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Wieviele Broteinheiten rechnet man pro Mahlzeit /Tag
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Brigitte
Rang: Gastam 13.07.2006 17:23:20
Hallo,
per Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen und möchte Euch auch etwas fragen.
Mein Vater ist Typ II Diabetiker, hat in der Regel einen BZ -Wert von 90 bis 140, ist nicht übergewichtig, aber achtet sehr auf das Essen. ( In meinen Augen viel das Gleiche). Er nimmt keine Tabletten. Bisher kam er ganz gut damit klar. (3 Jahre), aber neuerdings fühlt er sich nicht mehr ganz so gut, und in meinen Augen hat er Mangelerscheinungen.
Er hat zwar eine Ernährungsberatung gemacht, a ber beim Hausarzt.
Deshalb meine Frage:
Gibt es Richtwerte, wieviele BEs man pro Mahlzeit essen muss/darf, und wieviele am Tag.
Und würde eine spezielle Diabetespraxis nützlicher sein. Bisher war er nur beim Hausarzt:
Danke für die Antworten.
Brigitte -
Johannes
Rang: Gastam 14.07.2006 00:07:36
Hallo Brigitte,
wie ist es zu verstehen, daß Dein Vater keine Tabletten mehr nimmt?
Nimmt er keine zuckersenkenden Medikamente mehr oder ist er umgestiegen von Tabletteneinnahme auf Spritzen?
Wenn er Insulin spritzt, wird vom Arzt festgelegt, welche Dosis Insulin pro Broteinheit benötigt. Das variiert von Diabetiker/in zu Diabetiker/in.
Ich vermute je nach Körpergewicht, d.h. je mehr Gewicht desto mehr Insulin.
Wie lange hat Dein Vater schon Diabetes?
Ist der Arzt Deines Vaters auch Diabetologe?
Alternativ könnte er auch eine Schulung besuchen in einer Klinik. Dort könnte umfassend ein Ernährungs/Insulindosisanpassungsprogramm gemacht werden.
MfG
Johannes
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thomas2002
Rang: Gastam 14.07.2006 09:19:15
er sollte mal seinen blutzucker messem. möglicherweise macht es seine bauchspeilcheldrüse nicht mehr so doll. hohe blutzuckerwerte verursachen unter umständen auch übelkeit. von thomas2002 -
brigitte
Rang: Gastam 14.07.2006 09:45:38
Hallo,
die Diagnose liegt ca. 3 Jahre zurück. Er spritzt kein Insulin und er nimmt keine blutzuckersenkenden Medikamente. Der Arzt hatte ihm Tabletten verschrieben, die er irgendwann nicht mehr genommen hat, weil die Blutzuckerwerte immer im normalen Bereich lagen. Er misst regelmäßig den Blutzucker.
Diabetes II kann man im Anfangsstadium mit Abnehmen und Essensregulierung in den Griff kriegen, habe ich so verstanden.
Er hat auch kein Übergewicht.
Nein, der Arzt meines Vaters ist kein Diabetologe.
Also wäre wahrscheinlich ein Diabetologe doch angebracht, wenn jetzt irgendwelche Probleme auftauchen, oder? von brigitte -
thomas2002
Rang: Gastam 15.07.2006 09:04:55
es ist wahr, daß im übergang vom prädiabetes zum diabetes und während des frühen diabetes mit bewustem essen und bewegung eine medikamentöse behandlung vermieden werden kann. allerdings sollte er sich selbst auch eingestehen können, wann diese sogenannte basistherapie alleine nicht mehr zielführend ist.
mittel- bis langfristig ist die behandlung durch einen diabetisch befähigten internisten oder eine diabetologische schwerpunktpraxis eines internisten besser, da diese ärzte eine gewisse grunderfahrung mit diabetes haben. niemand würde ohne weiteres sein auto bei einem apotheker reparieren lassen von thomas2002 -
Peter
Rang: Gastam 18.07.2006 15:33:32
Dein Vater sollte eventuell auch mal eine Schulung mitmachen, bzw. sich mit den Broteinheiten der einzelnen Lebensmittel befassen. Auch eine sorgfältige Ernährung muss nicht einseitig sein, so kann man z.B. an Salaten fast alles essen, ohne das der Blutzucker beeinflusst wird, Wurst, Käse, Fleisch und Fisch ändert eigentlich auch nichts, aber das lernt man alles in einer guten Schulung, denke das würde seine Essensqualität steigern da mal mitzumachen von Peter -
Susanne
Rang: Gastam 19.07.2006 03:03:07
Hallo Brigitte!
