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taugliche Trage- & Einstichstellen
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Christina
Rang: Gastam 16.05.2006 17:16:37
Hallo,
ich denke auch dass es nur offen und ehrlich ist das man zugibt undiszipliniert zu sein.. und wie auch bereits gesagt keiner ist perfekt und keiner macht alles richtig, auch ich nicht ;-) Habe ausserdem noch nicht gehört dass jemandem die Pumpe verwehrt wurde der sich drum bemüht hat...
Ausserdem kann man nichts für seinen Typ 1 Diabetis oder? Einem Allergiker werden seine Preparate ja (Gott sei Dank) auch nicht gestrichen nur weil er mal eine Tablette vergisst... wo kämen wir denn da hin?
Ich hab die Spirit Pumpe und bevorzuge meist auch die Hosentasche und Einstichstelle am Bauch. Ich kenne auch Leute (sehr schlank) die sich die Nadel in den Oberschenkel stechen aber dort wird das Insulin langsamer / später aufgenommen. Man sollte sich wenn für eine Stelle entscheiden und nicht ständig wechseln.Trage auch gerne kurze oder knappe Shirts. Hab kein Problem wenn mich jemand drauf anspricht und man das Pflaster sieht. Meistens merken die Leute es auch gar nicht.
Viel Erfolg für die Pumpe und liebe Grüße von Christina -
Heiko
Rang: Gastam 16.05.2006 23:37:57
Wow, hier geht's ja rund! ;-)
Bei mir sieht es so aus, dass ich wie Katja gerade am Ende meiner dreimonatigen Probezeit bin. Die Vorgabe der DAK: Bessere Werte und Gutachten des Arztes.
Nun das Dilemma: Meine Werte sind trotz eiserner Disziplin (Alles wiegen, genauestens Buchführen) erst einmal schlechter geworden. Der HBA1c wurde noch mieser.
Jetzt quäle ich mich regelrecht. Inzwischen bin ich bei täglich 45 Minuten Sport, esse kaum noch Fleisch (bringt bei mir die Kohlenhydrataufnahme durcheinander) und führe weiter genauestens Buch und wiege einfach alles.
Und was ist das Resultat? Die Werte sind wieder etwas besser - aber mit Sicherheit nicht das, was ich oder der Arzt sich vorgestellt haben. Und ich weiß, dass ich auf Dauer den Aufwand nicht durchstehen werde. Und so bange ich gerade darum, ob ich die Pumpe überhaupt genehmigt bekomme. Es ist nämlich nicht so, dass jeder ein Pumpe bekommt.
Nichts für ungut, Stefan, aber auch ich habe zunächst geschluckt. Dein Beitrag kommt schon ein wenig so rüber, als wolltest du die Pumpe mehr aus Bequemlichkeit als aus Notwendigkeit. Aber so einfach ist das nicht. Disziplin ist in der Einstellungsphase der Pumpe das A und O.
Wo dich die Pumpe am wenigstens stört ,musst du selbst herausfinden. Ich finde, für die Hosentasche ist die Pumpe zu groß und man stößt ständig beim Arbeiten irgendwo dagegen. Ich trage sie daher am Gürtel. Aber leider gibt es sonst nicht viele Möglichkeiten. Zumindest nicht, wenn die Pumpe "zugänglich" sein soll. von Heiko -
Stefan
Rang: Gastam 17.05.2006 00:25:34
Die letzten Beiträge habe ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen und freue mich über die vielen Unterschiedlichen Erfahrungsberichte. Das wirft für mich sehr viel Licht ins Dunkle.
Ich bin einerseits sehr positiv überrascht, da ich meine bei Sylvia Parallelen erkennen zu können und sie mit der Pumpe eine Möglichkeit gefunden hat ihren BZ besser kontrollieren zu können. Oder Katja berichtet darüber wie sie heute mit der Pumpe klarkommt und sie selber in ihrer Jugend auf ITC eingestellt war. Teilweise spiegelt das meine Situation wieder und die positiven Feedbacks von diesen Leuten motivieren mich.
Andererseits zeigt mir Heikos Situation, dass die Umstellung auf die Pumpe nicht das gewünschte Ergebnis zeigt, sondern auch eine Verschlechterung wahrscheinlich ist.
@Heiko:
Wie warst du vor der Insulinpumpe eingestellt?
