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Insulinlloch am nachmittag
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Michael
Rang: Gastam 20.09.2006 18:39:07
Hallo allerseits,
Bin hier neu im Forum. Den ein oder anderen Beitrag habe ich bereits aufmerksam mitverfolgt. Ich hätte da mal eine Frage zur Einstellung. Zur Zeit spritze ich 11IE Lantus und Novorapid als Kurzzeitinsulin (Faktor frühmorgens: 2,0; morgens: 1,5; mittags: 1,0; abends: 1,25) . Die Basalratentests sind mit 11IE alle positiv verlaufen. Dennoch kommt es ab 3 Uhr nachmittags zu einem Insulinlloch, d. h., es ist keine Lantuswirkung mehr vorhanden (, wobei es bis abends auch keinen nennenswerten Anstieg des BZ gibt). Meine Frage dazu: Ist es problematisch, dass ich bei Nichtaktivität beispielsweise bei einer Messung um 15:00 Uhr im Bereich von 130/ 140 einen ähnlichen Wert abends aufweise? Kann das zu meinem Müdigkeitsproblem führen? Wie gesagt, meine Einstellung gefällt mir soweit gut, aber nachmittags bin ich oft so schlaff, dass nichts mehr geht. Auf 12 IE zu erhöhen, ist übrigens nicht drin. Zwar bewirke ich eine Lantuswirkung bis weit in den späten Nachmittag, jedoch komme ich dadurch zu leicht in den Unterzuckerungsbereich. Die Basalratentests fallen mit 12IE auch alle negativ aus, so daß diese Dosis eindeutig zu hoch ist. Obwohl ich mir bei einigen Mahlzeiten eine höhere Lantuseinstellung wünschen würde (denn der Blutzucker steigt nach dem Essen zwischenzeitlich auch mit Novorapid und SEA um 55 - 70 an, normalisiert sich jedoch nach einiger Zeit wieder), ist das aufgrund der ständigen Unterzuckerungsgefahr nicht möglich.
Hätte jemand eine Idee, um das Insulinlloch am Nachmittag bei 11IE Lantus zu überbrücken? Muß es überhaupt überbrückt werden?
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Michael
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klausdn
Rang: Gastam 20.09.2006 23:15:03
hallo michael,
beide langzeitanaloga(lantus/levemir), haben bei spritzen unter einer mindestmenge schwierigkeiten die versprochenen wirkzeiten zu erreichen.
was mich absolut erstaunt , die erhöhng um eine ie, ist auf 24 h gerechnet rund ! 0,5 ie /h, dies entspricht bei deiner hohen insulin empfindlichkeit, 20-25 bz.
bei eiem zielwert von 100 wärst du damit bei 75 und damit in einem normalen bereich, da hypo erst unter 50 ist, wobei man bei 60 ganz vorsichtig mit 1/4tel be gegensteuern kann,(möglichkeit 1)
die andere möglichkeit - brücken mit normalinsulin,
indem man statt rapid, actrapid nimmt zum abendbrot, und um ca 1-1,5 ie erhöht.
die zweite methode ist nicht so einfach wie es klingt
und erfordert etwas routine.
mfg klaus von klausdn -
Michael
Rang: Gastam 21.09.2006 23:50:40
Hallo Klaus,
Wie du sagst, es ist in der Tat ein bisschen seltsam mit meiner Insulinempfindlichkeit, aber Tatsache. Es heißt ja auch, dass das Lantusinsulin max. 40 - 50 % der Tagesdosis des Kurzzeitinsulins betragen soll. Aber das Verhältnis ist bei mir auch irrational gelöst, nämlich im Schnit 13 - 15IE Kurzzeit- und 11IE Langzeitinsulin. Ach, es ist nicht so einfach. Erst einmal vielen Dank für deine Hilfe, Klaus. Ein bißchen Übung ist wohl noch angesagt. Ein Jahr reicht wohl nicht aus.
MFG Michael -
rosi
Rang: Gastam 28.09.2006 00:01:43
hallo michael,
ich habe gelesen, daß du novorapid, also
kurzzeitinsulin , längere zeit gesprizt hast.
hast du damit gute erfahrung gemacht?
ich habe bisher humalog gesprizt. leider
kann es ab oktober nicht mehr verschrieben
werden. nun will mich meine ärztin auf novo-
rapid umstellen.
es wäre nett, wenn du deine erfahrung mit-
teilen würdest.
ich danke im voraus.
mit freundlichem gruß
angela -
Michael
Rang: Gastam 28.09.2006 20:40:10
Hallo Angela,
Es wundert mich ein wenig ,dass du Humalog nicht mehr verschrieben bekommst. Aber sei es drum. Ich hatte vor vier Wochen auch zwischenzeitlich auf Humalog umgestellt, weil Novorapid ein paar Nebenwirkungen erzeugt, derer ich mich gerne entledigt hätte. Humalog war jedoch noch schlimmer. Ich hatte so ein Herzrasen, Unwohlsein und Benommenheit, dass ich sofort wieder zu Novorapid gewechselt bin. Vorerst werde ich also bei NP bleiben. Es ist mein kleineres Übel. - Zur Wirkung läßt sich sagen, dass es ein bisschen antriebsschwächer als das Humalog ist und ein wenig länger wirkt. Mitunter ist es manchmal auch wichtig, bei mir morgens, den SEA einzuhalten, da sich nach dem Essen (nach 2 h) trotz Injektion ein erhöhter Blutzuckeranstieg ergibt, der sich aber bei richtiger Dosierung wieder schnell von selbst normalisiert (Also nicht nachspritzen!). Sei nicht nach einem Blutzuckeranstieg nach 2 h enttäuscht, den es beim Humalog so schnell nicht geben würde. Nach einer weiteren 1/2 h ist alles wieder im Rahmen. Zumindest sind das meine Erfahrungen. Ich würde sagen: Probiers mit Novorapid. Es wühlt den Körper nicht so auf wie das Humalog, und man fühlt sich besser. Mitunter wirst du auch deine Faktoren ein wenig erhöhen müssen. Muß aber nicht sein. Eine 1 zu 1 - Umstellung war bei mir möglich. - Laß dir übrigens nicht weismachen, dass es Humalog ab Oktober nicht mehr gibt. Frag lieber deinen Diabetologen, warum er es dir nicht aufschreiben will. Fest steht, dass Humalog teurer als Novorapid ist. und Ärzte sich schnell einen Regreß an Land ziehen, wenn sie desöfteren ein teureres Medikament verschreiben, obwohl es eine kostengünstigere Alternative gibt. Wenn du mit NV nicht klarkommst., solltest du unbedingt auf dein altes Insulin umsteigen und darauf bestehen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
MFG
Michael -
Michael
Rang: Gastam 29.09.2006 12:56:50
Dabei fällt mir noch ein: Bist du Typ 2 - Diabetikerin? Das würde natürlich erklären, warum du ein anderes Insulin verordnet bekommen sollst.
MFG
Michael