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Epileptischer Anfall

  • dora

    Rang: Gast
    am 13.04.2006 15:38:15
    hallo an alle...
    habe diesen Dienstag was schlimmes erlebt, mein mann wllte am Morgen einfach nicht wach werden, wusste sofort was los war, Notruf und schon kamen sie....
    sie haben ihm keine Notfall-Spritze gegeben, sondern Zuckerwasser eingeflöst, was aber nicht gut war da er ohnmächtig war!! aufeinmal bekam er nen heftigen epileptischen Anfall, bin fast gestorben!! sowas zu sehen, wenn ein geliebter mensch so leidet und man selbst kann nix machen...
    sie fuhren ihn ins KH, dort bekam er ne Infuion,und kam zu sich....er kann sich an nix erinnern, sie habenjetzt ganz viele Untersuchungen gemacht wegen dem Anfall, aber alles ist soweit ok, morgen kann er hoffentlich Heim....
    wollte wissen, ob jemand Erfahrungen hat mit solchen Anfällen, das war das erste mal, kann sich sowas spontan wiederholen, auch wenn der Blutzucker normal ist?
    bin immernoch total durch den Wind, aber habe zum GlÜck Familie und Freund edie mir zur Seite stehen....
    würde mich sehr Über antworten freuen!!! von dora
  • bernd

    Rang: Gast
    am 16.04.2006 18:10:19
    Hallo Dora,
    ich bin selbst Betroffener (46 Jahre alt). In 1999 wurde bei mir DM festgestellt und in 2002 hat man Epilepsie bei mir diagnostisiert. Vermutlich hatte ich aber schon vorher eine Anfälle. Kommt immer aus heiteren Himmel, aber sehr selten, so alle 1,5 bis 2 Jahre mal, dann aber gleich 3 Anfälle pro Tag. Ich merke nur sehr kurz vorher etwas. Aber meine Zuckerwerte waren in diesen Fällen eher zu hoch als zu niedrig (so um 200). Ich hatte im Dezember 2004 dann einen Tag mit 3 Anfällen und seit diesem Zeitpunkt nehme ich abends ein Medikamt dagegen. Hilft aber nicht wirklich, da ich erst im März 06 wieder einen Anfall hatte. Hinzu kommt, dass ich seit Januar 06 auf ict eingestellt bin, die BZ-Werte sind jetzt super. Hoffe das dein Mann mit der Diagnose klar kommt, ist nicht einfach. Habe auch eine ganze Zeit gebraucht. Für den jeweiligen Partner ist die Belastung auch nicht unwesentlich, immer diese Ungewissheit kippt er nun um oder nicht. Und was ist, wenn ihm beim Autofahren passiert? Mein Neurolage hat mir dringend angeraten, das Autofahren einzustellen. Geht aber nicht ganz, habe es aber wesentlich geschränkt. Rein Theoretisch wäre der Neurologe verpflichtet, diese Krankheit der jeweils zuständigen Führerscheinstelle zu melden. Die ziehen dann den Führerschein. Und man bekommt ihn erst nach 2 Jahren Anfallsfreiheit wieder. Das ist mir bis jetzt jedoch erspart geblieben. Hoffe, dass das bei deinem Mann auch so ist. Ist er auch Insulinpflichtig? Angestellter oder Arbeiter? wegen Schwerbehinderung! Vielleicht gibts du ja Nachricht, wie es bei ihm weitergegangen ist.

    Gruß
    Bernd von bernd
  • Kathrin

    Rang: Gast
    am 18.04.2006 15:01:05
    Hallo Dora,

    ich kann mir sehr gut vorstellen wie es dir geht....mein Freund leidet auch an DM Typ 1. Gleich am Anfang als wir noch nicht lange zusammen waren hatte er nachts eine Unterzuckerung. Er war nicht mehr ansprechbar, hatte die Augen geöffnet und zuckte am ganzen Körper. Habe ihm instinktiv Traubenzucker gegeben und dachte er erstickt mir, weil ich bis dato nicht wirklich viel über DM wusste. Dieses Zucken und Krampfen kannte ich bis jetzt auch nur vom Hören Sagen von Epilepsie.
    Als er irgendwann wieder zu sich kam war er sehr um mich besorgt und fragte was los wäre...er habe doch geschlafen.. Er merkt von diesem Zustand nichts!! Als Außenstehender denkt man die Person stirbt jeden Moment und hat einfach nur Angst...
    Mitlerweile weiß ich, dass diese Reaktion (Zucken, Krampfen, Schwitzen) bei meinem Freund meistens auftritt, wenn sein BZ unter 30 fällt...aber auch dann nicht immer...
    Wir sind jetzt fast zwei Jahre zusammen und ich habe es so extrem ca. 6-8 Mal miterlebt...mittlerweile bleibe ich schon etwas ruhiger und weiß sofort was ich zu tuen habe....ich gebe ihm dann Limo, was allerdings gar nicht so einfach ist während diesem Zustand..kann er nicht mehr schlucken hab eich eine Notfallspritze zur Hand.
    Mittlerweile werde ich meistens wach und spüre dass etwas nicht in Ordnung ist bevor er überhaupt anfängt zu Krampfen/Zucken...
    Anfangs hatter er es fast alle sechs Wochen meistens nachts, hat sich dann auch sehr oft nachts den Wecker gestelt...
    Ich gebe zu das ich sehr lange gebraucht habe dieses Erlebnis (gerade das erste Mal) zu verarbeiten und jemand der das nicht selber miterlebt hat, kann sich glaube ich gar nicht vorstellen wie schlimm das ist.
    Seit ich mich halbwegs damit abgefunden habe, schlafe ich nachts auch wieder besser und seit ich auch mit anderen gesprochen habe, die bei einem Diabetiker so einen Zustand miterlebt haben bin ich auch beruhigter, denn ich habe in keinem Buch über einen solchen Zustand bei Unterzuckerungen gelesen.

