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Schwanger trotz Folgeerkrankung

  • Kaija

    Rang: Gast
    am 24.05.2006 19:04:18
    Hallo!


    Ich bin Typ 1 Diabetiker und wünsche mir ein Kind. Weiss allerdings nicht, ob es ratsam ist. Ratsam, weil ich eine Niereneinschränkung und Retionopatie habe. Ärzte, die ich aufgesucht habe, reagieren unterschiedlich. Der eine sagt es wäre kein Problem, der andere rät ab.
    Hat jemand Erfahrung mit
    Schwangerschaften und Folgeerkrankungen? Hat von Euch jemand trotz Folgeerkrankung ein Kind zur Welt gebracht.
    Es wäre schön wenn ein "Betroffener" seien Erfahrungen schildern könnte.
    von Kaija
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 25.05.2006 01:24:01
    Hallo Kaija!

    Ich kann naturgemäß zu einer Schwangerschaft
    mit Folgeschäden nichts sagen, aber vielleicht
    helfen dir die folgenden Zeilen bei einer Entscheidungsfindung ein wenig weiter.

    Meine Nieren sind nach knapp 35 Jahren Typ 1
    zwar in Ordnung, aber ich habe eine noch leichte
    PNP und bin durch eine kaputte Retina bei etwa
    10% Visus. Trotzdem habe ich mit meiner Frau vor zwei Jahren ein Kleinkind adoptiert. Der Antrag auf ein weiteres Kind läuft bereits. Es ist trotz aller Beschwernisse wahnsinnig schön.
    Sicher ist ein voll funktionierender und dies alles mittragender Partner unverzichtbar. Dies und eine wirtschaftlich etwas flexible Lebenssituation kann den Traum vom Kind auch mit einer Behinderung möglich machen.

    Liebe Grüße und alles Gute

    Matthias

  • Kaija

    Rang: Gast
    am 26.05.2006 14:01:59
    @ Matthias!

    Gab es denn keine Probleme beim Adoptieren?
    Darf ich fragen wie alt Du bist?

    Ich fühle mich soweit fit für eine Schwangerschaft. Es ist halt das Risiko was mir Sorgen macht. Ich denke noch nicht einmal daran das dem Kind etwas passieren könnte. Was ist, wenn mir etwas passiert und sich mein Mann um Kind und um mich kümmern müßte. Was ist wenn sich meine Augen so verschlechtern das ich mein Kind nicht mehr "kontrollieren" bzw. beaufsichtigen kann?

    Wie kommst Du mit der Einschränkung der Augen mit Deiner Umwelt klar? Bist Du Berufstätig? von Kaija
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 26.05.2006 14:35:08
    Hallo Kaija,

    unser Kind kommt aus Kolumbien. Bei einer
    Auslandsadoption sind die Chancen überhaupt
    ein Kind zu mekommen sicher deutlich höher.
    Die Behörden vor Ort wollten schon diverse
    Gutachten, waren aber nicht generell gegen einen
    sehmehinderten Diametpker. Man wünschte sich sogar naiverweise ine Prognose meines gesundheitlichen Verlaufs. Die hat mein Arzt natürlich abgelehnt, aber es ging dann eben doch. Meine kleine Tochter ist auch ein wenig
    sehbehindert und die Vermittlungsstelle hat sich
    sehr geschickt angestellt.
    Das ist jetzt zwei Jahre her und klappt epgentlich sehr gut. Da ich schon seit etwa
    fünfzehn Jahren schlecht sehe, habe ich mich gut daran gewöhnt und habe so meine Tricks. Ich bin sehr selbstständig. Knifflige Sachen muß meine Frau erledigen und mein Töchterlein bekommt auch langsam mit dass Pappa schlecht sieht und passt sich da immer häufiger an.

    Ich bin 44 und bekomme seit meiner Zeit in der mein Visus bei Null lag eine kleine Rente und ab und zu verkaufe ich wieder mal was ans Radio. Ich bin quasi Audiokünstler in superlanger Babypause. Meine Frau ist natürlich berufstätig und ich schmeiße eigentlich den ganzen Haushalt. Das klappt so gut dass wir eben noch ein weiteres Kind adoptieren wollen.