Warum alle hier so um eine konkrete Antwort rumeiern ist: es gibt keine Patentrezepte oder eindeutige Zahlen. Wie viel jemand essen darf und sollte hängt davon ab
- wie viel er bei welcher größe wiegt
- ob er leicht ab oder zunimmt
- wie aktiv er körperlich ist, ob er anstrengende Sachen macht
- ob er weitere erkrankungen hat
- wie seine gesamte körperliche verfassung ist
- ob er sich mit einer bestimmten Anzahl Broteinheiten wohl fühlt oder nicht.
ganz grundsätzlich kann man aber sagen für einen Mann dürfen es getrost über 15 am tag sein - und keiensfalls weniger als 12. es kann auch sein, dass Dein Vater 20 BE essen dürfte oder noch mehr. Ganz wesentlich ist eben auch das Wohlfühlen dabei, er solte sich weder sonderlich quälen müssen mit Hunger oder verkneifen von allem was er gerne isst noch sollte er deutlich mehr in sich reinschaufeln müssen als er Hunger hat.
die fehlende Abwechslung ist für ältere Menschen geradezu typsch, sie haben ihre eingefahrenen wege, und nur weil ihm jeden morgen seit 47 Jahren ein Leberwurstbrot am besten schmeckt muss es jetzt nicht unbedingt Müsli sein um Mangelerscheinungen auszuschließen. Und manche gefallen sich auch ganz gut in dieser Haltung der Selbstkasteiung "guckt mich an, mich armen armen diabetiker, nichts leckeres darf ich mehr essen, nun bemitleidet mich schon, los!"mein Vater ist darin meister, er hat es mein leben lang geschafft, einem jeden einzelnen eisbecher zu vermiesen mit seinem "ich darf ja nicht" und dass auch noch der Bedienung vorjammern. Aber heute wenn ich ihm sage,d ass er durchaus mal ein eis essen darf, wenn er dafür nachmittags mal keine kekse isst (die mampft er aber pfundweise) dann mag er es doch nicht. (hätte ich das bloß schon gewusst als ich fünf Jahre alt war)
grundsätzlich muss man aber als regel für töchter sagen: Misch dich nur so weit ein wie du bereit bist das zu tun. Du kannst Deinen Vater nicht zu einem anderen arzt prügeln wenner nicht will (versuche ichs eit vier Jahren) und Du kannst ihn auch nicht zu einer ernährung zwingen die ihm nicht passt. Schlag ihm vor, was du gut fändest, such einen Diabetologen im telefonbuch, schlag eine schulung vor - und lass es damit gut sein. mehr tun kannst Du nicht und Du bist nicht für sein wohlbefinden Verantwortlich.
mal abgesehend avo: wenn dus chreibst wo es ihm nciht gut geht können wir uns bessere vorschläge ausdenken. wenner nur Verstopfung hat ist es was anderes als wenner sich insgesamt schlecht fühlt.
Susanne -
brigitte
Rang: Gastam 09.08.2006 11:30:56
Hallo Susanne,
vielen Dank für die konkrete Antwort.
Kannst du mir vielleicht auch noch ein Buch empfehlen, wo die Berechnungsgrundlagen drinstehen?
Brigitte von brigitte -
Onkel Joschi
Rang: Gastam 03.07.2007 21:01:36
Guten Tag Frau Susanne !
Habe ihren Kommentar ausführlich gelesen.
So wie Sie es da schreiben, ist genauso wie es ist. Nicht mehr und nicht weniger !
Sie haben es geschafft, in wenigen Sätzen
alles wichtige reinzupacken. Ohne Bla-Bla
und ohne Besserwisserei ! Dazu meinen
Glückwunsch !!!
Gruß aus Düsseldorf " Onkel Joschi ! -
anni
Rang: Gastam 21.11.2007 14:58:38
endlich mal ein gute antwort,danke für den beitrag. ist mir sehr hilfreich, da ich am anfang im kampf mit meinem gewicht und eben m typ II bin
anni