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Diabetes? Peinlich???

  • Yasmin

    Rang: Gast
    am 12.08.2006 14:42:19
    Ich habe mal eine Frage an euch, und zwar ist euch euer Diabetes peilich?

    Verheimlicht ihr es manchmal oder geht ihr ganz offen damit um und erzählt es so ziemlich jedem?

    Wäre nett wenn ihr mir mal darüber ien bisschen berichten könntet!

    Viele Grüße
  • Sunny

    Rang: Gast
    am 12.08.2006 19:46:02
    also ich gehe eigentlich sehr offen mit meinem dm um, warum auch nicht?

    ich habe auch kein problem damit, wenn mein t-shirt mal hochrutscht und man dann die pumpe sehen kann...
    zu ict-zeiten bin ich auch nicht extra zum spritzen auf die toilette oder so gegangen... wenn jemand komisch geguckt hat, naja, dann hat er eben geguckt... was sein muss, muss nu mal sein...

    ausserdem kann einem im falles eines falles schneller und besser geholfen werden, wenn die leute, mit denen man zu tun hat, bescheid wissen... von Sunny
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 13.08.2006 14:19:37
    Wieso sollte mir mein Diabetes peinlich sein ? Ich hab mir diese Krankheit nicht ausgesucht , ich hab sie aber akzeptiert .
    Wenn ich das Leid anderer Menschen sehe ,
    bin ich froh "nur" Diabetes zu haben . Ich kann mir jederzeit helfen , und weiß ziemlich gut Bescheid über diese Stoffwechselstörung .
    Und wenn ich im Restaurant oder auch anderswo vor dem Essen zuerst meinen Blutzuckerspiegel messe , um die Insulindosos zu berechnen , ist das meiner Gesundheit zu gute kommend. Was andere dabei denken ist mir völlig egal . Ich halte auch nicht hinterm Berg mit meinem Diabetes . Denn wenn ich wirklich mal Hilfe brauch weiß jeder was zu tun ist . von Reiner
  • Sabrina

    Rang: Gast
    am 13.08.2006 17:43:35
    Hi,
    kommt immer drauf an, wo ich mich gerade befinde. Also wenn im Restaurant ringsherum jeder sehen kann, wie ich spritze, finde ich das etwas unangenehm. Wenn es Omas und Opas sind, gehe ich lieber gleich auf Toilette, weil ich nicht wie in alten Zeiten von ihnen bemitleidet werden will, weil sie zwischen Alters- und Jugenddiabetes kaum unterscheiden können und dann die Folgeschäden.... oder gar schlimmeres denken, dass ich heroinabhängig bin. Alles schon passiert. Ansonsten lebt der Zucker mit mir und ich mit ihm, zwar nicht immer im besten Einvernehmen, aber es geht so. Die meisten wenn sie es mitbekommen, wollen viel Hintergrund wissen und finden mich nicht weniger gut oder doof dadurch als Gesunde. Ich kann dir nur den Tipp geben, ganz stinknormal damit umzugehen und die ältere Generation über 70 nicht unbedingt in der Öffentlichkeit damit zu "erschrecken". von Sabrina
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 14.08.2006 13:07:59
    Nö peinlich ist es mir sicher nicht...

    Mit der Pumpe ist es eh nicht mehr so transpareant, aber meine Kollegen wissen was ich tue, wenn ich vor dem Essen auf die Pumpe drücke und im Büro BZ messe...

    Warum sollte es peinlich sein?

    Peinlicher wäre es eher, wenn man sich nicht um den Diabetes kümmern würde!

    Grüße

    Ulrich

    PS: es kommt auch durchaus vor, dass man meine Pumpe am Gürtel sieht - hat noch nie wen gestört ...
  • Diawolf

    Rang: Gast
    am 14.08.2006 14:43:02
    Manchmal ist es aus taktischen Gründen besser, man erzählt es nicht überall herum.
    Zumindest nicht gleich.
    Wie schnell geschieht es, daß einem irgendetwas als negativ ausgelegt wird , von Leuten , die keine Ahnung von unserer Situation haben.
    Gerade bei dieser sich immer mehr verschärfenden Arbeitsmarktsituation und dem Arbeitsplatzneid-man sollte vorsichtig mit zuviel Offenheit sein.
    M.f.G. von Diawolf
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 14.08.2006 15:23:49
    Hallo!

    ich habe Typ 2 und bin deshalb eher weniger auffällig. Denoch weiß meine Umwelt Beschied - schon allein sicherheitshalber. Wenn ich meine Tabletten umstelle oder ein paar Kilos abgenommen habe ist es sicherer, wenn es mehr Leute wissen - Unterzuckern kann man schließlich mit meinen tabletten auch bei typ 2 recht leicht.

