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problem in der patnerschaft wegen melli

  • Björn

    Rang: Gast
    am 26.04.2006 22:45:20
    Hallo,
    ich weiß nicht ob ihr mir im Forum helfen könnt.
    Aber zu erst mal meine Geschichte:
    Ich bin 31Jahre jung und bei mir wurde vor fast zwei Jahren Typ I festgestellt, genauso lange ist es auch her das meine Freundin schwanger geworden ist. Unser Sohn ist jetzt 13 Monate alt und mein ganzer stolz, aber das ist ja auch nicht mein Problem.
    Seit ich weiß das ich diabetis habe, hat sich mein leben kommplet geändert. Nichts ist mehr so wie es einmal wahr, vor allem in unserer Beziehung läuft gar nichts mehr gut. Ich habe das Gefühl das meine Freundin mit meiner Melli (so nenne ich zumindest den diabetis )nicht klar kommt bzw. gar nichts damit zu tun haben will. Es fing schon im Krankenhaus an, als ich sie gebeten habe ihr doch von der Krankenschwester die Notspritze erklären zu lassen kam sie nur wieder willig mit. Als ich dann aus den Krankenhaus nach zwei Wochen Aufenthalt wieder kam, ich wollte natürlich alle art von Süßigkeiten aus der Wohnung verbannen, weil ich eine kleiner Nascher wahr und immer zugegriffen habe wenn was in meiner reichweite wahr. Beim einkaufen nimmt sie aber keinerlei Rücksicht darauf und packt den Einkaufswagen des Öfteren wieder jede menge Süßigkeiten die sie mit nach hause nehmen möchte.
    Ich habe mich damit abgefunden und sie versteckt mittlerweile auch die Sachen so dass ich sie nicht auf Anhieb finde.
    Als ich vor ca drei Monaten endlich mal ein 30tage wert laut Messgerät unter 160 hatte, und ich mich tierisch gefreut habe, kam von ihr nur der Kommentar „der wert ist viel zu hoch“ danach wahr meine Freude natürlich wieder fürn arsch und in den folge tagen ging dann mein wert auch wieder stark auf die 200 zu. Danach haben wir uns immer wieder in den köpfen gekricht und meine werte wollten einfach nicht mehr runterkommen. Sie hat sich immer weiter von mir entfernt und jetzt ist sie am Sonntag mit meinen Sohn zusammen zu ihren Eltern gefahren und dort geblieben.

    Ich möchte sie auf jedenfall nicht verlieren aber wie kann ich ihr beibringen das meine Launen ein Spiegelbild meiner werte ist, und das ich die werte auch nur mit ihrer Hilfe in griff kriegen kann und das die Lösung mit Sicherheit nicht die ist mich zu ignorieren bzw. wie sie meinte, ich solle mich ändern ansonsten ist sie wech.

    LG

    Björn
  • Hera

    Rang: Gast
    am 26.04.2006 23:28:34
    Hallo Björn,

    nach meiner Einschätzung ist das nicht nur ein Diabetes-Problem, womöglich nutzt sie Deinen DM nur als Aufhänger.

    Klärung würde sicher die Ratsuche bei einem Paartherapeuten bringen.

    Übrigens sind bei uns immer Süßigkeiten im Haus, ich weiß aber, damit umzugehen. von Hera
  • Sunny

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 16:14:53
    hallo björn, hallo hera,

    also ich muss sagen, dass ich hera nur zustimmen kann.
    ich glaube auch nicht, dass diabetes alleine die ursache für ihr verhalten ist. ich will ihr natürlich nichts unterstellen...

    genauso wie es den einen oder anderen diabetiker gibt, der fast alles auf den diabetes schiebt, genauo gibt es halt auch nicht-diabetiker, die das tun... ( auch, wenn sies manchmal nicht zugeben )

    es kann aber auch sein, dass es tatsächlich so ist. vielleicht hat sie ein problem damit, weil sie denkt, dass du nun ja "krank und eingeschränkt" bist.

    mein ex-freund, mit dem ich fast zwei jahre zusammen war , konnte sich auf einmal auch nicht mehr mit meinen diabetes "anfreunden". dabei gab es eigentlich keine einschränkungen in unserer beziehung. sicher, ich musste meinen bz ständig messen und insulin spritzen, aber na und? was solls?
    von heute auf morgen hiess es dann, dass er damit nicht mehr klar kommt, dass ich diabetiker bin. im prinzip war es aber nur eine ( total blöde ) ausrede um schluss zu machen, da er sich in eine andere verliebt hatte...

    ich finde, ihr solltet wirklich mal in ruhe über alles reden.

    von Sunny
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 16:38:33
    Hallo!

    der Ablauf war ungefähr: Sie erfährt das sie schwanger ist und Du erfährst dass Du Diabetes hast, quasi kurz nacheinander? Dann kann ich Deine Freundin irgendwo schon fast verstehen.

