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  • Antje

    Rang: Gast
    am 09.07.2006 14:34:01
    Hallo , ich habe mal eine Frage an euch, ihr könnt mir sicher helfen!
    Ich bin seit 3Jahren TypI und spritze Actrapid und Protaphane insgesamt 5mal stechen am Tag.Ich überlege hin und her ob es vielleicht besser wäre, mich auf eine Pumpe einstellen zu lassen. Ich weiß es einfach nicht. Wie sind denn eure Erfahrungen? Natürlich stört es mich , mich so oft pieken zu müssen,aber anderer seits habe ich Angst,dass ich die Pumpe als Lässtiger empfinden werden, weil man sie ja immer dran hat.Wie oft muss man denn die Kanüle wechseln?Momentan ist mein Hba1c bei 7,3 das ist ja auch noch zu hoch. Da ich auch in den nächsten Jahren gerne ein Baby haben möchten, will ich es schaffen auch den Zucker besser hin zu bekommen, ist das denn mit der Pumpe einfacher, bzw wie sind eure Erfahrungen?Vor dem Zunnehmen habe ich auch angst,denn ich bin schon übergewichtig und möchte das es nicht noch schlimmer wird. Wenn ihr nun vor der Wahl stehen würdet, spritzen oder Pumpe,was würdet ihr tun?
    Danke fürs zuhören, vielleicht könnt ihr mir ja etwas die Angst nehmen, von Antje
  • Sylvia

    Rang: Gast
    am 09.07.2006 15:05:39
    Hallo,
    wenn Du ein Baby erwarten möchtest, muss Dein Hba1C Wert auf jeden Fall besser werden. Das schaffst du ganz sicher mit der Pumpe. Als ich schwanger wurde, habe ich sofort eine Pumpe erhalten. Ich kann sie nur empfehlen. Und oft ist es so, wer einmal eine hatte, gibt sie so schnell auch nicht wieder her. Stöber einfach mal in den Rubriken hier rum, da wirst Du vieles erfahren.

    Gruß Sylvia
  • Sunny

    Rang: Gast
    am 09.07.2006 15:20:00
    ich hab jetzt seit fast vier wochen die pumpe und bin sehr zufrieden damit...

    eine woche nachdem ich sie bekommen hatte, hatte ich zweifel bekommen und hätte sie am liebsten wieder abgegeben... ich hatte das gefühl, dass ich es keine minute länger mit der pumpe aushalten würde.. hätte sie am liebsten irgendwo in ne ecke geworfen... irgendwie hatte es mich genervt dieses "ding" immer an mir kleben zu haben... hab dann ausfürhlich mit meinem doc darüber geredet... wir einigten uns darauf es noch ein paar tage zu versuchen...
    naja, zwei tage später war dann wieder alles ok und ich bin nun sehr froh, dass ich sie habe...
    durch die pumpe ist man flexibler als mit ict...
    meine werte sind auch schon deutlich besser als vorher... viel besser...

    ich bereue es nicht, mich dafür entschieden zu haben...

    von Sunny
  • Antje

    Rang: Gast
    am 09.07.2006 15:20:44
    Hallo und danke für deine schnelle Antwort.
    Also das mit dem Baby ist so in 1-2Jahren geplant,also erstmal nicht der Hauptgrund für eine Pumpe,aber ich denke da trotzdem auch in der Hinsicht darüber nach. Da es spätestens dann sicher sowieso zur Pumpe kommen wird, und ich mich dann vielleicht auch schon früher dazu entscheiden würde,damit es dann nicht ganz neu für mich ist. Der Wert muss natürlich auch noch besser werden, das weiß ich und arbeite auch darauf hin.Mein Ärztin meinte das eine Sc hwangerschaft geplant werden sollte und das werden wir wenn es dann soweit sein sollte auch machen.Habe schon etwas gestöbert, und viele Positive Meinungen gelesen. Aber obs einen selber selber gefällt oder man gut mit klar kommt ist sicher auch von jeden selber abhängig. Ist halt schwierig den schritt zu wagen,wenn man nicht weiß wie es ist;-) von Antje
  • nochmal sunny