Was waren die Gründe auf die Pumpe umzusteigen? Schwankende Werte, zu niedrige/hohe Werte, Dawn-Phänomen?
Gab es keine Möglichkeiten durch Änderungen an der ITC eine Verbesserung zu erzielen (z.B. andere Insuline wie z.B. Lantus).
Ich wünsche Dir, dass du bald eine gute Einstellung gefunden hast und die Kasse Dir die Pumpe bewilligt. von Stefan -
Sunny
Rang: Gastam 17.05.2006 00:28:12
pikko erwähnte in seinem beitrag, dass insulinpumpen und zubehör schweineteuer sind...
das is ja auch richtig so, ABER: die kosten für die pumpentherapie sind nix im vergleich zu den späteren kosten für die behandlung von folgeerkrankungen... von Sunny -
Sylvia
Rang: Gastam 17.05.2006 15:20:56
Meine Krankenkasse hat übrigens gleich zugestimmt, ohne das ich irgendwas vorlegen musste. Bei meiner anderen Krankenkasse und der ersten Pumpe die ich hatte, mußte ich Tagebücher vorlegen. Nach einem halben Jahr, wurde die Pumpe dann erst genehmigt. Jetzt habe ich plötzlich meine zweite Pumpe per DPD erhalten, und wußte sozusagen gar nichts davon. Mein Diabetologe macht zwar auch Kopien einzelner Seiten aber ich glaube nicht, dass er sie der Krankenkasse vorlegen sollte. Schade das es bei den Kassen so viele Unterschiede gibt.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, viel Glück, dass es bei Dir positiv voran geht.
@ Heiko:
Sind denn deine Werte noch immer nicht besser? Was sagt dein Arzt, ist er immmer noch der Meinung, das Du Schuld bist?
Gruß Sylvia -
Heiko
Rang: Gastam 17.05.2006 15:44:08
@Sylvia:
Klar bin ich schuld. Ich muss ja einfach nur mehr spritzen... Er müsste mir jetzt nur noch zeigen, wie ich im Vorfeld heraus finde, an welchen Tagen ich das tun muss. Imemrhin lobte er meine "Vorahnung", als er das letzte Mal einen Tag sah, an dem ich MIttags einen Wert von 150 hatte. Bis zum Mittagessen hatte ich aber ein "komisches" Gefühl und gab zu 4,5 BE statt 5 plus eine Korrektur gerade mal 2,5 Einheiten insgesamt. Und weil ich arbeiten musste, senkte ich dazu die Basalrate auf 80%. 2,5 Stunden nach dem Essen war ich bei 80.
Aber die Werte sind etwas besser. Der HBA1c hat sich innerhalb von 5 Wochen von mieserablen 8,2 auf schlechte 7,5 verbessert. Außerdem gibt es kaum noch Situationen, in denen das Insulin überhaupt nicht anspricht - und alles nur dank Sport. Aber wenn ich mal wieder keine Zeit für Sport habe, dann gehen die gleichen Probleme wieder los. Warum nur lasse ich mir immer einreden bei dem Insulin zu bleiben, mit dem ich erfahrungsgemäß am wenigsten klar komme?!?
@Stefan:
Vor der Pumpe hatte ich eine ICT.
Eigentlich wollte ich nie eine Pumpe haben. Mich störte schon der Gedanke daran, an einen Kasten "gefesselt" zu sein. Und weißt du was? Der Kasten stört wirklich. Nicht so sehr, wie ich befürchtet hatte, aber ich finde ihn alles andere als perfekt.
Das Problem ist dabei ist nur: Mir geht es nach Jahren endlich mal wieder gut dabei. Es hat den Anschein, dass neben Lantus auch andere Insuline nicht gut vertrage. Mit NovoRapid habe ich endlich wieder einen klaren Kopf - aber auch den Nachteil, dass ich Unterzuckerungen oft gar nicht mehr rechtzeitig bemerke.
Die Gründe für die Pumpe waren aber, dass meine Werte mies waren und ich es satt hatte, dass jeder Arzt mir erzählte, dass die Pumpe meine Problem in Null Komma nichts lösen würde.
Ich habe kein ausgeprägtes Dusk- oder Dawn-Phänomen. Im Gegenteil: Meine Basalrate ist sehr gleichmäßig.