    Normalerweise ist die Schwangerschaft, gerade beim ersten Kind, eine Phase im Leben einer Frau die wahnsinnig wichtig ist, und die auch die Beziehung verändert. Eigentlich hat gerade die Frau in dieser Zeit ein Recht auf ungeteilte Aufmarksamkeit durch ihre Umwelt, vor allem ihr Mann sollte sich um sie kümmern, ihr die wehen Füße massieren, Süßigkeiten mitbringen und sie ein wenig auf Händen tragen. Schließlich ist so eine Schwangerschaft ein Ausnahmezustand,der schwer wegzustecken ist, und der allein durch die Hormone dazu führt, dass man mehr Aufmerksamkeit braucht.

    Bei euch ist jetzt aber Deine Krankheit dazwischen gekommen, und auf einmal warst Du wichtig, alle haben sich um dich gekümmert, und du hast Dich auch um dich gekümmert - und nicht um sie. es hieß quasi "Du bist nur schwanger und nicht krank, also schau wie Du klar kommst" - am ende hat das sogar jemand zu ihr gesagt. Wird Dir ein Stück weit klar, wie sie sich da gefühlt hat?

    Sie hat sicher auch getan was ging, hat Dich im Krankenhaus besucht, hat sich für Deine Krankheit interessiert, nur hat eben manchmal die Kraft nciht gereicht, immer dann da zu sein, wenn du es gebraucht hättest. Du hast Dich vernachlässigt gefühlt, hast gedacht sie wäre gefühlskalt und würde sich nciht interessieren, aber das wollte sie sicher nicht. Also gab es Streit, an und für sich verständlich, aber sie konnte eben nciht mehr.

    Wahrscheinlich war sie echt übefordert, mit der Schwangerschaft, damit sich Sorgen um Dich zu machen, einerseits als den Menschen den sie liebt, andererseits aber auch als Vater und Ernährer ihres Kindes. Und trotz ihrer eigenen Ausnahmesituation, ihrer Angst, ihrer Sorge, sollte sie nebenher perfekt funktionieren, Dich unterstützen, dir helfen, alles mitmachen, ihre Ernährung mit umstellen - ich glaube, da hast Du ein wenig arg viel von ihr verlangt. Wie soll jemand, der sich mit Süßigkeiten über schwierigkeiten weg tröstet in einer Situation wo es echt zu viel wird auch auf Schoki verzichten?

    tja, und jetzt? Das Kind ist da und fordert viel Kraft, Zeit und Aufmerksamkeit von ihr, sie hatte aber keinen Mann der ihr in den Monaten vor der Geburt den Rücken frei gehalten hat. Diese Zeit sollte auch dazu dienen die Kraft für die anstrengende Babyzeit zu tanken, aber das ist ja flach gefallen. Während das Kind da war warst Du aber weiterhin mit Dir selber beschäftigt und hast Dich wohl eher wenig um sie gekümmert - klar, verständlich, schließlich geht es auch um deine Gesundheit. Aber sicher hat sich bei Deiner Frau das Gefühl eingeschlichen,d ass Du durch die Krankheit auf einem Egotrip bist, aus dem Du so bald nicht raus kommst. Und sie hat das Gefühl, wenn sie geht ist sie besser dran - lieber allein ohne Hilfe als mit einem Mann der nicht nur keine Hilfe ist, sondern auch noch zusätzlich Kraft fordert.

    sie macht das nicht aus bösem willen sie kann nur einfach nicht mehr. Selbstverständlich macht sie sich große Sorgen um Dich, und selbstverständlich will sie Dir helfen, aber im Moment braucht sie eben auch jemand, der sie betüddelt und für sie da ist,d er ihr Kraft gibt um mit der Situation fertig zu werden. Deswegen ist sie zu ihren Eltern, die werden sich noch am meisten um sie kümmern.

    Was du jetzt tun kannst: entweder, Du lässt sie bei ihren Eltern, und lebst mit einer Scheidung, damit Dein kind nicht mehr oft zu sehen und schaust wie Du ganz allein mit Dir zurecht kommst, oder Du setzt Dich so schnell wie möglich ins Auto, kaufst nen riesigen Strauß Blumen, eine Familienpackung Pralinen und einen dicken Teddybär für Junior und fährst zu ihr. Und entschuldigst Dich. dafür, dass Du während ihrer schwangerschaft und der schweren ersten Monate mit Baby so wenig für sie da wirst.