    Lch fühle mich körperlich in sehr guter Verfassung und mein Arzt ist mit meinen Werten zufrieden. Die "Hauptschuld" daran geben ich einem Heilpraktpker, den ich seit nun 10 Jahren regelmäßig konsultiere.

    Wenn Du noch etwas wissen möchtest, schreib hier ruhig nochmal.

    Liebe Grüße
    Matthias

  • Betty

    Rang: Gast
    am 26.05.2006 17:14:39
    Hier gibt's ein SS-Forum:

    http://axaris.diabetes-lernwelt.de/cgi-ax/diabetes-lernwelt/diskussion/db_TalkToMeV2.cgi

    von Betty
  • Andrea

    Rang: Gast
    am 13.08.2006 16:07:09
    Hallo Matthias,
    mein Mann und ich möchten auch ein Kind aus dem Ausland adoptieren.
    Ich bin seit 32 Jahren Typ 1 - bisher zum Glück ohne jegliche Folgekrankheiten!
    Trotzdem hat man uns jetzt darauf hingewiesen, daß mein DM evtl. das große K.O.-Kriterium sein kann.
    Daher meine Frage: Über welche Agentur habt Ihr Eure kleine Tochter adoptiert? Habt Ihr vorab eine Anfrage an die kolumbianische Regierung gestellt, ob eine Adoption mit Diabetes möglich ist? Oder habt Ihr ganz einfach den normalen Prozeß durchlaufen und einfach alle Dokumente eingereicht? Du schreibst, daß Du zusätzlich zahlreiche Bescheinigungen vorlegen mußtest. Welche waren das?
    Es wäre klasse, wenn Du mir meine Fragen beantworten könntest - auch wenn es ziemlich viele sind.... ;-)
    Danke und Gruß,
    Andrea
  • Samira

    Rang: Gast
    am 01.10.2007 22:19:16
    Hallo,

    Ich bin in der 12 Woche schwanger und habe Diabetes Typ 1. Nun habe ich Angst, dass mein Kind Folgeschäden davon tragen könnte. Wie kann ich die Schwangerschaft für mich und mein Kind gesund, angenehm und mit viel Freude gestalten? Hat jemand Erfahrung in einer gleichen Situation? Man hat mir geraten abzutreiben, bin nicht sicher ob ich das Kind austragen soll.

    Danke für Eure Anregungen.
  • Mona

    Rang: Gast
    am 04.04.2008 01:07:09
    Hallo Anonym, ich würde gerne von dir wissen, wie deine Schwangerschaft verlaufen ist. Hast du dich für oder gegen das Kind entschieden?
    Ich stecke nämlich in einer ziemlich identischen Situation wie du damals. Ich bin in der 10 Woche schwanger, Diabetes Typ 1 seit über 30 Jahren mit Nephropathie sowie Retinopathie als Folgeschäden. Mein langjähriger Hausarzt riet mir sofort abzutreiben. Die Spezialisten im Kantonspital Basel dagegegn bestreiten die Risiken keinenfalls, aber sie möchten alles Erdenkliche in erster Linie für mich und mein Kind zumindest bis zur 20. Woche tun. Danch werden wir dann anhand der Fruchtwasseruntersuchung feststellen können, im welchen Zustand sich das Kind befindet.
    Mein Mann und ich hatten schon immer den Kinderwunsch und wollten auf anderem Wege diesen Wunsch erfüllen. Nun ist es auf einaml passiert. Bitte gib uns Bescheid, wie es sich die Dinge bei dir ergeben haben. Es wäre für und sehr wichtig. Alles Gute und liebe Grüße unbekannterweise.
    Mona
  • Gina

    Rang: Gast
    am 25.08.2010 15:14:40
    also ich kann dir sagen,dass ich noch keine Folgeschäden habe,aber auch bereits seit 23 Jahren Diabetes habe..ich bin nun 24 Jahre und bin mit meinem 3. Kind in der 18 SSW ,meine beiden Kinder sind kerngesund und hoffe,dass auch mein 3.Kind keine Folgeschäden ect.hat.
    lg Gina