    Ich wünsche mir für euch beide, dass es keine Epilepsie ist, sondern auch nur eine Reaktion auf eine Unterzuckerung war und hoffe, dass du dich sehr schnell von diesem Schock erholen wirst. Schön wäre es von dir zu hören was daraus geworden ist.

    Alles Gute
    Kathrin
  • Monchi

    Rang: Gast
    am 19.04.2006 18:41:22
    Hallo Dora!

    Dein Erlebnis ist in der Tat nicht so einfach zu verkraften, geschweige denn zu vergessen.

    Auch ich habe so eine Erfahrung mit einem gelibeten Menschen gemacht und zwar mit meinem Vater.
    Er ist seit vielen Jahren TypI Diabetiker und hatte bsiher ca. 4-5 solcher Anfälle.
    Jedesmal war es der Unterzucker und jedesmal konnte er sich nicht daran erinnern.

    Als ich bei dem einen Mal dabei war, hatte ich sehr große Angst um ihn :-( Es riss mir fast das Haerz heraus, als er auf dem Boden krampfte und ungewöhnliche Töne von sich gab.
    Meine Mutter hielt ihn fest und ich rief den Notarzt. Leider hatten wir keine Glucagon-Spritze im Haus.

    Seit einem Jahr bin ich nun auch Diabetikerin und hatte bisher noch keine Begegnung mit den Anfällen. Ich hoffe es bleibt auch so!!

    Ich wünsche dir viel Glück weiterhin!
    Ich denke du kannst deinem Mann helfen, indem du dich über den Diabetes und vor allem Unterzucker mehr informierst und weisst, wie du im Notfall reagieren kannst. So verlierst auch du die Angst davor.
    von Monchi
  • Faustine

    Rang: Gast
    am 25.07.2006 02:31:17
    Hallo!
    Muss schlimm sein, jemande Nahestehendes leiden zu sehen, v.a., wenn man- im Gegensatz zu einer Entgleisung des Bz- nicht so recht weiß, wie man helfen soll.
    Hätte dazu eine ganz allgemeine Frage, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen
    Ist es tatsächlich möglich, dass Typ1 Diabetes solche Anfälle begünstigt?
    Bin selbst Diabetikerin, habe aber nie von irgendeiner Wechselbeziehung gehört.
    Oder können u.U. die Symptome bei Unter- oder Überzuckerung ähnlich sein?
    Immerhin ist ja der wesentliche Unterschied, dass man z.B. beim Unterzucker selbst eigentlich leicht gegensteuern kann-habe es eigentlich immer rechtzeitig bemerkt, während ein epileptischer Anfall einen ja regelrecht "überfällt".
    Bin jetzt ein wenig verunsichert und wüsste gern, ob mir jemand vielleicht mit irgendwelchen Infos weiterhelfen kann.
    Dankeschön.
  • martin

    Rang: Gast
    am 19.08.2006 13:55:32
    hallo,

    an dieser stelle möchte ich kurz einen erfahrungsbericht über epileptische anfälle bei unterzuckerungen abgeben:
    es gibt viele verschiedene hypo-zeichen an denen man selbst (oder ein anderer) erkennen kann das etwas nicht in ordnung ist. wenn eine schwere stoffwechselentgleisung im schlaf passiert, kann man selbst nichts mehr dagegen tun und ist auf die hilfe anderer angewiesen.
    ich bin 29, hab seit ich 14 bin dm und seit 4 jahren epileptische anfälle bei schweren hypo?s. doch wer glaubt soetwas könne nicht am tag passieren wo man doch selbst jederzeit gegensteuern kann, der irrt!
    bei einer steilen kurve des bz nach unten ist es leicht möglich das viele hypozeichen gar nicht entstehen können.
    plötzlichkann man die haustüre nicht mehr richtig öffnen weil die hand einfach wegknickt und eine ganz andere bewegung macht. zu beginn eines solchen zustandes ist es noch möglich (halbwegs) rational zu denken und deshalb merkt man auch das die hände/arme sich verkrampfen.....
    das interessante daran ist das es eine gewissen punkt gibt wo es nicht mehr möglich ist diesen hypo selbst zu stoppen, da wären wir auch wieder bei der vorhin beschriebenen "hilfe" von anderen.

    von martin
  • Kitekater

    Rang: Gast
    am 15.09.2006 15:55:46
    Hallo!