    Und dann ändere was! denk nicht nur dauernd an Deine Werte, deine Medikamente, deine Ernährung sondern: Wenn Du heim kommst, dann nimm Deiner Frau Junior ab, geh mit ihm spazieren, auf den Spielplatz, und sag ihr, sie soll sich doch mal hinlegen oder ein vollbad nehmen oder zum Frisör gehen oder eine Freundin treffen. genieß Dein Kind, es ist nur einmal jung! Und gib ihr die Möglicheit, auch mal nur sie selbst zu sein und nicht 24 Stunden am Tag Mutter. weißt Du,es ist relativ heftig, nicht mal in ruhe aufs Klo gehen zu können, weil man sogar in den 5 Minuten ein Kleinstkind beaufsichtigen muss. gib ihr Zeit fü rsich. Und wenn Du dann wieder mit Junior daheim bist, koch das essen, massier ihr den Rücken, immerhin schleppt sie den halben Tag Junior durch die Gegend, und sei für sie da. Und einmal die Woche engagierst Du nen Babysitter und gehst mit ihr Spazieren oder ins Kino oder essen,damit ihr auch mal wieder ein Paar seid.

    Du wirst sehen, schon dadurch,dass Du sie entlastest, wird sie Dir gegenüber ganz anders sein, wird sich mit Dir freuen können, wird Dich unterstützen, einfach weil Du ihr auf die Art kraft gibst. Die fehlt ihr im Moment einfach viel zu sehr, sie gibt so viel für das Kind und hat so viel für ich gegeben, und jetzt ist sie mal dran. Was meinst Du, wie gut deine Werte werden, wen sie entspannter mit Dir umgeht, wenn sie mal wieder mit Dir lacht und wenn ihr als Familie Spaß habt? das hilft viel mehr als sie anzumotzen wegen Schokolade im Haus.

    Auch wenn es Dir schwer fällt, und wenn ich Deine Situation voll und ganz verstehen kann: auch wenn du krank bist geht es auch um sie. Spring über Deinen schatten und mach es wieder gut.

    Susanne
  • Björn

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 19:56:07
    Hallo Susanne,

    danke für deine Antwort, aber ich denke das ich nicht alles ausführlich genug geschrieben habe.


    Meine Freundin ist erst nach dem ich aus den Krankenhaus gekommen bin schwanger geworden, um genau zu sagen genau den tag. Ich selber habe erst im September davon erfahren (im Krankenhaus wahr ich im Juni).

    Bis auf die Anfangszeit mit Melli ging es dann auch lange Zeit gut, ich habe ihr den kleinen auch immer abgenommen wenn ich von der Arbeit wieder kam, sie durfte Abends weg gehen wann sie wollte, ich habe sie halt nur gebeten das sie mir das nicht immer erst am selben Abend sagen sollte. Sie konnte morgens bis neun Uhr schlafen wenn ich zur Arbeit musste und am Wochenende auch länger. So war das zumindest die ersten 10 Monate.

    Danach wurde ich Arbeitslos und habe mich die nächsten vier Monate um den kleinen als Vollzeit Daddy gekümmert, da fingen dann auch unsere großen Probleme an. Ich wahr wirklich nicht sehr glücklich mit der Situation, vor allem weil uns das Geld auch immer knapper wurde und meine Freundin neben ihr Studium auch nicht Arbeitet. Wir haben darüber gesprochen und sie wahr dann auch der Meinung das wenn ich was vernünftiges finde was auch eine relativ gute Bezahlung hat dann solle ich auch wieder anfangen zu arbeiten. Das war jetzt vor zwei Monaten. Ich nehme ihr immer noch den kleinen so oft ab wie es geht, auch wenn es mir tierisch dreckig geht gehe ich mit den kleinen nach draußen und verschaffe ihr ruhe entweder zu lernen oder auch einfach mal zum nichts tun. Ich kann ihr halt nicht alles abnehmen aber ich versuche halt viel, aber man verliert in einer vorm die Lust, ich musste jedes Mal dahinter herlaufen wenn ich auch mal in den arm genommen werden wollte oder einfach mal ein kleinen Kuss beim vorbei gehen, es gab einfach nichts was ich mir nicht mal selber hole.

    Und das ist es was mich mit der zeit so rasend gemacht hat, warum wir immer in Streitereien enden. Warum ich meine werte nicht in den griff bekomme, weil ich absolut kein halt bekomme.
    von Björn
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 21:35:50
    Hallo Björn!