Mein Problem ist, dass ich einmal sehr viel, einmal fast gar kein Insulin benötige - nur eben nicht nach Tageszeit, sondern nach Laune meines Stoffwechsels. Manchmal haut das Insulin innerhalb von Sekunden voll rein, das nächste Mal passiert zwei Stunden lang gar nichts. Eine gleichmäßige Wirkung über 2 Stunden ist eher die Ausnahme - oft senkt ein Bolus den Blutzucker nur innerhalb einer halben Stunde - dann aber rapide und extrem.
Mit der Pumpe habe ich die Möglichkeit, die Bolusabgabe besser zu steuern, sprich, den Bolus zu verzögern. Gerade wenn ich mich nach einer Mahlzeit mehr bewege, würde sonst das insulin auf einen Schlag ansprechen. DA kann ich so etwas gegensteuern.
Eine Änderung der ICT war eigentlich nicht mehr möglich. Ich hatte fast alles durch - mit dem Ergebnis, dass ich zum Beispiel Lantus gar nicht vertrage und ich jetzt in der Pumpe das Insulin habe, mit dem ich mich zwar am wohlsten fühle, das aber die seltsamsten Blutzuckerschwankungen hervorruft. von Heiko -
Katja
Rang: Gastam 17.05.2006 16:16:25
@ Heiko:
Wenn ich Deine Zeilen so lese, wird mir schlecht. Ich bin bei der selben Krankenkasse wie Du. Dann bin ich ja jetzt mal gespannt was mich noch erwartet.
Ich habe ebenfalls die Auflage vom Arzt bekommen ein Tagebuch zu führen, da es sein kann, dass die Krankenkasse bei Ihrer Entscheidung zur Bewilligung, dieses sehen möchte.
Dabei finde ich es schon einen Eingriff in die Privatsphäre. Ich finde es nicht angenehm wenn eine 3tte Person in meinen Sachen einfach mirnichts dirnichts herumschnüffeln kann. Z. B. wann ich mal 2 Gl. Wein trinke, wann ich Sex habe und wann ich gestresst bin oder wie oft ich Bewegung habe. Fällt das nicht unter Datenschutz?
Es ist richtig, das meine Werte und sich damit auch mein HbA1c-Wert gebessert haben. Bin auch über das Ergebnis total glücklich aber ich habe die Befürchtung, dass, wenn meine Werte nach dem Sport so hoch bleiben (zum Teil 400), es in Zukunft anders aussehen wird.
Wie hoch ist denn Dein HbA1c-Wert? Wie sind Deine BZ-Wete im durchschnitt?
Was das Fleisch essen angeht:
Wie sehr wirkt sich Fleisch bei Dir aus?
Deckst Du Fleisch mit Insulin ab?
Darf ich mal fragen aus welcher Region Du kommst!
Letztes Jahr war ich in Bad Kissingen zur Kur und die haben dort vermittelt, dass Fleisch ,wenn man es am Abend ist, mit 0,5 I.E. - 1 I.E. abzudecken ist. Habe ich nicht gemacht. Man merkt das in einigen Punkten die Bundesländer unterschiedlich handeln.
Ich finde die Disziplin die Du an den Tag legst bundernswert aber wie lange willst Du das noch machen (sagst Du ja selber)?
Es erschreckt mich das Du abwiegst.Warum das? Liegst Du mit dem Schätzen so daneben?
Ich finde Deine Worte echt erschütternd und hoffe und wünsche Dir (und natürlich auch mir) das die Pumpe bewilligt wird.
@Sunny:
Es ist richtig, dass die Kosten für Folgeschäden höher sein werden als die für Hilfsmittel. Aber Du siehst ja, es ist nicht so einfach an eine Pumpe zu kommen.
Im Krankenhaus bei der Einstellung hat man mich nicht nur 1x gefragt ob ich mir ganz sicher bei meiner Entscheidung bin weil die Ärzte um den Kampf mit den Krankenkassen wußten. Und bevor sie das auf sich nehmen fragen sie lieber x mal.
Eine Krankenkasse scheint besonders gern und häufig abzulehnen. Einem Jungen, der eindeutig bessere Werte durch die Pumpe hatte, wurde sie abgelehnt (das habe ich live mitbekommen) und dieser Junge war/ist kein Einzelfall.