    Rang: Gast
    am 09.07.2006 15:44:51
    menno, ich hatte grad noch nen langen text geschrieben und nu is der gar nich hier angekommen, wie ärgerlich...

    also nochmal kurz:
    fast jeder, der ne pumpe hat sagt, dass er sie schon nach dem ersdten tag nicht mehr hergeben wollte... das kann ja auch sein, aber im endeffekt ist ja, wie du schon sagtest jeder mensch anders...

    ich kann die empfehlen eine pumpe zur probe zu tragen... da bekommst du dann kochsalzlösung rein... das ist eine sehr gute möglichkeit auszutesten wie du tagsüber und auch nachts damit klar kommst, die pumpe immer bei dir zu haben... gleichzeitig kannst du die verschiedenen katheter austesten...

    infomaterial über alle pumpen kannst du unter www.pumpen-cafe.de bestellen.. so hatte ich das damals auch gemacht und dann in aller ruhe verglichen und aussortiert bis dann nur noch eine pumpe übrig war... von nochmal sunny
  • Sue

    Rang: Gast
    am 09.07.2006 21:13:39
    Hallo Antje,

    ich trage jetzt seit knapp 3 Monaten eine Pumpe und ich will sie so schnell nicht wieder hergeben. Ich hatte lediglich am ersten Tag nach dem Krankenhaus (war 10 Tage zum Einstellen in nem Diabeteszentrum) beim Katheterwechsel Zweifel, ob ich wirklich immer am Schlauch hängen will, weil Krankenhaus ist ja eine Sache, Alltag wieder ne andere. Aber ich kann sagen, dass ich durch die Pumpe sehr viel Lebensqualität und Freiheit gewonnen habe. Vor allem wird durch die Pumpe das kontrollierbar, was zuvor unkontrollierbar bei mir war, wie z.B. die Nacht (hab keine BZ-Schwankungen mehr oder Hypos in der Nacht) oder was bei mir vor allem nachmittags und abends ein Problem war, ich hab jetzt ne kontinuierliche Basalgabe (hatte früher häufig nachmittags vergessen die paar nötigen Einheiten Basal zu spritzen und somit Abends immer hohe Werte :-/ ). Mein HbA1c ist auch innerhalb von 8-9 Wochen von 8,1 auf 7,3 gefallen. Allerdings ist eine Pumpe kein Garant für nen HbA1c um die 6, es hängt immer noch von Dir ab wie oft Du Deinen BZ misst und wie genau Du mit dem Bolus bist.

    Ich kann Dir auch nur wie sunny raten mal ne Pumpe auf Probe zu tragen. Dann wirst Du schon merken, ob Du sie komplett ablehnst oder sie toll findest oder Dich mit ihr anfreunden kannst. Meiner Meinung nach ist es echt ne super Sache.

    Den Katheter musst Du alle 1-2 Tage wechseln, wenn Du Stahlkatheter verwendest, Teflonkathetern können sogar 2-3 Tage liegen. Ich würde Dir aber gerade fürs Probetragen Stahlkatheter raten, die finde ich persönlich einfacher zu legen.

    Falls Du noch bestimmte Fragen hast, kannst Du mich gerne ne Email schreiben (Adresse s.o.)

    Liebe Grüße,
    Sue
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 10.07.2006 12:47:56
    Auch wenn Du erst in zwei Jahren ein Baby willst - das geht manchmal schneller wie man denket ;)

    Ich sprech da aus Erfahrung ;)

    Die Pumpe ist immer besser für Deine Gesundheit. Je früher du damit anfängst desto besser, denn Dein Kind soll ja nicht nur in der Schwangerschaft was von Dir haben sondern noch gaaaaaaaaanz lange.

