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Kontinuierliche Blutzuckermessung
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Hanni
Rang: Gastam 11.11.2006 12:01:52
Ich war diese Woche auf einem (Werbe-) Vortrag von MiniMed. Dort wurde das neue Messsystem GUARDIAN vorgestellt, das rund um die Uhr den Blutzucker per Sensor am Bauch misst und alle 5 Minuten einen Wert per Funk an ein Anzeigegerät sendet, das man am Körper trägt.
Nächstes Jahr soll dann eine neue Pumpe auf den Markt kommen, die direkt mit dem Sender des Messsensors kommuniziert. Dann bräuchte man das Anzeigegerät gar nicht mehr, sondern nur noch den Sensor, den Funksender und die passende Pumpe.
So weit so gut. Gibt es endlich die Rund-um-die-Uhr-Überwachung? Endlich keine Piekser mehr in die Finger?
Jein...
Am Tag muss trotzdem 3 Mal der Blutzucker am Finger gemessen werden, um das Gerät zu kalibrieren. Außerdem muss bei Über-/Unterzuckeralarm ebenfalls am Finger kontrolliert werden, da die Messung im Fettgewebe verzögerte Werte liefert. Sie hinkt bis zu 30 Minuten den Werten am Finger hinterher.
Egal, hauptsache es funktioniert, oder?
Jein...
Es gibt da noch ein Problem: Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Jetzt kann man freilich die ca. 3000 Euro irgendwie ansparen, die das Gerät kostet. Wären da nicht die Sensoren...
Ein Sensor (sieht aus wie eine Kanüle für eine Pumpe) kostet nämlich 54 Euro und muss nach 3 Tagen gewechselt werden.
Die Technik ist also da, kann theoretisch bereits seit März gekauft werden, nur bis man sich die leisten kann, wird es wohl noch eine Weile dauern... von Hanni -
klausdn
Rang: Gastam 11.11.2006 14:13:50
hallo an alle,
ja hanni, "und" was die werbeleute dabei vergessen
mitzuteilen : die "pieksmessung" muß "mindestens"
dreimal pro tag gemacht werden, ist aber mit der üblichen ;-) meßungenauigkeit behaftet,--- da wird also ein ungenaues gerät mit einem ungenauen gerät "kalibriert" ??? -- na toll !
und mit diesem doppelt ungenauen wert , der auch noch um mindestens 30minuten dem aktuellen bz hinterherhinkt, will man insulin automatisch abgeben ???
wers glaubt wird seelig, ich bleibe da lieber beim bisherigen verfahren.
mfg klaus von klausdn -
Candyman
Rang: Gastam 11.11.2006 16:16:51
Hallo,
für die kontinuierliche BZ-Messung trug ich das Gerät, aber nicht die Kombination mit Pumpe.
Der Tragekomfort war, was die Einstichstelle bezogen auf Schmerzen angeht soweit angenehm.Außer ein roter Blutfleck, nachdem Herausziehen;vielleicht sonst aber auch nicht immer
Über die Diskussion der Meßungenauigkeit und 30 min Verzögerung kommt dann noch hinzu, daß man 2 Einstichstellen im Körper hat?
Eine für die Insulinzufuhr der Pumpe und eine für die kontinuierliche BZ-Messung?
Gruß
Candyman -
Diawolf
Rang: Gastam 14.11.2006 16:43:11
Hallo, na ja , sieht ja so aus, als wäre es noch nicht das Gelbe vom Ei.
Aber bei der "Kalibrierung" sehe ich nicht unbedingt das große Problem- der Fehler ist ja immer etwa gleich und nach ein wenig probieren-was wir ja gewohnt sind- wird es schon so einigermaßen laufen.
Allerdings ist mir auch klar, daß das die Kassen nicht so ohne weiteres übernehmen werden, da der Verlauf der Diabetes sicher nur unwesentlich beeinflußt wird- es ist mehr ein Luxus.
Selbst bezahlen ist angesichts der ständigen aufgezwungenen "Reformen"
mit fragwürdigem Inhalt für die meisten auch nicht mehr machbar.
M.f.G. von Diawolf