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Welche Bedeutung haben Insulinwerte?
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Antje Kottschlag
Rang: Gastam 28.12.2006 22:22:04
Hallo, ´
hier gibt es doch eine Reihe Leute, die Ahnung und auch Erfahrung haben.
Meine Zuckerwerte liegen noch so im Grenzbereich. Nüchtern zw. 100 und 110, eine Std.nach dem Essen zw. 120 und 190 (ziemlich schwankend). (GAAAANZ selten hatte ich auch schon mal 230....)
Aber meine Insulinwerte im Blut sind wohl sehr hoch, wie mein Gynäkologe (paradoxerweise) festgestellt hat. Der Diabetologe aber rechnet gar nicht mit diesem Wert, wie er meinte. Mein Gynäkologe jedoch hält den Wert für bedrohlich! (Er beträgt "26,5")
Wer hat Ahnung, was das zu bedeuten hat?
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klausdn
Rang: Gastam 29.12.2006 00:03:23
hallo,
diabetologen lassen insulinwerte deshalb außen vor
1. sie schwanken sehr stark je nach blutzucker, -
das ist nämlich die normale reaktion.(daher sagen solche werte "wenig" aus.)
2. insulin hat eine halbwertzeit von 4-6 minuten(die angaben sind unterschiedlich)
das heißt , das jetzt ausgeschüttete insulin ist nach ca 8minuten zum allergrößten teil gar nicht mehr da.
3. die insulinbestimmung ist trotz ihrer hohen kosten
praktisch zu nix nutze.
daher , der gyn sollte sich um das kümmern was er versteht. und beim diabdoc ist es auch so.
4. !!! solltest du schwanger sein, mußt du beiden mal den "marsch" blasen, denn für schwangere sind deine werte alle zu hoch.
(sollte p.4 korrekt sein, kümmere dich um den dm, und alles geht gut auch für das kind. ;-))
mfg klaus von klausdn -
thomas2002
Rang: Gastam 29.12.2006 02:53:13
du hast zumindest eine gestörte glukosetoleranz, und die dazugehörige insulinresistenz und hyperinsulinanämi (= mehr insulin im körper als notwendig) lasse von deinem hausarzt oDer Diabetologen 1-2 mal jährlich den hba1c-wert sowie ein fettprofil, also hdl/ldl/triglyzeride bestimmen. auch blutdruck ist wichtig. es könnte sich bei dir um eine vorstufe des diabetes handeln, die schon ein erheblich erhötes risiko enthält, an folgekrankheiten zu erkranken. siehe zu, daß du die werte auch mit bewegung nach dem essen etwas unter kontrolle bekommst.
ansonsten hat klaus mit den werten während einer schwangerschaft nicht unrecht. von thomas2002 -
Haschi
Rang: Gastam 29.12.2006 17:24:08
Hallo,
deine Blutzuckerwerte sind grenzwertig und deuten auf eine pathologische Glukoseintoleranz (IGT)hin. Empfohlen wurde auf dem jüngsten Weltdiabeteskongress in Kapstadt die Bezeichnung „Intermediäre Hyperglykämie“ statt Prä-Diabetes. Begründung:
Prä-Diabetes, stigmatisiere Betroffene unnötig. Denn anders als es der Begriff unterstelle, würden viele Betroffene keinen manifesten Diabetes entwickeln, wenn sie sich rechtzeitig bewusst gesund ernähren und ausreichend bewegen.
Für Schwangere gilt zum Schutz des Fötus
allerdings ein strengerer Maßstab.
Weshalb der Gyn nun deinen Insulinspiegel feststellen lässt, hat wohl andere Gründe als die Diagnose eines Diabetes. Dazu ist dieser aufwändige Laborwert nicht notwendig. Hyperinsulinismus kann jedoch auch andere Störungen signalisieren.
Der normale Insulinspiegel sollte im Bereich 58-170 pmol/l (0,34–1,0 µg/l) liegen. Alternativ kann jedoch deutlich einfacher, aber durchaus als Äquivalent zielführend, das C-Peptid bestimmt werden, das 0,36-1,2 nmol/l bzw. 1,1-3,6 µg/l bei Gesunden betragen sollte.
von Haschi -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 29.12.2006 23:47:46
Hallo Anonym,
du beschreibst ein Phänomen, dass bei Typ-2-Diabetes bzw. auch schon etliche Zeit vor Ausbruch eines Typ-2-Diabetes auftritt.
Dabei sind die körperzellen nicht mehr so sensibel für das Insulin, das dafür sorgt, dass die aufgenommenen Kohlenhydrate ins Blut gelangen können. Wegen dieses verminderten Ansprechens der Zellen auf die Insulinwirkung schüttet der Körper insgesamt mehr Insulin aus, um gute Blutzuckerwerte zu erzielen. Diese hohen Insulinpegel sind es wohl, die bei dir im Rahmen einer Laboruntersuchung durch den Gynäkologen festgestellt worden sind. Wenn der Blutzucker trotz dieser hohen Insulinpegel immer wieder mal Werte über 130 mg/dl aufweist, heisst das leider schon, dass sich ein Diabetes anbahnt.
Falls Übergewicht vorliegt, kann es durch Gewichtsreduktion und Bewegung manchmal gelingen, wieder so insulinsensibel zu werden, dass der Blutzucker für lange Zeit gut läuft. Gelingt es nicht, muss man mit dem Hausarzt gemeinsam überlegen, ob es bereits an der Zeit ist, eine Tablettentherapie zu beginnen oder ob die Blutzuckerwerte noch tolerierbar sind.
Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de