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wann ist man "hochgradig zuckerkrank"?

  • Monika

    Rang: Gast
    am 02.12.2006 22:57:12
    hallo!
    ich habe da mal eine frage. vor einiger zeit bin ich an der schulter operiert worden. trotz dreiwöchiger rehamaßnahme, hatte ich anschließend immer noch probleme mit der beweglichkeit. deswegen musste ich nun anfang november die schulter unter narkose mobilisiert werden. der doc (die docs) sagte(n), dass man das häufig bei diabetikern auftreten würde.

    nach der narkosemobilisation sagte der operateur, dass ich "hochgradig zuckerkrank" sei. ich frage mich nun doch, ab wann man hochgradig zuckerkrank ist. mein letzter hba1c-wert war 6,7

    hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht?

    vielen dank schon mal für alle infos
  • Enno

    Rang: Gast
    am 03.12.2006 10:25:48
    Das laienhaft "Frozen Shoulder" genannte Schulterproblem soll tatsächlich häufiger bei Diabetikern als bei Nichtdiabetikern auftreten. Meine Schwägerin ist allerdings auch an den Schultern operiert worden - erfolgreich, ist aber keine Diabetikerin. Diese Mobilisierung unter Vollnarkose nützt meist nicht viel, wie ich von einem Betroffenen weiß.Er hat sich aber auch geweigert, sich operieren zu lassen, und lebt nun mehr schlecht als recht mit Morphium.

    Hochgradig zuckerkrank kann viel bedeuten. In jedem Fall sollte der HbA1c 6.5 nicht übersteigen. von Enno
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.12.2006 11:39:34
    hallo,
    solche bemerkungen zeigen mal wieder daß das wissen unserer docs über dm nicht sehr verbreitet ist. und mit solchen bemerkungen viele besonders ältere menschen oft verunsichert werden.
    beisp. letzter "blutspendertermin",
    wir sitzen wie die hühner auf der stange, und unterhalten uns.
    sagt mein nachbar, was so "schlimm" ist ihr diabetes daß sie spritzen müssen ?
    sein letzter hba1c war 8,5, mein letzter 5,6, als ich ihm sagte daß "sein" dm sehr schlimm sei war er beleidigt..
    also am besten solche bemerkungen als das nehmen was sie sind : bemerkungen.
    schönen sonntag an alle, mfg klaus von klausdn
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 03.12.2006 13:50:15
    Hallo,

    viele Krankheiten werden nach ihrer Schwere in Grade eingeteilt. Diabetes jedoch nicht. Also ist ein "hochgradiger Diabetes" eine suboptimale Bewertung.

    Der Blutzuckerlangzeit- oder -gedächtniswert kann allenfalls als verlässlicher Parameter für die Güte der Einstellung herangezogen werden. Nationale und internationale Fachgesellschaften sind sich einig:
    unter 6,5 %, ohne große Blutzuckerschwankungen, bedeutet eine gute Einstellung des Diabetes.

    Weiterhin kann die Schwere der Krankheit noch bewertet werden, ob und welchem Umfang akute oder späte diabetische Komplikationen oder typische Begleiterkrankungen sich zum Diabetes hinzugesellt haben.

    von Haschi
  • Mike

    Rang: Gast
    am 03.12.2006 18:00:21
    Hallo,

    wenn der Operateur Dich als hochgradig zuckerkrank eingestuft hat, frage ihn mal, ob er sich gegen Risiken Deiner Operation versichert hat. Denn das, was er von sich gibt ist nicht nur fehlerhaft sondern er macht auch noch Tatsachenverdrehung.
    Ich hoffe für Dich, daß er mehr Ahnung auf seinem Gebiet als auf dem Gebiet des Diabetes hat. Sowas kann nur von einem Schwachmaten kommen.
    Ich würde es nicht ernst nehmen !

    Mike
  • Otto

    Rang: Gast
    am 03.12.2006 20:55:54
    Hallo,

    Chirurgen müssen im Dienst immer einen Mundschutz tragen. Dadurch sollen solche Kommentare wie "schwerer Diabetes" vermieden werden.

    Natürlich gibt es keinen schweren Diabetes. Ein Diabetes kann schwer einstellbar sein und Folgeschäden können entstanden sein.

    Grüße von Otto
  • Molly

    Rang: Gast
    am 04.12.2006 11:24:01
    Hallo Ihr alle
    Wir sind zwei Freundinnen aus der Schweiz.
    Unsere 3-Monatszucker sind ca. 7.1 und 7.5%. Kein Mensch, kein Arzt spricht je über Zuckerwerte von 6.5. Alle lächeln zufrieden.
    Ich finde die Werte auch zu hoch, wir bringen sie aber beide nicht runter. Von solchen Werten koennen wir nur träumen.
    Die Meinung der Aerzte, macht weiter so, wir sind zufrieden und ihr dürft es auch sein. Sind denn die Schweizer Aerzte schwachsinnig oder was ?
    von Molly
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 04.12.2006 15:34:26
    Hallo Molly!

    Die Ärzte müssen ja damit nicht leben - und es macht soooo viel weniger Arbeit, nur halbwegs eingestellte diabetiker zu behandeln, als welche die sehr gut eingestelt sein wollen. etwa mit schulungen und Kuraufenthalten um die Blutzuckerwerte besser im Griff halten zu lernen etc. Noch dazu sind HAusärzte nicht so toll ausgebildet in Sachen Diabetes . ein diabetiker mit 7,5 kommt einmal im Quartal, kriegt ein paar Tabletten und gut ists, einer mit 6,0 kommt alle drei Wochen, braucht insulin, braucht eien andere Einstellung wenn er auch nur eien Erkältung hat etc. - und er weiß seber oft mehr als der Arzt, stellt viele fragen, die der Arzt nciht beantworten kann und ist so ganz untypisch anstrengend.
    Mein Hausarzt guckt auch wie ein Auto, wenn ich fragen über Schwangerschaft mit typ 2 stelle - hatte er noch nie, und wenn ic bei HbA1c 6,0% mit den zähnen knirsche findet er das toll.

    Susanne
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 04.12.2006 15:52:07
    Hallo Molly,

    ich denke keineswegs, dass die Schweizer Ärzte schlechter oder weniger wissend sind als solche in anderen Ländern.

    Euer doc kennt wohl eure Körper, eure Psyche und eure Alltagsprobleme und kommt zu dem Schluss, dass für euch ein Langzeitblutzucker um die 7 % ausreichend sei. Das nennt man ärztliche Therapiehoheit.
    Bon!

    Um jedoch die Risiken möglicher diabetischer Folgeerkrankungen zu minimieren, wäre ein HbA1c < 7 % sicher besser. Aber dazu bedarf es wahrscheinlich einer Therapieänderung. Und diese scheut er wohl, aus welchen Gründen auch immer. von Haschi