    Ich habe dabei aber das Problem,d ass viele menschen glauben, ich wäre selber Schuld am Diabetes - als würde man sich das richtiggehend anfuttern. Oder die Leute tun so, als wäre es so einfach mal eben 30 Kilo abzunehmen und damit die Symptome zu bekämpfen. Wieder andere meinen es besonder gut, und machend abei alles falsch: etwa wenn alle anwesenden Kaffe und Kuchens erviert bekommen, ich aber als einzige nicht. Obwohl ich so was selbstverständlich vorher einplane und zu mittag nur 1-2 BE esse, wenn ich zum Nachmittagskaffee eingeladen werde.
    Dass typ 2 eben in erster Linie erblich ist und erst in zweiter Linie durch Übergewicht begünstigt wird ist ja was weniger bekanntes, und bei zwei Elternteilen die schon relativ jung (43 und 52) Diabetes bekamen überwiegt bei mir deutlich die erbliche Komponente.

    Natürlich gucken auch bei mir immer mal Leute doof, wenn ich im restaurant unmittelbar vorm essen eine tablette nehme und viele fragen auch nach. (Hast du Kopfweh oder was?) Andere schauen hochgradig verdutzt, wenn ich einen unterzuckernahen fühle und schnell mal in der U-Bahn trauebnzucker esse. So ein großer Utnerschied besteht wohl gar nciht mal, ob man nun spritzt oder Tabletten nimmt - auch tabletten in der Öffentlichkeit sind eher verpönt und ungewöhnlich.

    Susanne
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 14.08.2006 17:43:24
    Verfasser Diawolf
    Datum 14.08.2006 12:43:02


    Manchmal ist es aus taktischen Gründen besser, man erzählt es nicht überall herum.
    Zumindest nicht gleich.
    Wie schnell geschieht es, daß einem irgendetwas als negativ ausgelegt wird , von Leuten , die keine Ahnung von unserer Situation haben.
    Gerade bei dieser sich immer mehr verschärfenden Arbeitsmarktsituation und dem Arbeitsplatzneid-man sollte vorsichtig mit zuviel Offenheit sein.
    M.f.G.
    ___________________________________
    Ich denke wenn man seine Krankheit verschweigt ist das unter Umständen schlimmer als wenn man von vorn herein ehrlich ist. Denn ruckzuck findet man sich als Arbeitsloser wieder wenn mal was vorgefallen ist , unter niemand wußte zu helfen ......woher auch ....!! Und dann das Geschrei: wieso haben sie das nicht vorher gesagt . Ein Chef ist bestimmt bereit , wenn man als Kandidat ehrlich sagt was Sache ist
    jemanden einzustellen . Aber wenn das Kind mal im Brunnen liegt ist es meist zu spät. von Reiner
  • Sabrina

    Rang: Gast
    am 16.08.2006 16:28:54
    Stellt euch nur mal vor:
    ich hab mich mal auf eine interessante Stelle beworben und wurde 2x eingeladen. In meiner damaligen Naiviät erzählte ich dann, ich sei Diabetiker. Danach hörte ich von der Firma, die so sehr interessiert war, nichts mehr. Als ich nach 3 Wochen nachfragte (in 1 Woche wollte man mir ja den Vertrag fertig machen) hieß es, die Stelle wäre nur noch mit 4 Stunden anstatt Vollzeit zu besetzten und man hätte schon eine andere Dame gefunden.
    Ehrlich gesagt, eine dümmere Antwort gibt es kaum.
    In einer anderen Firma bekam ich mal eine Anerkennung + Prämie für sehr guten Arbeitseinsatz, vor versammelter Mannschaft. Die Worte des Chefs werd ich nie vergessen: "Gute Arbeit, trotz Diabetes!" Prima, oder? Somit hat es auch der letzte Fuzzi auf Arbeit gewußt. Und von denen, die sich damit nicht auskannten, erhielt ich einige Beileidsbekundungen, wie schlimm das doch sei und mit den Folgeschäden ihrer Verwandten.... usw.
    Also, genau überlegen, wem man erzählt, dass man Diabetiker ist. von Sabrina
  • Lisa

    Rang: Gast
    am 24.08.2006 03:28:31
    Ich denke nicht das es nötig ist seinen Diabetes zu verstecken ich denke es ist falsch.....Warum etwas verstecken das eigentlich ganz natürlich ist? Wenn Leute darüber lachen sind sie einfach nur dumm. Ich muss zugeben früher habe ich mich immer in der Schultoilette gesptitzt...Das vor ca. 1 Jahr....nun habe ich eine Insulin-Pumpe was es natürlich verbessert. Ich habe einen behinderten ausweis und bin sehr froh darüber das macht mich zu etwas anderem und unterscheidet mich. Meine Freunde behandeln mich ganz normal und sind auch sehr interessiert an meiner Krankheit wenn mich Menschen anders oder vielleicht schlechter behandeln dann sind sie mir egal. Jeder Mensch ist gleich aber anders in seiner anderen art und verdient es gleich behandelt zu werden. Wir sind alle Menschen und wenn welche das nicht respektieren dann möchte ich mit denen nichts zu tun haben. von Lisa