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Auf Insulin umsteigen ..?

  • EM

    Rang: Gast
    am 13.04.2010 13:08:47
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin leider stark verunsichert, denn mein Mann - 58 Jahre , soll nun auf Insulin i.m. Spritzen umgestellt werden.

    Er hat seit 10 Jahren leichten Diabetes, mit Metfogama (2x täglich Tbl.) behandelt wird.
    Dieser Befund wurde festgestellt, nachdem mein Mann mit akuater Herzschwäche als Notfall-Patient auf die Intensiv eingeliefert wurde. Es sollte ihm damals sogar ein fremdes Herz transplantiert werden, was mein Mann Gott-sei-Dank abgelehnt hat.

    Denn es geht ihm (zum Erstaunen aller, der Uni-Klinik und anderer Fachleute, erstaunlich gut. Er hat mittlerweile 4 Stents bekommen.Der Befund beim Kardiologen ist sehr gut. Alle seine WErte, sein Blutdruck (RR 105/70), der Puls (manchmal zu niedrig 55) sein LDL usw. sind bestens mit Medikamenten eingestellt.

    Leider ist der Nüchternwert seit Jahren etwas zu hoch, um die 120. Seine letzten Tagesprofil: 117- 98- 91 (2010) , die Jahre davor vergleichbar (ich meine sehr gute Werte)
    Die Nüchternwerte der letzten Jahre 106, 127, 114, 124, 118, 119 (jetzt 2010).

    Der HbA1c-Wert schwankt seit Jahren zw. 6,6 und 7,1.

    Da mein Mann sehr viele Medikamente nehmen muss (Statine, Beta-Blocker, Lipidsenker, Harnsäure-Senker) sind wir bisher sehr froh gewesen, dass sich der Blutzucker m.E. immer sehr im Rahmen gehalten hat. Ich habe sogar vor kurzen im Diabetiker-Heftchen (das immer in der Apotheke ausliegt) gelesen, das es für Herzkranke sehr gefährlich ist, den BZ mit allen Mitteln senken zu wollen. Leider habe ich den Beitrag nicht mehr.

    Nun bequatscht der Internist meinen Mann vierteljährlich (rief gestern sogar an bei dem BZ-Nü-Wert von 119!), er empfehle ihm, auf InsulinSpritzen umzustellen. Allerdings hatte dieser Arzt sogar den falschen BZ-Wert parat (von vor 1 Jahr).

    Ich persönlich bin MTA, kenne die Problematik von Hypoglycämie sehr gut.
    Und bin, wie gesagt sehr verunsichert.

    Um einen Rat wäre ich sehr dankbar.
    MfG Erna
  • Rat

    Rang: Gast
    am 13.04.2010 13:42:19
    Warum gehst du nicht einfach zum nächsten Termin deines Mannes mit und diskutierst das mit dem Arzt aus?
    Ihr teilt doch sonst auch Tisch und Bett?

    Der Arzt hat sicher seine Gründe, warum er zu Insulin rät.
    Nur EIN Grund könnten veränderte Leberwerte sein....konnte.
    von Rat
  • Emma Meyer

    Rang: Gast
    am 13.04.2010 15:00:59
    Sehr netter Hinweis! Herzlichen Dank dafür!
    Die Leberwerte OT, PT, Gamm-GT usw. sind o.k.

    Mit dem Herrn Doktor diskutieren, welch toller Vorschlag! Ich hatte gehofft, dass hier Menschen antworten, die Ahnung haben, evtl. selbst dieses Problem einmal hatten, usw.

    E.
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 15.04.2010 03:16:39
    Du möchtest also lieber mit medizinischen Laien (das sind wir nämlich trotz langjähriger DM-Erfahrung) diskutieren? Auch 'ne Einstellung. Jeder würde deinem Mann raten, sich auf Insulin umstellen zu lassen. DM Typ2 mit "schlechten" Werten verursacht nämlich schleichend "wunderschöne" Spätschäden (Gefässschäden, Nervenschäden, Nieren- und Augenschäden und wie Jürgen immer sagt, appe Füsse!). Du möchtest das lieber für deinen Mann, als eine ordentliche BZ-Führung mit Insulin (Hypoglykämien sind vermeidbar!) im Bereich 80-max.140 mg/dl? Wohl kaum! Übrigens sind 3 Werte am Tag kein Tagesprofil und nicht aussagekräftig. Ich kenne diese nur mit 8 Werten. Wer oder was sagt dir denn, dass zwischen diesen Werten der BZ nicht viel höher ist? Allerdings hätte ich auch nicht zum Arztgespräch geraten. Die meisten Diabetiker reagieren knurrig, wenn sich andere in ihre "Angelegenheiten" einmischen (auch wenn NUR gute Absichten der Grund sind) - macht immer ein bisschen den Eindruck, dass man zu doof ist, sich um sich selbst zu kümmern. In einer guten Ehe (und dass du die hast, davon gehe ich bei deiner "Sorge" aus) wird dir dein Mann schon erzählen, was läuft! Insulin ist kein Teufelszeug, sondern bei DM eine gute Medikation, wenn man sich an ein paar Regel hält. Aber die lernt dein Mann und du kannst ihn dabei (so er mag) unterstützen. Nebenbei steht in der Apo Diabetiker-Umschau auch viel Schwachsinn! Wenn man seinen DM nicht richtig behandelt, sind Herzprobleme durch Gefässveränderungen viel wahrscheinlicher, als irgend ein Schaden durch Hypos (die nicht zwangsläufig entstehen).
    Und nach 4 Bypässen nach 40 Jahren DM weiss ich, wovon ich rede. Und ich nehme die gleichen Medis wie dein Mann. Wir sind übrigens fast gleichalt. Und noch eins: Es gibt keinen leichten oder schweren DM! Wenn ich das höre, wächst mir jedesmal eine Feder. Es gibt jedoch gute und schlechte/falsche Behandlung des DM und daraus (wenn man Pech hat) resultierend leichte oder schwere Spätschäden. Also, die rückwärtigen Hälften zusammengekniffen und durch - ihr wollt doch sicher noch viele glückliche Jahre ohne Probleme zusammen erleben. Viel Glück bzw. Erfolg! von Rudi
  • Emma Meyer