    Mir ist vor 3 Wochen was ähnliches passiert.
    Bin morgens ganz normal aufgestanden und ins Bad gegangen (Freundin lag noch im Bett)
    Nach kurzer Zeit gabs einen dumpfen Schlag und ich lag ohne Bewustsein auf dem Boden und habe auch gekrampft.
    Meine Freundin hat Blutzucker gemessen, war aber mit 125 normal.
    Der Notarzt hat mich dann ins Krankenhaus gebracht, und auf dem Weg dahin, nachdem ich wieder einigermaßen klar war, hatte ich nochmals einen Krampfanfall.
    Im Krankenhaus wurden dann sehr viele Tests gemacht, CT, Kernspinn, EEG, alles ohne Befund. Bin nun wieder zuhause und mir gehts, als wäre nichts gewesen. Habe seit 25 Jahren Diabetes und seit ca 13 Jahren eine Pumpe. HBA1c liegt momentan bei 7,8. Habe keinerlei Anzeichen von Spätschäden oder sonstigem. Diabetes wurde im Krankenhaus als Ursache eigentlich ausgeschlossen.
    Versuche die ganze Sache jetzt zu vergessen und normal weiterzumachen, 30 min später und ich wäre im Auto gesessen :-(

    Gruß von Kitekater
  • Bernd

    Rang: Gast
    am 13.03.2007 19:19:17
    Hallo,

    ich habe seit 8 Jahren DM und am Wochenende während ich schlief einen Krampfanfall. Bisher kam es ab und an mal vor, dass wenn der Zucker sehr niedrig war sich meine Hände und Füße verkrampften und ich sie nicht mehr so steuern konnte wie ich wollte. Epilepsie kam bisher in meiner Familie so lange sich meine Eltern und Verwandten zurück erinnern können nicht vor! Erinnern kann ich mich an den Anfall nicht! So wie ich das grad gelesen habe können Krampfanfälle durch die Unterzuckerung hervorgerufen werden ohne gleich epileptischer Ursache zu sein. Praktisch eine Erweiterung der Krämpfe an Armen und Beinen, da ich ja im Schlaf nicht gegensteuern kann?!
  • dora

    Rang: Gast
    am 20.03.2007 09:52:00
    hallo Leute ich bins wieder!

    nach fast einem Jahr muss ich sagen dass es meinem Liebsten super geht, er hat auch alle möglichen Untersuchungen hinter sich gebracht, ohne Befund, Diagnose: epileptischer Anfall wegen schwerer Unterzuckerung!
    bis jetzt läuft alls super, er musste seine Insulindosis etwa niedriger setzen, die Diabetologin sagte, der Zuckerspiegel sollte leiber etwas höher als niedriger sein, wobei das auch nicht immer wirklich gelingt....
    bin froh dass alles soweit ok ist!
    danke euch allen für eure beiträge!
    pass auf euch auf von dora
  • sissi

    Rang: Gast
    am 06.11.2008 22:07:20
    hallo,
    bin froh,dass es noch anderen so zu gehen scheint. mein freund hatte vor einigen monaten auch einen epil.anfall aus dem schlaf heraus. zu beginn zuckte er nur an armen und beinen,konnte aber noch mit mir sprechen aber als ich ihm den traubenzucker in den mund gesteckt hatte,verlor er das bewusstsein ,krampfte am ganzen körper und biss sich auf die zunge.
    ich war so scheisse hilflos.im krankenhaus wurde auch alles gecheckt und die diagnose generalisierter krampfanfall infolge schwerer hypo gestellt.
    seither ist für mich nichts mehr wie vorher.
    früher war ich im umgang mit dem DM meines freundes sehr locker, heute schrecke ich beim noch so kleinen zucken im schlaf hoch und bekomme panik,dass er wieder krampfen könnte.
    jede hypo wird für mich zur absoluten extremsituation.ich bekomme die bilder einfach nicht mehr aus dem kopf...
    bin schon so ein nervenbündel,dass ich in beiderseitigem sinne an trennung denke..denn es ist weder für mich,noch für ihn auf dauer tragbar,wenn ich mich weiter so verrückt mache.
    wie habt ihr es nur geschafft, den vorfall zu vergessen und ohne angst mit euerm partner umzugehen?ich möchte ihn doch auch nicht bevormunden:(
    wäre für jden tipp dankbar. von sissi