LG. von Katja -
Anita
Rang: Gastam 17.05.2006 18:30:12
Hallo Stefan,
Also ich steige auch demnächst auf die Pumpe um. Aber ich vestehe nicht, warum wir es leichter haben sollten, die Pumpe zu verstauen. Denk mal an alle figurbetonten Shirts, Kleider und Miniröcke/-kleider. Aber grundsätzlich waren der modische Gesichtspunkt auch lange mein grösster ANTI-Pumpenfaktor, die gerade zu meinen "wilden" Jahren (17-25 Jahre) dann Überhand hatten. Jetzt mit meinen 31 Jahren rückt dieser Gesichtspunkte eher in den Hintergrund.
Grüsse, Anita -
Stefan
Rang: Gastam 17.05.2006 21:05:33
Also ich glaube, dass Heikos Situation uns alle, übertrieben gesagt, etwas erschüttert. Ich habe jetzt schon so viele Leute positiv über die Pumpe berichten gehört. Aber es zeigt sich, dass eben nicht alle Menschen gleich sind und der Stoffwechsel bei jedem Menschen unterschiedlich sensibel ist.
Und den Berichten nach gilt das auch für die Krankenkassen.
Noch stehe ich am Anfang meiner Entscheidung und werde noch viele Informationen einholen müssen. Euren Erfahrungen nach natürlich auch verstärkt bei der Krankenkasse.
@Heiko:
Was ich noch nicht so ganz verstanden habe, ist Deine Vorgehensweise mit dem Fleisch. Was möchtest du mit dem Fleisch ersetzen? Die Kohlenhydrate? Und wenn, warum?
Ist es nicht so, dass das Fleisch nicht vom Körper als Energielieferant in Betracht gezogen wird solange genügend schnell verfügbare Kohhlenhydrate in dieser Mahlzeit vorhanden sind?
Nach meiner Information zieht der Körper das Eiweis aus dem Fleisch nur dann als Energielieferant in Betracht, wenn er sonst nichts anderes bekommt. Zum Beispiel wenn man mittags nichts gegessen hat und man am Abend grillt und es dort nur grünen Salat und Fleisch gibt. Da hat man mir gesagt 1 Schnitzel ~ 1 BE.
Sobald aber Brot oder Nudelsalat dabei ist, soll das Fleisch nicht beachtet werden.
Deinen Erzählungen nach glaube ich, dass es einfach am Insulin liegt und wie Dein Körper und das Gewebe es aufnehmen. Es gibt natürlich auch super viele Faktoren an denen du jetzt rumschrauben könntest. Und sich jetzt hier als Doktor aufspielen macht keinen Sinn. Ich denke du wirst schon selber viel ausprobbiert haben.
Hast du schon mal Unterschiede festgestellt durch verschiedene Nadellängen?
An mir selber ist jetzt nicht viel Körpermasse dran. Ich hätte eigentlich lieber 5 kg mehr auf den Rippen. Wenn ich Nadeln mit 10 mm Länge verwende, dann komme ich teilweise am Bauch bis auf die Muskulatur. Und wenn ich 5 mm Nadeln verwende, dann wirkt das Insulin nicht so toll. Die Nadel sollte aber eher kürzer sein, als zu lang. Besonders bei den Langzeit-Insulinen wie Lantus. So wurde es mir noch vor ein paar Wochen in der Klinik verklickert.
@Anita:
Ich denke, dass der Targekompfort von Pumpe und Katheter doch einer der wichtigsten Punkte sind. Natürlich stehen die Funktions- und Wirkungsweise der Pumpe im Vordergrund. Die Pumpe ist aber physikalisch immer da.
Ich denke auch, dass mit zunehmenden Alter die Argumente für eine Pumpe immer mehr werden.
Ich selber versuche mir in vielen Situationen vorzustellen wie es denn jetzt mit einer Pumpe wäre. Und häufig stellt sich die Frage wohin in dieser Situation mit der Pumpe oder würde jetzt der Katheter stören? Viele Lösungen werden sich dann auch automatisch finden, wenn man mit der Pumpe diese Situationen begegnet.
Denkanstöße aus diesem Forum sind aber immer sehr hilfreich.
LMAA (lächle mehr als die Anderen)
Stefan -
Anita
Rang: Gastam 17.05.2006 21:13:27
Hallo Stefan,
Also was ich so gelesen habe, legen die meisten in den sogenannten "prägnanten Situationen" s´Pumperl einfach ab, so dauert es ja meist nicht stundenlang. Habe aber wie gesagt, auch noch keine praktischen Erfahrungen.
Grüsse,
Anita