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Diabetes Diagnose - Welcher Typ bin ich wirklich?

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 24.04.2010 23:09:34
    Ich hatte geschrieben:
    >Und Todesfälle werden erst seit etwa 15 Jahren
    >bei uns auch auf Diabetes untersucht, so dass Du
    >davon ausgehen kannst, dass erst etwa seitdem
    >die Mehrzahl aller Diabeteserkrankungen überhaupt
    >bekannt wird.

    Du machst daraus:
    >Und daß man Diabetes erst seit 15 Jahren
    >diagnostizieren kann ist auch so ein Schwachsinn,
    >den du gern verbreitest.

    Interessante Art zu lesen ;-) von Jürgen
  • EH

    Rang: Gast
    am 25.04.2010 11:15:59
    @ Jürgen

    [Zitat] Ich hatte geschrieben:
    >Und Todesfälle werden erst seit etwa 15 Jahren
    >bei uns auch auf Diabetes untersucht, so dass Du
    >davon ausgehen kannst, dass erst etwa seitdem
    >die Mehrzahl aller Diabeteserkrankungen überhaupt
    >bekannt wird. [Zitat Ende]

    Das stimmt nicht, du hattest folgendes geschrieben:

    [Zitat] Vererbungsaussagen zu Typ2 finde ich immer wieder lustig. Denn der wird fachoffiziell systematisch erst seit 15 Jahren diagnostiziert. Woher man da das Wissen über mehrere Generationen nehmen will, hat sich mir noch nicht erschlossen. [Zitat Ende]

    Das kann man im Strang nachlesen.

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 25.04.2010 11:19:28
    Moin Ossie,

    Du hast Recht: die einzige breiter angelegte Statistik zum Diabetes gibt es nicht nur für D nur aus der ehemaligen DDR. Und die war uns im Westen damals auch in den Behandlungergebnissen ein gutes Stück voraus. Alle demokratisch befreiten Statistiken basieren auf Behandlungen in kranken Häusern und damit zum allergrößten Teil auf Daten, die am Rande akuter Haupterkrankungen mit erhoben werden. Daten aus den ambulanten Behandlungen werden bis heute nicht bei uns und wohl auch nirgendwo sonst in der Welt in nennenswertem Umfang erhoben und ausgewertet.

    Und nicht die Alten gestorbenen waren und sind bei den seit etwa 15 Jahren nachträglich zugeordneten Todesfällen interessant, sondern die vielen davon infolge von Herzinfarkten und Schlaganfällen schon in jüngeren Jahren. Die waren bis dahin einfach als Herzinfarkt oder Schlaganfall abgelegt worden, wenn sie nicht als Diabetiker bekannt waren. Erst mit den routinemäßigeren Nachuntersuchungen wurde offenbar, wie unerwartet früh und häufig der Typ2 tatsächlich vorkam. Damit nahm die Zahl der Typ2 insgesamt und die der Herzkreislauffälle bei Diabetikern sprunghaft zu, obwohl die Gesamtzahl der Herzkreislauffälle sich davon völlig unbeeindruckt zeigte.

    In diese Behandlungsgeschichte des Typ2 hab ich nur gegriffen, um darzustellen, wie jung sie tatsächlich erst ist und dass sie bis heute keinerlei Daten für mehr als die Vermutung her geben kann, dass Typ2 vererbbar sein könnte.
    Wieso solche Hintergrund-Fakten Dich oder andere ärgern, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

    Bisdann, Jürgen
  • a

    Rang: Gast
    am 25.04.2010 11:45:27
    [Zitat]
    du lebst schon wieder 20jahre in der vergangenheit: wenn du 'bei uns in d" schreibst , scheinst du die "alte" brd zu meinen, denn in den neuen ländern wurde das schon in den 70ern gemacht
    [Zitat]

    Natürlich wurde das auch in der "alten" BRD gemacht.
    Ich schrieb ja schon, daß bei meiner Mutter der Diabetes in den Sechzigern diagnostiziert wurde und der meiner Schwester 10 Jahre später. Vorgewarnt durch die Diagnosen von Mutter und Schwester habe ich mich in regelmäßigen Abständen beim Arzt testen lassen. Dadurch wurde mein Diabetes sehr früh entdeckt, was für mich natürlich von Vorteil war. Diese Tests geschahen auch auf Anraten des Arztes, dem damals schon klar war, daß sich Typ2 vererbt, obwohl von Genforschung keine Rede sein konnte.

    Ich glaube es war Mitte der Achtziger als die ersten BZ Meßgeräte für eigenständige Messungen aufkamen. Vorher mußte man die Werte beim Arzt bestimmen lassen.
  • Joa

    Rang: Gast
    am 26.04.2010 02:44:40
    Hallo Markus,

    > Markus schrieb:

    > vor einigen tagen wurde bei mir diabetes
    > diagnostiziert.

    > mit meinen 19 jahren handelt es sich
    > nach ärztlicher aussage) wohl um typ1
    > diabetes.

    Wenn Du nicht deutlich übergewichtig bist,
    wäre das die naheliegende Vermutung.

    > nachdem ich mich jedoch über
    > ursachen/entstehung beider typen
    > informiert habe, traten doch einige
    > zweifel auf patient vom typ1 zu sein.

    Das ist recht normal. Man braucht noch ein paar Tage, um sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass das von Dauer ist.

    Beim Typ 1, aber auch genau so beim Typ 2.
    OK. Typ 2 kann ggf. durch Abspecken von 30 bis 80 kg wieder in normalisierte Fahrwasser geraten. Und durch Änderung des Live-Styles. Er/sie muss sich aber dann auch dran halten. Typ 1 *muss* eigentlich nicht was ändern, außer fürderhin eine angemessene Therapie zu berücksichtigen.

    > ich möchte kurz erläutern warum ich
    > denke, diabetes typ2 patient zu sein.

    ...

    Vergiss Deine Gedanken einfach. Ein einfacher Test auf insulinversorgungsrelevante Antikörper klärt die Sache abschließend.

    Im Übrigen möchte ich als Typ 1er für mich bemerken, froh zu sein, Typ 1 und nicht Typ 2 zu haben. ;-)

    Gruß
    Joa
  • eh

    Rang: Gast
    am 26.04.2010 14:59:51
    Klar, ich wäre auch froh, die einfachere Krankheit zu haben. Wo da allerdings dein persönliches Verdienst liegen soll, ist mir nicht so ganz ersichtlich.
  • Joa

    Rang: Gast
    am 28.04.2010 03:22:03
    > Anonymus schrieb:

    > Wo da allerdings dein persönliches Verdienst liegen soll...

    Hä?

    Gruß
    Joa
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 28.04.2010 15:56:04
    hallo markus,

    las dich bitte nicht von der akademischen diskussion abschrecken.

    es ist tatsächlich egal, welcher typ das ist, jedoch unterscheidet sich typ 1 zwischen jugendlicher und lada. nimm das insulin mit kußhand. selbst als 2er bist du mit erweiteter grundkentniss so besser behandelbar. jedoch beachte: zumindest in der einstellzeit auf vermehrte bewegung/sport zu achten, da du sonnst wg der besseren verfügbarkeit der kh durch insulin zunimmst. schaue auch unter "diabetesdorfalthausen.de" und deren linkliste nach. die meisten von uns fahren mit 10-15 be am tag recht gut, da geringe schwankungen und leichter steuerbar von thomas2002