    Eine frage,wenn sie Dich so behandelt, und gar nicht für dich da ist, warum willst Du sie dann unbedingt zurück? Ich verstehe voll und ganz Gründe wie Liebe, Gewohnheit und so weiter, aber irgendwo geht sie da doch recht unfair mit Dir um. und offenbar mag sie auch gar nciht mehr, wenn sie verlangt Dich zu ändern, Dir aber nicht sagt wie. Vor allem nachdem Du offenbar alles richtig machst, was nur geht. Auch wenn man einen Menschen liebt muss man nciht dessen Fußabtreter spielen - denn dann wird die Liebe nicht erwiedert. Natürlich ist es wohl nicht ganz nach Plan gelaufen, sicher war auch keine schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt geplant, mitten im Studium, und Arbeitslosigkeit bringt immer viele Spannungen in eine Beziehung, ebenso ein Job mit dem man nicht wirklich glücklich ist, aber dennoch, wenn ihr nicht ruhig drüber redet was euch stört und belastet gibt es auch keine lösungen, und wenn sie nicht da ist zum reden wird sie gar nciht mehr zurück wollen.

    Susanne
  • Björn

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 22:08:02
    Wir sehen uns derzeit vileicht alle zwei tage, weil ich auch mein Sohn sehen möchte. Sie macht derzeit dedn anschein als ob sie wohl wieder zurück kommt, am nächsten Mitwoch haben wir ein Termin bei einer Partner Beratung.
    Ich möchte auf jedenfall nicht mein Sohn damit verlieren, aber wenn sie geht habe ich mein Sohn für meine Bedürfnisse zu wenig.
    Ich hoffe das es auch an den sch..... Uni stress liegt das es bei uns alles aneinander vorbeiläuft, und wir müßen wenn es klapt auch wieder mehr zu zweit machen. von Björn
  • Sylvia

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 23:15:46
    Hallo Björn,

    irgendwie wenn ich das so lese, kommt mir einiges bekannt vor.
    Bei uns ist das so, ich bin Diabetiker, verheiratet und wir haben einen 20 monate alten Sohn. Ich bin oft zickig, und auch oft sehr leicht gereizt. Früher habe ich da so gar nicht mitbekommen, aber jetzt seid dem der kleine da ist schon. Also mein Mann wurde auch arbeitslos. Ansich war es schön, weil wir die erste Zeit gemeinsam für unseren kleinen da waren, aber irgendwann gingen wir uns selbst auf den Keks. Groß weggehen konnten wir auch nicht, da das Geld halt immer fehlte. Ich war auch kurz davor, meinen Mann zuverlassen, denn wie auch Susanne schrieb, lieber keinen Mann, als einen mit dem man sich ständig streitet. Die Streits waren aber nicht der Zucker, sondern dieses aufeinander hängen. Inzwischen ist mein Mann wieder in Arbeit, allerdings bin ich jetzt den ganzen Tag allein mit meinem Sohn, und weis nie wann mein Mann von der Arbeit kommt. Er arbeitet auf dem Bau, und heute z.B. ist er jetzt auf dem Weg nach Hause. Man kann nichts planen, ständig muss ich meinen Sohn mitschleppen, kann also nichts mehr machen, das nervt auch, aber ich versuche damit klar zu kommen, denn wenn ich abends dann meinen Mann anpöppel, dann weil mein Zucker erhöhte Werte hat.
    Was ich eigentlich damit sagen will, ihr solltet Euch echt zusammen setzen, und jeder soll seinen Rotz sozusagen mal loslassen. Euren kleinen vielleicht bei Oma und Opa abgeben, damit ihr Zeit habt. (Wenn möglich)
    Ich kann dich vollkommen verstehen, aber auch deine Freundin/Frau
    Und wie schon hier geschrieben wurde, wenn es zwischen Euch wieder gut ist, dann werden auch deine Werte besser, glaub mir, bei mir was es so. Ich habe übrigens eine InsulinPumpe, und was besseres kann mir nicht passieren.

    Sorry, warum gibst du deinen Zucker einen Namen? Vielleicht nervt das deine Freundin auch. Also ich würde es für albern finden. Und denk immer daran, nicht du mußt mit dem Zucker leben, sondern der Zucker mit Dir.

    Gruß und viel Glück
    Sylvia
  • Björn

    Rang: Gast
    am 27.04.2006 23:33:21
    îch hatte ihn damals ein namen gegeben damit ich besser damit klar komme, die erste zeit hat es ja auch ein wenig funktioniert. Aber das ist ja zu Hause nicht das problem, weil da viel am anfang nur der name und dann nie wiieder. von Björn