    Grüße
    Ulrich
  • Antje

    Rang: Gast
    am 10.07.2006 17:20:17
    Vielen Dank für eure vielen Antworten!
    Wie ist es denn bei euch dazu gekommen,dass ihr eine Pumpe bekommen habt, wurde es vom Arzt vorgeschlagen bzw das Gespräch gesucht oder kam es von euch? Ich habe ein bisschen Angst danach zu Fragen, da eine Schwester schonmal meinte,das die Ärtzin da nicht so ein "Fan" von ist. Naja und nun habe ich Angst,das sie da von vorn herein ablehnt.Ich bin da auch wahrscheinlich zu schüchtern zu;-( Was kann man denn da so für Agumente bringen,die sie nicht gleich zerreden kann?Musstet ihr da was dazu bezahlen zur Pumpe? Ich kenne mich mit der ganzen Pumpen Thematik ja noch nicht doll aus, wie das dann alles funktioniert und wie man das dann alles einstellt usw, muss man denn da immer ins KH? Aber ist vielleicht auch besser? Das Spritzen hat sie ein Jahr versucht hinzubekommen bei mir, letztendlich war ich dann doch 14Tage im Krankenhaus,da hats dann auch geklappt.
    ich bin auch ein Mensch der gar nicht so früh essen kann, oder auch so manchmal einfach keinen Appetit habe,würde sich das mit ner Pumpe vielleicht auch besser regeln lassen,als mit den Spitzen?denn da hab ich ja meine festen Zeiten,zu denen ich spritzen-essen soll. Aber das haut meistens eh nicht hin,schon wegen der Arbeit.
    Danke nochmal von Antje
  • Ulrich

    Rang: Gast
    am 10.07.2006 17:59:06
    Ich denek ich hab meine damalige Ärztin darauf angesprochen und sie hat mir dann gesagt aus welchen Gründen Pumpen verodnet werden können:

    U.a.:
    - unregelmäßigerTagesablauf
    -Dawn Phänomen (BZ Antieg in den frühen Morgenstunden
    )
    - schwer einstellbarer Diabetes
    -Angest vor dem selbst spritzen / psychische Blockade...

    Wenn Deine Ärztin Dir keine Pumpe verschreibt, dann geh in ein Diabeteszentrum, wie z.B. die Diabetesklinik in Bad Mergentheim. Dort bekommst Du sie problemlos.

    Grüße

    PS: Aus welcher Ecke kommst Du denn? von Ulrich
  • Antje

    Rang: Gast
    am 10.07.2006 19:40:23
    Ich komme aus der "Spreewälder-Ecke" bzw südliches Brandenburg.
    Nun, mit dem Tagesablauf,das wäre ja schon ein Punkt,da der wirklich nie genau zu planen geht und ich nie zur selben Zeit Essen und Spritzen kann , und dazu ja noch das ich sowieso grade so wie jetzt an heißen Tagen, am liebsten nur gemüse esse und aber auch was anderes Muss, wegen dem spritzen.
    Ich messe ja nicht täglich da müsste ich das mal tun und gucken, wie die werte frühs sind. Ich habe allerdings schon nachts öffter unterzuckerungen gehabt,einfach so, obwohl ich abend immer alles so wie immer gemacht habe,
    Ich habe ja gehört,das werdene Mütter eine Insulin pumpe bekommen, und wenn ich der vielleicht sage,das wir in ein paar Jahren ein Kind möchten (bin 23Jahre) und das ich damit einfach schon vertraut bin udn das ja auch irgendwo besser ist,als wenn mir dann vielleicht fehler passieren,na mal gucken.
    Angst vorm stechen habe ich , bzw tut es mir an manchen tag sehr weh und der bauch ist dann auch ziehmlich hart und es kotzt (sorry) mich einfach alles nur an. Da wurde mir gesagt,da muss ich nun mal durch und andere können es ja auch. Meistens ist es auch gar kein Problem, aber manchmal ist es schlimm.
    Diabeteszentrum,ich weiß gar nicht so sowas ist. Zum einstellen war ich in Cottbus, vielleicht oder sicher ist dann in Berlin auch sowas,da ganz bestimmt. Aber irgendwie habe ich schon so oft das Gefühl gehabt,die Ärzte tun sowieso alles ab, hauptsache die Patienten kommen jedes Quartal und der Doc hat nicht so hohe kosten. ;-( ist schon traurig
    von Antje