    Rang: Gast
    am 15.04.2010 12:31:20
    Hallo Rudi,

    ganz herzlichen Dank für die Antwort. Man/Frau bekommt also hier den Kopf gewaschen, wenn man kritisch ist. Na prima! Die ausführliche Erläuterung hat mich trotzdem sehr gefreut, weil sie Erfahrungswerte beinhaltet.

    Es ist also sehr zuträglich für die physische und psychische Gesundheit, täglich Insulin zu spritzen?
    Täglich mehrmals den BZ mit Teststreifen zu messen?
    Angst vor Hypoglycämie zu haben? Mein Mann gerät manchmal in einen kritischen Bereich und das mit Meformin.

    Ich persönlich habe leider kein Vertrauen mehr zu den Doktores. Haben sie meinen Mann damals als Bauchspeicheldrüsen-Patient behandelt. Hätte ich bei der Herzinsuffizienz nicht gehandelt, würde er heute nicht mehr leben.
    Außerdem in Uni zu Herztransplantation geraten. Prima, denn mein Mann hat heute ein besseres Herz als viele andere.
    Hätte mein Mann nicht einen Leistenbruch zu operieren gehabt (was damals nicht möglich war aufgrund eines gesunkenen Herzvolumens <20) hätte der Arzt die 95%-Stenose immer noch als diffus bezeichnet.

    Und ich habe leider nach vielen, vielen Jahren im Zentral-Labor in großer Klinik sehr miese Arzterfahrungen gemacht.
    Übrigens BZ-Tagesprofile werden in vielen Kliniken auch heute noch zu BZ-Einstellung verwendet.

    Und ich denke, der Patient und seine Anghörigen sind mitverantwortlich für die eigene Behandlung und sollte nicht leichtfertig sich auf "Fachleute" verlassen.

    Und zur Info: Meine Ehe ist prima, und wenn diese hier zur Diskussion stehen sollte, dann nur zu. ......
  • Sorry

    Rang: Gast
    am 22.04.2010 15:48:24
    Sich von dir anpampen lassen; nur, weil man dir den Rat gibt, das mit einem Arzt zu besprechen? Nee, du, keinen Bock drauf.

    Das ist ein Laienforum, kein Ärzteforum oder eines, in dem sich Menschen befinden, die DEINE medizinischen Kenntnisse haben...denn DU scheinst ja klüger zu seinals alle Anderen und alle Mediziner nur Idioten.

    Wir sind dir wissensmäßig leider NICHT gewachsen.

    Wenn ich das schon höre.. mein Mann sollte ein Herz transplantiert bekommen, du hast das verhindert...das ist alle leider unglaubwürdig, was du schreibst.

    Ich glaube kaum, dass man mal eben so auf Dudeldei eine Herztransplantation anbietet, weil dem Mediziner grad langweilig ist...

    Wer ist denn in deinen Augen kompetent, wenn nicht der Arzt?

    Kein Mesch hier kennt die Details der Diagnosen deines Mannes und so wird sich auch Niemand aus dem Fester lehnen mit einem Rat, wie auch?

    Warum fragt eigentlich dein Mann nicht selbst? Bist du der Vormund? Kann ja sein...

    von Sorry
  • asasa

    Rang: Gast
    am 25.04.2010 17:01:58
    "Es ist also sehr zuträglich für die physische und psychische Gesundheit, täglich Insulin zu spritzen?
    Täglich mehrmals den BZ mit Teststreifen zu messen?"

    Ist es der Gesundheit abträglich? Also bitte. Ich hab jedenfalls keinen Knacks, weil ich mir n paar Mal am Tag in den Finger stech und einige Male Insulin spritz. Wenn jemand davon ernsthafte gesundheitliche Probleme davontragen sollte, dann hat er echt andere Probleme, die dringender behandelt werden sollten.
  • rfg

    Rang: Gast
    am 25.04.2010 22:49:11
    der war gut! danke dafür!
  • Vermutung

    Rang: Gast
    am 05.05.2010 16:11:31
    Zitat:die Ehe ist prima...Ende

    Man liest es förmlich...*g*. Der Arme....wenn es dir gelingen sollte, ihm das Insulin auszureden, landet er vielleicht irgendwann bei:

    -Amputation
    -Nierenversagen
    -Erblindung


    Ich möchte kein Arzt sein...;-)) von Vermutung
  • Emma Meyer

    Rang: Gast
    am 06.05.2010 10:59:42
    Danke für die Information.

    Zu Ihrer Information:

    Diese Anfrage war ein Test einer etablierten Selbsthilfegruppe. Und die Problematik, alle Daten beruhen 100 Prozent auf Tatsachen.

    Bitte machen Sie sich selbst ein Bild von der Qualität der entsprechenden Antworten und somit der Qualität des Forums.