Wert von 7 zu haben....der Wert ist für mich der Ansporn. Es gibt auch Situationen, in denen das Essen schon vor mir steht und ich deke, ach pfeif drauf, einmal geht das schon..ich tu es dann nicht und spritze dieses blööde Humaninsulin, nachdem ich dann 20 min warten muss, bis ich essen darf. von Pia