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Leben mit diabetis im alter

  • karen meier

    Rang: Gast
    am 14.10.2006 00:01:47
    Sei neusten leide ich nun an alterdiabetis, dies brachte für mich eine wende in meinem leben was nun? Könnt ihr mir vielleicht sagen wie ihr damit klar gekommen seit? Wann habt ihr es erfahren? Ist sport noch möglich und bestimmt die diabetis nun stark euren alltag? von karen meier
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 14.10.2006 10:30:08
    Ganz wichtig ist, daß Du einen Diabetologen hast und gut geschult worden bist, dann kommst Du auch gut klar mit dem Diabetes. von Elsbeth
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 14.10.2006 19:19:57
    Sei neusten leide ich nun an alterdiabetis, dies brachte für mich eine wende in meinem leben was nun? Könnt ihr mir vielleicht sagen wie ihr damit klar gekommen seit? Wann habt ihr es erfahren? Ist sport noch möglich und bestimmt die diabetis nun stark euren alltag?

    ich habe einfach weitergemacht, und festgestellt, daß es keinen großen unterschied macht. ich kümmere mich etwa 30 min am tag um meinen diabetes, und solange die doc's mitspielen sogar mit erfolg. erfahren habe ich es bei meiner damaligen hausärztin. ob sprot betrieben werden kann hängt weniger vom diabetes ab als von solchen sachen, wie herzkrankheiten und gicht/reuma etc. diabetes verkompliziert sport nur dahingehend, daß genug kohlenhydrate mitgeführt werden müssen. von thomas2002
  • karen meier

    Rang: Gast
    am 14.10.2006 22:03:08
    Und ihr meint wirklich das es für mich keine weiteren einschränkungen geben wird? Wie häufig treten den zuckerschocks auf und wie fühlt ihr euch dabei, was können erste anzeichen sein? Wie hat eure familie darauf reagiert? von karen meier
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 15.10.2006 10:16:27
    Wenn du mit Zuckerschock eine Hypo meinst, die hab ich noch nie gehabt, die kriegen viel eher Typ 1er. von Elsbeth
  • Hans

    Rang: Gast
    am 16.10.2006 11:15:34
    Hallo Karen,

    Ja ein Diabetes kann eine Wendung im Leben sein und das meine ich sehr positiv.

    Die Hauptstrategien der Behandlung eines Diabetes vom Typ 2 sind:

    Gewichtsreduktion bei Übergewicht
    viel Bewegung
    orale Medikament oder wenn nötig Insulin.

    Früher war ein Diabetes immer mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Das ist heute nicht mehr der Fall. Die Basis ist eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensführung.

    Gerade am Anfang sollte der Blutzucker häufiger gemessen werden. Regelmässige Ärztliche Checks sind sehr wichtig. Besonders der Augenarzt sollte einmal pro Jahr besucht werden. Hier wird der Augenhintergrund gründlich untersucht.

    Der Internist wird die Blutzuckerwerte besprechen und die Behandlungsstrategien zusammen mit dem Betroffenen festlegen.

    Regelmässig sollte auch ein Belastungs-EKG gemacht werden, der Gefäss-Status und der Zustand der Nerven untersucht werden. Ein Sonogramm der Nieren ist ebenfalls ratsam.

    Denke bitte auch daran, dass Typ 2 Diabetiker häufig an Deprssionen leiden, auch hier ist ärztliche Hife möglich und notwendig.

    Grüße von Hans

  • Karen

    Rang: Gast
    am 17.10.2006 22:54:34
    danke hans,

    das ist ja alles ziemlich viel, was man da beachten sollte. Aber waum sollte man den augenarzt aufsuchen davon hab ich noch nie was gehört. Mit den depressionen wusst ich auch noch nicht. Allgemein bin ich wohl in dieser hinsicht noch eher unerfahren, wobei ich denke das dies mit der zeit wird. Wie hat denn dein direktes umfels auf deinen diabetis reagiert? Hat es sich bei der arbeit bemerklich gemacht? Sollte ich es meinem chef sagen, oder kann dies ein kündigungsgrund in der heutigen welt sein?

    Liebe Grüße, karen von Karen
  • Hans

    Rang: Gast
    am 17.10.2006 23:51:16
    Hallo Karen,

    viele Fragen von Dir, ein paar Antworten von mir.

    Augenarzt:
    Bei einem Diabetiker werden im Laufe der Zeit die kleinsten Blutgefässe angegriffen.

    Durch den zu hohen Blutzucker wird Sorbit (ein Bestandteil des Zuckers) in den Zellen eingelagert und das führt zu einer Traumatisierung der Zellen.

    Blutgefässe bestehen natürlich aus Zellen und deshalb werden diese kleinsten Blutgefässe mit der Zeit undicht und Bestandteile des Blutes und danach auch das Blut selbst fliessen in die Umgebung.

    Der Augenhintergrund besteht aus vielen kleinsten Blutgefässen und wenn hier Flüssigkeit austritt muss eine Behandlung einsetzten. Da Veränderungen der Retina erst sehr spät vom Betroffenen wahrgenommen werden, ist eine regelmässige Untersuchung durch den Augenarzt sehr wichtig.

    Ich persönlich war/bin immer Selbstständig und hatte deshalb keine Probleme mit einem Arbeitgeber. Ich würde aber einen Diabetes nie in einer Firma publik machen. Geschäft ist Geschäft, privat ist privat.

    In meinem privaten Bereich wissen nur wenige Menschen von meinem Diabetes. Das hat aber eher den Grund, das ich mit meiner Krankheit nicht prahlen wollte. Ein Tabu war diese Krankheit für mich nie.

    Grüße von

    Hans
  • Karen

    Rang: Gast
    am 20.10.2006 23:20:15
    danke Hans, mit dem augenarzt hast du mir sehr weiter geholfen, davon hatte ich bisher noch nie gehört.
    Und du meinst ich sollte es wirklich nich meinem chef sagen? Könnte er es denn auf andere weise heraus bekommen, durch die krankenkasse oder ähnliches?
    Deine Bekannten halten dich sicherlich nicht für einen praller wenn du diabetis hast
    das wäre von ihnen primitiv. Du kannst halt offen damit umgehen, was absolut richtig ist. Ich hoffe der rest deiner Bekannten hat gut darauf reagiert?

    Karen
  • Hans

    Rang: Gast
    am 22.10.2006 13:18:53
    Hallo Karen,

    weder dein Arzt noch deine Krankenkasse dürfen Informationen an Dritte weitergeben ohne das Du deine Zustimmung erteilt hast.

    Die Gefahr einer Unterzuckerung ist bei deinem Typ2 Diabetes sehr gering, also muss der Arbeitgeber davon nichts wissen.

    Falls Du einen gefährlichen Beruf ausübst (z.B. Dachdeckerin, Schusswaffe, Feuerwehr etc.) wäre die Situation eine andere.

    Grüße von Hans

    PS. Hast Du mal in Schlachtensee gewohnt?