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Diabetes und Aufsichtspflicht
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Mary
Rang: Gastam 21.06.2006 12:04:29
Hallo!
Ich habe folgendes Problem:
Ich habe seit 4 Jahren Diabetes Typ 1 und mit schwankenden Werten, also gelegentlich auch mal eine Unterzuckerung. Dabei sind die Werte umso besser, je gleichmäßiger ich lebe, was wohl bei den meisten so ist.
Ich überlege aber, eine Pfadfindergruppe zu übernehmen, dass heißt, das ich als alleinige Erwachsene Verantwortung für 12 6-jährige Kinder trage, die nichts anderes im Kopf haben, als auf Bäume zu kletter und nachtwanderungen zu unternehmen.
Meine Fragen:
1. Hat jemand Erfahrung mit 2 wöchigen Zeltlagern oder ähnlichem ohne regelmäßigen Schlaf und ohne regelmäßigen Essenszeiten. Kommt da alles durcheinander, oder ist es zu bewältigen?
2. Für den Fall einer Unterzuckerung: verletze ich evtl. dadurch meine Aufsichtspflicht, weil ich es ja in Kauf genommen habe, dass so etwas passieren könnte? Was sagt da die Versicherung, wenn einem Kind in der Situation etwas passiert?
3. Würdet ihr euch so etwas zutrauen?
Bin etwas unsicher und daher dankbar für jeden Rat!
Danke!
Mary -
Diawolf
Rang: Gastam 21.06.2006 16:14:45
Die Frage , was die Versicherung dazu sagt, sollte von eben dieser brantwortet werden und im konkretenFall, von der , die dann auch für Schäden aufkommen soll.
Leider ist es ja in diesem Staat so, daß jeder wegen irgendwelcher Bagatellen gleich mit dem Anwalt angerannt kommt.
Aber man darf sich vielleicht auch nicht immer vor allen Eventualitäten fürchten und alles bis uns Detail planen, sonst lebt man nicht mehr.
Den Kindern muß man klare Verhaltensregeln geben ,was zu tun ist ,wenn der Erzieherin schlecht ist, und daß dann alle Eingenmächtigkeiten zu unterlassen sind.
Soetwas macht sich in Anwesenheit der Eltern immer gut
Als eine gute Grundlage für stabilere Werte unter unterschiedlicher Belastung bietet sich aus meiner Sicht aber eine Insulinpumpe an.
Das kurzeitig wirkende Insulin macht die Stoffwechselführung überschaubarer. Natürlich dauert es u.U. eine Weile, bis man alles so eineigermaßen im Griff hat.
M.f.G. von Diawolf -
klausdn
Rang: Gastam 21.06.2006 18:42:02
hallo mary,
diawolf hat dir die problematik absolut 100%
erläutert, hier wird zunehmend wegen furz und feuerstein zum anwalt gerannt(man hat ne versicherung)
grundsätzlich für dich:
als t 1 kann man so etwas machen, aber dir würde ich im moment davon abraten, denn du selbst traust dir das unterschwellig zz nicht zu(ist nicht !! böse bzw abwertend gemeint)
daher greife diawolfs vorschlag auf !
gehe mit pumpe zu teupe nach althausen.
dann tust du erstens was gutes für dich,
zweitens bist du hinterher so sicher im umgang mit dem dm daß du uns nicht mehr brauchst.
und auch keine angst mehr vor hypos hast.
mfg klaus
tippfehler bitte übersehen war zum lasern von klausdn -
Fuchs
Rang: Gastam 22.06.2006 13:34:52
Also,
in der Tat ist es keine Frage der richtigen Versicherung, sondern eine Frage, was DU Dir zumutest und wie gut Du eingestellt bist.
Wäre ich ein schlecht eingestellter Diabetiker, dann würde ich mir die Verantwortung auch für Andere nicht aufladen wollen.
Trotzdem zur Versicherungsfrage: Da fragt kein Mensch nach, ob jemand Diabetiker ist. Verursachst Du einen Fehler, dann zahlt auch die Versicherung, es sei denn, Du hast vorsätzlich gehandelt - wer aber handelt schon vorsätzlich - wer will schon einen Schadenabsichtlich herbeiführen?
Fuchs -
thomas2002
Rang: Gastam 23.06.2006 00:52:18
in sachen eindeutige verhaltensregeln.
6-jährige verhalten sich sehr emotional, und wenn einer unter hypo agressiv wird, kann es sein, daß die kiddies nicht aktiv währen. von thomas2002 -
Mary
Rang: Gastam 23.06.2006 15:29:27
Danke für eure aufrichtige Meinung!
Mit der Versicherung gäbe es dann ja wohl keine Probleme.
Ob ich selber mutig genug bin, muss ich mir noch überlegen.
Vielleicht probiere ich doch erstmal, meinen Zucker so in den Griff zu bekommen, dass ich keine Angst mehr vor Hypos habe (Pumpe?) und kümmere mich dann um die Kiddies.
Gruß
Mary